Hochhausrahmenplan


Hochhausrahmenplan

Der Hochhausrahmenplan ist ein vorbereitendes Planwerk in Frankfurt am Main. In ihm sind Gebiete definiert, in denen Hochhäuser gebaut werden dürfen, um so genannte Wolkenkratzer-Cluster (Pulks) zu bilden.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Eines der ersten höheren Häuser in Frankfurt (Gewerkschaftshaus von 1931)

Die Entwicklung des Hochhauses und der Hochhausplanung in der Nachkriegszeit

Die im Krieg zerstörte Innenstadt erforderte zum Wiederaufbau Investitionen von privater und öffentlicher Seite. Die Kernstadt innerhalb des Anlagenringes (alte Wallanlagen) war zwischen 51 und über 70% zerstört. Das Areal des Bankenviertels machte hier keine Ausnahme. Die Bautätigkeit wurde durch die bizonale Verwaltung der Amerikaner, die ihren Sitz in Frankfurt hatte, angeregt. Die Wahl der neuen Hauptstadt Nachkriegsdeutschlands, bei der auch Frankfurt im Gespräch war, förderte gerade hier die Investitionen, da Frankfurt als Verwaltungssitz der Amerikaner gute Aussichten hatte, Hauptstadt zu werden.

In der Frankfurter Innenstadt innerhalb des Anlagenringes wurde mit enormer Geschwindigkeit gebaut. Vor allem im Bankenviertel, das durch die Grundstückszuschnitte für private Investitionen besser geeignet war als die mittelalterliche Kernstadt, bauten private Investoren ein Geschäftshaus nach dem anderen. Der Rest der Innenstadt wurde von öffentlicher Seite wieder aufgebaut, so dass der einstmals mittelalterliche Stadtkern trotz gewaltigem Investitionsdrang von Hochhäusern freigehalten werden konnte. Schon früh wurden in Frankfurt Anträge auf höhere Bebauung als im Baugebietsplan ausgewiesen eingereicht. Obwohl der damals gültige Baugebietsplan in der Innenstadt nur fünfgeschossige Bauten zuließ, wurden durch Dispens bis zu 14 Geschossen errichtet. Dieses Befreiungsverfahren warf schnell die Frage auf, wo Hochhäuser erlaubt werden sollten und wo nicht. Da mit Befreiungen die ersten Investoren von der Stadt überzeugt werden konnten, musste das Verfahren fortgeführt werden, um auch weitere Investitionen für das Stadtgebiet verbuchen zu können. Die Ansprüche der Investoren wurden daraufhin immer größer. Hans-Reiner Müller-Raemisch (von 1967 bis 1979 Leiter des Stadtplanungsamtes in Frankfurt und anschließend von 1980 bis 1988 Leiter des Fachbereichs Gesamtplanung) schreibt in seinem Buch über die Planungsgeschichte seit 1945:

„Die Anträge für private Hochhausbauten folgten so rasch, dass die Stadtplanung Mühe hatte, einigermaßen überzeugende Begründungen für die vielen neuen von Investoren geforderten Hochhausstandorte in der Innenstadt zu finden.“ (Müller-Raemisch, Hans-Reiner: Frankfurt am Main Stadtentwicklung und Planungsgeschichte seit 1945, Frankfurt/Main, New York, 1996, S. 53).

Erst in den 1960er Jahren wurden Bürgerproteste gegen die Übernahme von Wohngebieten durch eine Büronutzung in Hoch- und Geschäftshäusern laut. Besonders betroffen war hiervon das Westend.

Die Hochhauskonzepte seit 1953

Die Planungen, die sich mit möglichen Standorten von Hochhäusern befassen, wurden seit Ende des 2. Weltkrieges in Frankfurt oft diskutiert. „Aber immer wieder sind die Planungen durch die Entwicklung, das heißt durch den Wechsel der Anschauungen über ihre Nützlichkeit und Wichtigkeit, durch die Durchsetzung ständig größerer Bauhöhen, die Erfindung immer neuer Bauformen und nicht zuletzt sicher auch durch unternehmerische Initiativen und sich wandelnde Standortpräferenzen umgestoßen worden.“(Müller-Raemisch, Hans-Reiner: Frankfurt am Main Stadtentwicklung und Planungsgeschichte seit 1945, Frankfurt/Main, New York, 1996, S. 174.)

