Gebete


Gebete
Rudolf Epp: Das Morgengebet

Das Gebet (abgeleitet von dem deutschen Substantiv Bitte) bezeichnet eine zentrale Glaubenspraxis vieler Religionen. Es ist eine mit Worten und begleitenden Handlungen verbundene Anrede eines transzendenten Wesens (Gott, Gottheit, Göttin) oder Fürsprechers (Engel, Prophet, Guru).

Inhaltsverzeichnis

Allgemeine Bedeutung

In theistischen Religionen unterscheidet sich das Gebet durch seine persönliche und kommunikative Komponente von anderen religiösen Praktiken wie Meditation, Beschwörung oder Magie. Im Buddhismus und Hinduismus entspricht ein Gebet oftmals einer Meditation. Im Konfuzianismus und Taoismus spielen Gebete eine eher untergeordnete Rolle. In indigenen Religionen, zum Beispiel Australiens, sind Gebetspraktiken bisher kaum erforscht worden.

Religionsgelehrte und Theologen, die an eine Vorherbestimmung glauben, sehen ein Paradoxon darin, den unveränderlichen Willen der Gottheit durch menschliche Gebete ändern zu wollen. Sie meinen, dass der göttliche, das Gute erstrebende Wille nicht zu ändern ist, dass aber die Gebetstätigkeit in der Lage ist, den Willen des Menschen zu stärken, seine Seele zu läutern und somit eine ganzheitliche Änderung zum Guten zu bewirken.

Gebetet werden kann im Gottesdienst, in einer Gruppe oder allein. Ganze Gottesdienste können als Gebet verstanden werden, wie der jüdische Gottesdienst am Shabbat in der Synagoge, die Eucharistiefeier der orthodoxen Kirchen, das christliche Stundengebet oder das Freitagsgebet der Muslime. Viele Religionen kennen festgesetzte Gebetszeiten.

Gebete können gesungen, laut ausgesprochen oder im stillen für sich formuliert werden. Es gibt dabei je nach Religion und Konfession unterschiedliche Körperhaltungen und Gesten: stehen, knien, niederwerfen, den Kopf senken, die Hände erheben oder falten. Ebenso mag die Haltung individuell völlig frei gewählt werden. Im Zusammenhang mit Gebeten werden oftmals Symbole verwendet, wie zum Beispiel der Rosenkranz im katholischen Gottesdienst, im Islam und Buddhismus oder das Kreuz in christlichen Gebeten.

Es gibt tradierte liturgische Gebete mit feststehenden Wortfolgen, manchmal mit Rede und Antwort in Form einer Litanei, Gebete mit Vorlagen oder spontan formulierte Gebete. (Siehe auch: Inkantation)

Judentum

Gebet

Das Judentum ist eine Religion der Tat. Das tägliche Gebet (hebr. תפלה, Tefillah) ruft jedem Juden dies in Erinnerung. Religiöse Juden – Männer wie Frauen – beten drei Mal täglich: morgens Schacharit, nachmittags Mincha und abends Maariw. Beim Gebet bedecken Juden den Kopf mit einer Kippa oder einer anderen Kopfbedeckung (die Kippa ist eine moderne Erscheinung!) und benutzen beim werktäglichen Morgengebet Tefillin (Gebetsriemen) und Tallit (Gebetsschal) – letzterer wird auch am Shabbat und an Festtagen verwendet.

Die Gebete werden nach einem Grundmuster gebetet, das je nach Wochentag oder Festtag leicht variiert. Das Gebetbuch, das diese Gebete enthält, heißt Siddur. Das Gebetbuch für einen Festtag heißt Machsor. Zu den Gebeten gehören Tehillim (Psalmen), das Schma Jisrael (Höre, Israel), Amida oder Achtzehnbittengebet (Schmone Esre). In orthodoxen und konservativen Synagogen wird alles in hebräischer Sprache gebetet, im liberalen Judentum werden einige Gebete in der Landessprache gesagt.

Struktur des jüdischen Morgengebetes (Schacharit)

