Hausmeister Krause - Ordnung muss sein


Hausmeister Krause - Ordnung muss sein
Seriendaten
Originaltitel: Hausmeister Krause – Ordnung muss sein
Produktionsland: Deutschland
Produktionsjahr(e): 1999–2006, 2009-
Produzent: Bernd Eichinger, Herman Weigel
Episodenlänge: etwa 25 Minuten
Episodenanzahl: 72+ in 7+ Staffeln
Originalsprache: Deutsch
Musik: Thomas Bartschmid + Harald Stümpfl
Idee: Tom Gerhardt, Herman Weigel
Genre: Komödie, Sitcom
Erstausstrahlung: 18. Januar 1999
auf Sat.1
Besetzung
Tom Gerhardt
Dieter Krause Folge 1-72
Irene Schwarz
Elisabeth „Lissi” Krause Folge 1-72
Janine Kunze
Carmen Krause Folge 1-72
Axel Stein
Thomas „Tommie“ Krause Folge 2-72
Jürgen Tonkel
Herr Makielski Folge 2-72
Detlev Redinger
Herbert Folge 1-72
Peter Arndt Folge 14-19, Wolf Berg Folge 20-44, Hans-Martin Stier Folge 1-13, 45-72 
Karl Göbel
Nebencharaktere
Gudo Hoegel
Herr Fritsch Folge 35-70
Konrad Adams
Hubert Folge 3-72
Thomas Bauer
Horst Folge 3-72
Jeannine Burch
Frau Makielski Folge 5-67
Christian Wittmann
Rudolf Folge 24-67
David Lütgenhorst (u.a.)
Mario Folge 2-28, Folge 66-68

Hausmeister Krause – Ordnung muss sein ist eine deutsche Comedy-Fernsehserie, die seit 1999 mit Tom Gerhardt in der Titelrolle von Sat.1 ausgestrahlt wird.

Die Serie pointiert das deutsche Spießbürgertum. Dieter Krause, der Inbegriff des deutschen Spießbürgers, ist sauber, ordnungsliebend, denunziantisch, neugierig, stets auf seinen eigenen Vorteil bedacht, zu höher gestellten Personen unterwürfig und zu Untergebenen und Schwächeren brutal und ungerecht.

Viele Handlungselemente, wie zum Beispiel ständige Verwechslungen, Missgeschicke und Missverständnisse, entstammen dem Boulevardtheater. Die Charaktere der Serie sind an Tom Gerhardts Film Voll Normaaal angelehnt und tragen dieselben Namen, entsprechen ihnen aber nicht vollkommen. In Voll Normaaal spielte Tom Gerhardt sowohl Dieter Krause als auch seinen Sohn Tommie, der nun von Axel Stein verkörpert wird. Carmen wird von Janine Kunze gespielt. Andere Charaktere aus Voll Normaaal wie Tommies Freund Mario sind aber nur noch Randfiguren und auch der Handlungsrahmen hat sich verändert.

Inhaltsverzeichnis

Charaktere

Familie Krause

Dieter Krause (* 2. September 1960, Tom Gerhardt)

Dieter Krause ist Familienvater und halbtags Hausmeister der Wohnanlage Kalker Weg 5 in Köln-Kalk, in der er auch die Hausmeisterwohnung bewohnt. Er fungiert gerne und oft als eine Art Blockwart und sorgt mit rabiaten Methoden für Ordnung – in dem Sinne, wie er sie versteht. Infolgedessen gerät er immer wieder mit den Mietern aneinander, die seiner Meinung nach notorisch und böswillig gegen die Hausordnung verstoßen. Deshalb kommt es auch regelmäßig zum Streit mit dem Hausverwalter, Herrn Makielski.

