Hochschulrektorenkonferenz

Hochschulrektorenkonferenz
Logo der HRK

Die Hochschulrektorenkonferenz (HRK) ist der freiwillige Zusammenschluss der deutschen Hochschulen und vertritt diese gegenüber Politik und Öffentlichkeit. Sie hat gegenwärtig 266 Mitgliedshochschulen, an denen circa 94 Prozent aller Studierenden in Deutschland immatrikuliert sind.[1]

Die HRK ist Mitglied in der Allianz der deutschen Wissenschaftsorganisationen.

Inhaltsverzeichnis

Organisation

Die Hochschulrektorenkonferenz wird von einem siebenköpfigen Präsidium geleitet und nach außen vertreten. Präsidentin der HRK ist seit 2006 die frühere Präsidentin der Universität des Saarlandes, Margret Wintermantel. Grundlegende Beschlüsse und Empfehlungen werden von der zweimal jährlich tagenden Mitgliederversammlung sowie vom Senat gefasst.

Die HRK unterhält ein Sekretariat in Bonn mit Außenstellen in Berlin und Brüssel sowie ein Büro in Tokio.[2] Finanz- und Rechtsträger der HRK ist die Stiftung zur Förderung der Hochschulrektorenkonferenz.[3]

Die HRK betreibt unter ihrem Dach eine Reihe von Projekten, darunter das Projekt „nexus – Konzepte und gute Praxis für Studium und Lehre“, verleiht zusammen mit dem Stifterverband für die deutsche Wissenschaft den ars legendi-Preis für exzellente Hochschullehre und bietet den Hochschulen ein Audit ihrer Internationalierungsstrategien. Gemeinsam mit der Bertelsmann Stiftung hat sie 1994 das gemeinnützige Centrum für Hochschulentwicklung (CHE) als Denkfabrik und Beratungsunternehmen für die Reform des deutschen Hochschulwesens gegründet.[4]

Positionen

Die Hochschulrektorenkonferenz befürwortet u. a. eine stärkere Beteiligung der Hochschulen an der Studierendenauswahl[5], die Einführung von Studiengebühren[6] sowie die Exzellenzinitiative der Bundesregierung.[7]

Geschichte

Die HRK wurde am 21. April 1949 als Westdeutsche Rektorenkonferenz (WRK) gegründet und umfasste anfangs nur Universitäten und - damals so bezeichnete - Wissenschaftliche Hochschulen der früheren Bundesrepublik und West-Berlins. Seit 1974 wurden auch Fachhochschulen sowie Kunst- und Musikhochschulen, Kirchliche und Philosophisch-theologische Hochschulen sowie die Hochschulen der Bundeswehr aufgenommen. Nach der deutschen Wiedervereinigung und dem Beitritt von Hochschulen aus den neuen Bundesländern erfolgte im November 1990 die Umbenennung in Hochschulrektorenkonferenz (HRK).[8]

Präsidenten der WRK/HRK seit 1951

Siehe auch

Weblinks

Einzelnachweise

  1. http://www.hrk.de/de/hrk_auf_einen_blick/hrk_auf_einen_blick.php
  2. http://www.hrk.de/de/hrk_auf_einen_blick/105.php
  3. http://www.hrk.de/de/hrk_auf_einen_blick/102.php
  4. http://www.hrk.de/de/projekte_und_initiativen/projekte_und_initiativen.php
  5. http://www.hrk.de/de/brennpunkte/1946.php
  6. http://www.hrk.de/de/brennpunkte/3340.php
  7. http://www.hrk.de/de/brennpunkte/3903.php
  8. http://www.hrk.de/de/hrk_auf_einen_blick/103.php

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См. также в других словарях:

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