Gera-Bieblach


Gera-Bieblach
Bauarbeiten im Neubaugebiet Bieblach, 1962

Bieblach ist ein Stadtteil von Gera, nordöstlich des Geraer Stadtzentrums.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Bieblach wurde 1322 unter dem Namen Weblok ersterwähnt[1]. Es beherbergte eine seit dem 16. Jahrhundert nachweisbare herrschaftliche Schäferei.

1904 nahm die Gemeinde Bieblach, nachdem sie durch die starke Bevölkerungszunahme im Zuge der Industrialisierung zu großen finanziellen Belastungen gekommen war, Verhandlungen mit dem Geraer Stadtrat über eine Eingemeindung in die Stadt Gera auf, die schließlich am 1. Oktober 1905 vollzogen wurde. Bieblach war somit die erste Gemeinde überhaupt, die nach Gera eingemeindet wurde. Es zählte damals 521 Einwohner[1].

Für die Bergarbeiter der Wismut im benachbarten Ronneburg entstand ab Mitte der 1950er Jahre das Neubaugebiet Bieblach. Hier entstanden auch die ersten Wohnhochhäuser der Stadt Gera, deren erstes am 14. Juli 1965 übergeben wurde. An die Vergangenheit Bieblachs als Bergarbeitersiedlung erinnern heute noch zahlreiche Straßennamen mit bergmannssprachlichen Bezügen (Glück-Auf-Weg, Erzhammerweg u.a.).

In den 1980er Jahren entstand nordöstlich Bieblachs das Neubaugebiet Bieblach-Ost. Der eigentliche Stadtteil Bieblach wird daher auch oft als Alt-Bieblach bezeichnet.

Verkehr

Bieblach liegt an der Bundesstraße 7 sowie sudlich der Bundesautobahn 4.

Alt-Bieblach wird durch die Buslinie 24 des Geraer Verkehrsbetriebes (Langenberg–BerufsakademieUntermhaus–Straße des Bergmanns–Dr.-Th.-Neubauer-Straße) erschlossen. Bieblach-Ost ist Endpunkt der Straßenbahnlinie 3 sowie der Buslinie 10.

Einzelnachweise

  1. a b Siegfried Mues: Die Straßennamen der Stadt Gera von A bis Z, Verlag Dr. Frank, Gera 2006, S. 58.

Weblinks

50.88399412.1051587Koordinaten: 50° 53′ 2″ N, 12° 6′ 19″ O


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