Die Hausmeistertätigkeit ist für Dieter nicht bloß eine Arbeit, sondern Lebenseinstellung und -inhalt. Er ist „immer im Dienst“, auch wenn er nur eine Halbtagsstelle hat. Entsprechend trägt er auch immer – selbst in der Wohnung – Arbeitskleidung, einen grauen Arbeitskittel sowie einen Cordhut. Dieters größter Traum ist die Erlangung der heiß begehrten Ganztagsstelle, doch jedes Mal, wenn die Aufstockung seiner Stelle ansteht, zieht er sich mit seinem Übereifer den Zorn Makielskis oder des Hauseigentümers zu. Allerdings erhält er die Stelle aber in der Folge „Das Wunder“, aufgrund eines Irrtums. Ob das Stellenangebot danach zurückgezogen wurde ist unbekannt, am Ende der Folge hat er jedoch den Vertrag in der Tasche.

Dieters Einstellung entspricht dem „Radfahrerprinzip“: Nach oben buckeln, nach unten treten. Gegenüber Makielski oder gar dem Eigentümer der Wohnanlage verhält er sich äußerst unterwürfig, die Mieter und anderes „Gesocks“ behandelt er wie Dreck. Sein großes und einziges Hobby ist sein Dackel Bodo und der dazugehörige Kölner Dackelclub KTC 1881 e.V. (er hat einen wahren Dackelfimmel - das Wort „Fimmel“ ist wörtlich gemeint). In diesem Club hat Dieter zwar das Amt des Schriftführers inne, lässt aber keine Gelegenheit zur Intrige aus, um selbst das Amt des Präsidenten zu erlangen, womit er immer scheitert.

Nichtsdestoweniger offenbart Dieter häufig einen Hang zum enthusiastischen, manchmal fast poetischen Ausbeschreiben von Situationen und Visionen. Die Mischung aus diesen angedeuteten künstlerisch-visionär anmutenden Zügen und seinem grobsinnigen, beschränkten Arbeitsleben verleihen Dieter Krause trotz aller Klischees eine einzigartige Persönlichkeit, die mit den Kultstatus der Serie begründete.

Elisabeth Krause (* 4. November 1962, Irene Schwarz)

Elisabeth Krause (geb. Küppers), auch „Lisbeth“ oder „Lissi“ genannt, ist die Ehefrau von Dieter Krause. Sie ist die gute Seele der Familie und Hausfrau. Dann und wann träumt sie von einem Leben in Wohlstand mit gelegentlichen Urlaubsreisen nach Wipperfürth. Die Allüren ihres Mannes bringen sie oft zur Verzweiflung, besonders wenn er es wieder schafft, die ihm angebotene Ganztagsstelle durch seine eigene Dummheit zu verspielen. Außerdem belastet es sie sehr, dass Dieter seit über 10 Jahren nicht mehr mit ihr geschlafen hat. Lisbeth genießt zur Entspannung häufig eine Tasse Kaffee.

Lisbeth ist Dieter meistens im Denken, in der Vernunft und im Mitgefühl voraus; sie versucht besorgt, ihm aberwitzige Aktionen auszureden und erkennt Gefahren und Hintergründe, wenn er noch lange Zeit ahnungslos bleibt. Manchmal allerdings lässt das Drehbuch auch sie unverfroren spießbürgerliche Ansichten oder sogar Bösartigkeiten Dieters teilen, etwa bei Tommies vermeintlicher Homosexualität oder ihrer Erbtante, die von Dieter und ihr aus dem Haus geworfen wird, weil sie ihnen statt Immobilien scheinbar nur ihre Katze vererben wollte.

Carmen Krause (* 17. Juni 1982, Janine Kunze)

