Gröbenufer


Gröbenufer
Anlegestelle am Gröbenufer, im Hintergrund ist die Oberbaumbrücke zu sehen

Das Gröbenufer ist eine Straße im Berliner Stadtteil Kreuzberg.

Sie verläuft von der Pfuelstraße im Nordwesten bis zur Oberbaumstraße (Oberbaumbrücke) im Südosten und bildet das Ufer zur Spree.

Die Uferstraße wurde zwischen 1891 und 1895 angelegt und 1895 nach Major Otto Friedrich von der Groeben (1657–1728) benannt, einem preußischen Militär und Forschungsreisenden, der als Begründer der kurbrandenburgischen Kolonie Groß Friedrichsburg im heutigen Ghana (Westafrika) gilt.

Während der Zeit der Teilung Berlins und Deutschlands verlief die Sektorengrenze zwischen West- und Ost-Berlin genau entlang des Gröbenufers. Die Uferstraße gehörte zu West-Berlin, die Spree selbst hingegen in voller Breite zu Ost-Berlin. Diese besondere Situation war Grund für eine Reihe von tragischen Unglücksfällen in den 1970er Jahren. Mindestens vier West-Berliner Kinder ertranken am Gröbenufer in der Spree, weil den Rettungskräften am westlichen Ufer aufgrund des Grenzverlaufs jedes Eingreifen untersagt war: Cengaver Katrancı (9), Siegfried Krobot (5), Giuseppe Savoca (6) und Çetin Mert (5).

52.50222222222213.4430555555567Koordinaten: 52° 30′ 8″ N, 13° 26′ 35″ O


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