Ghazna


Ghazna
Oktogonales Ziegelminarett, in der ersten Hälfte des 12. Jahrhunderts unter Sultan Bahram Shah ibn Masud III. (1118–1152) erbaut.[1]

Ghazni bzw. Ghazna ist die Hauptstadt der Provinz Ghazni in Zentralafghanistan. Die Einwohnerzahl der Stadt beträgt 47.400 (Stand 2003).

Ghazni liegt an der afghanischen ring road und hat im Süden der Stadt einen Flugplatz.[2]

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Ghazi oder Ghazna war der Name der Stadt vor etwa 1000 Jahren. Die Stadt war Zentrum des Reichs der Ghaznawiden. Hier wirkten circa 400 Dichter und Wissenschaftler wie Ferdousī, Farrokhi, Ansari, Manoutchehri, Sana´i, Anwari. Sie leisteten einen großen Beitrag zur Entwicklung der Sprache und Literatur der Persische Sprache (auch Dari genannt). Gipfel der Dichtung im epischen Bereich erfuhr die Literatur der persischen Sprache durch Vollendung des Schāhnāme von Ferdousī. Das Monumentalwerk beinhaltet die Mythologie des iranischen Kulturkreises von den Urzeiten bis zum 11. Jahrhundert.

Ala ad-Din Husain (1149–1161) zerstörte Ghazna 1151.

Am 23. Juli 1839 fand in Ghazni die Schlacht von Ghazni statt, bei der die Briten im Ersten Britisch-Afghanischen Krieg gewannen.

Am 29. März 2005 wurden Teile der Stadt beim Bruch der Band-e-Sultan-Talsperre überflutet.

In der Stadt ist eine Vielzahl von jenen Dichtern und Wissenschaftlern begraben. Nicht nur die Liebhaber der Literatur des Persischen wandern zu ihren heiligen Stätten. Dazu zählt das Grab des berühmten persischen Wissenschaftlers al-Biruni ebenso wie die der anderen Dichter der Ghaznawiden, deren Werke als Gipfel der Literatur des Dari bezeichnet werden.

Persönlichkeiten

Hier geboren

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Bahram Shah Minarett. ArchNet
  2. Islamic Republic of Afghanistan Ministry of Transport and Civil Aviation Ghazni Airport, (33° 31′ 52″ N, 68° 24′ 46″ O33.53122222222268.4128888888897), abgerufen am 17. März 2009

33.5568.4166666666677Koordinaten: 33° 33′ N, 68° 25′ O


Wikimedia Foundation.

Schlagen Sie auch in anderen Wörterbüchern nach:

  • Ghazna — u. Ghaznaviden, so v.w. Ghasni u. Ghasnaviden …   Pierer's Universal-Lexikon

  • Mahmud von Ghazna — Mahmud und Ayaz. Mahmud steht rechts und schüttelte die Hand des Scheichs, während Ayaz hinter ihm steht. Die Figur, die rechts von den dreien steht, ist Schah Abbas I., der aber erst 600 Jahre später regierte. Das Gemälde ist im Teheran Museum… …   Deutsch Wikipedia

  • Maḥmūd of Ghazna — born 971 died April 30?, 1030, Ghazna, Ghaznavid empire Son of the founder of the Ghaznavid dynasty, Sebüktigin. After ascending the throne in 998, he gave nominal allegiance to the caliph of the Abbāsid dynasty and in return was granted autonomy …   Universalium

  • Alp-Tigin (Ghazna) — Alp Tigin in der Vorstellung eines Bildhauers (20. Jh.) Alp Tigin oder Alp Tegin (arabisch ‏ألب تكين‎ ‚„der mutige Prinz“‘, † ca. 963) war ein türkischstämmiger Militärsklave (Ghulam). Er gab den Anstoß zur Gründung der Ghaznawiden… …   Deutsch Wikipedia

  • Mahmud de Ghazna — Mahmoud de Ghaznî Pour les articles homonymes, voir Ghazni et Mahmoud, Mahmûd ou Mahmud. Mahmud et Ayaz Le sultan est ici à dr …   Wikipédia en Français

  • Gaznawiden — Das Ghaznawiden Reich Die Ghaznawiden waren eine muslimische Dynastie, die von 977 bis 1186 im östlichen Iran herrschte. Ihr Machtbereich reichte zeitweise im Westen bis nach Rayy und Dschebāl und im Osten bis zum Oxus und Nordwestindien. Die… …   Deutsch Wikipedia

  • Ghasnaviden — Das Ghaznawiden Reich Die Ghaznawiden waren eine muslimische Dynastie, die von 977 bis 1186 im östlichen Iran herrschte. Ihr Machtbereich reichte zeitweise im Westen bis nach Rayy und Dschebāl und im Osten bis zum Oxus und Nordwestindien. Die… …   Deutsch Wikipedia

  • Ghasnawiden — Das Ghaznawiden Reich Die Ghaznawiden waren eine muslimische Dynastie, die von 977 bis 1186 im östlichen Iran herrschte. Ihr Machtbereich reichte zeitweise im Westen bis nach Rayy und Dschebāl und im Osten bis zum Oxus und Nordwestindien. Die… …   Deutsch Wikipedia

  • Ghaznaviden — Das Ghaznawiden Reich Die Ghaznawiden waren eine muslimische Dynastie, die von 977 bis 1186 im östlichen Iran herrschte. Ihr Machtbereich reichte zeitweise im Westen bis nach Rayy und Dschebāl und im Osten bis zum Oxus und Nordwestindien. Die… …   Deutsch Wikipedia

  • Ghaznawiden — Die Ghaznawiden waren eine türkischstämmige, muslimische Dynastie, welche von ehemaligen Militärsklaven der Samaniden begründet wurde. Sie herrschte von 977 bis 1186 in den östlichen iranischen Ländern, wobei ihr Machtbereich zeitweise im Westen… …   Deutsch Wikipedia