Gurkha


Gurkha
Gurkha-Soldaten (24. Juli 1896)

Die Gurkha sind eine von vielen nepalesischen Ethnien. Bekannt wurden sie als Soldaten im Dienste Großbritanniens. Während manche ihren Ursprung auf Rajputen als Vorfahren zurückführen, ist die Benennung inzwischen auch auf Bevölkerungsteile tibetischer und birmanischer Herkunft übergegangen. Nach ihnen benannt ist Gorkha, ein Fürstentum bzw. heutiger Distrikt in Zentralnepal.

Inhaltsverzeichnis

Gurkhas als Söldner

Großbritannien erhielt durch den Protektoratsvertrag von 1816 das Recht, für seine eigene und die indische Armee aus den örtlichen Stämmen Söldner zu rekrutieren. Die Gurkhas galten als zäh und genügsam und kämpften in vielen Teilen des Empire, im Ersten Weltkrieg z. B. auch in den Schützengräben der Champagne.

Ein Khukuri

Im Zweiten Weltkrieg dienten etwa 50.000 Gurkhas in der indischen Armee und ca. 10.000 in britischen Divisionen, darunter auch zwei Bataillone Fallschirmjäger. Sie waren mit ihren Krummdolchen, den Khukuris, als Nahkämpfer gefürchtet und waren unter anderem in Nordafrika, Italien, Malaya und bei den Chindits in Birma im Einsatz. Zehn Gurkhas wurden mit dem Victoria-Kreuz ausgezeichnet. Nach der indischen Unabhängigkeit 1947 verblieben vier der zehn Regimente bei der britischen Armee, Teile der Gurkha Rifle Brigade waren in Hongkong stationiert. Der Gurkha-Mythos lebte 1982 im Falklandkrieg noch einmal auf. 2007 dienten noch 3.350 Gurkhas in der britischen Armee; 40.000 dienen in der indischen Armee.

Geschichte

Entstehung im vorkolonialen Ostasien

Die Heimat der Gurkhas ist Nepal, ein Land am und im Himalaya, das die Einwohner dieses Gebirges Hima (Schnee) Alaya (Heimat) nennen. Der Name stammt aus dem Sanskrit. Das heutige Königreich Nepal ist ein selbstständiger Staat und war das einzige Hindukönigreich der Welt. Die Höhenunterschiede in Nepal sind die größten der Welt, die Annapurna-Berge ragen bis über 8000 m auf, das Pokharatal liegt auf nur etwa 800 m, und vor den eigentlichen Bergen liegt eine Tiefebene mit nur 100 m ü. NN, das Terai. Noch heute sagt man in Nepal, „man gehe nach Nepal“, wenn man nach Kathmandu geht. Der ganze Staat entstand von diesem Tal aus, als 1769 die Gurkhas ihre Herrschaft auf dieses Tal ausdehnten. Die frühere Geschichte ist dagegen zum Teil sagenumwoben bzw. unbekannt.

Die ersten Siedler, welche ihre Spuren hinterließen, waren die Newari, die als erste dort eine Hochkultur errichteten. Sie gaben auch dem Land den Namen, und sie überlebten alle herrschenden Dynastien. Von 1480 bis 1768 herrschten in Nepal die Malla der drei Königreiche, nachdem König Yaksha Malla sein Reich unter seinen drei Söhnen aufteilte.

Unter den vielen Kleinstaaten im Westen entstand zu dieser Zeit ein Fürstentum, das von aus Udaipur in Indien geflohenen Rajputen gegründet wurde. Die Hauptstadt dieses Königreiches wurde Gurkha genannt. Nach dieser Stadt nannte man die Einwohner dieses Fürstentums Gurkhas. Von Gurkha nach Kathmandu sind es nur 100 km, und so gab es Krieg mit den Malla-Königreichen. Der große Gurkhaherrscher Prithivi Narayan Shah (1742–1775) griff als erster die Malla an. Der Krieg dauerte 25 Jahre ununterbrochen an, bis die Gurkhas das Kathmandu-Tal 1769 endgültig eroberten. Durch den ständigen Kriegszustand, in dem sich die Gurkhas befanden, und durch diesen Sieg und die Vermischung mit den ebenfalls sehr kriegerischen Einwohnern von Kathmandu wurden die Gurkhas sehr mächtig und griffen mehrere Nachbarstaaten an, da ihre Kraft nicht mehr in den internen Kämpfen in Nepal gebunden war.

