IG Druck und Papier

IG Druck und Papier

Die Industriegewerkschaft Druck und Papier war eine Gewerkschaft des Deutschen Gewerkschaftsbunds (DGB) mit Sitz in Stuttgart.

Sie wurde am Vereinigungsverbandstag am 29. November 1948 in München gegründet. Der erste Vorstand nahm seine Arbeit zum 1. Januar 1949 auf. Die im September 1950 beim Verbandstag in Freiburg verabschiedete Satzung sah als Organe die vertikale Gliederung in Ortsvereinsvorstand, Bezirksvorstand, Gauvorstand, Zentralvorstand, Zentralausschuss und dem Verbandstag als höchstem Organ vor. Als vorläufiges Organisationsgebiet wurde das Gebiet der damaligen Bundesrepublik einschließlich Westberlin festgelegt.[1] Ab 1952 hieß das höchste Organ Gewerkschaftstag.[2]

Die IG Druck und Papier vertrat die Branchen Buchdruck, Schriftgießerei, Flachdruck, Tiefdruck, Bildherstellung, Buchbinderei und Papierverarbeitung sowie ab 1951 die Fachgruppe der Journalisten, welche ab 1960 den Namen Deutsche Journalisten-Union trug, und ab 1973 den Verband deutscher Schriftsteller (VS). Für die organisierten Journalisten gab die Gewerkschaft ab 1952 die Zeitschrift die feder heraus, inzwischen M – Menschen Machen Medien

1989 schloss sich die IG Druck und Papier mit der IG Kunst, Kultur und Medien zur neuen IG Medien – Druck und Papier, Publizistik und Kunst zusammen. Diese wiederum ging 2001 in der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft e.V. (ver.di) auf.

Mit Unterstützung der IG Druck und Papier erstritten 1981 die Heinze-Frauen aus Gelsenkirchen vor dem Bundesarbeitsgericht in Kassel den gleichen Lohn wie ihre männlichen Kollegen. Die Frauensekretärin beim Hauptvorstand, Gisela Kessler, organisierte von 1979 bis 1981 bundesweite Solidaritätsaktionen zur Unterstützung der Frauen.

Vorsitzende der IG Druck und Papier

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Satzung der Industriegewerkschaft Druck und Papier 1950 (PDF-Datei)
  2. Satzung, 1952 beim Zweiten Ordentlichen Verbandstag in Hamburg beschlossen (PDF-Datei)

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