Hemmung


Hemmung

Als Hemmung wird die absichtliche oder unabsichtliche Verlangsamung eines Vorgangs bezeichnet.

  • in der Mechanik durch bremsende Bauteile oder Fehlfunktionen, u.a. durch
    • ein Bauteil mechanischer Uhren, siehe Hemmung (Uhr)
    • eine Fehlfunktion bei der Bedienung von Schusswaffen, die Ladehemmung
  • in der Psychologie
    • eine psychisch bedingte Unterdrückung des eigenen Willens oder Verhaltens, siehe Innere Hemmung
    • die Behinderung von Lernvorgängen durch sich überlagernde Lernprozesse („Interferenz“), siehe Gedächtnishemmung
    • die Selbstbeschränkung des Verhaltensrepertoires bei Anwesenheit anderer, siehe Soziale Hemmung
    • ein Lernprozess der Klassischen Konditionierung („Inhibition“), siehe Bedingte Hemmung
    • eine verzögerte Aufnahme von Sozialkontakten, siehe initiale Hemmung
  • eine Abnahme der Erregbarkeit von Nervenzellen, siehe Inhibition (Neuron)
  • die Hemmung von Enzymen durch Inhibitoren, siehe Enzymhemmung
  • die ethologisch bedingte Blockierung einer Verhaltensweise durch innere oder äußere Faktoren nach dem Prinzip der lateralen Rückwärtshemmung
  • in der Rechtswissenschaft die (beispielsweise durch Klageerhebung ausgelöste) Verhinderung des Weiterlaufens einer Frist, z. B. einer Verjährungsfrist, siehe Hemmung (Recht)

Siehe auch:

Diese Seite ist eine Begriffsklärung zur Unterscheidung mehrerer mit demselben Wort bezeichneter Begriffe.

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