Grumman


Grumman
Foto einer Grumman E-2C Hawkeye

Die Grumman Aerospace Corporation war ein amerikanischer Konzern der sich auf den Bau von Flugzeugen, Komponenten für die Luft- und Raumfahrt sowie Avionik spezialisiert hatte. Die Firma wurde am 5. Dezember 1929 in Baldwin eingetragen und nannte sich bis zum Jahre 1969 Grumman Aircraft Engineering Corporation. Die Gründer waren neben Leroy Grumman, der vorher die Loening Aircraft Engineering verlassen hatte, auch Ed Poor, William Schwendler, Jake Swirbul und Clint Towl.

Man stellte zunächst Schwimmer für die US Navy her. Das erste Flugzeug war die Grumman FF-1, ein Doppeldecker mit einziehbarem Fahrwerk. Die Firma etablierte sich schnell und so zog man in immer größere Firmensitze, zunächst nach Valley Stream, dann nach Farmigdale, um schließlich in Bethpage ein Werk einzurichten.

Im Zweiten Weltkrieg lieferte man Kampfflugzeuge an die US Navy. Am bekanntesten wurden die Grumman F4F Wildcat, die Grumman F6F Hellcat und die Grumman TBF Avenger. Um die Produktionskapazitäten nach Ende des Zweiten Weltkriegs und dem Wegbrechen der militärischen Aufträge weiter auszulasten, erschloss sich das Unternehmen weitere Absatzmärkte. Unter anderem wurde die Herstellung von Kanus aus Aluminium aufgenommen, mit denen Grumman zeitweilig eine marktbeherrschende Stellung erreichte.

Grumman entwickelte nach dem 2. Weltkrieg auch ein ziviles Geschäftsreiseflugzeug, die sehr erfolgreiche Grumman Gulfstream I.

Am 7. Dezember 1962 erhielt man für das Apollo-Programm den Auftrag für die Entwicklung und Fertigung der Mondlandefähre, von der 16 Stück gebaut wurden. Mit Ende des Apollo-Programms versuchte man weitere Aufträge für die NASA abzuwickeln, so die Entwicklung einer neuen Raumfähre, die jedoch von Rockwell verwirklicht wurde. Zeitweilig engagierte sich Grumman in den 60er Jahren auch in der Meeresforschung, u.a. in der Produktion des Forschungs-U-Bootes PX-15 Ben Franklin.

Bekannte Entwicklungen der 1960er und 1970er Jahre sind die Grumman A-6 und die Grumman F-14.

Am 1. Januar 1973 erfolgte die Übernahmen der North American Aviation, um die Grumman American Aviation Corporation zu gründen. Dort stellte man kleine Reiseflugzeuge wie die Grumman American AA-1 oder AA-5, aber auch Business-Jets wie die Grumman Gulfstream II her. Bereits am 1. September 1978 verkaufte man diesen Zweig an die American Jet Industries, woraus die Gulfstream American Corporation entstand.

Mit Ende des kalten Krieges und den nachlassenden Rüstungsausgaben geriet Grumman in finanzielle Schwierigkeiten. Deswegen schloss sich 1994 die Grumman Aerospace Corporation mit der Northrop Corporation zusammen, um die Northrop Grumman zu gründen.

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