Helvetische Gesellschaft


Helvetische Gesellschaft

Die Helvetische Gesellschaft war eine überkonfessionelle schweizerische Vereinigung aufklärerisch gesinnter Personen im 18. Jahrhundert.

Sie wurde 1761 in Schinznach-Bad von einem Kreis um Isaak Iselin, Hans Caspar Hirzel, Joseph Anton Felix von Balthasar und Daniel von Fellenberg gegründet. Weitere Mitglieder waren Johann Georg Zimmermann, Salomon Gessner, Johann Rudolf Tschiffeli sowie Vincenz Bernhard Tscharner und Niklaus Emanuel Tscharner. Von ausländischer Seite gesellten sich Prinz Ludwig Eugen von Württemberg, Johann Georg Schlosser und Gottlieb Konrad Pfeffel dazu.

In der Helvetischen Gesellschaft fand das neue nationale Selbstbewusstsein ihr Zentrum. In der bedeutendsten gesamtschweizerischen Vereinigung wurden im Geist der Zeit (Sozietätsbewegung) eine alle Grenzen überschreitende Freundschaft, die Entfaltung eines Nationalgefühls und der eidgenössische Zusammenhalt gepflegt. Die republikanischen Tugenden sollten zur Freiheit, Gleichheit und Überwindung des Konfessionalismus (Religiöse Toleranz) weiterentwickelt werden. Die geistige und sittliche Erziehung des Einzelnen und die wirtschaftlichen Existenzgrundlagen sollten verbessert werden. Hier entstand die Idee einer die Trennung von Konfessionen und Kanton überschreitenden Idee der Schweiz.

An die Ideale der Helvetischen Gesellschaft knüpft die Neue Helvetische Gesellschaft an, die 1914 kurz vor dem Ausbruch des Ersten Weltkrieges gegründet wurde, um die damals stark gefährdete Einigkeit zwischen deutsch- und französischsprachigen Schweizern zu stärken.

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