  • Morgenlobsprüche (ברכת השחר Birkat HaSchachar) – private Brachot und Studientexte, die zwar in den privaten Bereich gehören, aber traditionell in der Synagoge von jedem für sich gesagt werden.
  • Psalmverse (פסוקי דזמרא Psuke de Simra) – Psalmen und andere poetische Texte vor allem aus der Bibel zur Vorbereitung auf das Gebet. An Festtagen – dazu gehört auch der Shabbat – wird dieser Gottesdienstteil erheblich erweitert. In liberalen Gemeinden wurde er – bereits im 19. Jh. – drastisch gekürzt und besteht in heutigen liberalen Gebetbüchern vor allem aus Liedern und Meditationstexten, die zum Gottesdienst hinführen sollen.
  • Barchu (ברכו) – Aufruf zum Gebet: „Lasst uns Gott preisen“.
  • Schma und seine Brachot (שמע וברכתה) – Das Schma besteht aus drei Tora-Texten, die jeden morgen und abend vor dem Gebet studiert werden: Dewarim (5. Buch Mose) 6,4–9; Dewarim (5. Buch Mose) 11, 13–21 und Bemidbar (4. Buch Mose) 15,37–41. Das Studium von Toratexten wird mit Lobsprüchen begonnen und beendet, daher sagt man Lobsprüche vor und nach dem Schma. Es sind morgens andere Texte als abends.
  • Amida (עמידה), auch Schmone Esre (שמנה עשרי) oder Tefilla (תפילה). Das eigentliche Gebet im Judentum. Mit ihm wird das Gebot des täglichen Opfers erfüllt. Es besteht aus einem Anfangsteil aus drei Brachot (Awot „Vorfahren“, Gewurot „Machterweise“ und Keduschat ha-Schem „Heiligung Gottes“), einem Hauptteil und einem Schluss aus wiederum drei Brachot (Awoda „Kultischer Dienst“, Hoda’a „Dank“ und Birkat Schalom „Priestersegen und Friedensbitte“) Der Hauptteil bezieht sich auf konkrete Anliegen des Tages. An Wochentagen besteht er aus 13 Bitten für ein jüdisches Leben, am Schabbat aus einer Bitte für einen guten Ruhetag, an Festen entsprechend für das jeweilige Fest.
  • Ordnung der Toralesung (קריאת תורה) – Am Schabbatmorgen, sowie im Wochentagsgebet am Montag- und Donnerstagmorgen folgt die Aushebung der Torarolle (Sefer Tora) aus dem Toraschrein (Aron), eine Prozession der Rolle durch die Gemeinde, die öffentliche Vorlesung aus der Rolle und die Rückbringung der Rolle in den Schrein. Am Schabbat und an Festtagen wird die Toralesung mit einem Abschnitt aus den Propheten („Haftara“ = Abschluss) beendet. Es folgen Gebete für die Gemeinde, die Regierung, den Staat Israel, usw.
  • Mussaf-Amida (תפילת מוסף) – An Festtagen – dazu zählt auch der Schabbat – wird in orthodoxen und konservativen Gemeinden entsprechend dem im der Tora gebotenen Zusatzopfer an einem Fest eine zusätzliche Amida gebetet. Sie enthält in ihrem Hauptteil die Rezitation der Opferanweisungen für das jeweilige Fest. In liberalen Gemeinden ist eine Mussaf-Amida klassisch nicht üblich. In letzter Zeit werden aber an ihrer Stelle Meditiationen oder alternative Formulierungen eingeführt.
  • Schlussteil – Das Ende des Gottesdienstes ist traditionell vor allem durch das Kaddisch geprägt. In orthodoxen Gemeinden endet der Gottesdienst mit einer Reihe von Studientexten, auf die ein Kaddisch der Trauernden (Kaddisch Jatom) gesagt wird. Das Alenu-Gebet oder der Tagespsalm ist einer dieser Studientexte. In liberalen Gemeinden hat man die vielen Kaddisch-Wiederholungen abgeschafft, um eine erhöhte Konzentration auf Text und Situation für dieses Gebet zu schaffen. Hier gibt es daher nur das Alenu und ein Kaddisch Jatom, dass von allen Trauernden gemeinsam gesprochen wird.

Struktur des jüdischen Nachmittag und Abendgebets (Mincha und Ma’ariw)

  • Psalmverse – Einen Eingangsteil gibt es zwar auch im Nachmittag- und Abendgebet, jedoch nicht in vergleichbarer Ausgestaltung wie im Morgengebet. Das Minchagebet beginnt mit Psalm 145, das Abendgebet mit Psalm 134. Eine Ausnahme bildet das Abendgebet zu Beginn des Schabbat (Erew Schabbat), das einen eigenen, ausgeführten Eingangsteil hat (Kabbalat Schabbat „Empfang des Schabbat“). Dieser Teil wurde im 16. Jahrhundert von Schülern des Mystikers Isaak Luria in Safed zusammengestellt. Man studiert sechs Psalmen in Analogie zu den sechs Wochentagen. (Diese Psalmen sind Psalm 95–99 und Psalm 29. Vor dem siebten Psalm, Psalm 92 „Lied für den Schabbattag“, mit dem der Schabbat liturgisch beginnt, singt man eine Hymne zur Begrüßung des Schabbat (Lecha Dodi).

Für Festtage gibt es weitere besondere Texte, an Jom Kippur zum Beispiel das Gebet Kol Nidre.

  • Barchu (ברכו) – Aufruf zum Gebet: „Lasst und Gott preisen“.
  • Nur im Abendgebet: Schma und seine Brachot (שמע וברכתה) – siehe oben. Mincha: Schabbat und Fasttage: Toralesung. Aan allen anderen Tagen, d. h. den normalen Wochentagen folgt in einem Nachmittagsgebet auf Barchu unmittelbar die Amida.
  • Amida (עמידה), auch Schmone Esre (שמנה עשרי) oder Tefilla (תפילה). – siehe oben.
  • Schlussteil – Alenu, Kaddisch, eventuell ein Hymnus.

Lobsprüche

Neben den Gebeten sagen religiöse Juden zu vielen Gelegenheiten Lobsprüche (hebr. ברכות, Brachot), so u. a. über das Essen oder vor der Ausübung einer Mizwa (hebr. מצות, Gebote). Diese Mini-Gebete heißen „Lobsprüche“ (Brachot), weil als „Gebet“ nur die Amida verstanden wird.

