Heinrichsglück


Heinrichsglück
Heinrichsglück
Haldenreste der Grube „Heinrichsglück“
Haldenreste der Grube „Heinrichsglück“
Abbau von Eisenstein, Kupferkies
Größte Tiefe 740 m
Förderung/Gesamt 1,452 Mio. t Eisenerz
Beschäftigte 280
Betriebsbeginn um 1840
Betriebsende um 1900
Geografische Lage
Koordinaten 50° 48′ 26″ N, 8° 2′ 0″ O50.8073333333338.0334166666667Koordinaten: 50° 48′ 26″ N, 8° 2′ 0″ O
Heinrichsglück (Nordrhein-Westfalen)
Heinrichsglück
Lage Heinrichsglück
Gemarkung Salchendorf
Gemeinde Neunkirchen
Kreis Kreis Siegen-Wittgenstein
Revier Bergrevier Burbach

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Die Grube Heinrichsglück war ein Erzbergwerk außerhalb Salchendorfs in der Gemeinde Neunkirchen im Kreis Siegen-Wittgenstein.

Inhaltsverzeichnis

Gangmittel

Die Erzvorkommen der Grube gehören zur Hochstätte. Das Gangmittel war knapp 80 m lang und bis zu 8 m mächtig. Geführt wurde Spateisenstein mit Tonschiefer und Quarz. In der Teufe fand sich reinerer Eisenstein. Auf der 460-m-Sohle befand sich die größte Gangfläche der Grube, auf den untersten Sohlen verschwand der Gang jedoch ganz.

Geschichte

Die Grube Heinrichsglück war eine der fünf Salchendorfer Gruben mit Schachtbetrieb. Sie lag in einem kleinen Seitental des oberen Gutenbachtals. Um 1840 werden hier erstmals Blei-, Zink- und Kupfererze abgebaut. 1850 wurde der Obere Stollen angelegt, der in Richtung Rausche führt. Ein Jahr später wurde der Tiefe Stollen angelegt. Dieser traf nach 350 m Länge auf den Gang. Im Stollen wurde Gesenkbau betrieben.

1864 entschloss man sich zum Tiefbau. Der angelegte Blindschacht hatte eine Dampfmaschine zur Wasserhaltung und anfangs eine Haspel zur Förderung bis in 20 m Teufe. Später kam eine weitere Dampfmaschine hinzu, die die Förderung bis in 72 m Teufe ermöglichte. 1879 wurde ein Tagesschacht abgeteuft, der später eine Teufe von 275 m erreichte. Zwei Blindschächte führten auf Sohlen in 310 und 700 m Teufe. Die Gesamtteufe der Grube lag bei 740 m und wurde durch ein Maschinengesenk erreicht. Dort wurde auch die tiefste Sohle gehauen.

1885 lag das Ausbringen bei 3.613 t Eisenstein, 1897 bei knapp 10.000 t; zusätzlich wurden noch geringe Mengen Buntmetallerze gefördert:

Jahr 1864 1865 1866 1867 1885
Bleierz 83 t 83 t 48 t 4 t
Zinkerz 14 t 23 t 16 t 15 t

Gegen Ende des 19. Jahrhunderts kaufte Heinrich Petri aus Neunkirchen die Mehrheit der Kuxe und nennt die Grube „Heinrichsglück“. Zuletzt arbeiteten hier 50-60 Belegschaftsmitglieder. Die Röstung des Erzes fand an Ort und Stelle in 3-4 Röstöfen statt. Konsolidationen bestanden mit „Fidelio“ und „Bremhitze“.

Grubenverbund

1897 kaufte der Ruhrkonzern Phoenix die Gruben Heinrichsglück und Stahlseifen und machte daraus die Gewerkschaft Heinrichsglück. Eine Drahtseilbahn führte später über den Hardtwald von Heinrichsglück zur Grube Stahlseifen. Nachdem der Grubenbetrieb der Grube Heinrichsglück schon um 1900 eingestellt wurde, wurde Stahlseifen noch bis zum 31. Januar 1935 weiterbetrieben. 1910 werden die letzten Heinrichsglücker Gebäude abgerissen. Insgesamt wurden auf Stahlseifen und Heinrichsglück 1,452 Mio. t Eisenerz gefördert.

Literatur

  • Alfred Henrichs: Aus Salchendorfs Vergangenheit, Druckerei Braun, Neunkirchen 1966

Siehe auch

Weblinks

 Commons: Grube Heinrichsglück – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

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