Heringhausen (Bestwig)


Heringhausen (Bestwig)
Heringhausen
Gemeinde Bestwig
Wappen von Heringhausen
Koordinaten: 51° 20′ N, 8° 24′ O51.3333333333338.4069444444444Koordinaten: 51° 20′ 0″ N, 8° 24′ 25″ O
Einwohner: 825 (1. Feb. 2010)
Eingemeindung: 1. Jan. 1975
Postleitzahl: 59909
Karte

Heringhausen

Heringhausen ist ein Dorf und Ortsteil der Gemeinde Bestwig (Hochsauerlandkreis).

Inhaltsverzeichnis

Geographie

Der Ort liegt auf einer Höhe von durchschnittlich 380 m und hat 825 Einwohner. Die Fläche der Heringhauser Gemarkung beträgt 6,15 km². Davon umfasst die bebaute Fläche 0,3 km², hinzukommen 0,2 km² Straßen, Wege und Plätze. Etwa 4 km² sind Wald.

Bekannt ist der Ort durch seine sehr großen Weihnachtsbaumschonungen, deren Produkte in ganz Deutschland und im Ausland vertrieben werden. Unterhalb des Ortes befindet sich ein kleiner Stausee der Valme.

Geschichte

Entstanden ist der Ort vermutlich im 9. oder 10. Jahrhundert. Erstmals urkundlich erwähnt wurde der Ort 1314 in einem Güterverzeichnis des Stifts Meschede. Bereits vor dem 30-jährigen Krieg existierte ein mit Wasserkraft betriebener Eisenhammer. Heringhausen gehörte in preußischer Zeit nach 1816 zunächst zur Bürgermeisterei Eversberg, seit 1841 bzw. Zur 1826 gegründeten Steuergemeinde Heringhausen gehörten ursprünglich auch Halbeswig, Grimlinghausen (heute Nierbachtal) und die Bergarbeiterkolonien Ziegelwiese, Dörnberg und das 1854 gegründete Andreasberg.

1858 gehörte der Ort zur Gemeinde Velmede. Etwa im Jahr 1865 wurde er aus Velmede ausgegliedert und somit eine selbständige Gemeinde.[1] Wegen der bergbaulichen Prägung wurden die drei letztgenannten Orte am 1. April 1910 nach Ramsbeck umgegliedert.[1] Seit der kommunalen Neugliederung, die am 1. Januar 1975 in Kraft trat, ist Heringhausen Teil der Gemeinde Bestwig.[2]

Wappen

Wappen der ehemaligen Gemeinde Heringhausen
Blasonierung

In Silber über einem schwarzen Wasserrad zwei ins Andreaskreuz gestellte, rotgestielte schwarze Hämmer.

Beschreibung

Silber und Schwarz deuten auf die frühere Zugehörigkeit zum Kurfürstentum Köln hin. Die amtliche Genehmigung erfolgte am 29. Dezember 1962.[3]

Söhne und Töchter des Ortes

  • Gottfried Hoberg (1857-1924) war ein katholischer Theologe, Philologe, Priester und Hochschullehrer

Einzelnachweise

  1. a b Stephanie Reekers: Die Gebietsentwicklung der Kreise und Gemeinden Westfalens 1817 – 1967. Aschendorff, Münster (Westfalen) 1977, ISBN 3-402-05875-8.
  2. Martin Bünermann, Heinz Köstering: Die Gemeinden und Kreise nach der kommunalen Gebietsreform in Nordrhein-Westfalen. Deutscher Gemeindeverlag, Köln 1975, ISBN 3-555-30092-X.
  3. Eduard Belke, Alfred Bruns, Helmut Müller: Kommunale Wappen des Herzogtums Westfalen, Arnsberg 1986, S. 153 ISBN 3-87793-017-4

Weblinks


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