  • Man sagt Lobsprüche vor der Ausübung einer Mitzwa (Birkot ha-Mitzwot ברכת המצות), zum Beispiel vor dem Entzünden der Schabbatkerzen, vor dem Anziehen des Tallit, vor dem Entzünden der Chanukkakerzen, usw. Diese Brachot sagt man stets vor der Ausübung der Tat.
  • Man sagt Lobsprüche vor dem Genuss von Dingen (vor dem Schmecken, Riechen, Trinken, Sehen) (Birkot ha-Nehenin ברכות הנהנין), zum Beispiel vor dem Trinken von Wein, vor dem Trinken von anderen Getränken, vor dem Essen von Brot, vor dem Essen von Gemüse oder Früchten, vor dem Riechen an Gewürzen, usw. Die Brachot vor dem Trinken, Schmecken und Riechen sagt man vor der Handlung. Brachot über das Sehen sagt man, nachdem man eine schöne oder bedeutsame Sache – z. B. einen Regenbogen, eine(n) Gelehrte(n), einen berühmten Menschen, eine wiederaufgebaute Synagoge, usw. – entdeckt hat.
  • Man sagt Lobsprüche, um Gott zu danken, zu loben oder für etwas zu bitten (Birkot hoda’ah ברכות הודאה), zum Beispiel um Gott zu preisen, dass er Kraftlosen wieder Stärke gibt, usw.

Brachot können in jeder Sprache gesagt werden.

Zum häuslichen Schabbat, der wöchentlichen Erinnerung an den Auszug aus Ägypten und der Erschaffung der Welt sowie auch ein Zeichen des Bundes Gottes mit dem Volk Israel (Geschenk der Liebe Gottes) gehört das Entzünden der Schabbatkerzen und ein Lobspruch über das Licht sowie der Kiddusch über ein Glas Wein zur Heiligung des Tages. Es liegen zwei zopfartig geflochtene Schabbatbrote (hebr. Challa, jidd. Barches) auf dem Tisch. Sie werden für die Lobspruch über das Brot verwendet, mit dem das Essen am Schabbat beginnt. (Jedes Essen beginnt mit Brot, das besondere am Schabbat sind die Challot.) Die Kerzen werden in der Regel zuhause vor der Dämmerung entzündet, das festliche Essen mit Kiddusch und Schabbatbrot und dem eigentlichen Essenabendessen folgt nach dem Gottesdienst – sofern der Gottesdienst besucht wird.

Literatur

  • Rabb. Chaijm Donin: Jüdisches Gebet heute
  • Jakob Petuchowski: Gottesdienst des Herzens, ISBN 3-451-19457-0
  • Annette Böckler: Jüdischer Gottesdienst. Wesen und Struktur, Berlin: Jüdische Verlagsanstalt 2002, ISBN 978-3-934658-19-6

Christentum

Betender Junge in der Notre-Dame de la Garde in Marseille.

Das Gebet gehörte von Anfang an zu den wichtigsten Ausdrucksformen des christlichen Glaubens.

Bereits im Neuen Testament sind viele verschiedene Gebetsformen erwähnt: Psalmen, Bitte, Dank, Fürbitte, Anbetung. Einige der am häufigsten gebrauchten christlichen Gebete stammen aus dem Neuen Testament, z. B. das Vaterunser und das Magnificat. Besonders viele Lobeshymnen sind in der Offenbarung des Johannes enthalten.

Biblische Grundlagen

Entscheidend für das christliche Gebet, auch im Hinblick auf seine Erhörung, ist der Einklang des Beters mit dem Willen Gottes. Denn alles sei möglich nur für den, der glaube[1], also auf Gott vertraue. Dann gelte: „Bittet, so wird euch gegeben“[2]. Aber man strebe eben zuerst nach der Herrschaft Gottes, dann werde einem alles das, worum sich der Mensch sorge, zufallen[3]. Herrschaft Gottes bedeutet wohl, Jesus als Herrn[4] anzuerkennen, denn er und Gott seien eins[5]. So fordert Jesus zur Liebe zu Gott und dem Nächsten auf[6], den Menschen das zu tun, was man von ihnen erwarten würde[7]. Andererseits muss sich der Mensch, wenn er hierin versagt, wohl nicht zu sehr fürchten. Denn Versagen sei normal[8] und der „gute Hirte“ Jesus stehe für den (zweifelnden Liebes-) Versager gerade[9] und wolle ihn stets zurückgewinnen [10]. Also kann der Mensch wohl mit seinen Nöten immer wieder im Gebet mit Gott, vermittelt durch Jesus (Joh 14,6 LUT), ins Gespräch kommen und ihn um alles das bitten, was er täglich benötige. Er müsse sich nur Jesus als seinem Herrn und Anwalt vor Gott anvertrauen. In Mt 10,33 LUT sagt Jesus: „… wer immer mich aber vor den Menschen verleugnet, den will auch ich vor meinem Vater verleugnen, der in den Himmeln ist …“ Dies zeigt an, das zur Gebetserhörung tätiger Glaube erforderlich ist.

Gebetsformen

Das Christentum kennt viele Gebetsformen.