Das Wallservitut

Nachdem die Wallanlagen nicht mehr benötigt wurden, sollten sie in Grünanlagen umgewandelt werden, woraufhin ein preußisches Gesetz zum Schutz der Wallanlagen erlassen wurde. Das Wallservitut von 1907 besagt, dass die früheren Wallanlagen, der heutige Anlagenring, von der Bebauung freigehalten werden und als städtische Grünfläche geschützt und erhalten werden sollen. Ein preußisches Gesetz von 1903 ist hierzu die Grundlage.

Der erste Hochhausplan

Die Frage „wo dürfen Hochhäuser hin?“ wurde 1953 mit dem ersten Hochhausplan beantwortet. Dieser Plan beschränkt die Hochhausstandorte auf wenige markante Punkte und wurde auch weitgehend verwirklicht. In diesem Hochhausplan war das Wallanlagen-Konzept integriert, welches besagt, dass die Hochhäuser entlang der Wallanlage quer zu dieser gebaut werden sollen. Allerdings wurden in den Jahren bis 1956 weit mehr Hochhäuser gebaut als in dem Plan ausgewiesen, gleichwohl wurden manche möglichen Hochhausstandorte in geringerer Höhe errichtet.

Der Fingerplan

Der Fingerplan von 1967/1968 in der Ägide des Planungsdezernenten Hans Kampffmeyer war eine rohe Skizze, in der vom Anlagenring ausgehend, mehrere Streifen eingezeichnet waren, in denen eine intensive Bebauung zugelassen werden sollte. Wie Finger einer gespreizten Hand greifen diese Bebauungsstreifen auseinander. Auch für die Gebiete zwischen den Fingern war eine verdichtete Bebauung vorgesehen. Es war ein Plan "unter dem Tisch", verbunden mit verwaltungsinternen Planungen, kein rechtsgültiger Bebauungsplan. Als 1971 im Frankfurter Häuserkampf der Widerstand der Bevölkerung sichtbar wurde, wurde für das Frankfurter Westend eine "Veränderungssperre" verhängt, und der Fingerplan war damit Vergangenheit. Auf der Basis des Fingerplans waren aber im Vorgriff auf noch nicht existierende Baupläne baurechtliche Zusagen erteilt worden. Die entsprechenden Bauvorhaben wurden damals vom Planungs- und Baudezernenten als "Leichen im Keller" bezeichnet. Um nicht schadensersatzpflichtig zu werden, musste die Stadt Baugenehmigungen erteilen. Eine dieser "Kellerleichen" ist das Westend-Center an der Fürstenbergerstraße. Es bildet den "Fingernagel" des damals konzipierten nördlichen Fingers im Westend.

Der Clusterplan

Der Clusterplan oder Bankenplan von 1974 wurde allein für das Bankenviertel aufgestellt und teilt die Hochhäuser in Cluster ein, neben denen Zonen von niedriger Bebauung standen. Dieser Plan wollte dem Drang der Banken, immer höhere Gebäude zu bauen, einen städtebaulichen Rahmen geben.

Der City-Leitplan

Der City-Leitplan von 1983 wurde vom Büro Speerplan entworfen und umfasst einen großen Teil der Innenstadt. Dieses langfristige Konzept, das aufgrund der Verdrängung des Wohnens aus der Innenstadt entwickelt wurde, sollte die gewachsene Stadt berücksichtigen. Wichtigstes Ziel war es, das Wohnen in der Stadt zu sichern und dennoch zentrale Arbeitsplätze zu schaffen. Im gleichen Jahr entstand der Entwurf des damals jungen Architekten H.R. Hiegel zum nicht realisierten Campanile in der Nähe des Hauptbahnhofs. Die Entwicklungsachsen, die im Fingerplan das erste Mal im Gespräch waren, wurden im City-Leitplan überarbeitet und durch weitere Achsen ergänzt. In diesen neu ausgewiesenen Entwicklungsachsen sollte ein Investitionsvolumen von 1 Milliarde DM verwirklicht werden. Der Plan wurde auch erstellt, um Investitionssicherheit zu gewährleisten, Kapitalanlagen zu steuern und damit den Investitionsdruck aus anderen Stadtgebieten fernzuhalten. Ein wichtiger Bestandteil das Planes war die Aufwertung des Frankfurter Ostens. Aus diesem Grund kam die östliche Entwicklungsachse „Hanauer Landstraße“ hinzu. Trotz des Metropolencharakters, der Frankfurt ständig mehr prägt, war und ist heute noch eine weitgehende Funktionsmischung vorhanden, so dass sich zwar Nutzungsschwerpunkte in Stadtteilen entwickelt haben, aber nur selten monostrukturierte Stadtteile entstanden sind. Der Leitplan sollte der dennoch fortschreitenden Funktionstrennung entgegenwirken. Im Rahmen des City-Leitplans wurde in Frankfurt 1970 und 1977/78 eine Arbeitsplatzzählung durchgeführt. In Frankfurt waren damals 70% der Beschäftigten im tertiären Sektor tätig, der Bundesdurchschnitt lag jedoch nur bei 49%. In Frankfurt lag demgemäß auch damals schon ein überregional bedeutender Dienstleistungsschwerpunkt (v. a. Banken) im Gefüge der Zentralen Orte der BRD.

