Gleiskaute


Gleiskaute
Junger Löwe
Abbau von Bleiglanz, Zinkblende, Kupferkies, Eisenspat
Betriebsbeginn 1839
Betriebsende um 1879
Geografische Lage
Koordinaten 50° 47′ 43″ N, 8° 2′ 26″ O50.7951388888898.04055555555567Koordinaten: 50° 47′ 43″ N, 8° 2′ 26″ O
Junger Löwe (Nordrhein-Westfalen)
DEC
Junger Löwe
Lage Junger Löwe
Gemarkung Salchendorf
Kreis Kreis Siegen-Wittgenstein
Revier Bergrevier Burbach

Junger Löwe war ein kleines Bergwerk bei Neunkrichen-Salchendorf im südlichen Siegerland.

Die Grube lag im Ortsgebiet Salchendorfs, einem Ortsteil von Neunkirchen im Kreis Siegen-Wittgenstein. Sie lag im linken Wildebachtal zwischen Salchendorf und Wilden am nördlichen Hang des Leyenkopfes, einem Berg im Bergrücken des Rassbergs.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Die Grube Junger Löwe wurde im Jahr 1839 erstmals erwähnt. Zur Grube gehörten drei Stollen.

Der erste Stollen wurde ab 1780 angelegt und hatte den Namen „Gleiskaute“. Dieser Stollen liegt auf der Talsohle und sein Mundloch ist noch heute sichtbar. Ab 1850 wurde hier Gesenkbau betrieben, gefördert wurden zuletzt 306 t Bleierz, 516 t Zinkblende, 141 t Kupfererz und 43 t Spateisenstein.

Der „Mittlere Stollen“ lag unterhalb des Bähnchens, einer ehemaligen Schmalspurbahn der Grube Bautenberg und ist mittlerweile zugeschüttet. Der „Obere Stollen“ weiter oben am Berg ist mittlerweile zugefallen.

Abgabaut wurde Bleiglanz, Zinkblende, Kupferkies und Eisenspat. Vereinzelt wurde Kobaltnickelkies und Antimonglanz angetroffen. Um 1879 wurde die Grube stillgelegt.

In den Jahren 1951/1952 wurden Teile der Halden der Grube in der Flotationsanlage der Grube Große Burg aufbereitet.

Siehe auch

Halde der Grube Junger Löwe
Stolleneingang „Gleiskaute“

Literatur

  • Alfred Henrichs: Aus Salchendorfs Vergangenheit, Druckerei Braun, Neunkirchen 1966
  • Otto Braun: 700 Jahre Neunkirchen, Neunkirchen 1988

Weblinks


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