Hilaria Supa


Hilaria Supa

Hilaria Supa Huamán (* 1957 in Wayllaqocha, Anta, Departement Cusco), Quechua-Bäuerin, ist eine Menschenrechtsaktivistin, Frauenrechtlerin und peruanische Politikerin.

Hilaria Supa wurde aufgezogen von den Eltern ihrer Mutter, Helena Huamán, die Bauern auf einer Hacienda waren. Schon in ihrer Kindheit erlebte sie, wie der Gutsbesitzer ihren Großvater misshandelte und Frauen vergewaltigte. Ihr Großvater, der für die Rechte der Bauern kämpfte, wurde 1965 ermordet. Hilaria musste nach Arequipa, und nach ihrer Rückkehr stellte sie fest, dass auch ihre Großmutter tot war.

Als sie 22 Jahre alt war, starb ihr Lebensgefährte, mit dem sie Kinder hatte. Fortan arbeitete sie als Zimmermädchen in Cusco, Arequipa und Lima.

In den 1960er Jahren begann sie, gemeinsam mit anderen Frauen Essensausgaben für Kinder zu organisieren. Sie wurde Vorsitzende des Komitees Micaela Bastidas in Anta (Departement Cusco) und nahm an den Kämpfen um die Rückgabe der indigenen Ländereien teil, welche schließlich in der Agrarreform unter Juan Velasco Alvarado mündeten.

1991 wurde sie Organisationssekretärin im neu gegründeten Verband der Frauen von Anta (Federación de Mujeres de Anta FEMCA), wo sie auch für Alphabetisierung, traditionelle Medizin sowie die Pestizidthematik zuständig war.

Hilaria Supa hat an vielen internationalen Frauenkonferenzen teilgenommen, bei denen sie auch bewusst ihre Muttersprache Quechua verwendet und deren verstärkte Benutzung fordert. Entschieden wendet sie sich gegen Programme, die Sterilisierungen von Frauen beinhalten. Dem früheren Gesundheitsminister unter Alberto Fujimori, Alejandro Aguinaga, wirft sie die Durchführung eines Programms vor, das die gewaltsame Sterilisierung 363.000 peruanischer Frauen zur Folge hatte.

2006 wurde sie als Kandidatin der Unión por el Perú in das peruanische Parlament gewählt, wo sie als erste Abgeordnete in der Geschichte Perus am 25. Juli ihren Eid in einer indigenen Sprache, dem Quechua, ablegte, gefolgt von ihrer Parlamentskollegin María Sumire, wofür beide von der Fujimori-Anhängerin Martha Hildebrandt und einigen weiteren Abgeordneten heftig kritisiert wurden.

Werke

  • Awayu – Die Quechua-Frau Hilaria Supa Huamán erzählt aus ihrem Leben. Verlag Vision 21

167 Seiten, ca. 18 Abb., Taschenbuch. ISBN 3-00-016609-2 (Original: Hilos De Mi Vida – El Testimonio De Hilaria Supa Huamán, Una Campesina Quechua. Willkamayu Editores)

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