Howard Stern Show


Howard Stern Show

Howard Stern (* 12. Januar 1954 in Queens, New York) ist ein kontrovers diskutierter US-amerikanischer Radio-Moderator.

Er ist der Moderator von „The Howard Stern Show“, die montags bis donnerstags von 6-11 Uhr auf „Howard 100“, von Sirius XM Radio Inc., läuft.

Sie hat bei SIRIUS XM Radio eine potenzielle Reichweite von etwa 19 Millionen Hörern. In Europa ist „Howard 100“ über das Internet kostenpflichtig zu empfangen.

Howard Stern begann seine Karriere in den 1970er Jahren. Durch sein unkonventionelles, provokantes und als skandalös empfundenes Auftreten wurde er in der Medienlandschaft der USA bekannt. Seine Sendungen waren in den USA syndiziert – sie wurden in über 50 Radiostationen ausgestrahlt. Bis zu seinem Wechsel zu SIRIUS Satellite Radio, am 9. Januar 2006, war Howard Stern der erfolgreichste Radio-DJ in New York.

Er hatte mit dem Medienunternehmen CBS und mit dem größten US-amerikanischen Radiosyndikat „Clear Channel“ Verträge, jeweils dotiert mit etwa 100 Millionen US-Dollar.

Im Jahr 2004 wurde Stern wegen unqualifizierter und „anrüchiger“ Äußerungen angeklagt, die er in seiner Show verbreitet hatte. Er wurde sofort vom Sendebetrieb des „Clear Channel“ ausgeschlossen. Über Clear Channel wurde von der FCC (Federal Communications Commission, Bundesaufsichtsbehörde über das Fernmeldewesen), mit dessen Chef Michael Powell er in Dauerfehde lag, ein Bußgeld über 1,3 Mio US-Dollar verhängt.

Stern selbst schadete das alles finanziell nicht; nach der „Liste der bestverdienenden Prominenten weltweit“ des US-Magazins Forbes für das Jahr 2005 belegte Stern mit einem Einkommen von rund 237 Mio. Euro den 2. Platz. Nur Regisseur Steven Spielberg hatte 2005 ein höheres Einkommen als er.

Sterns Autobiographie Private Parts wurde 1997 von Betty Thomas unter demselben Titel erfolgreich verfilmt.

Howard Stern Show

Die Howard Stern Show ist eine Radio-Talkshow.

Howard Stern redet mit ruhiger, dunkler Stimme. Er entlockt seinen Gästen in den Interviews Antworten, die man wohl nirgendwo sonst bekommen würde. Dabei geht es in den meisten Fällen um Sex, Skandale und sehr private Fragen.

Sterns Co-Moderatorin und Nachrichtensprecherin ist Robin Quivers. Gut erkennbar an ihrer hellen Stimme und ihrem Lachen ist sie seit 1981 in der Howard Stern Show dabei.

Artie Lange ersetzte 2001 den langjährigen Stern Show-Comedian Jackie „The Joke Man“ Martling. Lange erreichte in den USA große Bekanntheit durch die Comedyserie MADtv. Ende 2006 war sein Auftritt in der New Yorker Carnegie Hall binnen weniger Stunden ausverkauft. War er früher ein sehr guter Sportler, so wiegt er heute über 150 Kilo. Dies hängt seiner Meinung nach mit dem Verzicht auf Heroin zusammen. Am 21. September 2006 hatte er überraschend live in der Stern Show zugegeben, von Februar bis Juni 2005 Heroin genommen zu haben.

Fred Norris ist zuständig für die Soundeffekte während der Show. Er arbeitet von allen am längsten mit Stern zusammen. Norris hat eine eigene Band namens „King Norris“. Er spricht während der Sendung eher selten.

Gary Dell'Abate ist der Produzent der Show. Er hat den Spitznamen „Bababooey“, inklusive vieler Variationen wie z.B. Fafa Fooey, Fafa Flo Fly, Fafa Fohai, Tata Toothey usw. Er wird oft gehänselt wegen seiner großen Zähne, die er mit seinen Lippen nicht ganz verdecken kann. Auf einem Ranking der hässlichsten Prominenten war er in der Top 5. Er ist wenig zu hören während der Show.

Weitere Mitarbeiter der Stern Show sind Comedy-Autor Benjy Bronk, Comedian Sal the Stockbroker und Musiker Richard Christy.

Die Show beginnt mit ein oder zwei Songs und Comedyclips, gefolgt von Diskussionen, Anrufen und Gästen im Studio oder am Telefon. Die Liste der Gäste geht von Prominenten wie den Osbournes, James Brown, Jessica Alba, Donald Trump, 50 Cent, dazu sehr oft Pornostars wie beispielsweise Jesse Jane, Devinn Lane, Jasmin St. Claire, Savanna Samson und Taylor Hayes. Hinzu kommt das sogenannte „Wack Pack“, eine über 20 Jahre angesammelte Gruppe von Leuten, die alle ein bestimmtes Talent oder eine besondere Eigenschaft haben und damit regelmäßig in der Show auftreten z.B. Liliputaner, Männer mit besonders hellen Stimmen oder geistig Behinderte.

Auch der 2,28 m große Schauspieler Matthew McGrory war ein Mitglied des Wack Packs, genannt „Bigfoot“, bevor er als der Riese im Film Big Fish berühmt wurde. Er ist 2005 verstorben.

Wechsel zu SIRIUS

Im Januar 2006 wechselte Howard Stern, der selbsternannte „King of all Media“, zum digitalen Satelliten-Radio SIRIUS, dessen zahlende Hörerschaft sich daraufhin verdreifacht hat. Er bekam dort einen 5-Jahres-Vertrag, dotiert mit 500 Millionen US-Dollar.

Nachdem die FCC Stern immer wieder verklagte und mehrere Stationen abgeschaltet wurden, nutzte er die Chance, zum Abo-Satellitensender zu wechseln, für den die FCC keine Aufsichtsbefugnis hat. Damit kann Stern „die freizügigste Radio-Sendung aller Zeiten“ machen, die ihn und seine Crew so berühmt-berüchtigt gemacht hat.

Ende 2006 erhielt er eine Bonuszahlung von 83 Millionen US-Dollar. Der Bonus wurde mit dem Überschreiten einer Abonnenten-Zahl fällig, die in dem Vertrag von 2004 festgesetzt wurde.

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