Hellmut Kretzschmar

Hellmut Kretzschmar

Robert Walter Hellmut Kretzschmar (* 12. Juli 1893 in Stolpen; † 2. Dezember 1965 in Dresden) war ein deutscher Archivar und Historiker.

Inhaltsverzeichnis

Leben

Als Sohn eines Amtsgerichtssekretärs in Stolpen besuchte er bis 1913 das Humanistische Gymnasium in Dresden. Anschließend studierte Kretzschmar Geschichte, Germanistik, Geographie und Philosophie an den Universitäten in Freiburg im Breisgau, Leipzig und Berlin. An letzterer Universität promovierte er 1919 mit der Arbeit "Die Beziehungen zwischen Brandenburg und den wettinischen Landen 1464-1486" zum Dr. phil.

Im Oktober 1920 wurde er Archivvolontär und im März 1922 Archivassistent am Geheimen Staatsarchiv Berlin-Dahlem. 1922 wechselte er an das Staatsarchiv Magdeburg, wo er 1927 zum Staatsarchivrat ernannt wurde. 1928 ging Kretzschmar nach Sachsen zum Hauptstaatsarchiv Dresden, seiner letzten Wirkungsstätte. Dort wurde er 1936 zum Oberstaatsarchivrat und 1937 zum Archivdirektor befördert. 1958 ging er in den Ruhestand.

Ab 1942 war er gleichzeitig als Honorarprofessor für neuere Landesgeschichte und ab 1949 für historische Hilfswissenschaften an der Universität Leipzig tätig.

Kretzschmar war von 1936 bis 1945 Vorsitzender des Sächsischen Altertumsvereins und von 1957 bis 1962 der Historischen Kommission der Sächsischen Akademie der Wissenschaften. In den Jahren von 1937 bis 1942 war er Schriftleiter des "Neuen Archivs für sächsische Geschichte".

Werke

Hellmut Kretzschmar hinterließ zahlreiche Veröffentlichungen zur sächsischen Landes- und Archivgeschichte, so z. B.:

  • Geschichtliche Nachrichten von dem Geschlecht von Alvensleben seit 1800. Burg b.M., 1930
  • Methodische Gegenwartsfragen der Landesgeschichtsforschung, in: Blätter für deutsche Landesgeschichte (BDLG) 88, 1951, S. 28-40
  • Reichsgeschichte und Landesgeschichte in der Neuzeit, in: Blätter für deutsche Landesgeschichte (BDLG) 90, 1953, S. 1-16

Literatur

  • Karlheinz Blaschke: Hellmut Kretzschmar zum Gedächtnis, in: Blätter für deutsche Landesgeschichte (BDLG) 105, 1969, S. 44

Weblinks


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