Der Rahmenplan Bankenviertel

Bankenviertel

Der Rahmenplan von 1990, der von dem Offenbacher Architekturbüro Novotny, Mähner und Assoziierte vorgelegt wurde, schlug neue Hochhausstandorte vor. Diese wurden durch den Bebauungsplan Nr. 702 –Bankenviertel– verwirklicht. Er befasst sich überwiegend mit dem traditionellen Bankenviertel und macht dennoch einige Aussagen über die umliegenden Gebiete, wie das Bahnhofsviertel und das Westend. In den genannten Bereichen wurde aufgezeigt, wie die städtebauliche Qualität verbessert werden kann. Außerdem wurde festgestellt, wie und wo städtebaulich verträglich verdichtet werden könnte. Wie schon der City-Leitplan sollte auch dieser Plan Investitionen leiten und aus Wohngebieten, wie dem Westend, die Büronutzung heraushalten. Die vorhandene ÖPNV-Erschließung sollte durch Verdichtung an gut erschlossenen Stellen besser genutzt werden. In diesem Rahmenplan wird auf das Wallservitut hingewiesen und daraus ein Konzept entwickelt, das die Wallanlagen auch weiterhin freihält und eine Abstufung vorsieht. Die Abstufung sollte so aussehen, dass Hochhäuser in der „zweiten Reihe“ gebaut werden, das heißt, dass direkt an den Wallanlagen nur niedrige Bebauung zugelassen wird und erst in der „zweiten Reihe“ Hochhäuser stehen dürfen. Ausnahmen sind nur an Eckpunkten als Torsituation zulässig. Eine weitere Festsetzung ist die maximale Höhe von 160 m bei neuen Hochhausbauten.

Bebauungspläne für das Bankenviertel

Für das Bankenviertel gibt es eine Reihe von Bebauungsplänen, von denen jedoch nicht alle rechtskräftig wurden:

  • B-Plan Nr. 281 – Zwischen Neue Mainzer Straße und Junghofstraße
  • B-Plan Nr. 669 – Bankenviertel I – Zwischen Neue Mainzer Straße und Neue Schlesingerstraße
  • B-Plan Nr. 670 – Bankenviertel II – Zwischen Neue Mainzer Straße und Taunusanlage

Die Verfahren zu diesen Bebauungsplänen wurden allerdings eingestellt und zum B-Plan Nr. 702 –Bankenviertel– zusammengefasst.

Dieser Bebauungsplan wurde auf der Grundlage des Rahmenplanes Bankenviertel von 1990 entwickelt und setzt die Hochhausstandorte für das Bankenviertel um. Ziel des Bebauungsplanes ist es, die Innenstadt nachzuverdichten und den Standort Bankenviertel zu sichern. Das Ausweisen von Wohnflächen, Ladengeschossen und Restaurants geschieht, um den Anteil innerstädtischen Wohnraums zu erhöhen und das Viertel zu beleben.

Planungen für das Westend

Die breite öffentliche Unterstützung für die Neubauvorhaben bis 1974 und die Großzügigkeit der Baubehörden bis Anfang der 70er Jahre, sowie die Bonusverfahren für die Hochhausbauten führten dazu, dass die Bevölkerung sensibilisiert wurde und gegen das Vordringen der Hochhausbebauung in Wohngebiete protestierte, so dass es nötig wurde, durch B-Pläne die Wohnnutzung im Westend zu sichern. Der Rahmenbebauungsplan Westend von 1971, der Schüsselplan genannt wird, umfasste das Wohngebiet mit Hochhäusern. Der endgültige Plan von 1972/74 setzt diese Idee so um, dass ein Wohngebiet von Mischgebieten umfasst wurde.