Carmen ist die Tochter von Dieter Krause. Sie ist sehr attraktiv, jedoch nicht besonders intelligent, besitzt aber eine gewisse Bauernschläue, der sie, in Anlehnung an die gleichnamige Oper, wahrscheinlich ihren Namen verdankt. Sie hat ständig neue Verehrer, von denen besonders Mustafa ihrem Vater ein Dorn im Auge ist. Von denen lässt sie sich großzügig aushalten, allerdings kann dabei hin und wieder auch einmal ein Plagiat „Made in Korea“ für Ärger sorgen: „Der Luigi, die Sau!!! - Und dafür bin ich mit dem hochgegangen!“. Ihr sehr freizügiges Outfit (extrem kurze Miniröcke, tiefe Ausschnitte, viel Schminke) spielt dabei eine nicht unwesentliche Rolle. Carmen macht eine Frisörlehre, beendet diese jedoch nie, da sie immer wieder durch die theoretische Prüfung fällt. Nebenbei verdient sie sich Geld als Gogo-Tänzerin. Die ihr vermeintlich zugedachte große Filmkarriere scheitert daran, dass sich das Ganze als Pornoproduktion herausstellt, was sie aber schlussendlich gar nicht mitbekommt. Von sonstiger „Arbeit“ hält sie relativ wenig und verbringt viel Zeit mit Faulenzen, dem Lackieren von Fuß- und Fingernägeln, dem Lesen von Frauenzeitschriften und dem Besuch von Kölner Clubs. Carmens große Stunden schlagen immer dann, wenn die Krauses wieder einmal chronisch „abgebrannt“ sind und sich ihr jeweils neuer Lover als vermeintlich wohlhabender und großzügiger Retter der familiären Finanzmisere abzeichnet, was sich jedoch immer als Reinfall entpuppt.

Thomas Krause (* 28. März 1982, Axel Stein)

Der korpulente, etwas einfältige Sohn „Tommie“ (Thomas, von seiner Schwester Carmen wegen seiner Leibesfülle auch „Fettie“ genannt) fällt in seiner Sprache besonders durch Benutzung von „Erikativen“ wie „schluck, schluck“ und „britzl, bratzl“ auf. Bekannte Sprüche von ihm sind u. a. „Ey wabbel, wabbel, schwabbel, schwabbel“, „Geil, ey!“ und „Ey, normaaal!“. Der Junge fällt besonders in den frühen Staffeln durch seine geschmacklose und eintönige Kleidung auf: Shorts bzw. Trainingshose, T-Shirt und Pudelmütze. Tommie hat Probleme, da er seinen jugendlichen Sexualtrieb nicht unter Kontrolle hat und sehr schlecht in der Schule ist, außer in Sexualkunde. Außerdem besitzt er eine ausgesprochene Vorliebe für Splatterfilme und Pornohefte. In der 2. Folge der 7. Staffel „Die Jungfrau“ wird eine, dem sonstigen Eindruck widersprechende, zeichnerisch-künstlerische Begabung des Jungen deutlich. Die Rolle des Tommie bei Hausmeister Krause entspricht im weitesten Sinne der Rolle des Tommie in Tom Gerhardts Film „Voll normaaal“ aus dem Jahre 1994.

Trotz dieser groben Äußerlichkeiten verkörpert Tommie jedoch, als jüngstes Familienmitglied, möglicherweise den sensibelsten, wenn nicht aufrichtigsten Charakter von allen. Häufig sieht man ihn in Notsituationen, die er aber im Gegensatz zu seinem Vater nicht selbst verschuldet hat, sondern die er als jugendliches Opfer erleidet (z. B. die nicht akzeptierte türkische Freundin Ayshe, der Verstoß aus der Familie als vermeintliches Kuckuckskind und eben auch seine vergebliche Suche nach Sexualität). Denn im Grunde ist Tommie derjenige in der Familie, der am wenigsten in der Hand hat: Weder die Autorität und Abgebrühtheit seiner Eltern, vor denen er letztlich fast immer kleinlaut wird, noch die Attraktivität seiner älteren Schwester, geschweige denn jeglichen anderen sozialen Erfolg. Dementsprechend ist er auch derjenige, der am wenigsten darauf kommen würde, im Glauben an die eigene Überlegenheit andere um den Finger zu wickeln und auszunutzen, sondern beschränkt sich vielmehr auf jugendlichen Schabernack.

