Grzegorz Schetyna


Grzegorz Schetyna
Grzegorz Schetyna

Grzegorz Schetyna (/ˈgʐɛɡɔʂ sxɛˈtɨna/; * 18. Februar 1963 in Opole) ist ein polnischer Politiker (PO).

Schetyna war vor 1989 in der anti-kommunistischen Opposition tätig. Er studierte in den 1980er Jahren an der philosophisch-historischen Fakultät der Universität Breslau und war über mehrere Jahre Vorsitzender des Unabhängigen Studentenverbandes (NZS) an dieser Hochschule. 1988 war er Vorsitzender des studentischen Streikkomitees der Breslauer Hochschulen und 1989 als Vertreter der oppositionellen Studentenorganisationen Teilnehmer am Runden Tisch.

1991 wurde er zum stellvertretenden Woiwoden der Woiwodschaft Breslau ernannt. Er ist der Gründer von Radio Eska in Niederschlesien und war Eigentümer des Basketballclubs Śląsk Wrocław.

Grzegorz Schetyna ist seit 1997 Abgeordneter des polnischen Sejm. Er war zunächst Mitglied des Liberal-Demokratischen Kongresses, dann der Unia Wolności und ist heute Mitglied der Bürgerplattform (PO). Er war zunächst Generalsekretär der Bürgerplattform und ist seit 2006 Vorsitzender der PO in Niederschlesien.

Am 16. November 2007 wurde er stellvertretender Ministerpräsident der Republik Polen und Innenminister der Regierung von Donald Tusk. Auf Grund der sogenannten Glücksspielaffäre, dem Verdacht der Unterstützung der Glücksspielbranche zu Ungunsten des polnischen Staates, wurde er im Oktober 2009 aus dem Kabinett von Tusk entlassen und durch Jerzy Miller ersetzt.[1] Er wurde danach zum Fraktionsvorsitzenden der PO ernannt.

Am 5. Juli 2010 wurde Schetyna von seiner Partei für den Posten des Sejmmarschalls als Nachfolger des zum Staatspräsidenten gewählten Bronisław Komorowski vorgeschlagen[2] und am 8. Juli in das Amt gewählt. Bis zum offiziellen Amtsantritt Komorowskis am 6. August 2010 bekleidete er kommissarisch das Amts des Staatspräsidenten.

Weblinks

 Commons: Grzegorz Schetyna – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Fußnoten

  1. Weitere Demissionen. Polskie Radio, 8. Okt. 2009
  2. Schetyna rekomendowany na marszałka sejmu. wp.pl, 5. Juli 2010

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