Hellmuth Wöhler


Hellmuth Wöhler

Hellmuth Wöhler (* 28. März 1820 in Gingst; † 21. August 1899 in Sterzing) war ein deutscher Gutspächter und Mitglied der Frankfurter Nationalversammlung.

Wöhler wurde 1820 als Sohn des Hofsängers des Fürsten von Putbus in Gingst geboren. Er war ab 1843 als Postschreiber in Schwerin tätig und ab 1847 als Postrevisor. Mit Ludwig Reinhard trat er dem Centralmärzverein bei und beteiligte sich auch im Mai und Juni 1849 am Badischen Aufstand. Dafür wurde er 1850 wegen Hochverrats zu einer Gefängnisstrafe verurteilt, die er aber nicht antreten musste, da er vom Großherzog Friedrich Franz II. begnadigt wurde. Er wurde allerdings aus dem Postdienst entlassen und pachtete 1850 ein Gut bei Warin. Mit den bestehenden Verhältnissen in Mecklenburg-Schwerin unzufrieden emigrierte er 1853 nach Dänemark, wo er von 1853 bis 1876 auf Gotland als Gutspächter zu einem großen Vermögen kam. 1876 ließ es sich zunächst in Wiesbaden nieder und lebte ab 1878 in Riva.

Wöhler wurde als Nachfolger von Eduard Haupt für den 2. Wahlkreis (Wismar) des Landes Mecklenburg-Schwerin in die Nationalversammlung gewählt, der er vom 26. Februar 1849 bis zum 18. Juni 1849 angehörte. Er gehörte der Fraktion Deutscher Hof an. Die mecklenburgische Landesregierung berief Wöhler mit Schreiben vom 5. Juni 1849 widerrechtlich ab.

Literatur

  • Jürgen Borchert: Auf nach Frankfurt: Mecklenburgische und vorpommersche Parlamentarier als Abgeordnete in der Paulskirche 1848/49, Landeszentrale für Politische Bildung Mecklenburg-Vorpommern, Schwerin 1998, ISBN 3-931185-44-3.

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