Dackelhund Bodo (* 16. Mai 1997)

Bodo, mit vollem Namen Bodo von der Hermannsklause, ist Dieter Krauses reinrassiger Kurzhaardackel. Er wird von Dieter so sehr verwöhnt, dass familiäre Interessen außen vor bleiben, selbst Lisbeths Geburtstag. Die Geschichten vieler Episoden drehen sich direkt oder indirekt um Bodo. Unter anderem versuchen Lisbeth, Carmen und Tommie in einer Folge, Bodo umzubringen. Im Laufe der Serie wird Bodo zum Drogendackel („DD“), sowie zum Rettungsdackel ausgebildet. Hiermit ist Bodo das wichtigste Geschlecht im Sinne von Dieter (siehe Dackelclub).

Weitere Hauptrollen

Herr Makielski (* 13. Oktober 1967, Jürgen Tonkel)

Günther Makielski ist der Hausverwalter. Aufgrund der rabiaten Art, mit der Dieter gegen Mitbewohner vorgeht, hat er oft Probleme mit Herrn Makielski. Makielski ist meistens gutherzig und freundlich. Seine Rolle vertritt das Bildungsbürgertum in der Serie. Herr Makielski hat die Befugnis Dieter zu entlassen, wozu es aber aus verschiedenen Umständen nie kommt, zumindest nicht endgültig. Auch Makielskis Frau Sybille tritt in einigen Folgen auf. Sie wurde von drei verschiedenen Schauspielerinnen dargestellt.

Der Dackelclub

Der Dackelclub KTC (Kölner Teckel Club) 1881 e.V. ist Dieters einziges Hobby. Entsprechend lässt er alles stehen und liegen, wenn die Pflicht zur Clubsitzung ruft oder ein sonstiges Anliegen seiner Dackelkameraden sein Erscheinen verlangt.

Der Club selbst ist sehr militaristisch aufgebaut und im Allgemeinen eine Satire auf die sprichwörtliche deutsche Vereinsmeierei. So müssen Mitglieder („Kameraden“), die das Wort ergreifen, sich erheben und stramm stehen; selbstverständlich nur nach vorheriger Genehmigung durch den Präsidenten. Bei den Clubsitzungen herrscht Uniformpflicht, diese sind mit Orden für Verdienste um den Dackel und sonstigen Auszeichnungen vollgehängt. Das Clubleben ist geprägt von militaristischem Zeremoniell, angefangen vom Befehlston („Die ganze Dackelrotte: Sitz!“), über Einmärsche mit Trommelbegleitung bis hin zum rituellen Aufsagen von Credos („Alles für den Dackel...“) und Absingen von Liedern, wobei letztere starke Parallelen zum Nationalsozialismus aufweisen; so basiert das Dackellied „Die Schnauze hoch, die Leine straff gezogen“ auf derselben Melodie wie das Horst-Wessel-Lied und auch die textliche Nähe ist kaum zu übersehen. An den Nationalsozialismus erinnern auch die Dienstgrade im Dachverband des Dackelclubs; hier gibt es beispielsweise einen Gauleiter und einen Oberrudelführer. Hin und wieder fallen Äußerungen die an den Nationalsozialismus erinnern. („In Stalingrad war's kälter!“)

Vom Club bzw. vom Dachverband werden zahlreiche teilweise recht obskure Festlichkeiten veranstaltet, wie die Dackelolympiade, die Welpenweihe oder gar eine Prozession, bei der ein ausgewählter Dackel (in der Regel der des Präsidenten) in einer Sänfte - dem Teckolodium - wie eine Reliquie herumgetragen wird. Im Club herrscht das „Radfahrerprinzip“: nach oben buckeln, nach unten treten. Clubmitglieder, die im Rang unter einem stehen, werden wie Untergebene behandelt, ranghöheren Mitgliedern, insbesondere vom Dachverband, wird dagegen mit geradezu kriecherischem Respekt begegnet.

Die neben Dieter namentlich bekannten Clubmitglieder sind: Karl (u.a. Hans Martin Stier), Günter (Jens Kraus), Herbert (Detlev Redinger), Hubert (Konrad Adams), Helmut (Thomas Scheibe) und Horst (Thomas Bauer).