Nach einem extrem heftigen Krieg wurde 1789 Sikkim erobert, nach mehreren Kriegen gegen Tibet und verschiedene indische Staaten fielen 1794 Kumaon und Garhwal an die Gurkhas. Dennoch gelang es den Kriegern nicht, sich dauerhaft in Tibet zu halten, und nach dem ersten Tibetkrieg mussten sie den zahlenmäßig stark überlegenen chinesischen Heeren der Mandschu weichen. Im Süden dagegen stießen die Gurkhas mit ihrem Expansionsdrang auf die gleichzeitig nach Norden vorstoßenden Briten. Diese brachten eine große Zahl von indischen Truppen auf, und zusammen mit ihren eigenen Soldaten gelang es den Briten im Gurkha-Krieg 1814–1816, die Gurkhas aus den Tiefebenen Indiens zu vertreiben. Im Frieden von Segauli wurden die Grenzen von Nepal festgelegt, die sich seitdem nicht mehr wesentlich verändert haben. Nepal wurde ein enger Verbündeter des Vereinigten Königreichs, und die Briten durften nach diesem Friedensvertrag Gurkhas für ihre Truppen anheuern. Die Briten stellten anfangs drei Gurkha-Bataillone auf, die Zahl der Gurkhas nahm aber bald zu, da man davon ausging, dass sie loyaler als indische Sepoytruppen waren.

Gurkhas unter britischer Kolonialherrschaft

Wegen der bitteren Armut und Überbevölkerung verdingten sich sehr viele Gurkhas im Dienste der britischen Krone. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts kam es zu internen Kämpfen um die Macht, aus denen die Familie Rana als Sieger hervorging. Der erst 28jährige General Jang Bahadur Rana (1846–1877) schwang sich nach einem Blutbad sondergleichen – dem Kot-Massaker – zum König auf. Die nächsten hundert Jahre herrschte nun das Haus Rana und Jang Bahadur Rana war der erste Hinduführer, der den Weg nach Europa fand, er besuchte 1850 London. Dem drohenden Verlust seiner Kaste, weil er den unreinen Boden Europas betreten hatte, konnte er entgehen, weil er speziell dafür besondere Reinigungsrituale erfinden ließ.

1854 kam es erneut zum Krieg mit Tibet im Norden, und 30.000 Gurkhakrieger überrannten die feindlichen Streitkräfte in Tibet in einem kurzen und sehr erfolgreichen Krieg, da sie jetzt über neue britische Waffen verfügten. Nepal konnte so einen vorteilhaften Friedensvertrag diktieren und erhielt Tributzahlungen sowie Sonderrechte wie z. B. Zollfreiheit.

The Nusseree Battalion (ca. 1857), später umbenannt in "1. Gurkha Rifles"

1857 kam es zum großen Sepoy-Aufstand in Indien (Sepoy wurden die indischen Truppen in britischem Dienst genannt). Dieser hatte anfangs großen Erfolg, und die Briten wurden mehrmals geschlagen. 1858 setzten die Briten dann Gurkhas im großen Stil ein, und unter der persönlichen Führung von Jang Bahadur wurde der Sepoy-Aufstand von den Gurkhas niedergeschlagen. Zum Dank erhielt Nepal modernere Waffen und Gebiete im Terai, dem Flachland, zurück. 1856 wurde Jang Bahadur der erbliche Diktator von Nepal. Als Folge des Sepoy-Aufstandes wurde die Britische Ostindien-Kompanie aufgelöst, und Indien wurde britisches Vizekönigreich.

Soldatenfrauen und Kinder von Gurkha-Soldaten (1896)

In der folgenden Zeit kämpften Gurkhakrieger im Dienste des Vereinigten Königreiches in eigentlich jedem britischen Krieg. Mit der Zeit entstanden so zehn stehende Gurkha-Bataillone, die zum größten Teil in Indien stationiert waren. Die meisten dieser Gurkha-Krieger stammten von den Stämmen der Magar und Gurung, es gab aber auch Sunuwars und Rais aus dem Osten Nepals und aus Khasa im Westen. Für die jeweiligen Kriege wurden dann die benötigten Kontingente von diesen Gurkha-Truppen abgezogen und in das Kriegsgebiet entsandt, beispielsweise noch 1903, als Gurkha-Einheiten in Somalia eingesetzt wurden. Überall wo sie kämpften, bewiesen sie, dass sie in jedem Terrain und Klima hervorragende Leistungen brachten.

Einsatz in den Weltkriegen

Als der Erste Weltkrieg ausbrach, waren die Briten auf jede Hilfe angewiesen. Zum ersten Mal nach dem Sepoy-Aufstand heuerten sie wieder größere Zahlen von Gurkhas an, und am Ende des Krieges kämpften 114.000 Gurkhas und damit fast die gesamte kriegstaugliche männliche Bevölkerung auf der Seite des Vereinigten Königreichs. Vor allem wurden Gurkha-Truppen im Osten gegen die Osmanen eingesetzt, sie kämpften aber auch an der Westfront in Frankreich und an abgelegenen Fronten wie Afghanistan, wo in der Folge des Krieges Aufstände ausbrachen, für deren Niederschlagung die Briten keine sonstigen Truppen erübrigen konnten. Die 8. Gurkha Rifles kämpften in Flandern gegen eine überlegene deutsche Division und hielten deren Offensive im Alleingang auf, dabei wurde die Einheit jedoch bis auf den letzten Mann aufgerieben, da sich niemand ergab und es auch keine Desertion gab. Die 6. Gurkha Rifles wiederum waren die einzige alliierte Einheit, die es bei Gallipoli schaffte, in die türkischen Linien auf den Hügeln einzubrechen und einen dieser Hügel auch gegen massivste türkische Gegenangriffe zu halten.

