Hamburg-Uhlenhorst

Hamburg-Uhlenhorst
Wappen von Hamburg

Uhlenhorst
Stadtteil von Hamburg

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Über dieses Bild
Koordinaten 53° 34′ 21″ N, 10° 1′ 7″ O53.572510.018611111111Koordinaten: 53° 34′ 21″ N, 10° 1′ 7″ O
Fläche 2,2 km²
Einwohner 15.207 (31. Dez. 2004)
Bevölkerungsdichte 6912 Einwohner/km²
Postleitzahl 2....
Vorwahl 040
Bezirk Hamburg-Nord
Quelle: Statistisches Amt für Hamburg und Schleswig-Holstein
U-Bahnhof Mundsburg

Uhlenhorst (niederdeutsch für „Eulennest“) ist ein Hamburger Stadtteil im Bezirk Hamburg-Nord.

Da sich der Name des Stadtteils ursprünglich auf die geografische Bezeichnung des Ortes, hier: Horst, bezieht, wohnt man nicht in Uhlenhorst, sondern auf der Uhlenhorst.

Inhaltsverzeichnis

Geografische Lage

Die Uhlenhorst liegt östlich der Außenalster und grenzt an die Stadtteile Winterhude (nördlich), Barmbek-Süd (nordöstlich), Eilbek (südöstlich) und Hohenfelde (südlich). Die südliche Stadtteilgrenze entspricht dem Verlauf vom Eilbekkanal, der in den Kuhmühlenteich mündet und schließlich über den Mundsburger Kanal in die Außenalster fließt; im Nordwesten reicht die Uhlenhorst bis zum Langen Zug (eine Bucht der Außenalster) und dem Osterbekkanal. Die Straßenzüge Herderstraße, Winterhuder Weg, Oberaltenallee (parallel zur Hamburger Straße), und Richardstraße vervollständigen die Stadtteilgrenzen. Dazu ist anzumerken, dass der Straßenverlauf nicht unbedingt als Ganzes die Stadtteilgrenzen ausmacht; vielmehr sind es einzelne Straßenabschnitte oder nur eine Straßenseite (entweder gerade oder ungerade Hausnummern).[1] [2]

Geschichte

Blick von der Alster auf das Uhlenhorster Ufer 1861
Uhlenhorster Fährhaus, ca. 1890
Feenteich,
durch Torfabbau entstanden

Erste urkundliche Erwähnung fand der Ort als Papenhude im Jahr 1256, es handelte sich um einen Landungsplatz für Lastkähne an der Alster. Das Gelände der Uhlenhorst – früher sumpfige Wiesenlandschaft – musste zunächst aufgeschüttet werden, bevor es bebaut werden konnte. Der Name Uhlenhorst kam erst um 1608 auf, er bezeichnete ein verlassenes Gehöft an der Alster bei der heutigen Marienstraße, in dem Eulen hausten.[3]

Der Hofwegkanal, der Winterhuder Kanal und der erste Abschnitt des Osterbekkanals wurden zur Entwässerung angelegt.

Im Jahre 1892 wurden die Ersten Internationalen Tennis-Meisterschaften von Deutschland auf die Initiative des Carl August von der Meden auf der Anlage des Eisbahnvereins auf der Uhlenhorst ausgetragen. Inzwischen finden diese Meisterschaften am Hamburger Rothenbaum statt.

Vor dem Zweiten Weltkrieg war das Uhlenhorster Fährhaus ein beliebtes Ausflugsziel. Es wurde nach der Zerstörung nicht wieder aufgebaut.

Politik

Für die Wahl zur Hamburgischen Bürgerschaft und der Bezirksversammlung gehört Uhlenhorst zum Wahlkreis Barmbek-Uhlenhorst-Dulsberg.