Herbert Fink (* 23. August 1958, Detlev Redinger)

Herbert Fink ist der beste Freund Dieters und ebenfalls Mitglied im Dackelclub. Er ist äußerst schüchtern, stottert extrem, hat schwarze Haare und eine Brille. Herbert, dessen Dackel Horsti heißt, ist zwar schon über vierzig, hat aber noch keine Freundin und wohnt immer noch bei seiner Mutter, die sein Taschengeld streng rationiert und ihn hin und wieder auch schon mal verhaut. Herbert ist unsterblich verliebt in Dieters Tochter Carmen, wovon diese jedoch wenig begeistert ist und sein Handicap - das Stottern - beim Aufeinandertreffen regelhaft mit „He...He...Herbert?!“ parodiert. All diese Umstände werden von Dieter gerne ausgenutzt, um den einfältigen Herbert in seine Pläne zur Aufrechterhaltung der Hausordnung einzuspannen; meist geht es dabei darum, dass Herbert den Köder für vermeintliche Triebtäter, Räuber oder Drogendealer spielen muss. Meldet der - zumeist berechtigte - Bedenken an oder weigert sich gar, schafft es Dieter meist, ihn mit der angeblichen Aussicht auf eine glückliche Zukunft mit Carmen doch noch von der Bedeutung seines Einsatzes zu überzeugen, was dann aber fast immer im Chaos endet. Herbert ist anfänglich noch „Jungfrau“, wird aber später durch die Mutter von Lisbeth entjungfert: in dem Glauben, seine geliebte Carmen zu beglücken, „besteigt“ er in deren Zimmer unwissentlich die dort schlafende Mutter Lisbeths und verkündet die neue Ära mit den stolzen Worten: „D...D...Dieter - jetzt bin ich ka...ka...keine Jungfrau mehr!“ Und tatsächlich wird Herbert sogar noch biologischer Vater, allerdings in einem anderen Zusammenhang und ohne dies je zu erfahren: bei einer Rempelei in der Praxis eines Reproduktionsmediziners wird „seine Dose“ mit der von Herrn Makielski verwechselt, der wenig später stolz seine neue Rolle als werdender Vater verkündet.

Karl Göbel (* 11. Dezember 1955, u.a. Hans Stier)

Karl Göbel ist der Präsident des Dackelclubs KTC 1881 e.V. Er hat eine Glatze und (je nach Schauspieler) eine Brille. Karl führt seinen Club mit eiserner Hand („Die ganze Dackelrotte: Sitz!“) und unangefochtener Autorität; Bestrebungen anderer Clubmitglieder, in der Hierarchie aufzusteigen, werden im Keim erstickt. Der Präsident ist der Stereotyp des altpreußischen Militärs. Karl Göbel wurde neben Frau Makielski als einziger in der Serie von verschiedenen Schauspielern gespielt.

