Hausbootferien


Hausbootferien

Hausbooturlaub ist eine Form des Tourismus. Der Urlauber - oft ohne seemännische Vorkenntnisse - mietet zu diesem Zweck ein Hausboot, das dazu dient, überwiegend auf Binnengewässern Campingurlaub auf dem Wasser zu verbringen. Das Motorboot ist dabei gleichzeitig Transportmittel und Unterkunft.

Inhaltsverzeichnis

Bedienung eines Hausbootes

Die Handhabung eines Hausbootes ist auch für Laien relativ einfach. Nach einer kurzen Einschulung und Probefahrt bei der Bootsübernahme darf man in den meisten Urlaubsländern, die über Hausbootreviere verfügen, auch ohne Sportbootführerschein das Boot steuern. Eine Ausnahme gibt es in Deutschland, wo ohne Führerschein nur bestimmte Wasserwege befahren werden dürfen. Der Motor ist gedrosselt und erlaubt eine maximale Geschwindigkeit von etwa 10 km/h. Das Boot ist für die Handhabung durch ungeübte Personen stark mit Gummistoßleisten und Fendern rundum geschützt. Bei technischen Problemen wird von der Charterbasis ein Pannendienst zu Hilfe geschickt.

Navigation eines Hausbootes

Die Fahrtstrecke kann sich der Urlauber anhand spezieller Wasserkarten des Revieres selbst aussuchen und je nach persönlicher Interessenslage die Attraktionen der Gegend mit dem Boot ansteuern. Je nach gewählter Strecke müssen während der Fahrt Schleusen und Hebebrücken überwunden werden, was eine tätige Mitarbeit der Bootsbesatzung erfordert. Anlegen kann man im wesentlichen dort, wo es nicht verboten ist und man niemanden behindert. Die Nacht kann man im Hafen eines Ortes oder auch in freier Natur verbringen, bei Einbruch der Dunkelheit muss das Boot jedenfalls festgemacht werden. Regelmäßig ist Nutzwasser zu ergänzen, wofür es in vielen Orten Zapfstellen gibt, die auch in den Wasserkarten verzeichnet sind.

Hausbootreviere in Europa

(ohne Anspruch auf Vollständigkeit)

Ein weit verzweigtes Wasserwegenetz befindet sich in den Provinzen Westflandern und Ostflandern. Es beinhaltet z. B. den Gent-Ostende Kanal und die Flüsse Lys, Schelde, Dendre, Ijzer. Man erreicht damit auf dem Wasserweg z. B. die Städte Gent, Brügge, Ostende, Tournai, Ieper.
Das Revier Mecklenburger Seenplatte befindet sich nordwestlich der Stadt Berlin. Es umfasst u. a. Teilabschnitte der Flüsse Müritz, Havel, Elbe, sowie den Schweriner See und den Plauer See. Neben Berlin sind z. B. folgende Städte auf dem Wasserweg erreichbar: Neustrelitz, Dömitz, Ketzin, Potsdam, Oranienburg.
Ohne Sportbootführerschein sind nur bestimmte Gewässer in Mecklenburg, Brandenburg und im Saarland befahrbar.
Der Caledonian Canal durchquert die Highlands zwischen den Städten Inverness und Fort William und verbindet einige Seen miteinander, wie z. B. Loch Ness und Loch Lochy. Man erreicht auf dem Wasserweg u. a. die Städte Fort Augustus und Invergarry.
Die Reviere können ganzjährig befahren werden.
Das IJsselmeer darf nicht mit Hausbooten befahren werden.
  • Polen
    • In den Masuren befindet sich eine Seenplatte, auf der seit kurzem auch Hausboote angeboten werden. Man erreicht z. B. die Orte Mikolajki (Nikolaiken), Gizycko (Lötzen) und Wegorzewo (Angerburg).
Sportbootführerschein erforderlich.
Der Grande Lago ist der größte Stausee Europas mit 250 km². Er liegt nahe der spanischen Grenze und kann wegen seiner südlichen Lage ganzjährig befahren werden. Man erreicht z. B. die Orte Luz, Mourão und Alqueva.

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