Der Hochhausentwicklungsplan von 1998

Der neue Hochhausplan, den das Architekturbüro Jourdan & Müller unter dem Titel Frankfurt 2000 konzipierte, wurde im September 1997 der Öffentlichkeit vorgestellt. Der Plan weist 18 neue Hochhausstandorte aus, die in drei „Verdichtungszonen“ verwirklicht werden können. Die erste Zone ist das traditionelle Bankenviertel, in dem neue Türme bis zu einer Höhe von 228 m gebaut werden können. Die zweite Verdichtungszone Messe/Europaviertel umfasst neben der Messe das Gebiet des alten Hauptgüterbahnhofes, das sich bis zu den Messehallen zieht. Hier soll, dem Plan zufolge, einmal der 369 m hohe Millennium Tower stehen. Die frei werdenden Gleisflächen des Hauptbahnhofs bilden die dritte Zone, das Parkviertel, auf der Hochhäuser gebaut werden sollen. Ein wichtiger Teil des Planes ist das „Pulkkonzept“, welches besagt, dass die Hochhäuser in „Pulks“, also in Gruppen, zusammenstehen sollen. Der damals zuständige Planungsdezernent Wentz meinte dazu, dass durch dieses Konzept andere Stadtteile von Hochhäusern frei bleiben würden „… und ihre städtebauliche, soziale und kulturelle Identität bewahren.“ ( Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 10. September 1998). Hiermit wird der Investitionsdruck auf drei Stadtteile beschränkt.

Von den 18 vorgeschlagenen Standorten wurden 16 von der Stadt Frankfurt genehmigt. Zurückgestellt wurde die Entscheidung über ein Hochhaus auf dem Areal der Allianz an der Taunusanlage (90m) und ein Hochhaus am Güterplatz (160m).

Im Folgenden werden die Verdichtungszonen im Einzelnen beschrieben.

Bankenviertel

Das Bankenviertel ist kein eigenständiger Stadtteil. Es besteht aus dem westlichen Teil der Innenstadt, dem südlichen Teil des Westends entlang der Mainzer Landstraße und dem östlichen Teil des Bahnhofsviertels. Es stellt die klassische Entwicklungszone für Hochhäuser dar. Auf den ungefähr 2,5 km² stehen drei Gebäude mit über 200 Metern Höhe (Commerzbank Tower, Westend Tower, Main Tower). An das öffentliche Nahverkehrsnetz ist die Zone sehr gut angebunden. Die S-Bahn-Stationen Taunusanlage und Hauptwache (S1-S6, S8-S9), die U-Bahn-Stationen Willy-Brandt-Platz (U1-U5 und U8) und Alte Oper (U6-U7) sowie der Hauptbahnhof sind schnell erreichbar.

Folgende fünf Hochhäuser sind im Hochhausrahmenplan 1998 für das Bankenviertel neu ausgewiesen:

Projektname Höhe Adresse Eigentümer Status
MAX 228 m Innenstadt, Große Gallusstr. 10-14, Schlesinger Gasse 10-16 Deutsche Bank Das Hochhaus sollte das Händlerzentrum der Deutschen Bank ersetzen. Der Baubeginn war zunächst für 2003 geplant, nach den Terroranschlägen am 11. September 2001 wurde die Planung jedoch gestoppt und bislang nicht wieder aufgenommen.
Hochhauskomplex Neue Mainzer Straße 197 m Innenstadt, Neue Mainzer Str. 57-59 Frankfurter Sparkasse, Württembergische Hypothekenbank Die Grundstücksnachbarn planten einen gemeinsamen Doppelturm. 2001 wurde ein Architekturwettbewerb ausgelobt, den KSP Engel und Zimmermann Architekten gewannen, danach verschwanden die Pläne in der Schublade.
- 175 m Innenstadt, Neue Mainzer Str. 40-42, Große Gallusstr. 16-18 Bankhaus Metzler, LHB Internationale Handelsbank Keine konkreten Planungen.
Kaiserkarree 135 m Innenstadt, Taunustor 3, Neue Mainzer Str. 37-39 Rheinische Hypothekenbank Bauzeit 2011-2013. Das Grundstück wurde 2007 an Commerz Real AG und Tishman Speyer verkauft. Nach einer Überarbeitung der Pläne wurde das Projekt in Taunusturm umbenannt. Es umfasst nun einen 170 Meter Büroturm und ein 60 Meter Wohnhaus. Die Gebäude werden ohne Vorvermietung errichtet.
- 130 m Innenstadt, Neue Mainzer Str. 53 Frankfurter Sparkasse, Landeszentralbank Keine konkreten Planungen.