  • Im Gottesdienst: Bei fast allen Konfessionen gehört das Vaterunser zum Gottesdienstablauf, entweder vom Liturgen oder gemeinsam gesprochen. Daneben gibt es je nach Konfession liturgische Gebete, oft im Wechsel zwischen Einzelnen und der Gemeinde, freie oder vorformulierte Gebete des Gottesdienstleiters oder gemeinsames freies Gebet der Gemeinde.
  • In Gruppen oder als Gebet des Einzelnen: Es gibt feststehende Gebetsformen, z. B. das Trisagion der orthodoxen Kirche, den Angelus in der katholischen Kirche, oder das Stundengebet. Im März gibt es jedes Jahr einen ökumenischen Weltgebetstag, an dem im Gottesdienst überall dieselben Texte gebetet werden, die von Frauen eines bestimmten Landes zusammengestellt wurden. Die Evangelische Allianz hat im Januar jeweils eine Gebetswoche und regelmäßige überkonfessionelle Gebetsabende, die reihum in den Gemeinden der Allianz stattfinden.
  • In der Familie: In vielen christlichen Familien sind Tischgebete üblich, häufiger gibt es ein Nachtgebet mit den Kindern. Gemeinsame Familienandachten sind heute eher selten. In manchen Familien werden die Herrnhuter Losungen oder eines christlichen (Kinder-)Kalenders wie z. B. die „Helle Straße“ vorgelesen, andere Familien beten zusammen die Komplet des Stundengebets oder den Rosenkranz.
  • Kindergebete: meist in Reimform formulierte Gebete wie z. B.: „Ich bin klein, mein Herz mach (ist) rein, soll niemand darin wohnen als Jesus (Gott) allein.“ Doch beten Kinder oft auch selbst formulierte Gebete.
  • Tischgebete
  • Abendgebete dienen dazu den Tag mit Gott zu beschließen.
  • Bibeltextbeten: Hierbei werden Bibeltexte, vorwiegend die Psalmen aus dem AT oder Gebete aus den Briefen des NT, im Wortlaut oder in eigene Worte übertragen als Gebet an Gott rezitiert. Zu den bekanntesten Bibeltextgebeten gehören das Benedictus, das Magnifikat und das Nunc dimittis, die auch im Stundengebet täglich gesungen werden.
  • Gebetslieder wurden schon zu biblischer Zeit gesungen und sind in den Psalmen überliefert. Lobpreis sind an Gott gerichtete Lieder, die ihn und seine Eigenschaften und Taten preisen.
  • Thematische Gebete: Es gibt ebenfalls zahlreiche Gebetsgruppen, darunter auch solche, die für besondere Anliegen beten, etwa Friedensgebete.
  • Gebete per E-Mail: Vorgefertigte Gebete werden per E-Mail verschickt (z. B. Mailgebet) und können von den Lesern mit einem Internetanschluss überall gebetet werden; häufig dient es der Besinnung mitten im Alltag oder der kurzen Auszeit zwischendurch.
  • 24-Stunden-Gebet: Vorwiegend im Umfeld der charismatischen Bewegung im Rahmen des Wächterrufs, aber auch in der Herrnhuter Brüdergemeine. Verschiedene Beter schließen sich zu einem Verbund zusammen, so dass an jedem Tag zu jeder Stunde „in Schichten“ gebetet wird.
  • Einzelne: Hier reicht das Spektrum von einem Vaterunser vor dem Einschlafen über eine tägliche Stille Zeit, dem Beten des Stundengebets (ganz oder einzelne Horen, den Exerzitien des Ignatius von Loyola; oder völlig freiem Gebet.

Gebetsinhalte

US-Navypilot beim Gebet

Das Gebet beinhaltet nicht nur Anbetung, Dank und Bitte oder Fürbitte, der Bittcharakter bildet oft nur einen Aspekt des Gebetes. Gebetsinhalte sollten keine oberflächliche Bitten um bequeme Dinge sein, die man sich gerade wünscht. Auch kann man nicht gegen den anderen beten.

Im Gebet tritt der Beter in Kontakt mit Gott. Er führt ein Zwiegespräch mit Gott und vertraut auf das Bibelwort, dass Gott selbstverständlich genauestens weiß, was der Betende benötigt: „Denn euer Vater weiß, was ihr nötig habt, ehe ihr ihn bittet“[11]. So ist die eigentliche Grundform allen christlichen Betens Anbetung: Die alles Begreifen übersteigende Herrlichkeit Gottes erkennen.

Gebetshaltung/Symbole

In der Kirche wird meistens stehend (Ausdruck des Respekts) oder kniend (Ausdruck der Unterwerfung) gebetet, während im persönlichen Gebet (im Kämmerlein, außerhalb der Kirche) keine bestimmte Körperhaltung verbindlich ist. Für das christliche Beten im Gottesdienst gibt das Zeremoniale mancherlei Anregungen im Blick auf die äußeren Formen, die in der jeweiligen Kirche üblich sind.

