Große Burg-Lohmannsfeld


Große Burg-Lohmannsfeld
Große Burg
Abbau von Spateisenstein, Kupfererz, Bleiglanz, Zinkblende
Größte Tiefe 895 m
Förderung/Gesamt 799.969 t Eisenerz
Betriebsbeginn 29. August 1838
Betriebsende 1959
Geografische Lage
Koordinaten 50° 46′ 22″ N, 7° 59′ 50″ O50.7728055555567.997257Koordinaten: 50° 46′ 22″ N, 7° 59′ 50″ O
Große Burg (Nordrhein-Westfalen)
DEC
Große Burg
Lage Große Burg
Gemarkung Altenseelbach
Kreis Kreis Siegen-Wittgenstein
Revier Bergrevier Burbach

Die Verbundgrube Große Burg lag im Ortsgebiet von Altenseelbach, einem Ortsteil der Gemeinde Neunkirchen im Kreis Siegen-Wittgenstein.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Auf dem Gelände der Grube wurde bereits 1838 gefördert. Der Zusammenschluss „Große Burg“ entstand aus den Gruben „Lohmannsfeld“, „Gute Hoffnung“, „Alte Burg“ und „Silberart“ im Jahr 1917. 1910 stürzte ein Stollen auf mehreren Metern ein, vier Bergleute erstickten. Zwischen 1917 und 1923 wurde kein Erz gefördert. 1932 wurde ein Versuch gestartet, einen 1,5 km langen Querschlag zur Grube „Knappschaftsglück“ in Neunkirchen anzulegen, 1935 jedoch wieder aufgegeben. Ein Jahr später übernahm die „Siegener Flotationsgesellschaft“ den Betrieb der Grube. In den 1940er Jahren hatte sie ihre Blütezeit, 1943 förderte man 70.258 t Eisenstein. Ein Stollen diente zur Erschließung des oberen Grubenbereiches. 576.483 Tonnen Eisenerz wurden in der Grube gefördert. 1945 wurde die Erzförderung eingestellt, 1959 wurde sie endgültig stillgelegt. Im Jahr 1953 wurde die Grube der Erzbergbau Siegerland AG angeschlossen. Diese führte ein Jahr später Untersuchungen im Grubengebiet durch. Die Erzaufbereitungsanlage wurde 1962 abgerissen.

Tiefbau

Der „Mannseifenschacht“ wurde in den 1870ern im Gebiet der Grube „Lohmannsfeld“ abgeteuft hatte eine Teufe von 419 m, die Gesamtteufe der Grube betrug 895 m und war über einen Blindschacht zu erreichen. Es existierten Pläne, den Schacht auf 1500 Meter Teufe abzuteufen und so für weitere 15 Jahre Erz zu fördern, diese Pläne wurden jedoch nie verwirklicht. Das Erz sollte dann über den Stollen „Silberart“ zur Grube „Gold“ und weiter zur Grube „San Fernando“ nach Herdorf befördert werden.

Der Schacht war mit einer 14 PS-Dampfmaschine und 3 Wasserhaltungsmaschinen ausgestattet, davon zwei 40 PS starke über Tage sowie eine 32 PS starke unter Tage.

Flotationsanlage

1925 wurde eine Flotationsanlage gebaut, bis 1955 war sie in Betrieb. Zwischen 1935 und 1952 wurden hier 12.309 t Zink, 3.902 t Blei, 4.643 t Kupfer gewonnen, sowie 2,5 t Silber pro Jahr, einige Zehner (10er) kg Gold pro Jahr. 1951 und 1952 wurden die Halden der umliegenden Gruben „Ludwigseck“, „Gleiskaute“, „Junger Löwe“ und „Silberart“ aufbereitet. Ab 1952 wurden Halden von Gruben wie „Anxbach“ bei Neuwied verarbeitet.

Konsolidationsgruben

  • Alte Burg, verliehen 1880
  • Gute Hoffnung, verliehen vor 1885; durch einen 1008 m langen Stollen und einen kleinen Maschinenschacht wurden 1885 26 t Zinkerz und 16 t Bleierz gefördert. Auf der Stollenhalde stand eine naßmechanische Aufbereitung.
  • Lohmannsfeld, verliehen um 1700
  • Silberart am Hohenseelbachskopf, verliehen um 1855; stillgelegt 1880. Der Tiefe Stollen im Seelbachtal wurde in den 1850ern angelegt und hatte eine Länge von 380 m. Die Gesamtförderung betrug 150 t Zinkblende, 85 t Bleierz und 1,5 t Kupfererz.

Siehe auch

Literatur

  • Otto Braun: 700 Jahre Neunkirchen, Neunkirchen 1988.

Weblinks


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