Messe/Europaviertel

Das Messegelände erstreckt sich über die Stadtteile Bockenheim, Gallus und Westend-Süd. Das Gebiet ist über die U-Bahn-Linie U4 (Festhalle/Messe) zu erreichen. Der Hauptbahnhof ist nur eine Station entfernt. Bekannteste Bauwerke sind der Messeturm, das Westend Gate sowie Kastor und Pollux. Auf dem Gelände des aufgegebenen Hauptgüterbahnhofs direkt am Messegelände entsteht seit 2006 das Naubaugebiet Europaviertel. Eine Verlängerung der U-Bahnstrecke B soll in Zukunft das Europaviertel mit dem Hauptbahnhof und der Innenstadt verbinden.

Folgende fünf Hochhäuser sind im Hochhausrahmenplan 1998 für das Gebiet Messe/Europaviertel neu ausgewiesen:

Projektname Höhe Adresse Eigentümer Status
Millennium Tower 369 m Gallus, Güterplatz 3-7 Vivico War ursprünglich als höchstes Gebäude Europas geplant. Seit 2001 besteht Baurecht. Zuletzt wurde das Projekt als Baumassenmodell bei der Immobilienmesse Cityscape 2007 in Dubai präsentiert.
Urban Entertainment Center Tower 1 210 m Gallus, Osloer Straße Vivico Bestandteil des geplanten Gebäudekomplexes Skyline Plaza (ursprünglich: Urban Entertainment Center). Verwirklichung ungewiss.
Tower 185 185 m Gallus, Friedrich-Ebert-Anlage 35-37 Vivico Bauzeit 2008-2011. Hauptmieter ist die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers. Die Gebäudehöhe wurde auf 200 m erhöht.
Urban Entertainment Center Tower 2 160 m Gallus, Osloer Straße Vivico Bestandteil des geplanten Gebäudekomplexes Skyline Plaza (ursprünglich: Urban Entertainment Center). 2008 wurde ein Betreibervertrag für den als Hotel vorgesehenen Turm mit Hyatt unterzeichnet. 2011 soll der Bau des unter der Marke Grand Hyatt geführten Hotels der Luxusklasse beginnen. Die Höhe wird nur 113 m betragen, da auf die in den oberen Geschossen ursprünglich vorgesehenen Wohnungen verzichtet wird.
Hochhaus Ehemaliges Polizeipräsidium 145 m Gallus, Friedrich-Ebert-Anlage 11 Bundesland Hessen Keine konkreten Planungen.

Parkviertel

Als Parkviertel sollte ein neues Stadtviertel auf dem Gleisvorfeld des Hauptbahnhofs zwischen den Stadtteilen Gutleutviertel und Gallus im Zusammenhang mit dem Projekt Frankfurt 21 der Deutschen Bahn entstehen. Es war geplant den Schienenverkehr komplett unterirdisch abzuwickeln, den Hauptbahnhof von einem Kopf- zu einem Durchgangsbahnhof zu erweitern und die freiwerdenden Flächen für Wohn- und Büronutzung zu entwickeln.

Folgende sechs Hochhäuser sollten errichtet werden:

  • Hochhaus Deutsche Bahn 3 (290 m)
  • Hochhaus Deutsche Bahn 2 (250 m)
  • Hochhaus Deutsche Bahn 4 (230 m)
  • Hochhaus Deutsche Post West (175 m)
  • Hochhaus Deutsche Bahn 1 (170 m)
  • Hochhaus Deutsche Post Ost (160 m)

2002 gab die Bahn das Projekt aus finanziellen Gründen auf.

Der Hochhausentwicklungsplan von 2008

2005 erteilte die Stadt Frankfurt Jourdan & Müller den Auftrag den Hochhausrahmenplan aus dem Jahr 1998 fortzuschreiben. Gründe für eine Überarbeitung des Plans waren das Scheitern von Frankfurt 21 und der damit verbundene Wegfall von sechs Standorten aus dem alten Plan sowie die Genehmigung von neuen Standorten in der Zwischenzeit (u.a. der Neubau der Europäischen Zentralbank und Palais Quartier). Der neue Entwurf wurde im März 2007 erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt.[1]

Der Grundsatz der Gruppenbildung von Hochhäusern wird im neuen Rahmenplan beibehalten, dabei werden die großen Cluster Bankenviertel sowie Messe/Europaviertel durch weitere Standorte ergänzt. Neu ist dagegen die Genehmigung von Hochhäusern in der Innenstadt sowie an Standorten, an denen bisher keine Hochhäuser stehen, z. B. an der Osthafenmole oder am Hauptbahnhof.