Zwei Gurkhas erhielten im Ersten Weltkrieg das Victoria-Kreuz: Kulbir Thapa im November 1915 für einen Einsatz in Frankreich und Karnabahadur Rana im Juni 1918 für einen Einsatz in Ägypten.

In den Jahren vor dem Zweiten Weltkrieg hielten die Gurkha-Truppen an vielen Stellen des britischen Empire dessen Herrschaft aufrecht, da das Vereinigte Königreich durch den Krieg sehr geschwächt war. Während des Zweiten Weltkrieges stieg die Zahl der eingesetzten Gurkha-Soldaten auf 250.000 an, es wurden insgesamt 45 Bataillone aufgestellt, die vor allem gegen Japan zum Einsatz kamen. Bei ihren Einsätzen in Burma und Malaysia zeigte sich, dass die Gurkhas hervorragende Dschungelkämpfer waren. Die Gurkhas kamen auch in Afrika, Tunesien, Griechenland und Italien zum Einsatz, wo sie sich mehrmals gegen deutsche Eliteverbände bewährten. Am bekanntesten ist dabei die Schlacht um Monte Cassino, wo die Briten im Wissen um die Präsenz deutscher Fallschirmjäger die Gurkhas an die Spitze stellten. Gurkhas erlangten bei diesen Kämpfen zehnmal das Victoria-Kreuz.

Einsätze nach 1945

Nach dem Krieg kam es in Nepal zu massiven Veränderungen. Bis 1951 war das ganze Land gleichsam im Mittelalter stehen geblieben. Als Indien dann von der britischen Krone unabhängig wurde, wurde damit das Bündnis zwischen den Ranas und dem Empire erschüttert. Gleichzeitig wollten die Inder in Nepal an Einfluss gewinnen und dabei ein genauso gutes Verhältnis zu Nepal erlangen, wie es vorher das Vereinigte Königreich hatte. Daher wurden die Ranas gestürzt und die Zeit der nun schon über 100 Jahre währenden Militärdiktatur endete am 15. Februar 1951 mit der Übernahme der Macht durch König Tribhuvan bir Birkam Shah. Dieser stammte von den alten Gurkha-Königen ab. Unter seiner Herrschaft begann die Modernisierung Nepals. Die sich ständig im Ausland im Krieg befindliche Anzahl von Gurkhas war viel zu hoch gewesen, das Land war technisch und sozial rückständig und durch seine kriegerischen Anstrengungen für eine fremde Macht erschöpft. Der Reichtum, der durch die Soldzahlungen ins Land gekommen war, war hauptsächlich der Familie Rana zugute gekommen. 1955 bestieg dann Tribhuvans Sohn den Thron. Er war ein überzeugter Demokrat und versuchte daher auch das Land in Grenzen zu demokratisieren. 1962 führte er eine neue Verfassung ein.

Als Indien unabhängig wurde, wurden die noch bestehenden Gurkhaeinheiten zwischen Indien und dem Vereinigten Königreich aufgeteilt. Dabei erhielten die Briten fünf Gurkha-Infanteriebataillone, das 2., das 8., das 7. (das tatsächlich aus zwei Bataillonen besteht) und das 10. Bataillon. Diese tragen jeweils den Namen Gurkha Rifles. Dazu gibt es Unterstützungseinheiten, wie eigene Fernmelder und Transporteinheiten. Die von der Indischen Armee übernommenen sechs Gurkha-Bataillone kämpften bald gegen Pakistan im Kaschmir-Konflikt und bewährten sich auch dort. Auch im Krieg gegen China standen die Gurkhas auf indischer Seite. Da auch Nepal an einer weiteren Südausdehnung Chinas nicht interessiert war, wurden von Nepal noch weitere Truppen für die Inder abgestellt. In den folgenden Kriegen gegen Pakistan 1965 und 1971 waren immer alle indischen Gurkha-Einheiten beteiligt.