Wahlergebnisse

SPD CDU Grüne-GAL FDP Die Linke1) Übrige
Bürgerschaftswahl 2011 45,5 % 22,7 % 13,5 % 10,2 % 04,0 % 04,1 %
Bürgerschaftswahl 2008 28,4 % 48,5 % 11,7 % 06,6 % 03,9 % 00,9 %
Bürgerschaftswahl 2004 27,2 % 50,5 % 14,2 % 04,3 % 03,8 %
Bürgerschaftswahl 2001 35,6 % 29,3 % 10,8 % 08,4 % 00,3 % 15,6 %2)
Bürgerschaftswahl 1997 32,4 % 32,9 % 16,6 % 05,6 % 00,3 % 12,2 %3)
Bürgerschaftswahl 1993 36,5 % 27,5 % 16,5 % 06,0 % 13,5 %4)
Bürgerschaftswahl 1991 43,1 % 38,3 % 07,7 % 08,0 % 00,4 % 02,5 %
Bürgerschaftswahl 1987 38,9 % 44,1 % 07,0 % 09,2 % 00,8 %
Bürgerschaftswahl 1986 34,3 % 47,4 % 10,4 % 06,9 % 01,0 %
Bürgerschaftswahl Dez. 1982 41,3 % 46,2 % 07,9 % 04,0 % 00,6 %
Bürgerschaftswahl Juni 1982 35,2 % 49,0 % 08,5 % 05,9 % 01,4 %
Bürgerschaftswahl 1978 41,6 % 45,2 % 04,8 %5) 05,8 % 02,6 %
Bürgerschaftswahl 1974 33,2 % 51,0 % 12,4 % 03,4 %
Bürgerschaftswahl 1970 43,9 % 42,0 % 09,7 % 04,4 %
Bürgerschaftswahl 1966 43,8 % 40,8 % 10,2 % 05,2 %

1) 1991 und 1997 als PDS/Linke Liste, 2001 als PDS.
2) Darunter 13,0% für die Schill-Partei.
3) Darunter 5,1% für die Statt Partei.
4) Darunter 6,0% für die Statt Partei.
5) Als Bunte Liste - Wehrt Euch.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

An der Mundsburg, mit dem stilvollen gleichnamigen U-Bahnhof (früher U2, seit 2009 wieder Ringlinie U3) aus dem Jahr 1912, befindet sich das Ernst Deutsch Theater am Friedrich-Schütter-Platz. In unmittelbarer Nachbarschaft liegt die Tanzschule Walter Bartel, die älteste Hamburgs (gegründet 1923) und vielen Generationen ein Begriff. Auf der anderen Seite des Bahnhofes ist das englischsprachige Theater The English Theatre of Hamburg im alten Hammonia Bad beheimatet.

Am Kuhmühlenteich steht die 1882–85 erbaute evangelische Sankt-Gertrud-Kirche, ein neogotischer Backsteinbau nach einem Entwurf von Johannes Otzen. Mit der reichen Verwendung von Form- und Glasursteinen ist es ein Beispiel des Kirchenbaustils der Hannoverschen Schule. Zwischen Kirchturm und Kuhmühlenteich befindet sich der geographische Mittelpunkt von Hamburg.[4]

Längs des Außenalsterufers verläuft ein breiter Wanderweg mit vielen Bänken. Hier liegen auch der Feenteich und die 1961 erbaute Imam-Ali-Moschee sowie das Gästehaus des Senats der Hansestadt.

Die Kaufmannsvilla am Schwanenwik 38 wurde um 1865 errichtet und 1890 rückwärtig mit einem Festsaal erweitert. 1985 wurde das Gebäude von der ZEIT-Stiftung Ebelin sowie Gerd Bucerius erworben und dem neu gegründeten Literaturhaus e.V. zur Verfügung gestellt. Seit 1989 wird die Villa als Literaturhaus genutzt. Monatlich finden im prächtigen Festsaal 12 bis 15 Lesungen der internationalen Gegenwartsliteratur statt. Außerdem beherbergt das Gebäude das „Literaturhauscafé“, die Buchhandlung Samtleben, den Börsenverein des Deutschen Buchhandels sowie das Literaturzentrum e.V.

Sport

Segelregatta auf der Außenalster
Rudern
  • Ruder-Gesellschaft „Hansa“ (RGH) e.V.
Segeln

Bildung

Quellen

  1. Online-PLZ-Suche der Deutschen Post: http://plz1.postdirekt.de/plzserver/PlzSearchServlet?id=streetsearch&lang=de&pagenumber=1&street=winterhuder+weg&no=%s&box=&plz=22085&city=hamburg&search=suchen
  2. *Stadtteilgrenzen von Hamburg-Uhlenhorst bei Google Maps http://maps.google.de/maps/ms?hl=de&ie=UTF8&msa=0&msid=103475096124565310979.0004401184cdcf2143750&z=14&om=1
  3. Horst Beckershaus: Die Namen der Hamburger Stadtteile. Woher sie kommen und was sie bedeuten, Hamburg 2002, ISBN 3-434-52545-9, S. 124
  4. Anne Klesse, Hamburger Abendblatt: Mensch, Hamburg! Uhlenhorst - Dorf der Kreativen, 20. Mai 2006

Weblinks


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