Herzog von Cumberland


Herzog von Cumberland

Herzog von Cumberland ist ein erblicher britischer Adelstitel, der im Lauf der Zeit ausschließlich an jüngere Mitglieder der königlichen Familie verliehen wurde. Er ist seit 1919 ausgesetzt (suspended).

Titel mit "Cumberland" wurden mehrmals verliehen. Ursprünglich hatte die Familie Clifford lange einen solchen; im Jahr 1644 gelangte er schließlich an die Krone, als König Karl I. ihn seinem Neffen Ruprecht von der Pfalz (engl. Rupert) als Herzogswürde verlieh.

Inhaltsverzeichnis

Liste der Herzöge von Cumberland

Herzog von Cumberland (1644, Peerage of England)

  • Ruprecht von der Pfalz (1619–1682), zum Herzog von Cumberland und Earl of Holderness ernannt 1644. Er starb ohne legitime Nachkommen.

Herzog von Cumberland (1689, Peerage of England)

Herzog von Cumberland (1726, Peerage of Great Britain)

  • Prinz Wilhelm August (1721–1765), dritter Sohn König Georgs II. von Großbritannien und Irland. Er wurde zum Herzog von Cumberland, Marquis von Berkhampstead, Earl of Kennington, Viscount Trematon und Baron Alderney ernannt am 27. Juli 1726. Er starb ohne legitime Nachkommen.

Herzog von Cumberland (1766, Peerage of Great Britain)

Herzog von Cumberland (1799, Peerage of Great Britain)

  • König Georg V. von Hannover (1819–1878). Wurde nach dem Tod seines Vaters 1851 König von Hannover sowie gleichzeitig 2. Herzog von Cumberland und Teviotdale und Earl of Armagh. Als König von Hannover wurde er 1866 durch preußische Truppen entthront und ging ins Exil, seine britischen Titel waren hiervon nicht betroffen. Nach seinem Tod gingen seine Titel auf seinen einzigen Sohn über:
  • Prinz Ernst August (1845–1923). Ging 1866 mit seinem Vater ins Exil und wurde Offizier der österreichischen Armee. Wurde nach dem Tod seines Vaters 1878 Oberhaupt des Hauses Hannover sowie gleichzeitig 3. Herzog von Cumberland und Teviotdale und Earl of Armagh. Am 28. März 1919 wurde sein Name per Anweisung von König Georg V. von Großbritannien und Irland aus dem Verzeichnis der Peers gestrichen, weil er während des Ersten Weltkriegs „die Waffen gegen das Vereinigte Königreich erhoben“ hatte.


Anmerkung: Rechtliche Grundlage für den Entzug der britischen Titel bildete der Titles Deprivation Act von 1917. Außer Ernst August, Kronprinz von Hannover als Herzog von Cumberland und Teviotdale, Earl of Armagh und Prinz von Großbritannien und Irland waren von diesem Gesetz drei weitere Personen betroffen: Herzog Carl Eduard von Sachsen-Coburg-Gotha als Herzog von Albany, Earl of Clarence, Baron Arklow und Prinz von Großbritannien und Irland, ferner Herzog Ernst August (III.) von Braunschweig-Lüneburg als Prinz von Großbritannien und Irland sowie außerdem Heinrich Graf von Taaffe als 12. Viscount Taaffe of Corren and Baron of Ballymote. Gemäß dem Titles Deprivation Act haben die männlichen Erben dieser Personen das Recht, die britische Krone um ihre Wiedereinsetzung in diese Titel zu bitten, doch haben sie davon bisher keinen Gebrauch gemacht. Im Fall des Herzogstitels von Cumberland ist der derzeitige Erbe Ernst August Prinz von Hannover. Er ist außerdem der zweitälteste lebende männliche Nachkomme König Georgs III. von Großbritannien und Irland in direkter männlicher Linie (nach seinem Cousin Georg).

Siehe auch: Peer,


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