H.C. Starck-Gruppe


H.C. Starck-Gruppe
H.C. Starck-Gruppe
Image:H c starck logo.png
Unternehmensform
Unternehmenssitz Goslar
Mitarbeiter 3.400 (2007)
Umsatz 905 Mio. Euro (2007)
[2]

Die H.C. Starck-Gruppe ist ein Unternehmen der chemischen und metallurgischen Industrie mit weltweit über 3.400 Mitarbeitern an 13 Standorten.

H.C. Starck produziert Pulver der Refraktärmetalle Wolfram, Molybdän, Tantal, Niob, Rhenium sowie deren Verbindungen (Boride, Carbide, Nitride, Oxide, Silizide, Sulfide). Ein weiterer Schwerpunkt der Produktion sind keramische Pulver, Sintermetallpulver, thermische Spritzpulver, Nichteisenmetalle Nickel und Cobalt und deren Salze sowie Bor und Bor-Verbindungen.

Außer Metallpulvern werden Halb- und Fertigerzeugnisse aus Molybdän, Wolfram, Tantal, Niob, Titan, Zirkon und Nickel sowie deren Legierungen produziert. Für die Elektronikindustrie produziert H.C. Starck elektrisch leitfähige Polymere.

Im Bereich der Ingenieur-Keramik verfügt H.C. Starck über ein umfangreiches Sortiment keramischer Vorstoffe. Die Tochterfirma H.C. Starck Ceramics GmbH & Co. KG fertigt Maschinen- und Motorenbauteile sowie Gießereiprodukte aus Siliciumcarbid, Siliciumnitrid, Aluminiumtitanat, sowie Zirconiumoxid und Aluminiumoxid. Das H.C. Starck Ceramics F&E Labor führt Werkstoffprüfungen und Verfahrensentwicklungen aus.

Von 1986 bis 2007 gehörte H.C. Starck zum Bayer Konzern (Bayer Material Science). Im Februar 2007 verkaufte Bayer jedoch H.C. Starck für 1,2 Milliarden Euro an die Finanzinvestoren Advent International und Carlyle Group [1].

Standorte

Produktionsstandorte z. T. mit eigenen Vertriebsabteilungen

Deutschland:
H.C. Starck GmbH


H.C. Starck Hermsdorf GmbH:

H.C. Starck Ceramics GmbH & Co. KG:

Großbritannien:
H.C. Starck Ltd.

USA:
H.C. Starck Inc.

Canada:
Bayer Inc. - H.C. Starck Canada

Japan:
H.C. Starck Ltd.

Thailand:
H.C. Starck Co., Ltd.

VR China:
H.C. Starck Specialty Material)


Internationale Vertriebsgesellschaft

H.C. Starck International Sales GmbH
Head Office

Branch Office Belgium (BeNeLux)

Branch Office France (Frankreich, Italien, Spanien)

Branch Office Hong Kong

Branch Office Korea

Branch Office Scandinavia

Branch Office Singapur

Branch Office Taiwan

Kritik

Dem Unternehmen wird von der „Coordination gegen BAYER-Gefahren“ (CBG) vorgeworfen, dass es mit Tantal aus dem Kongo handelt und damit die kongelesischen Rebellentruppen unterstützt.[2] Die UNO zählt das Unternehmen zu den größten Abnehmern von Tantal. Die Exporterlöse ermöglichen den Rebellentruppen, einen Bürgerkrieg im Kongo um die dortigen Rohstoffe zu führen. Daher forderte die UNO ein Importstopp für Tantal aus dem Kongo.

Die Vorwürfe stammen ursprünglich aus dem Jahr 2001. Ein Untersuchungsgremium der Vereinten Nationen hatte in seinem Abschlussbericht die gegen das Unternehmen erhobenen Vorwürfe wie folgt bewertet: "Category 1 - Resolved - No further Action required". H.C. Starck hat seine Rohstoffquellen für Tantal in Australien und recycelt bestimmte Zinnschlacken aus Asien, es werden keine Tantal-Rohstoffe in der DRC gekauft. Siehe hierzu auch die Stellungnahme von H.C. Starck "Verwendung tantalhaltiger Rohstoffe aus der D.R. Congo".[3]

Einzelnachweise

  1. Pressemeldung
  2. Die Coordination gegen BAYER-Gefahren: "H.C. Starck finanziert Rebellengruppen" Sueddeutsche.de Die Tageszeitung (taz)
  3. [1]

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