Honda S 2000


Honda S 2000
Honda
Honda S2000

Honda S2000

S2000
Hersteller: Honda Motor Co., Ltd.
Produktionszeitraum: 1999–2009
Klasse: Sportwagen
Karosserieversionen: Roadster, Stoffverdeck
Motoren: 2,0 l R4-Ottomotor
177 kW (240 PS)
Länge: 4135 mm
Breite: 1750 mm
Höhe: 1270 mm
Radstand: 2400 mm
Leergewicht: 1260–1320 kg
Vorgängermodell: keines
Nachfolgemodell: keines
Heck des S2000

Der Honda S2000 ist ein Roadster mit Heckantrieb und Frontmittelmotor. Das erste Modell (Code AP1) kam 1999 auf den Markt und wird bis heute kaum verändert gebaut; zuerst in der Fertigungsstätte Tochigi (die ursprünglich für den Honda NSX gebaut worden war), später in Suzuka. Im Januar 2009 teilte Honda mit, dass die Produktion im Juni des Jahres eingestellt werde.[1]

Inhaltsverzeichnis

Entwicklung und Vorstellung

Der Vorläufer des S2000 war die Studie SSM (Sports Study Model), die am 18. Oktober 1995 auf der 31. Tokyo Motor Show zum ersten Mal vorgestellt wurde. Das Grundkonzept entsprach im wesentlichen dem Honda S800 in moderner Form, das heißt mit längsliegendem Motor und Heckantrieb. Dieser Prototyp hatte, wie der NSX, eine selbsttragende Leichtmetallkarosserie. Die Scheinwerfer waren in der Höhe des Kühlergrills und das Cockpit um den Fahrer gebaut. Durch einen Mittelholm zur Cockpitseite und die Verwendung eines starren Aluminiumhilfsrahmens wurde die Gesamtstabilität beträchtlich erhöht. Eingebaut war ein 2,0 Liter 4-Zylinder DOHC VTEC mit 147 kW (200 PS) und einem neuen, elektronisch gesteuerten sequentiellen fünfstufigen Automatikgetriebe, das vom F-matic-System des NSX abgeleitet war. Um die Mischung aus Traditionellem und Neuem im SSM zu betonen, hatte das Instrumentenbrett die Form einer multifunktionalen LCD-Anzeige angenommen. Der Zündschalter im Kreditkartenstil wurde durch einen Drucktasten-Anlasser ergänzt. Abmessungen: (LxBxH) 3985x1695x1150 mm und 2400 mm Radstand. Mit seiner light-gold-Farbe erinnerte der SSM an den 1963 konstruierten ersten Honda-Formel-1-Prototyp, der im selben Farbton gehalten war. Im Jahr 1996 wurde die leicht überarbeitete, nun rote Studie auf dem Genfer Autosalon und der Mondial de l'Automobile in Paris präsentiert. Erst 1997 wurde er auf der IAA in Frankfurt und im Jahr 1998 dann auf der Detroit Motor Show gezeigt.

Die erste Präsentation des S2000 war auf der Detroit Motor Show im Januar 1999. Er wurde im gleichen Jahr auf dem internationalen Automobilsalon in Genf von 17 Automobil-Journalisten aus zehn Ländern zum Cabrio des Jahres gewählt.

Modellgeschichte

Der Honda S2000 ist seit seiner Markteinführung in Deutschland ausschließlich mit einer Motorisierung, einem hochdrehenden Vierzylinder-Saugmotor mit 177 kW (240 PS) aus 1997 cm³ Hubraum, erhältlich. Mit dem S2000 brachte Honda Rennsporttechnik auf die Straße und knüpfte an die früheren heckgetriebenen Sportwagen der Honda S600 und Honda S800 aus den 1960er Jahren an. Bis heute ist die Leistung von 88 kW (120 PS) pro Liter Hubraum für Saugmotoren in Großserienfahrzeugen unerreicht. Seine hohe spezifische Leistung erreicht der S2000 durch hohe Drehzahl. Der Drehzahlbegrenzer setzt erst bei über 9.000 min−1 ein, was für straßenzugelassene Fahrzeuge ungewöhnlich spät ist.

Mit diesem S2000 wurde 2003 beim 24h-Rennen auf dem Nürburgring der 10. Platz belegt (IAA 2005)

Seine für einen Roadster ungewöhnlich verwindungssteife Karosserie machte das Auto auch für Rennsporteinsätze interessant. Der Honda S2000 errang mehrere Klassensiege im Langstreckenpokal und einen 10. Platz in der Gesamtwertung des 24-Stunden-Rennens 2003 auf dem Nürburgring. Seit dem Jahr 2005 gibt es einen eigenen Honda S2000 Markencup im Rahmen der Langstreckenmeisterschaft (VLN).

Seit dem Modelljahr 2004 gibt es speziell für den amerikanischen Markt einen neuen 2,2-Liter-Motor, der laut Honda USA 237 PS nach SAE-Richtlinie leistet und über ein höheres Drehmoment bei gleichzeitiger Absenkung der Maximaldrehzahl auf 8.000 min−1 verfügt; außerdem über ein „Throttle-by-Wire“-System (elektronisch gesteuerte Drosselklappe, siehe auch Drive-by-Wire) und eine geänderte Getriebeabstufung. Die strengeren Abgas- und Geräuschbestimmungen in einigen US-Bundesstaaten (vor allem in Kalifornien) machten dies erforderlich. Später wurde dieser Motor auch auf dem japanischen Markt eingeführt.

Im Modelljahr 2006 erhielt das deutsche Modell das „Throttle-by-Wire“-System, kombiniert mit der Honda-ESP-Version VSA (Vehicle Stability Assist). Zusätzlich gab es ab diesem Modelljahr geänderte Sitze, Hochton-Lautsprecher im Überrollbügel, eine Außentemperaturanzeige und leicht modifizierte Alufelgen.

Zum Modelljahr 2007 erschien der S2000 Type S mit Front-, Heck- und Unterbodenspoiler, sportlicherem Fahrwerk und zweifarbigen Sitzen (schwarz/gold) auf dem japanischen Markt. Mit 1260 kg war er 60 kg leichter als die deutsche Normalversion.

Im Januar 2009 gab Honda bekannt, dass die Produktion des S2000 im Juni mit dem Modelljahr 2009 nach zehn Jahren enden wird. Bis Ende 2008 waren rund 110.000 Exemplare verkauft worden, davon etwa 65.000 in den USA. Ein Nachfolger sei derzeit nicht geplant.

Technische Daten

Honda: S2000
Motorbauart:  Reihenvierzylinder, 16 Ventile über zwei obenliegende Nockenwellen (DOHC), variable Ventilsteuerung VTEC
Hubraum:  1997 cm³
Leistung:  177 kW (240 PS) bei 8300 min−1
Drehmoment:  208 Nm bei 7500 min−1
Höchstgeschwindigkeit:  240 km/h
0–100 km/h:  6,2 s
Verbrauch auf 100 km:  10,0 l Super Plus bleifrei 98 ROZ
Gewicht:  1320 kg

Neuzulassungen in Deutschland

  • 1999: 159
  • 2000: 1478
  • 2001: 745
  • 2002: 686
  • 2003: 441
  • 2004: 286
  • 2005: 229
  • 2006: 211
  • 2007: 149
  • 2008: 95

(Quelle: Kraftfahrtbundesamt Flensburg)

Einzelnachweise

  1. „Produktion des Honda S2000 wird eingestellt“ (sport auto online am 26. Januar 2009)

Weblinks


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