Typisch für das christliche Beten der Alten Kirche ist das freie, selbstbewusste Stehen vor Gott mit geöffneten Armen, erhobenen Händen und Augen. In späterer Zeit ist im Abendland das Falten der Hände üblich geworden. Diese Geste soll verdeutlichen, dass sich der Beter nur auf Gott konzentriert und nicht mit anderen Dingen beschäftigt ist. Die aneinander gelegten offenen Handflächen entsprechen der Haltung bei der Huldigung des Lehnsherren im mittelalterlichen Feudalsystem und wird etwa seit dem 11. Jahrhundert praktiziert. Das Gebet mit zusammengeballten Händen kam erst in der Reformation auf. Daneben gibt es noch seltenere, ältere Formen, wie das Kreuzen der Hände vor der Brust. Das Ausstrecken der Arme im Gebet stammt sogar aus dem vorchristlichen Mittelmeerraum und Orient, es geht auf die Körperhaltung der Bettler zurück. Das Beten mit erhobenen Händen wird in der katholischen Kirche von Bischöfen und Priestern geübt, wenn sie als Vorsteher der liturgischen Versammlung zu Gott sprechen, daneben regional von allen Mitfeiernden beim Beten des Vaterunsers. Es wird häufiger von Christen der charismatischen Bewegung oder der Pfingstbewegung praktiziert und geht auf eine jüdische (z. B. Klagelieder 3,41) Gebetshaltung zurück.

Katholische Christen beginnen das persönliche Gebet stets mit den der Taufformel entnommenen Worten „Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes“. Außerdem bezeichnen sie sich bei Beginn und Abschluss eines jeden Gebetes mit dem Zeichen des Kreuzes. Orthodoxe Christen bekreuzigen sich ebenfalls, wobei bei ihnen sogar die Haltung der Finger eine wesentliche Rolle spielt (siehe Kreuzzeichen). Im Protestantismus ist das Kreuzzeichen kaum noch verbreitet.

Mit dem Anzünden einer (Opfer-)Kerze kommt Licht in das Dunkel. Es ist ein Hoffnungszeichen und soll das Gebet für einen anderen Menschen oder für ein persönliches Anliegen verlängern, auch wenn der Betende beispielsweise die Kirche bereits wieder verlassen hat. Es existiert hierbei die Vorstellung, dass, solange die Kerze brennt, das Gebet zu Gott aufsteigt.

Gebetsgemeinschaften

Es gibt auch Gebetsgemeinschaften, z. B. den Rosenkranzsühnekreuzzug. Am 2. Februar 1947 gründete der Franziskanerpater Petrus Pavlicek in Wien eine „Ewige Rosenkranzgemeinschaft“, die bald in „Rosenkranz-Sühnekreuzzug“ umbenannt wurde …

Christliches Gebet um Heilung

Im Christlichen Bereich findet Gebet um Heilung in sehr unterschiedlichem Rahmen statt:

  • Privat für sich oder als Fürbitte für den Nächsten im Besonderen für Familienangehörige und enge Freunde
  • in der Seelsorge (z. B. Krankenhausseelsorger)
  • durch die Ältesten der eigenen Kirchengemeinde nach Sündenbekenntnis (Beichte) und Ölsalbung (Jakobus Kapitel 5) (besonders verbreitet in evangelikalen Gemeinden)
  • in Messen (Katholisch)
  • sog. Heilungsgottesdiensten (nicht immer, aber oft charismatisch, mit Predigern bei welchen die Gabe (das Charisma) der Heilung angenommen wird.)
  • in Angeboten überkonfessioneller Gruppen, die sich speziell dem Thema Gesundheit/Heilung widmen

Zur Wirkung von Fürbitten auf die Genesung, siehe Fürbitte.

Gebet in den Konfessionen

Bis heute hat das Gebet einen zentralen Platz in der Praxis aller christlichen Konfessionen.

Alle kennen das Vaterunser und die Psalmen ebenso wie persönlich formulierte Gebete und Kirchenlieder in Gebetsform. Die orthodoxen, katholischen und anglikanischen Kirchen haben eine reiche Tradition von vorformulierten Gebeten für den liturgischen und persönlichen Gebrauch (siehe liturgische Gebete), im Pietismus und im freikirchlichen Raum sind die Gebete in der Regel spontan formuliert.

Alle christlichen Konfessionen wenden sich im Gebet direkt an Gott und gehen davon aus, dass Gott Gebete hört. Christen wenden sich im Gebet an den Dreieinigen Gott, beten zu Gott dem Vater, zu Jesus Christus und manche auch direkt zum Heiligen Geist, wobei es in den meisten Konfessionen, von fest formulierten liturgischen Gebeten abgesehen, dem einzelnen überlassen ist, an wen er sich im Gebet wendet. In der katholischen und der orthodoxen Kirche können Gebete auch an Maria und an Heilige gerichtet werden, wobei diese Gebete eine Bitte um Fürsprache beim dreieinigen Gott sind.

Christen glauben, dass Gott Gebete erhört, wobei es über die Art und Häufigkeit der Gebets-Erhörung sehr unterschiedliche Sichtweisen gibt.

Ebenso glauben viele Christen, dass Gott im Gebet durch den Heiligen Geist zum Betenden reden kann. Dabei kann es sich um Prophetie, Erleuchtung und persönliche Eingebungen handeln, aber ebenso um alltägliches, wie dass Gott z. B. die Aufmerksamkeit auf einen Bibelvers lenkt, der in die Situation passt, oder ein allgemeines Gefühl des Getröstetseins gibt. Praktisch alle Konfessionen, bei denen Prophetie oder Erleuchtung als Geistesgabe anerkannt sind, haben allerdings gewisse Sicherheitsregeln, um allzu wilde Fantasie in Grenzen zu halten, z. B. Beurteilung durch erfahrene Christen oder Gemeindeleiter, Beurteilung durch die Gemeinschaft anhand der Bibel, Beurteilung durch die kirchliche Lehre, vor allem aber Beurteilung vom Willen Gottes her: Liebe deinen Nächsten wie dich selbst (Mt 22,34–40). Was mit der Liebe (agape) nicht vereinbar ist, kann nicht Gottes Wille sein.