Wiederkehrende Nebenrollen

Herr Fritsch (* 18. April 1960, Gudo Hoegel)
ist der Haupteigentümer der Wohnhausanlage am Kalker Weg und eine Karikatur von Reiner Calmund. Er ist ein skrupelloser Kölner Unternehmer, der mit dem Müllverbrennungsgeschäft (Die Firma seines Unternehmens lautet "Multi-Müll") reich geworden ist und den Aufstieg aus der Unterschicht geschafft hat. Er besitzt weitere Wohnungen im „wildromantischen“ Köln-Porz. Seine Tochter Evelyn, eine typische verzogene Göre, hütet er wie seinen Augapfel. Falls ihm jemand in die Quere kommt, hört man von ihm oft den Satz: „Den zünd' isch an!“ In der 2. Folge der 7. Staffel „Die Jungfrau“ tritt sein schüchterner Sohn in Erscheinung, der gerne Gedichte schreibt und fast Carmen heiratet.
Hubert (Konrad Adams)
ist der Vizepräsident des Clubs und feindet Dieter ständig unverhohlen an. Er hätte es am liebsten, wenn Dieter aus dem Club ausgeschlossen werden würde und intrigiert gegen ihn. Hubert ist künstlerisch begabt und wird vom Dackelclub hin und wieder mit der Gestaltung von Plakaten beauftragt.
Die Hippies Rudolf (Christian Wittmann) und Gesine( Melanie Bianca Jung)  
wohnen im selben Haus wie die Familie Krause. Sie konsumieren verschiedene Drogen, wie Haschisch, Speed und "Magic Mushrooms". Dieter dringt häufig selbstgefällig in die Wohnung der Wohngemeinschaft ein. Er vermutet dort Ungeziefer und (nicht zu Unrecht) Drogen. Das Paar dient ständig als Sündenbock, was auch immer im Haus passiert. Auch genannt: Die "verdammigten Marihuna-Raucher" oder "die dreckelige Wohngemeinschaft da".
Mario (u.a. David Lütgenhorst)
ist Tommies italienischer Freund. Zusammen sind die zwei ein unschlagbares Team und verzapfen jede Menge Mist. In den beiden Spielfilmen Voll normaaal und Ballermann 6 spielt Mario neben Tommie (dort gespielt von Tom Gerhardt) die Hauptrolle und wird von Hilmi Sözer verkörpert. In der Serie ist er nur noch eine Nebenfigur, die von unterschiedlichen Schauspielern - meistens David Lütgenhorst - dargestellt wird.
Rosemarie Küppers (Gigi Herr)
ist die Schwiegermutter von Dieter Krause (die Mutter von Elisabeth) und sieht in ihm einen Taugenichts und den Mann, der Schande über ihre Tochter gebracht hat. Dank ihres etwas aufbrausenden Charakters endet jeder Auftritt von ihr mit grotesken Gewaltszenen, bei denen Dieter körperlich verletzt wird. Dieters Antipathie gegenüber seiner Schwiegermutter verwundert deswegen kaum. Außer Dieter vermutet keiner einen Zusammenhang zwischen den Krawallen und ihrem Temperament.
Die Rohdereits (Klaus, gespielt von Michael Dirks und Sascha, gespielt von Frank Reidock)
sind ein homosexuelles Paar, welches ebenfalls in Haus Nummer 5 lebt. Neben dem Kiffer-Paar werden sie immer als erste verdächtigt, wenn es Probleme im Haus gibt. Gelegentlich besuchen die beiden die Schwulenbar Club Mausefalle, in deren Darkrooms gerne BDSM-Praktiken betrieben werden. Der Name ist eine Anspielung auf den Berliner Bürgermeister Klaus Wowereit, der ebenfalls in einer gleichgeschlechtlichen Beziehung lebt.
Der Gauleiter (Jochen Senf/Hendrik Arend)
ist Chef einer übergeordneten Organisation des deutschen Dackelclubverbandes. Er erscheint sporadisch im Club, um Ehrungen auszusprechen oder Probleme aus der Welt zu schaffen. Dieter lässt alle Treffen mit dem Gauleiter in einer Katastrophe für sich und seinen Club enden.
Frau Ricken (Maren Gilzer)
Frau Ricken wohnt ein Stockwerk über der Wohnung von Dieter Krause. Dieter findet sie sehr attraktiv und sie ist immer öfter das Objekt seiner Begierde. Dieter hat immer wieder Träume über sexuelle Handlungen mit ihr, allerdings wird Dieter meist von seiner Ehefrau Lissi aus seinen feuchten Träumen gerissen.
Jazzy (Sara Kelly) 
ist Carmens Freundin
Aische (Arzu Bazman)
ist Tommies Freundin
Der Oberrudelführer (Lutz Michael)
ist oft im Dackelclub und es endet immer in einem Chaos
Marielka (Carolin Spiess)
ist eine polnische Putzfrau. Immer wenn Lisbeth auftaucht, hat Dieter sie im Arm oder eine zweideutige Situation war zuvor. Jedenfalls ist Lisbeth immer eifersüchtig.

