Hutgestein


Hutgestein

Hutgestein ist die Bezeichnung für die Gesteinsformationen, die sich über dem Salzspiegel von Salzstöcken bilden, wenn das Salz im Verlauf der Salzstockbildung (Halokinese) die Nähe der Oberfläche erreicht und mit Grundwasser in Kontakt tritt. Das Wasser löst die Salzbestandteile auf (Subrosion). Zurück bleiben sogenannte Residualgesteine aus Gips. Zusammen mit dem Hauptanhydrit bedecken sie den Salzstock und hemmen die weitere Auflösung.

Einen interessanten Aufschluss des Hutgesteins findet man z. B. am Kalkberg in Westeregeln

Von 1994 bis 1999 führte die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe zwecks einer geowissenschaftlichen Analyse der subrosiven Schichtenfolgen im Hutgestein des Endlagers für radioaktive Abfälle Morsleben eine intensive Untersuchung durch. Besonderer Wert wurde dabei unter anderem auf die Analyse von Schichtungen und ihrer zeitlichen Zuordnung (Stratigraphie), Gesteinseigenschaften (Fazies), sowie der Entwicklung des Hutgesteins im Bereich der Allertal-Salzstruktur gelegt. [1]

Einzelnachweise

  1. BGR - Geologische Bearbeitung des Hutgesteins über der Allertal-Salzstruktur

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