Islam

Siehe

Bahai

In der Religion der Bahai spielt das Gebet eine wichtige Rolle. Drei rituelle Pflichtgebete unterschiedlicher Länge und Form stehen dem Gläubigen täglich zur Wahl: das lange Pflichtgebet (einmal in 24 Stunden zu beten), das mittlere Pflichtgebet (früh, mittags und abends zu beten) und das kurze Pflichtgebet (zwischen 12 und 18 Uhr zu beten). Diese Gebete werden vom Gläubigen alleine und zurückgezogen gesprochen oder gesungen. Das einzige Pflichtgebet, das in Gemeinschaft rezitiert wird, ist das Totengebet. Darüber hinaus dienen die für unterschiedliche Anlässe und Situationen wörtlich überlieferten Gebete des Bab, Baha’u’llahs und Abdu’l Bahas als Vorlage.

Abdu’l Baha sagt über das Gebet: „Es ist die Sprache des Geistes, die zu Gott spricht. Wenn wir uns, befreit von allen äußerlichen Dingen, im Gebet zu Gott wenden, dann ist es, als hörten wir die Stimme Gottes in unserem Herzen. Ohne Worte zu reden, treten wir in Verbindung, sprechen wir mit Gott und vernehmen die Antwort … Wir alle, wenn wir zu einem wahrhaft geistigen Zustand gelangen, können die Stimme Gottes vernehmen.“

Ein Beispiel für ein Bahai-Gebet, geschrieben von Abdu’l Baha:

O Du gütiger Herr! Du hast die ganze Menschheit aus dem gleichen Stamm erschaffen. Du hast bestimmt, dass alle der gleichen Familie angehören. In Deiner heiligen Gegenwart sind alle Deine Diener, die ganze Menschheit findet Schutz in Deinem Heiligtum. Alle sind um Deinen Gabentisch versammelt; alle sind erleuchtet vom Lichte Deiner Vorsehung.
O Gott! Du bist gütig zu allen, Du sorgst für alle, Du beschützest alle, Du verleihst allen Leben. Du hast einen jeden mit Gaben und Fähigkeiten ausgestattet, und alle sind in das Meer Deines Erbarmens getaucht.
O Du gütiger Herr! Vereinige alle. Gib, dass die Religionen in Einklang kommen und vereinige die Völker, auf dass sie einander ansehen wie eine Familie und die ganze Erde wie eine Heimat. O dass sie doch in vollkommener Harmonie zusammenlebten!
O Gott! Erhebe das Banner der Einheit der Menschheit.
O Gott! Errichte den Größten Frieden.
Schmiede Du, o Gott, die Herzen zusammen.
O Du gütiger Vater, Gott! Erfreue unsere Herzen durch den Duft Deiner Liebe. Erhelle unsere Augen durch das Licht Deiner Führung.
Erquicke unsere Ohren mit dem Wohlklang Deines Wortes und beschütze uns alle in der Feste Deiner Vorsehung.
Du bist der Mächtige und der Kraftvolle, Du bist der Vergebende und Du bist der, welcher die Mängel der ganzen Menschheit übersieht.

Hinduismus

In der Frühzeit des Hinduismus, der vedischen Zeit (1200 v.Chr.), wurden Hymnen an die Götter gerichtet, die oft mit Bitten verbunden waren und einen durchaus utilitaristischen Charakter hatten. Auch die Rezitation von Mantras (wörtl.: Mittel zum Denken) war von frühester Zeit an ein wichtiges Mittel religiöser Versenkung.

Heute ist wie bei Gläubigen aller Religionen das tägliche Gebet auch bei Hindus üblich. Gebetet wird in fast allen hinduistischen Richtungen, vor allem aber im Bhakti Yoga ist die persönliche Hingabe an Gott und somit die Kommunikation mit ihm wichtig.
Eine populäre Form der Verehrung ist die Anbetung Gottes in einem Bild oder einem Emblem. Andererseits lehnen auch sehr viele Hindus die Verehrung in Bildern völlig ab – wie beispielsweise die Anhänger des Arya Samaj oder die Lingayats, eine im zwölften Jahrhundert gegründete shivaitische Bewegung.

