Günter H. Hertel


Günter H. Hertel

Günter H. Hertel (* 1. Februar 1948 in Plauen) ist ein deutscher Verkehrswissenschaftler.

Inhaltsverzeichnis

Leben

Günter Hertel studierte Verkehrstechnik und Mathematik an der Hochschule für Verkehrswesen „Friedrich List“ in Dresden. 1974 wurde er dort mit der Arbeit „Zuverlässigkeitsbetrachtungen technologisch-technischer Systeme“ promoviert; 1986 habilitierte er sich mit der Schrift „Analytische Modellierung und formelmässige Behandlung von Standard-Bedienungssystemen mit störanfälligen Kanälen“, eine Integration von Warteschlangen- und Zuverlässigkeitstheorie. Von 1980 bis 1991 war er Wissenschaftlicher Assistent, später Oberassistent an der HfV am Lehrstuhl Klaus Fischer. 1991 wurde er zum Professor ernannt und zum Prorektor für Wissenschaft an der HfV Dresden berufen.

1992 erhielt er einen Ruf zum ordentlichen Universitäts-Professor an der Technischen Universität Dresden auf den Lehrstuhl Verkehrssystemtheorie und Verkehrsströmungslehre. Er wurde darüber hinaus durch den sächsischen Staatsminister für Wissenschaft und Kunst, Hans Joachim Meyer,[1] zum Gründungsdekan der von Professor Günther Landgraf initiierten Eingliederung der Fakultät Verkehrswissenschaften „Friedrich List“. 1994 war er Gastprofessor an der niederländischen Rijksuniversiteit Groningen.

1996 übernahm er die Leitung einer der vier Direktionen Forschung & Technologie des Daimler-Benz-Konzerns als „Vice President for Research and Technology“, später bis 2006 Vice President Research Technology Management and Intellectual Property Management (RMI). Von 2006 bis 2010 war er Präsident des Europäischen Instituts für Postgraduale Bildung an der TU Dresden e. V. (EIPOS).

Prof. Dr.-Ing. habil. Günter Hertel war bis 2010 Mitglied des Wissenschaftlichen Beirates des Akademischen Europaseminars von EIPOS. Zudem war er Kuratoriumsmitglied von „Dresden - Stadt der Wissenschaften“ (bis 2006) und bis 2008 Vorstandsmitglied der „Deutsche Gesellschaft für Qualität e. V.“ (DGQ. Er ist Vorsitzender des Walter-Masing-Preis-Kuratoriums der DGQ. Bereits seit 1994 ist er Mitglied der Ukrainischen Akademie für Verkehrswissenschaften in Kiew. 2008 wurde er als Mitglied der Akkreditierungskommission für Systemakkreditierung der Akkreditierungsagentur ASIIN berufen.

Seit Februar 2011 ist er als ordentlicher Professor für Innovations- und Qualitätsmanagement an die Palacký Universität Olomouc (Olmütz) in Tschechien berufen.

Schriften

  • Leistungsfähigkeit - Qualität - Zuverlässigkeit: Theoretische Grundlagen für komplexe Systeme, transpress-Verlags-Ges. Berlin 1988,ISBN 3-344-00150-7, zusammen mit Matthias Bär und Klaus Fischer.
  • Bedienungsprozesse im Transportwesen: Grundlagen und Anwendungen der Bedienungstheorie, Transpress-Verlags-Ges. Berlin 1990, ISBN 3344003429, zusammen mit Klaus Fischer
  • Verkehrsentwicklung im Umbruch: Fakten und Visionen, IRB-Verlag Stuttgart 1994, ISBN 3816740952
  • Verkehrsentwicklung und Verkehrssystemtechnik, Loseblattsammlung EIPOS Dresden 1994, (Hrsg.) mit Lehmann, Mittag, Woda
  • Verkehrsentwicklung im Umbruch. Fakten und Visionen, Fraunhofer IRB Stuttgart 1998, ISBN 3816740952, zusammen mit Günter Lehmann, Uwe Reese.
  • Kundenorientierte Produktgestaltung, Verlag Franz Vahlen, München, ISBN 3-8006-2489-3, (Hrsg. und Autor) mit Andreas Herrmann, Wilfried Virt und Frank Huber.
  • Wissenschaftliche Zeitschrift des Europäischen Instituts für postgraduale Bildung an der Technischen Universität Dresden e.V. (EIPOS), expert-Verlag Renningen, ISBN 978-3-8169-2857-7 (Jg. 2008), ISBN 978-3-8169-2949-9 (Jg. 2009), ISBN 978-3-8169-3018-1 (Jg. 2010, Heft 1),ISBN 3-9809371-7-8 (Jg. 2010, Heft 2 - EIPOS-Eigenverlag)(Hrsg. und Autor) mit Günter Lehmann und Volker Oppitz.
  • Fachbuchreihe FORUM EIPOS, expert-Verlag Renningen, Schutz des Holzes I bis III (Bd.14, 17, 20), Brandschutz I und II (Bd. 16 und 19), Immobilien- und Bauschadensbewertung I bis III (Bd.15, 18, 21),(Hrsg.).

