Gelber Bär


Gelber Bär
Gelber Bär
Gelber Bär (Arctia flavia)

Gelber Bär (Arctia flavia)

Systematik
Klasse: Insekten (Insecta)
Ordnung: Schmetterlinge (Lepidoptera)
Familie: Eulenfalter (Noctuidae)
Unterfamilie: Bärenspinner (Arctiinae)
Gattung: Arctia
Art: Gelber Bär
Wissenschaftlicher Name
Arctia flavia
(Fuessly, 1779)

Der Gelbe Bär oder Engadiner Bär (Arctia flavia) ist ein Schmetterling (Nachtfalter) aus der Unterfamilie der Bärenspinner (Arctiinae).

Inhaltsverzeichnis

Merkmale

Die Falter erreichen eine Flügelspannweite von 50 bis 70 Millimetern. Auf ihren Vorderflügeln sind sehr große schwarze Flecken sichtbar, die weiß umrandet sind. Ihre Hinterflügel sind ockergelb bzw. hellorange. Auch auf ihnen sind schwarze Flecken. Sie haben um den Kopf einen schwarzen Pelz. Ihr Abdomen, das auf der Oberseite einen Kamm aus schwarzen Punkten hat ist rot, nur die hinterste Spitze ist schwarz.

Die Raupen sind schwarz und haben eine silbergraue Behaarung, die später etwas bräunlicher wird.

Vorkommen

Sie kommen in den Alpen über der Baumgrenze auf alpinen Matten und nahe an Gewässern vor und halten sich bevorzugt unterhalb vergletscherter Zonen auf. Sie fliegen von Ende Juli bis Ende August.

Lebensweise

Sowohl die Falter als auch die Raupen sind nachtaktiv. Die Raupen verbringen den Tag unter Steinen und fressen in der Nacht polyphag verschiedenste Arten von Kräutern, insbesondere Zwergmispeln (Cotoneaster).

Entwicklungsgang

Die Eier sind verhältnismäßig groß und werden neben den verlassenen Puppengespinsten der Weibchen gelegt. Die daraus schlüpfenden Raupen überwintern zweimal bevor sie sich verpuppen. Nach dem zweiten Winter fressen die Raupen noch ca. drei bis vier Wochen bevor sie sich verpuppen. Sie tun dies unterhalb von sonnenbeschienen Steinplatten, um die gespeicherte Wärme zu nutzen.

Quellen

Literatur

  • Weidemann, H.-J. & Jochen Köhler: Nachtfalter. Spinner und Schwärmer. Naturbuch-Verlag, Augsburg 1996, ISBN 3-89440-128-1

Weblinks

 Commons: Gelber Bär – Album mit Bildern und/oder Videos und Audiodateien

Wikimedia Foundation.

Schlagen Sie auch in anderen Wörterbüchern nach:

  • GELBER — GELBER, Canadian family. MOSES GELBER (1876–1940), born in Brzezany, Galicia, settled in Toronto in 1892, where he established a wool importing business. He was a founder of Jewish education in Toronto, serving as first president of the Toronto… …   Encyclopedia of Judaism

  • Gelber Sand — über Ostasien am 21. März 2001 Gelber Sand verdeckt die Sonne über Aizu Wakamatsu, Japan am 2. April 2007 Gelber Sand (auch Asia …   Deutsch Wikipedia

  • Engadiner Bär — Gelber Bär Gelber Bär (Arctia flavia) Systematik Klasse: Insekten (Insecta) Ordnung …   Deutsch Wikipedia

  • Yoav Gelber — Infobox Person name = Yoav Gelber birth date = 1943 birth place = death date = death place = education = Hebrew University occupation = HistorianYoav Gelber ( he. יואב גלבר) (born 1943) is a professor at the University of Haifa, and a visiting… …   Wikipedia

  • Holunder Bär — Breitflügeliger Fleckleibbär Breitflügeliger Fleckleibbär (Spilosoma lubricipeda) Systematik Klasse: Insekten (Insecta) …   Deutsch Wikipedia

  • Arctia flavia — Gelber Bär Gelber Bär (Arctia flavia) Systematik Klasse: Insekten (Insecta) Ordnung …   Deutsch Wikipedia

  • Arctiidae — Bärenspinner Schwarzer Bär (Arctia villica) Systematik Klasse: Insekten (Insecta) …   Deutsch Wikipedia

  • Bärenspinner — Schwarzer Bär (Arctia villica) Systematik Klasse: Insekten (Insecta) Ordnung …   Deutsch Wikipedia

  • Schutzeinrichtungen — Unter den mechanischen Schutzeinrichtungen gegen biegende, drückende, ziehende oder scherende Kräfte nimmt die Ausbildung eines zweckentsprechenden Skelettgewebes im Pflanzenkörper die erste Stelle ein. Gegen die Stoßwirkung von Regen, Hagel und… …   Meyers Großes Konversations-Lexikon

  • Quanah Parker — (* Ende 1840er Jahre in Texas; † 23. Februar 1911 in Cache, Oklahoma), Sohn der weißen Amerikanerin Cynthia Ann Parker (unter den Comanche bekannt als „Naduatha“ – „Die wir fanden“) und des Comanchenhäuptlings Noconie („Der Wanderer“; auch …   Deutsch Wikipedia