Hinduistische Gebetspraxis

Beim Gebet im Ganges

Es gibt keine allgemeingültigen Vorschriften für Gebete und keine festen Gebetszeiten, die für alle Hindus gelten, sondern sehr unterschiedlich gelebte Familientraditionen. Darum ist die Praxis des Gebetes individuell sehr verschieden:

  • Weit verbreitet findet man etwa die tägliche Lichtkreiszeremonie, das Arati, das man in den Häusern der Gläubigen durchführt oder in den kleinen und großen Tempeln. Meistens am Beginn sowie am Ende des Tages schwenkt man eine Butterlampe vor dem Bildnis oder dem Emblem des Göttlichen und läutet dazu eine kleine Glocke. Als wesentlicher Bestandteil gehört zu dieser Zeremonie das Gebet, gesprochen, geflüstert, in Gedanken rezitiert oder gesungen.
  • Viele Hindus beten beim Verlassen des Hauses oder zu Beginn einer Unternehmung. Sie sprechen oft nur ein kurzes Gebet, indem sie etwa sagen: „Ganesha, ich verehre dich!“ oder „Om Kali!“. Insbesondere an bestimmten Wochentagen verehrt man die einzelnen Formen des Göttlichen, an Donnerstagen etwa beten manche Hausfrauen zu Lakshmi, der Göttin des Glücks und des Wohlbefindens. Am Montag steht bei vielen Shiva besonders im Mittelpunkt.
  • Zu Feiertagen kann man einen Priester ins Haus rufen, der Gebete oder Gottesdienste (Pujas) für alle durchführt. Genauso kann man aber auch überlieferte, spezifische Gebete für diesen Tag während einer Andacht selber beten, allein oder gemeinsam mit anderen.
  • Anstelle eines Tischgebetes ist es oft üblich, die Speise, meistens nur eine kleine Portion davon, auf den Altar zu stellen, mit Gebeten anzubieten und dann diese so gesegnete Mahlzeit zu essen.
  • Sehr verbreitet ist das andachtsvoll gesungene Gebet, Bhajan, das man allein singt oder in Gemeinschaft, oft mit einem Instrument begleitet.
  • Eine andere beliebte Gebetsform stellt das wiederholte Anrufen des Namen Gottes dar, häufig mit Hilfe einer Gebetskette mit einhundertacht Kugeln, sooft wird der Name meistens zitiert. Dieses Japa dient der Versenkung und kann der Übergang zur Meditation sein.

Eine vorgeschriebene Körperhaltung für das Gebet gibt es nicht, es muss aber in jedem Fall eine Haltung des Respekts sein. Darum zieht man vorher immer die Schuhe aus, wäscht sich möglichst zumindest die Hände und wählt einen Sitz, der tiefer liegt als der Altar. Meistens sitzt man mit verschränkten Beinen im Schneidersitz auf dem Boden oder man steht vor dem Bildnis. Vor dem Hausaltar oder im Tempel ist auch die kniende Verbeugung üblich, bei der die Stirn den Boden berührt.

Zur Gebetshaltung gehören auch die vor der Brust gefalteten Hände, wobei man diese oft vor und nach Beginn des Gebetes als Respektsgeste jeweils kurz an die Stirn führt; oder man betet mit vor der Stirn gefalteten Händen, was besondere Inbrunst ausdrückt. Letztlich ist aber keine äußere Form zwingend, nur die innere Haltung.

Quellen und Beispiele von Hindugebeten

Quellen vieler Gebete sind die Veden, die Puranas und nicht zuletzt die Beispiele großer Bhaktas, der Verehrer Gottes. Selbst von jenen Personen, die das Göttliche als letztlich absolut formloses, nicht-personales Brahman definieren, sind inbrünstige Gebete überliefert, etwa vom großen Philosophen Shankara:

„Ich bete an den Herrn, das höchste Sein, dem einen ersten Samen des Universums, dem wunschlosen Formlosen, der durch die Silbe Om erkannt werden kann, durch den das Universum ins Dasein gelangte, der es erhält und in dem es wieder vergeht.“ (Vedasarasivastava)

Das bekannteste Gebet ist das Gayatri-Mantra, eine vedische Hymne, welche das Göttliche in Form der Sonnenkraft, Surya, um geistiges Licht anruft. Viele Hindus sprechen oder singen es täglich, wobei der Gebrauch sich nicht auf Brahmanen beschränkt, wie oft behauptet, sondern alle beten es.

Das Mrityunjaya-Mantra verehrt Shiva:

„Wir verehren den Dreiäugigen der duftet und alle Wesen nährt.
Wie eine reife Gurke von ihrer Bindung (am Stängel) gelöst wird, möge er uns vom Tod befreien in die Unsterblichkeit.

Ziel der Gebete und Anrufungen sind die verschiedenen, oft, aber nicht immer, anthropomorph gedachten Formen des letztlich formlosen Höchsten.

Entgegen einer weit verbreiteten Meinung ist der Hinduismus nicht polytheistisch. Alle Schulen lehren das formlose Eine, wenn auch in unterschiedlichen Philosophien. Die am meisten verbreiteten Philosophien sehen die verschiedenen Götter und Göttinnen als verschiedene Formen des höchsten Einen, das letztlich formlos ist.

