Georg Laforet


Georg Laforet

Franz Seitz (Pseudonym: Georg Laforet, * 22. Oktober 1921 in München; † 19. Januar 2006 in Schliersee) war ein deutscher Filmproduzent, Filmregisseur, Drehbuchautor und 1980 Oscargewinner in der Kategorie „Bester fremdsprachiger Film“ für Die Blechtrommel.

Inhaltsverzeichnis

Leben

Seitz ist der Sohn des bekannten UFA-Filmregisseurs Franz Seitz, und der Schauspielerin Anni Terofal, der Tochter von Xaver Terofal, dem Gründer des Schlierseer Bauerntheaters.

Nach Teilnahme am Zweiten Weltkrieg, einigen Semestern Studium der Medizin sowie vorübergehender Tätigkeit als Kunstmaler wandte sich Seitz dem Metier seines Vaters zu. 1952 gründete er mit Jochen Genzow die Produktionsfirma Ariston-Film und arbeitete zunächst noch eng mit seinem Vater zusammen. Anfangs produzierte er, teils noch gemeinsam mit ihm, Heimatfilme. 1956 gründete er in München seine „Franz Seitz Filmproduktion“.

In den 60er Jahren folgten dann vorwiegend Filmkomödien. Ganz besondere Popularität erreichten seine an Ludwig Thoma angelehnten Lausbubengeschichten und die ähnlich erfolgreichen Lümmelfilme, bei denen ebenfalls Hansi Kraus die Hauptrolle spielte.

Später folgten Literaturverfilmungen, wobei eine besondere Neigung zu Vorlagen von Thomas Mann bestand. Er arbeitete mit Regisseuren des Neuen Deutschen Films wie Volker Schlöndorff zusammen und führte auch mehrmals selbst Regie. Sein größter Erfolg war der Erhalt des Oscars im Jahr 1980 für die Verfilmung von Die Blechtrommel (Regie Volker Schlöndorff).

Franz Seitz wurde 1981 Vorsitzender des Verbands deutscher Spielfilmproduzenten e. V. und hatte als führendes Mitglied in mehreren weiteren Verbänden Einfluss auf die bundesdeutsche Film- und Fernsehproduktion.

Er war verheiratet mit Anneliese Conrad, Vater der Kinder Peter und Gabriele und Großvater der Enkel Sophie, Anni, Benedikt und Celina. Franz Seitz starb am 19. Januar 2006. Er war bis zuletz mit großem Engagement in seinem Beruf tätig und wurde 84 Jahre alt.

Er wurde auf dem Friedhof in Schliersee beerdigt.

Auszeichnungen und Ehrungen

Filmografie

Produktionen

(insgesamt über 100; auszugsweise:)

Drehbücher

  • Die Sterne lügen nicht, 1950
  • Kleiner Mann ganz groß, 1957
  • Das schwarz-weiß-rote Himmelbett, 1962
  • Lausbubengeschichten (nach Ludwig Thoma), 1964
  • Wälsungenblut (nach Thomas Mann), 1964
  • Die Herren, 1965
  • Tante Frieda – Neue Lausbubengeschichten, 1965
  • Grieche sucht Griechin (nach Friedrich Dürrenmatt), 1966
  • Onkel Filser – Allerneueste Lausbubengeschichten, 1966
  • Der Paukenspieler, 1967
  • Wenn Ludwig ins Manöver zieht, 1967
  • Van de Velde: Die vollkommene Ehe (nach Theodore H. Van de Velde), 1968
  • Ludwig auf Freiersfüßen, 1969
  • Das Glöcklein unterm Himmelbett, 1970
  • Der Kapitän, 1971
  • Lilli – die Braut der Kompanie, 1972
  • Versuchung im Sommerwind, 1973
  • Das fliegende Klassenzimmer (nach Erich Kästner), 1973
  • Als Mutter streikte (nach Eric Malpass), 1974
  • Abelard, 1975
  • Unordnung und frühes Leid (nach Thomas Mann), 1977
  • Die Jugendstreiche des Knaben Karl, 1977
  • Die Blechtrommel (nach Günter Grass), 1979
  • Doktor Faustus (nach Thomas Mann), 1982
  • Big Mäc, 1985
  • Sukkubus – den Teufel im Leib, 1989
  • Erfolg (nach Lion Feuchtwanger), 1991
  • Die goldene Gans, 1994
  • Glück auf vier Rädern, 2005

Regie

  • Ein Mädchen aus Paris, 1954
  • Die Herren, 1965
  • Der Paukenspieler, 1967
  • Ludwig auf Freiersfüßen, 1969
  • Abelard, 1975
  • Unordnung und frühes Leid (nach Thomas Mann), 1977
  • Die Jugendstreiche des Knaben Karl, 1977
  • Doktor Faustus (nach Thomas Mann), 1982
  • Flammenzeichen, 1985
  • Erfolg (nach Lion Feuchtwanger), 1991
  • Die goldene Gans, 1994

Darsteller

  • Der Fußgänger, 1973 (als „Dr. Karl Peters“)

Weblinks


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