Auf der britischen Seite kämpften die Gurkhas in den Kolonialkriegen, die auf den Zweiten Weltkrieg folgten. Da sie sich als Dschungelkämpfer so bewährt hatten, und weil viele der Aufstandsgebiete in den Tropen lagen, hatten sie viel zu tun. Alle Einheiten kämpften in Brunei, Indonesien, in Malaysia und Sarawak. Gurkhas wurden auch erstmals auf einer Blauhelmmission im Zypernkonflikt eingesetzt, wenn auch nur in geringer Anzahl. Bei den Kämpfen um Sarawak gelang es einem Gurkha, Ram Bahadur Limbu, das 13. Victoria-Kreuz für sein Volk in einem Jahrhundert zu gewinnen. Nach dem Zerfall des britischen Weltreichs wurde der größte Teil der britischen Gurkha-Einheiten in ein Lager bei Hongkong verlegt, dort stand bis zur Auflösung und Übergabe an die Chinesen die Gurkha Field Force, die schließlich die Größe einer Brigade mit vier Bataillonen hatte. Ein Gurkha-Bataillon wurde stattdessen bei Aldershot in England stationiert und dort als Fallschirmjägereinheit ausgebildet. Heute soll es in der 16 Air Assault eingesetzt werden.

Im Falklandkrieg 1982 kam das 1. Bataillon der 7. Gurkha Rifles zum Einsatz. Es wurde als Reserve für die britischen Fallschirmjäger an Port Stanley herangeführt, kam aber nicht mehr zum Einsatz. Das hatte zwei Gründe: Erstens waren die Gurkhas erst recht spät eingesetzt worden, daher waren die Argentinier schon zermürbt und der Krieg endete schon kurz darauf. Zweitens hatten die argentinischen Medien wahre Horrormärchen über die Gurkhas verbreitet. Als die Gurkhas gegen einige argentinische Einheiten zum Einsatz kommen sollten, ergaben sich diese vorher. Die Gurkhas waren damit angeblich nicht gerade zufrieden.

Nach dem Falklandkrieg kam im Vereinigten Königreich die Diskussion auf, ob man sich diese Relikte aus der Vergangenheit überhaupt noch weiter leisten sollte. Schließlich sei ja die Hauptaufgabe der Friedenseinsatz und die Gurkhas seien von ihrer Einstellung und ihren Fähigkeiten her einfach nicht mehr modern. Außerdem verursachten sie zusätzliche Kosten, während man umgekehrt genug eigene britische Truppen für alle Aufgaben hätte. Die Diskussion kam wieder bei der Übergabe der Kronkolonie Hongkong auf, womit nach Meinung vieler Briten die Gurkhas ihre Existenzberechtigung verloren hätten, zumindest musste die Gurkha Fieldforce abziehen. Auch im Zweiten Golfkrieg kamen erstmals seit dem Falklandkrieg wieder Gurkha-Einheiten zum Einsatz, hatten aber kaum Feindberührung.

Gurkhas wurden in kleinen Gruppen auch in Bosnien eingesetzt sowie zeitweilig im Kosovo und in Osttimor. Man versprach sich durch sie eine enorme Kampfverstärkung. Im Dritten Golfkrieg kam es wieder zu einem größeren Einsatz für die Gurkhas, aber wieder wurden nicht alle Einheiten eingesetzt, und abgesehen von einigen kleineren Scharmützeln und Schießereien waren sie in wenige Gefechte verwickelt, was auch mit der relativ ruhigeren Lage im „britischen Teil“ des Iraks zusammenhängt.

In Nepal herrscht indes eine immer schlechtere Sicherheitslage, die geprägt ist von Kämpfen maoistischer Rebellen gegen Regierungstruppen. Auf beiden Seiten befinden sich Gurkhas.

Jüngste Entwicklungen

1995 wurden einige Kompanien des Royal Gurkhas Regiment (RGR) in Bosnien eingesetzt als Teil der IFOR, zusammen mit Einheiten der Queen's Gurkha Signals (Gurkha Fernmelder) und des Queen's Gurkha Transport Regiment.

Drei Gurkhas

Wie bei allen Einheiten Europas stieg der Anteil der Gurkhas in Unterstützungstruppen immer weiter an, während die Kampftruppen zurückgefahren wurden. Ab 1990 hatte die Britische Armee ein zunehmendes Rekrutierungsproblem für britische Verbände, während bei den Gurkhas zu viele Bewerber vorhanden waren. Daher wurden von dem Royal Gurkha Rifle Regiment verschiedene Kompanien aus diesem Verband herausgelöst und anderen britischen Verbänden zugeteilt, um deren numerische Stärke und Kampfkraft aufrechtzuerhalten. Daher dienen Gurkhas kompanieweise nicht nur beim RGR, sondern auch beim 1. Bataillon The Royal Scots, dem 1. Bataillon The Princess of Wales Royal Regiment (PWRR) und dem 2. Bataillon The Parachute Regiment (2 PARA). Letztere sind die bekannten Airborne Gurkhas. Zusätzlich wurden 1994/95 zwei weitere Kompanien zu Ausbildungszwecken in Sandhurst und an der School of Infantry in Brecon aufgestellt und dafür die Kampftruppen weiter abgebaut. Diese Kompanien wurden 1995 im Infantry Training Centre in Wales aufgestellt.