Ein sehr populäres Gebet, das Millionen von Hindus täglich singen, besonders zur täglichen Lichtkreis-Zeremonie, dem Arati, ist das Jay Jagadish Hare. In diesem Text kommt deutlich zum Ausdruck, dass das Wissen um die Einheit auch in den Gebeten der einfachen Gläubigen enthalten ist. Ein Ausschnitt:

„Ehre sei Dir, O Herr der Welt! Ehre sei dem ewigen Herrn! …
Du bist meine Mutter, mein Vater bist du. Wo sonst finde ich Zuflucht, O Herr?
Außer Dir ist kein Zweiter, kein anderer neben Dir.
Auf wen kann ich hoffen, wenn nicht auf Dich! Ehre sei Dir, O Herr der Welt!
Nimm die Gier von mir und alles Übel, O Herr!
Vermehre die Hingabe und Liebe zu Dir und lass mich den Heiligen dienen!
Ehre sei Dir, O Herr der Welt!“

Zitate

  • Opfer Gottes sind ein zerbrochener Geist, ein gebrochenes und reuiges Herz wirst du, Gott, nicht verachten. – (Psalm 51,19)
  • Das Werk gibt dem Wort innere Stärke, doch das Gebet erwirbt für Taten und Worte innere Kraft.Bernhard von Clairvaux
  • Der Mensch ist von Gott nie weiter entfernt als ein Gebet.Mutter Teresa
  • Wenn ihr betet, macht es nicht so wie die Heuchler, die sich dazu gern in die Synagogen und an die Straßenecken stellen, damit sie von den Leuten gesehen werden. Ich versichere euch: Mit dieser Ehrung haben sie ihren Lohn schon kassiert. Wenn du betest, geh in dein Zimmer, schließ die Tür und bete zu deinem Vater, der im Verborgenen ist. Dann wird dein Vater, der ins Verborgene sieht, dich belohnen. Beim Beten sollt ihr nicht plappern wie die Menschen, die Gott nicht kennen. Sie denken, dass sie erhört werden, wenn sie viele Worte machen. Macht es nicht wie sie! Denn euer Vater weiß ja, was ihr braucht, noch bevor ihr ihn bittet.Jesus Christus in der Bergpredigt über das Beten, Matthäus 6,5–8; zitiert nach der Neuen evangelistischen Übertragung (NeÜ) der Bibel
  • Gott bitten heißt, sich mit der Hoffnung schmeicheln, durch Worte könne man die ganze Natur ändern.Voltaire
  • Gebet bedeutet nichts weiter, als Jesus in unsere Not einschließen. Es bedeutet, Jesus Zugang zu geben, damit er seine Kraft für unsere Not gebrauchen kann. Es bedeutet, Jesus Gelegenheit geben, seinen Namen inmitten unserer Not zu verherrlichen. (Ole Hallesby)

Siehe auch

Literatur

  • Carl Heinz Ratschow, Rainer Albertz, Lawrence A. Hoffman, Klaus Berger u. a.: Gebet I. Religionsgeschichtlich II. Altes Testament III. Judentum IV. Neues Testament V. Alte Kirche VI. Mittelalter VII. Das Gebet im deutschsprachigen evangelischen Gottesdienst VIII. Dogmatische Probleme gegenwärtiger Gebetstheologie IX. Praktisch-theologisch. In: Theologische Realenzyklopädie 12 (1984), S. 31–103 (umfassender Überblick mit christlichem Schwerpunkt)
  • M. Krucoff, S. Crater, D. Gallup, J. Blankenship, M. Cuffe, M. Guarneri, R. Krieger, V. Kshettry, K. Morris, M. Oz: Music, imagery, touch, and prayer as adjuncts to interventional cardiac care: the Monitoring and Actualisation of Noetic Trainings (MANTRA) II randomised study. The Lancet, Volume 366, Issue 9481, Pages 211–217
  • Krucoff MW, Crater SW, Green CL, Maas AC, Seskevich JE, Lane JD, Loeffler KA, Morris K, Bashore TM, Koenig HG.: Integrative noetic therapies as adjuncts to percutaneous intervention during unstable coronary syndromes: Monitoring and Actualization of Noetic Training (MANTRA) feasibility pilot. PMID 11685160
  • O’Connor PJ, Pronk NP, Tan A, Whitebird RR.:Characteristics of adults who use prayer as an alternative therapy PMID 15895540
  • Monika Renz: Grenzerfahrung Gott: Spirituelle Erfahrungen in Leid und Krankheit. 3. Aufl. Herder, Freiburg i.Br. 2006. ISBN 3-451-05341-1
  • Arndt Büssing, Thomas Ostermann, Michaela Glöckler, Peter F. Matthiessen: Spiritualität, Krankheit und Heilung – Bedeutung und Ausdrucksformen der Spiritualität in der Medizin. Verlag für Akademische Schriften, Frankfurt (2006), ISBN 978-3-88864-421-4
  • Heinrich Christian Rust: Beten – 7 Gründe, warum ich es tue. Neufeld Verlag, Schwarzenfeld 2006, ISBN 3-937896-31-7
  • Ole Hallesby: Vom Beten. Wuppertal 1958, pass. (der christliche Klassiker zum Thema)
  • Kritischer Artikel von Michael Shermer im Scientific American
  • Adolf Holl, Om und Amen. Eine universale Kulturgeschichte des Betens. (2006)
  • Stefan Heid: Gebetshaltung und Ostung in frühchristlicher Zeit. In: Rivista di Archeologia Cristiana 82 (2006) 347-404.

Quellen

  1. Mk 9,23 LUT
  2. Mt 7,7 LUT
  3. Mt 6,33 LUT
  4. 1 Kor 8,6 LUT
  5. Joh 10,30 LUT
  6. Mt 22,34-40 LUT
  7. Mt 7,12 LUT
  8. Röm 3,9-20 LUT
  9. Röm 3,21-31 LUT
  10. Mt 18,10-14 LUT
  11. Mt 6,8 LUT

Weblinks


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