Grafen von Lupfen-Stühlingen

Grafen von Lupfen-Stühlingen
Wappen der Grafen von Lupfen im Scheiblerschen Wappenbuch

Die Grafen von Lupfen (auch Grafen zu Lupfen und Herren von Lupfen) waren ein dem schwäbischen Uradel zugehöriges einst mächtiges Adelsgeschlecht mit Besitzungen in der Baar, im Schwarzwald, im Klettgau und im Elsass.

Ihre Stammburg auf dem Lupfen, die Burg Hohenlupfen, ist erstmals 1065 nachweisbar. 1251 erbten sie die Landgrafschaft Stühlingen im Klettgau, im weiteren die Herrschaft Hohenhewen sowie elsässische Gebiete.

Wegen anhaltender Fehden mit dem benachbarten Haus Fürstenberg stellten sich die Grafen von Lupfen im Städtekrieg um den Schwäbischen Städtebund auf die Seite der Württemberger gegen die mit den Fürstenbergern verbündete Reichsstadt Rottweil, was 1377 zur Schleifung der Burg auf dem Lupfen durch die Rottweiler führte. Nach deren Wiederaufbau wurde sie 1416 erneut von den Rottweilern, diesmal im Auftrag König Sigismunds wegen des Bündnisses der Herren von Lupfen mit den Herzögen von Österreich, endgültig zerstört. Wenige Jahre später erlosch 1439 diese Linie des Geschlechts, und die Württemberger kauften die Herrschaft um den Lupfen.

Als Landgrafen von Lupfen-Stühlingen unterhielten die Grafen von Lupfen eine Burg, die als Schloss Hohenlupfen bis heute Wahrzeichen der Stadt ist; das heutige Stadtwappen von Stühlingen ist auf das Wappen der Grafen von Lupfen zurückzuführen. Mit Johannes von Lupfen stellten die Grafen von Lupfen 1532–1537 einen Konstanzer Fürstbischof. Im Jahr 1582 erlosch auch die Stühlinger Linie, und deren Besitz ging auf die Marschälle von Pappenheim über.

In Erinnerung an die Herrschaft Hans von Lupfens über Hohlandsberg nahe Colmar im Elsass tragen heute die Weine einer Weinkellerei aus Kientzheim den Namen Jean de Lupfen.

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