1995 waren 4.100 Gurkhas zusammen mit 1.600 britischen Soldaten in Hongkong stationiert. 1997 wurden große Teile des 1. PWRR in Zaire eingesetzt und mit ihnen auch die angegliederten Gurkhas. 1998 waren die Gurkhas des Royal Gurkhas Rifle Regiment wieder in Bosnien aktiv und 1999 waren Teile des 1. Bataillon Royal Gurkha Rifle Regiment und die Airborne Gurkhas mit die ersten britischen Truppen im Kosovo. Die 5th Airborne Brigade hatte dabei eine diffizile Operation zu bewältigen, sie sollte einen Flugplatz sichern, auf dem wenige Minuten zuvor russische Fallschirmjäger gelandet waren. Es kam in der Folge fast zu einer Auseinandersetzung zwischen den Gurkhas und den Russen.

Derweilen wurde das zweite Bataillon des Royal Gurkhas Regiment von Brunei aus nach Osttimor verbracht und operierte dort unter australischem Kommando.

Im Jahr 2000 war die C Kompanie der 2 PARA, die man für diesen Einsatz an das 1. Bataillon The Parachute Regiment angliederte, in Sierra Leone und war dort die erste britische Truppe in Freetown und die Speerspitze der ganzen Aktion. Die Gurkhas drängten dabei mit enormen Tempo vorwärts, anfänglich war die Operation eine reine NEO (Non-combatant Evacuation Operations, die Evakuierung von Zivilisten aus einem Kriegsgebiet) Aktion, die Erfolge der Gurkha Kompanie und die allgemeine Lage machten dann daraus eine PSO.

Am 6. Juni 2000 hielt das gesamte 1. Royal Gurkha Regiment eine Parade ab, der Prince of Wales nahm die Parade ab. Dann wurde das Bataillon von Church Crookham nach Shorncliffe in Kent verlegt. Derweil wurden die Gurkhas auf dem Balkan durch zwei Kompanien, die an das 1. PWRR und die The Royal Scots angegliedert sind, abgelöst. Im folgenden Jahr wechselte das 1. Bataillon das 2. Bataillon in Brunei ab, während dieses nach Shorncliffe verlegte. Bei diesem Wechsel wurde ein umfangreiches Manöver in Belize unternommen. Im Jahr 2001 war dann die C Kompanie (die am häufigsten eingesetzte Gurkha Kompanie überhaupt) in Mazedonien als Teil der "Task Force Harvest " (TFH) eingesetzt. Im Dezember 2001 ging dann die C Kompanie mit dem 2. Bataillon The Parachute Regiment nach Afghanistan ab. Im Frühjahr 2002 war sie bei den Truppen, die Kabul als erste erreichten.

Im Februar 2003 wurden Teile des Queen's Own Gurkha Logistic Regiment, der Queen's Gurkha Signals und der Queen's Gurkha Engineers im Nahen Osten stationiert, um dort mit den anderen Truppen militärisches Drohpotential gegen Saddam Hussein zu bewirken. Die entsprechenden Gurkha Kampftruppen zogen dann mit dem 1. Bataillon Royal Irish Regiment und als Teil der 16. Air Assault Brigade mit an den Golf und nahmen mit diesen Einheiten dann auch am später folgenden Krieg teil. Im März 2003 wurde eine Kompanie des 2nd RGR wieder in Sierra Leone eingesetzt, um die dortigen Verbände der Operation Keeling zu verstärken. Und von 2003 auf 2004 wurden wieder Teile des 1. RGR in Bosnien eingesetzt. Eine Kompanie der Gurkhas, die an das 1. Bataillon The Highlanders angegliedert ist, wurde auf den Falklandinseln stationiert.

Gurkhas in der heutigen britischen Armee

Erst 1866 ging man dazu über, die Rekrutierung der Gurkhas zu organisieren und Kriterien für die Einstellung festzulegen. Die Rekrutierung ist seit diesem Zeitpunkt bis heute fast gleich geblieben. Die sogenannten Gallah Wall Ahs durchziehen dabei Nepal und halten Ausschau nach geeigneten Kandidaten. Diese Werber sind ehemalige Gurkha-Unteroffiziere und arbeiten auf Provisionsbasis, d. h. sie werden nach der Anzahl der von ihnen gefundenen Rekruten bezahlt. Nachdem es von der UN in den letzten Jahren massive Kritik daran gab, dass sehr viele Jugendliche, auch schon 14- bis 15-jährige unter den Rekruten sind, achtet man heute darauf, dass ein Mindestalter von 17 eingehalten wird. Die Gurkhas müssen sich für mindestens 15 Jahre verpflichten, es gibt aber immer noch, oder schon wieder, sehr viel mehr Bewerber als Stellen.