Überblick über die Rollen

Hauptrollen

Schauspieler Rollenname Folgen Staffeln
Tom Gerhardt Dieter Krause 1– 1–
Irene Schwarz Lisbeth Krause 1– 1–7
Janine Kunze Carmen Krause 1– 1–
mehrere Dackel Bodo 1– 1–
Axel Stein Tommie Krause 2– 1–7

Nebenrollen

Geordnet nach der Reihenfolge des Einstiegs.

Schauspieler Rollenname Folgen Staffel(n)
Detlev Redinger Herbert Fink 1– 1–
Hans Martin Stier Karl Göbel # 1 1–13
45–
1
5–
Jürgen Tonkel Günther Makielski 2– 1–
Konrad Adams Hubert 3– 1–
Thomas Scheibe Helmut 3– 1–
Thomas Bauer Horst 14– 2–
Michael Dirks Klaus 24– 2–
Frank Reidock Sascha 24– 2–
Arzu Bazman Aische 29– 3–
Gudo Hoegel Ralf Fritsch 35– 3–
Jochen Senf
Hendrik Arend
Gauleiter Schröder
Gauleiter Weppel
48-52
57-
5
6-
Carolin Spiess Marielka 61– 6–
Jens Kraus † Günter 1–10 1
Peter Uwe Arndt Karl Göbel # 2 14–19 2
Wolf-Dietrich Berg Karl Göbel # 3 20–44 2–4
Christian Wittmann Rudolf 6–51 1–5
Melanie Bianca Jung Gesine 6–51 1–5
Gigi Herr Rosmarie Küppers 16–53 2–6
Maren Gilzer Frau Ricken 5–35 1–3
Sara Kelly Jazzy 38–60 4–6
Lutz Michael Oberrudelführer Franz Rottmann 34–41 3–4
David Lütgenhorst u.a. Mario 2–60 1–6

Trivia

  • In drei Folgen spielt Tom Gerhardt nicht nur seine Hauptrolle, sondern zusätzlich jeweils noch einen anderen Charakter: In der Folge Der Sittenstrolch (Staffel 1) einen debilen Exhibitionisten, in der Folge Mord! (Staffel 2) einen schizophrenen Massenmörder und in der Folge Onkel Eddy (Staffel 3) Dieters kleptomanen Bruder Eddy. Die ersten zwei Rollen knüpfen an den von Tom Gerhardt entwickelten Charakter „Heinz“ an, während Eddy starke Parallelen zu Tommie aus "Voll Normaal" zeigt und sich deswegen auch bestens mit seinem Gegenpart in der Serie versteht.
  • In der Folge Die Notoperation (Staffel 1) ist der von Jochen Nickel dargestellte Kameramann „Frankie“ an den gleichnamigen Charakter aus dem Film Bang Boom Bang angelehnt. Die Figuren sehen nicht nur nahezu identisch aus und tragen denselben Namen, sondern sie beschäftigen sich auch beide mit der Produktion von halbprofessionellen Pornofilmen.
  • Sämtliche Familienmitglieder der Krauses tauchen bereits in Tom Gerhardts Film "Voll normaaal" auf. Die Krauses wohnen dort jedoch nicht in einer Hausmeisterwohnung, sondern besitzen ein bescheidenes Eigenheim. Tommie Krause arbeitet bereits in einer KFZ-Werkstatt. Der Rest ist nahezu identisch: Die Kleidung der Krauses entspricht bis ins Detail ihrer Kleidung in der späteren Serie; auch die bekannte Charakterisierung der einzelnen Familienmitglieder ist schon ansatzweise erkennbar. Dieter Krause ist allerdings noch nicht so herrisch, dafür ist Carmen noch wesentlich zickiger. Auch der Dackelclub kommt bereits in Voll normaaal vor. Sowohl die Rolle des Tommie als auch die des Dieter Krause wird dort von Tom Gerhardt gespielt.

Auszeichnungen

Weblinks


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