Hill of Tara


Hill of Tara

53.5775-6.6119447Koordinaten: 53° 34′ 39″ N, 6° 36′ 43″ W

Tara.
Tara-Stein.

Tara (altirischer Name Temair, Ausspr. wahrsch. /t´eṽar´/, modern Teamhair, /t´auər´/, dt. möglicherweise „Ort der schönen Aussicht“) ist ein Hügel im County Meath in Irland, auf dem sich zahlreiche vorzeitliche und frühgeschichtliche Monumente befinden. Die nahegelegene Ortschaft hat 1.135 Einwohner (Stand 2006).

Inhaltsverzeichnis

Monumente

Teil der Anlage sind u. a. der „King Seat“, „Cormac's House“ und „Mound of Hostages“. Auf dem King Seat befindet sich der so genannte Krönungsstein oder Stone of destiny, der Lia Fail, das bekannteste Monument der Anlage, das mit dem legendären Lia Fáil identisch sein soll und als Symbol irischer nationaler Einheit dem schottischen Stein von Scone entspricht.

Der „Mound of the Hostages“ hat einen kleinen Durchgang, der genau nach dem Sonnenstand bei Sonnenuntergang an den zwei „Cross-Quarter-Tagen“, dem 8. November und dem 4. Februar, ausgerichtet ist. An diesen Tagen wurden die frühkeltischen Feste Samhain und Imbolc gefeiert. Der Durchgang ist zwar zu kurz, um so genau zu sein wie ähnliche Bauwerke, jedoch sind die Positionsänderungen bei dem vier Meter langen Sonnenstrahl mehr als ausreichend, um daraus das Datum abzulesen (Martin Brennan, The Stones of Time).

Geschichte

Der Ort ist mit Mythen und Legenden verbunden und die wahre Geschichte des schon seit der Steinzeit besiedelten Ortes ist schwer zu fassen. Der „Mound of the Hostages“ beispielsweise stammt aus der neolithischen Periode vor rund 5000 Jahren.

Manche Historiker sind der Ansicht, dass Tara ab der Invasion der goidelischen Kelten bis zur anglo-normannischen Invasion durch Richard de Clare, 2. Earl of Pembroke, im Jahr 1169 ein politisches und spirituelles Zentrum war. Eine Rolle spielte Tara als Sitz der südlichen Ui Néill, irische Könige, und behielt diesen Status, wenn auch nicht in der Bedeutung, bis ins 12. Jahrhundert.

Nach einem dindsenchas (Ortsnamengedicht) des Fintan war Tara zuerst ein Haselwald namens Fordrium. Liath, Sohn von Laigne Lethan-glas rodete den Wald zur Zeit Ollcans und baute hier Korn an. Danach wurde der Hügel Druim Leith genannt. Unter Cain dem Sorgenfreien, Sohn von Fiachu Cendfindan erhielt es den Namen Druim Cain. Unter den Tuatha de Danann hieß es Cathair Crofhind. Tea, Tochter des Lugaid und Frau des Erimon baute hier ein Haus, das mit einem Wall befestigt war. Sie wurde jenseits des Walles auf dem Hügel begraben und gab ihm den Namen Temair. Unter den Milesiern wurde es Königssitz[1].

Bedeutung

Nach der Mythologie soll der Name von der keltischen Göttin Tea stammen. Tea Múr, Teas Mauer, wurde zu Temair. Zuvor hatten die Tuatha de Danann hier ihren Lia Fáil, ihren Schicksalsstein aufgestellt. Der Gott Nuada (mit der silbernen Hand) wurde hier wieder in sein Amt eingesetzt. Der pankeltische Gott Lugh erschien in Tara.

Der Legende nach war hier der Sitz der Hochkönige von Irland. Von hier sollen über 140 Könige der südlichen Ui Néill (O'Neill) geherrscht haben. Als Garant gesellschaftlich-kultureller Einheit der Provinzen Irlands wurde und ist Tara jedoch ein wichtiges Symbol irischer nationaler Einheit und Identifikation. Dazu trugen besonders die Überlieferungen im Book of Leinster (ca. 1160) und im Yellow Book of Lecan (um 1400) bei, die es von anderen Königssitzen so nicht gibt.

Bekannt ist Tara auch durch ein Gedicht des irischen Dichters Thomas Moore, „The harp that once through Tara's halls“. Die deutsche Band Suidakra veröffentlichte 1998 ein Lied mit dem Titel The Fall of Tara.

Aktuelle Situation

Von der Anlage des Hill of Tara sind lediglich einige von Gras überwucherte Grundrisse erkennbar. Aktuell ist das Monument durch den Neubau der Autobahn M3 bedroht, die in einer Entfernung von 1,5 Kilometern am Hügel vorbeiführen soll. Der Bau der Autobahn ist durch die irische Regierung bereits beschlossen. Er soll die Verkehrssituation für die Dublin-Pendler aus den Countys Meath und Cavan verbessern.

Siehe auch

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Edward Gwynn, The metrical Dindsechas, I., 2–5
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