Rekrutierung

Die Brigade der Gurkhas hat keinen Mangel an Rekruten. Jedes Jahr sind ungefähr 270 Plätze in den britischen Gurkha-Einheiten verfügbar, dem stehen seit den letzten Jahren schon 25.000 Bewerber in einem Jahr aus ganz Nepal gegenüber. Die meisten kommen immer noch aus den Stämmen der Magar und Gurung im Westen des Landes. Es ist immer noch üblich, dass schon Großvater und Vater in der britischen Armee gedient haben, die Söhne strengen sich dann aus Gründen der Tradition besonders an. Da mit dem Sold und den Pensionen diese Familien auch eine bessere Ernährung und Lebensweise haben, sind die Söhne dann auch oft körperlich wieder überlegener.

Heutzutage finden die traditionellen Besuche der Rekrutierungsoffiziere der Galla Wallahs vor Ort nur noch statt, um potentielle Bewerber zu informieren und ihnen bei der Bewerbung beim Zentrum in Pokhara zu helfen, vergleichbar den Wehrdienstberatern in Deutschland. Nur Rekruten, die die schon hohen Grundanforderungen erfüllen, werden überhaupt zu den Vorausscheidungen, die man „Hill Selection“ nennt, zugelassen. Diese finden jedes Jahr im Herbst statt. Man prüft vor allem die Gesundheit, die Fitness und seit einiger Zeit auch die geistigen Fähigkeiten. Diejenigen, die bestehen, kommen dann zur „Central Selection“ nach Pokhara.

Der erste Test dort beschäftigt sich mit Englischkenntnissen und Grundrechenarten. Die besten in diesem Test kommen dann als PRT (Potential Technician Recruits) zu einer Sonderausbildung, die sie dann weiter zu den Queen's Gurkha Signals oder den Gurkha Engineers führt. Dann kommt eine weitere genaue medizinische Untersuchung, bei der überraschend viele wegen zu hohen Blutdrucks und vor allem Tuberkuloseproblemen durchfallen. Dies betrifft vor allem Rekruten aus besonders armen oder abgelegenen Gebieten. So gelangen auch die Nachkommen von Gurkhasoldaten wieder leichter in den gleichen Dienst, da sie seltener krank sind. Es folgen diverse körperliche Tests, als erstes der gewöhnliche PFT der britischen Armee, der keine besondere Hürde darstellt. Dazu kommen aber dann verschiedene zusätzliche Leistungsanforderungen und vor allem eine nepalesische Spezialität, der Doko-Lauf.

Der Doko ist ein großer Korb, den man auf dem Rücken tragen kann, und der in Nepal zum Transport von Gütern aller Art verwendet wird, da große Teile des Landes unerschlossen sind und es nur Pfade gibt, die meist völlig gerade den Hang hinauf gehen. Auf solchen Pfaden rennen nun die Rekruten 2,5 Meilen bergauf, den Korb mit Steinen gefüllt. Ziel ist es, so schnell wie möglich hoch zu kommen. Schon wer nur einmal stehen bleibt, wird ebenso abgelehnt wie jemand, der zu langsam ist. Durch die Vorausscheidungen und durch die sehr strenge Auswahl schon vor diesem Lauf schafft aber die überwältigende Mehrheit der Bewerber die geforderte Mindestleistung. Zwischen 1990 und 1995 sind nur drei Anwärter im Doko-Lauf durchgefallen (Quelle: Soldier Magazine). Besonders wichtig ist den Gurkhas das tabbing, ein Kurzwort für tactical advance to battle. Gemeint sind damit Gewaltmärsche mit kompletter Ausrüstung, nach denen die Soldaten dann beim Schießen und in Übungen beweisen müssen, dass sie immer noch kampffähig sind.

Ausbildung

Die erfolgreichen Rekruten werden dann vereidigt, indem sie in einer Zeremonie die britische Flagge berühren. Danach werden sie ins Vereinigte Königreich geflogen, wo sie mit der Grundausbildung beginnen. Diese dauert heute neun Monate und findet beim Infantry Training Bataillon in Catterick statt. Zu der normalen militärischen Ausbildung kommen noch Sprachtraining in Englisch und Benimmregeln. Besonderen Wert wird auf den gezielten Einzelschuss gelegt, und die Gurkhas gehen seit Jahren immer häufiger auf den Schießplatz im Vergleich zu früher.

