HMS Beagle (H30)


HMS Beagle (H30)
Beagle Royal Navy
Technische Daten
Schiffstyp: Zerstörer
Verdrängung: 1.360 ts Standard
1.790 ts maximal
Länge: 98,40 m
Breite: 9,83 m
Tiefgang: 3,73 m
Antrieb: 3 Brown-Curtis-3-Trommel-Dampfkessel
2 Parsons-Dampfturbinen mit Einfachgetriebe
35.500 PS (24.990 kW)
Treibstoffvorrat: 390 t Heizöl
Geschwindigkeit: 35,25 kn (65,3 km/h)
Reichweite: 4.800 sm bei 15 kn
Besatzung: 138
Bewaffnung: 4 × 4,7 inch Schiffsgeschütze (4*1)
2 × 2-Pfünder-Flak (2*1)
8 × 21-inch-Torpedorohre (2*4)
20 Wasserbomben

HMS Beagle (H30) war ein Zerstörer der B-Klasse der britischen Royal Navy, der auch im Zweiten Weltkrieg eingesetzt wurde.

Das Schiff lief am 26. September 1930 als Teil der zweiten Zerstörerklasse der Royal Navy, die nach Ende des Ersten Weltkriegs gebaut wurde, bei John Brown & Company in Clydebank vom Stapel. In Dienst gestellt wurde es am 9. April 1931.

HMS Beagle wurde zunächst gemeinsam mit ihren Schwesterschiffen der Home Fleet zugeordnet. 1939 war das Schiff jedoch Teil der Reserveflotte, weil in der Zwischenzeit eine Vielzahl modernerer Zerstörer in Dienst gestellt worden waren. Bei Kriegsbeginn wurde der Zerstörer wieder reaktiviert. Zu seinen Aufgaben gehörte insbesondere die Sicherung von Geleitzügen und Kriegsschiffen in den Gewässern rund um die Britischen Inseln sowie Patrouillen in der Straße von Dover.

Der Zerstörer wurde dann der 19. Zerstörerflottille zugeteilt und bei dem gescheiterten Versuch eingesetzt, die deutschen Truppen aus Norwegen zu vertreiben, wo sie im Rahmen des Unternehmens Weserübung gelandet waren. Als Nordnorwegen wegen der anlaufenden deutschen Offensive an der Westfront geräumt wurde (Operation Alphabet), war das Schiff ebenfalls im Einsatz. Direkt danach evakuierte es britische Truppen aus Nordfrankreich.

Im Zuge laufender Instandsetzungsmaßnahmen wurde die U-Boot-Abwehr- und Flugabwehr-Bewaffnung des Zerstörers zulasten der Hauptgeschütze und eines Torpedorohrsatzes verstärkt. In den folgenden Monaten wurde HMS Beagle zur Sicherung von Geleitzügen im Nordatlantik eingesetzt.

Während des Winters 1941/42 und des anschließenden Frühjahrs diente der Zerstörer als Eskorte von Arktis-Konvois, durch die die Sowjetunion mit Kriegsmaterial beliefert wurde. Im April 1942 verteidigte er mit anderen Zerstören einen nach Großbritannien zurücklaufenden Geleitzug gegen einen Angriff der deutschen Zerstörern Z 7 Hermann Schoemann, Z 24 und Z 25.

Während der Winter 1942/43 und 1943/44 folgten weitere Einsätze im Nordmeer. In der Zwischenzeit, in der diese Geleitzüge wegen der langen Sommertage und der damit verbundenen besonderen Gefährdungen ausgesetzt wurden, war der Zerstörer im Atlantik mit Geleit- und U-Jagd-Aufgaben betraut.

Auch bei der Landung in der Normandie im Juni 1944 wurde der Zerstörer zunächst im Rahmen der U-Jagd eingesetzt, während er später Geleitzügen als Eskorte zugewiesen wurde. Es folgte dann im Winter 1944/45 nochmals ein Einsatz in der Arktis.

Am 8. Mai 1945 nahm der Zerstörer gemeinsam mit dem Schwesterschiff HMS Bulldog die Kapitulation der deutschen Truppen auf den Kanalinseln entgegen.

Anfang 1946 wurde HMS Beagle außer Dienst gestellt, einige Monate später dann abgewrackt.

Literatur

  • M. J. Whitley: Destroyers of World War Two, Arms and Armour Press, London 1988 ISBN 0853689105

Weblinks


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