Einzelnachweise

  1. Fakultät für Verkehrswissenschaften „Friedrich List“ an der neuen TU Dresden. In: Die Deutsche Bahn. ZDB-ID 1111314-5, Heft 11/1992, S. 1296 f.

Weblinks


Wikimedia Foundation.

Schlagen Sie auch in anderen Wörterbüchern nach:

  • Günter Hertel — Günter H. Hertel (* 1. Februar 1948 in Plauen) ist ein deutscher Verkehrswissenschaftler. Leben Günter Hertel studierte Verkehrstechnik und Mathematik an der Hochschule für Verkehrswesen „Friedrich List“ in Dresden. 1974 wurde er dort mit der… …   Deutsch Wikipedia

  • Hertel — ist der Familienname folgender Personen: Albert Hertel (1843–1912), deutscher Maler Alfred Hertel (* 1935), österreichischer Musiker (Oboist) Anja Hertel (* 1961), deutsche Politikerin Bernhard Hertel (1862–1927), Kölner Dombaumeister Carl Hertel …   Deutsch Wikipedia

  • Günter Tolar — (* 9. Juli 1939 in Wels, Oberösterreich) ist ein österreichischer Schauspieler, Fernsehmoderator und Autor. Inhaltsverzeichnis 1 …   Deutsch Wikipedia

  • Günter Neubert — (* 11. März 1936 in Crimmitschau, Sachsen) ist ein deutscher Komponist und Tonmeister. Inhaltsverzeichnis 1 Leben 2 Preise und Auszeichnungen 3 Kompositionen (Auswahl) …   Deutsch Wikipedia

  • Günter Mayer — (* 6. November 1930 in Berlin; † 2. September 2010 in Berlin) war ein deutscher Kultur und Musikwissenschaftler. Inhaltsverzeichnis 1 Tätigkeit 2 Wirkung 3 Werke …   Deutsch Wikipedia

  • Günter Lehmann — (* 31. Dezember 1939 in Dresden) ist ein deutscher Wissenschaftler, Hochschullehrer, Herausgeber und bis 2005 Direktor eines freien Bildungsinstitutes. Inhaltsverzeichnis 1 Leben 2 Wirken 3 Publikat …   Deutsch Wikipedia

  • Paul Hertel — (* 9. Mai 1953 in Wien) ist ein österreichischer Komponist, Musikproduzent und Dirigent. Inhaltsverzeichnis 1 Ausbildung 2 Kompositorische Tätigkeit im Bereich Bühnenmusik 3 …   Deutsch Wikipedia

  • Guido Hertel — (* 16. Mai 1903 in Berlin; † 26. Juli 1963 in Frankfurt am Main) war ein deutscher Jurist und Präsident des Bundesrechnungshofes. Leben Nach dem Studium der Rechts und Staatswissenschaften und dem Referendarexamen promovierte er 1924 zum Dr. jur …   Deutsch Wikipedia

  • Heinz Günter Zavelberg — Zavelberg mit Ernst Albrecht 1985 Heinz Günter Zavelberg (* 16. Oktober 1928 in Brühl) ist ein deutscher Politiker (CDU). Von 1985 bis 1993 war er Präsident des Bundesrechnungshofes. Nach Jurastudium in …   Deutsch Wikipedia

  • Liste der Biografien/Hep–Her — Biografien: A B C D E F G H I J K L M N O P Q …   Deutsch Wikipedia