Am Ende der Grundausbildung werden die Gurkhas dann den jeweiligen Einheiten zugeteilt, für besondere Eliten innerhalb ihrer Truppe, wie zum Beispiel die Airborne Gurkhas, muss man dann noch weitere Tests bestehen. Der Dienstkontrakt wird nicht mehr wie früher automatisch über 15 Jahre abgeschlossen, sondern erst mal auf vier Jahre, und wird dann immer um 3 Jahre verlängert, bis die 15 Jahre erreicht sind, wenn einer Verlängerung keine Gründe entgegen stehen.

Die Rekruten müssen heute, nach einer Beschwerde der UNO über die Rekrutierungspraxis in Nepal, mindestens 17 Jahre alt sein. Früher war das Mindestalter 15, die neue Grenze kam aber nicht ungelegen, die Jüngeren schafften die körperlichen Anforderungen, die erhöht worden waren, nicht mehr. Als Altersgrenze nach oben gilt 22, meist werden über 20-Jährige aber nicht mehr genommen. Der Rekrut muss auch noch mindestens 5 Fuß 2 Inch (ca. 1,57 m) groß sein und darf ein Mindestgewicht nicht unterschreiten. Ein Höchstgewicht gibt es nicht, bei den körperlichen Anforderungen der Auswahl und bei der Not in Nepal gibt es keine wirklich übergewichtigen Rekruten, so dass sich das Problem nicht stellt.

Nach der Übergabe Hongkongs hat man die klassischen Rekrutierungsmethoden und die Ausbildung wieder etwas verändert. Die Rekruten gehen zu dem Rekrutierungszentrum im Pokhara Tal. Nach sehr strengen Untersuchungen werden dort die besten Rekruten ausgesucht und nach England oder nach Brunei zur Ausbildung geschickt. Die heutige Ausbildung dauert zehn Monate am Stück, und dann gelten die Gurkhas gerade mal als Gefreite mit sozusagen bestandener Grundausbildung. Heute kommt auch noch das Training für Friedensmissionen dazu.

Gliederung

Am 1. Juli 1994 wurde das 2. King Edward's VII Own Gurkha Rifles (The Sirmoor Rifles), 6. Queen Elisabeth's Own Gurkha Rifles und das 7. Duke of Edinburgh's Own Gurkha Rifles zu einem größeren Verband zusammengelegt, dabei aber gleichzeitig numerisch abgebaut. Der neue Verband ist das Royal Gurkha Rifle Regiment (RGR). Es bestand anfänglich seiner Aufstellung folgend aus drei Bataillonen, wurde aber im Rahmen weiterer Einsparungen auf zwei Bataillone reduziert. Das 1. Bataillon RGR steht in Church Crookham in Hampshire, das 2. Bataillon RGR in Brunei, wo es auf Kosten des Sultans von Brunei diesem als zusätzliche Truppe dient. In den letzten Jahren hat es sich eingebürgert, dass sich das 1. RGR vor allem aus Gurkhas aus dem Westen von Nepal rekrutiert, das 2. RGR aber vor allem aus Gurkhas aus dem Osten ihres Siedlungsgebietes.

Das jetzige Royal Gurkha Rifle Regiment hatte 2004 eine Stärke von 1.480 Gurkha Rifles in zwei Bataillonen zu je 740 Mann. Es ist also numerisch stärker als das gewöhnliche britische Infanterieregiment, das gleiche gilt für das Bataillon. Der Grund ist, wie erwähnt, dass sich die Truppe anfänglich aus drei Bataillonen zusammensetzte. Jedes Bataillon hat drei Kompanien und jede Kompanie besteht aus wiederum drei Zügen mit eigenem Hauptquartier. Die A- und B-Kompanie sind mit MILAN-Lenkraketen und ähnlichen Waffen ausgerüstet, die C-Kompanie besteht aus Sturmpionieren. Zum Royal Gurkha Rifle Regiment, der eigentlichen Kampftruppe, kommen noch weitere Kompanien der oben erwähnten Verbände, zumeist nur eine Kompanie, temporär auch zwei. Daneben verfügt die British Army über die Queen's Gurkha Engineers, eine weitere Pioniereinheit. Der Anteil der Pioniere bei den Gurkha Truppen ist heute daher relativ hoch. Die QGE bestehen aus der 69. Gurkha Field Squadron und der 70. Gurkha Field Support Squadron. Beide sind Teil des 36th Engineer Regiment und stehen bei Maidstone in Kent.

Im Jahr 2004 wurde die ehemalige Fernmeldeeinheit 246. Gurkha Signal Squadron umgegliedert. Die heutige 250. Gurkha Signal Squadron besteht aus 250 Soldaten und ist Teil des 30. Signal Regiment. Eine weitere Gurkha Signal Squadron wird gerade als Teil des 21. (Air Support) Signals Regiment aufgestellt.