2008 erstellte die Stadt Frankfurt auf Grundlage der Empfehlungen von Jourdan & Müller eine eigene Vorlage mit 22 neuen Hochhäusern an insgesamt 15 Standorten. Fast alle von Jourdan vorgeschlagenen Standorte wurden dabei übernommen, einige jedoch in ihrer Höhe reduziert.[2] Nach weiteren Korrekturen, u.a. der Aufnahme eines weiteren Standortes für ein drittes Hochhaus der DZ Bank sowie der Erhöhung des geplanten Bahntowers auf 200 Meter, wurde der erweiterte Hochhausrahmenplan am 11. Dezember 2008 mit den Stimmen von CDU, Grünen und FDP im Stadtparlament beschlossen.[3]

Bankenviertel

  • Marieninsel, Taunusanlage (210 m) - im Jourdan-Entwurf mit 220m vorgesehen
  • Maintor, Hochhaus WinX (100 m) - im Jourdan-Entwurf mit 180m vorgesehen
  • Maintor, Hochhaus Weißfrauenstraße (60 m) - im Jourdan-Entwurf nicht vorgesehen
  • Maintor, Hochhaus Neue Mainzer Straße (60 m)
  • Hochhaus Mainzer Landstraße 36 (60 m)
  • Allianz-Hochhaus, Taunusanlage (60 m) - im Jourdan-Entwurf mit 90m vorgesehen

Messe/Europaviertel

  • DZ Bank, Platz der Republik (175 m) - im Jourdan-Entwurf mit 210m vorgesehen
  • Hochhaus Telenorma-Areal, Güterplatz (160 m)
  • Hochhaus Ehemaliges Poseidon-Haus (140 m) - im Jourdan-Entwurf mit 180m vorgesehen
  • Campusareal, Büroturm 1 (140 m) - im Jourdan-Entwurf mit 150m vorgesehen
  • Hochhaus an der Matthäuskirche (130 m)
  • Post-Hochhaus, Hafenstraße (110 m)
  • Hochhaus Östlicher Europagarten 1 (100 m)
  • Hochhaus Emser Brücke 1 (100 m)
  • Campusareal, Büroturm 2 (100 m) - im Jourdan-Entwurf mit 110m vorgesehen
  • Hochhaus Emser Brücke 2 (80 m)
  • Campusareal, Wohnturm (70 m) - im Jourdan-Entwurf mit 90m vorgesehen
  • Hochhaus an der Festhalle (60 m)
  • Hochhaus Östlicher Europagarten 2 (60 m)

Nördliche Innenstadt

  • Hochhaus Stiftstraße/Katzenpforte (60 m)
  • Hochhaus Sireo-Telekom-Areal, Stiftstraße (60 m) - im Jourdan-Entwurf mit 100m vorgesehen

Abgelehnt wurde der Standort für ein drittes Hochhaus an der Stiftstraße.

Weitere Standorte

  • Bahntower, Mannheimer Straße/Stuttgarter Straße (200 m)- im Jourdan-Entwurf mit 180m vorgesehen

Auf dem Parkplatz an der Südseite des Hauptbahnhofs sollte bereits in den achtziger Jahren ein über 300m hohes Gebäude namens Campanile gebaut werden, die Pläne scheiterten jedoch an Streitigkeiten mit einer Nachbarin. Bedingung für das neue Hochhaus ist nun, dass als Bestandteil ein zentraler Omnibusbahnhof errichtet werden muss.

  • Hochhaus Osthafenmole (60 m)

Quellen

  1. Hochhausentwicklungsplan Frankfurt am Main Fortschreibung 2007
  2. Hochhausentwicklungsplan Frankfurt am Main Fortschreibung 2008
  3. Frankfurter Neue Presse, 12. Dezember 2008: So wächst Frankfurt in den Himmel

Literatur

  • Jourdan & Müller, Frankfurt 2000 Hochhausentwicklungsplan, Katalog 11/98 Aedes West, Berlin 1998 (ohne ISBN)

Siehe auch


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