Das Queen's Own Gurkha Logistic Regiment besteht aus dem Hauptquartier, der 28. Squadron und einer Trainingseinheit. Während die meisten Gurkha-Einheiten zahlenmäßig etwas stärker sind als ihre britischen Pendants, ist dieses Regiment kleiner und besteht aus nur noch 164 Soldaten. Es steht in den Roman Barracks in Colchester.

Zu den anderen Verbänden angegliederten Gurkha-Einheiten zählen schließlich auch die 10th Airborne Gurkhas. 1996 wurde sie als erste Gurkha-Fallschirmjägereinheit wieder aufgestellt, nachdem es im Zweiten Weltkrieg viele Gurkha Fallschirmjäger gegeben hatte. Die Luftlandetruppen waren mit der Unabhängigkeit Indiens dort verblieben. Heute bilden die Gurkhas die berühmte C-Kompanie des 2. PARA, die mit drei Zügen die Stärke einer der üblichen Kompanien des Royal Gurkha Rifle Regiment aufweist. Sie ist in den letzten Jahren in Afghanistan ebenso wie im Irak eingesetzt worden. Die C-Kompanie ist erklärtermaßen keine Spezialeinheit.

Britische Gurkha Einheiten von 1941-heute

  • 2. King Edward VII's Own Gurkha Rifles (The Sirmoor Rifles) (1994 zusammengefasst zu den Royal Gurkha Rifles)
  • 6. Queen Elizabeth's Own Gurkha Rifles (1994 zusammengefasst zu den Royal Gurkha Rifles)
  • 7. Duke of Edinburgh's Own Gurkha Rifles (1994 zusammengefasst zu den Royal Gurkha Rifles)
  • 10. Princess Mary's Own Gurkha Rifles (1994 zusammengefasst zu den Royal Gurkha Rifles)
  • The Queen's Own Gurkha Logistic Regiment (2001-heute)
    • Gurkha Army Service Corps (1958-1965)
    • Gurkha Transport Regiment (1965-1992)
    • Queen's Own Gurkha Transport Regiment (1992-2001)
  • Queen's Gurkha Engineers (1977-heute)
    • Gurkha Engineer Training Squadron, Royal Engineers (1948-1951)
    • 50. (Gurkha) Engineer Regiment, Royal Engineers (1951-1955)
    • Gurkha Engineers (1955-1977)
  • Queen's Gurkha Signals (1977-heute)
    • Gurkha Signals (1948-1949)
    • Gurkha Royal Signals (1949-1954)
    • Gurkha Signals (1954-1977)
  • Gurkha Provost Company, Royal Military Police (1949-1957)
  • 17. Gurkha Divisional Provost Company, Royal Military Police (1957-1969)
  • 2. Gurkha Parachute Battalion (März-November 1945)
  • 3. Gurkha Parachute Battalion (März-November 1945)
  • 153. Gurkha Parachute Battalion (1941-1945)
  • 154. Gurkha Parachute Battalion (1942-1945)
  • Gurkha Independent Parachute Company, Parachute Regiment (ca. 1960-1970)

Aktuelle Einheiten der Gurkha-Brigaden

  • 1. and 2. Battalions, The Royal Gurkha Rifles
  • The Queen's Gurkha Engineers
  • The Queen's Gurkha Signals
  • Queen's Own Gurkha Logistic Regiment
  • The Band of the Brigade of Gurkhas
  • Gurkha Company, 3. Battalion, Infantry Training Centre Catterick
  • Gurkha Company (Sitang), Royal Military Academy Sandhurst
  • Gurkha Company (Mandalay), Infantry Battle School Brecon
  • Brigade of Gurkhas Training Team
  • Gurkha Language Wing, Catterick

Weblinks

 Commons: Gurkha – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

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  • Gurkha — Gụr|kha 〈m. 6 oder m.; , 〉 Angehöriger eines Volkes in Nepal * * * Gụr|kha , der; [s], [s] [engl. (angloind.) Gurkha, nach einem ostindischen Volk in Nepal]: Soldat einer nepalesischen Elitetruppe in der indischen bzw. britischen Armee. * * *… …   Universal-Lexikon

  • Gurkha — Para la marca de cerveza, véase Gorkha Beer. Kukri, cuchillo típico de los gurkhas. Gurkha (a veces escrito gorkha) es un pueblo originario de Nepal, que debe su nombre al santo guerrero hindú del siglo XVIII, Guru Gorakhnath, cuyos seguidores… …   Wikipedia Español

  • Gurkha — /gerr keuh, goor /, n., pl. Gurkhas, (esp. collectively) Gurkha. 1. a member of a Rajput people, Hindu in religion, who achieved dominion over Nepal in the 18th century. 2. a Nepalese soldier in the British or Indian army. [1805 15] * * * ▪ Nepal …   Universalium