IMAGE


IMAGE
IMAGE im Reinraum

Imager for Magnetopause-to-Aurora Global Exploration (IMAGE, auch Explorer 78) war ein Forschungssatellit der NASA, der als Explorer-Mission der MIDEX-Klasse (Middle-sized Explorer) die Einflüsse des Sonnenwinds auf die Magnetosphäre untersuchte.

Inhaltsverzeichnis

Missionsverlauf

Aurora Australis (grün) aufgenommen von IMAGE. Das Bild der Erdkugel ist digital nachträglich in die Aufnahme einmontiert worden

Der 1996 autorisierte Satellit wurde von Lockheed Martin Missiles & Space in Sunnyvale gebaut. Eine Delta-7326-Rakete brachte am 25. März 2000 den Satelliten von der Vandenberg Air Force Base auf eine hochelliptische polare Umlaufbahnen mit einem Perigäum von 1000 km und einem Apogäum von 8,2 Erdradien.

IMAGE verwendete abbildende Messverfahren für neutrale Atome, Ultraviolettstrahlung und Radiowellen um folgende Untersuchungen durchzuführen:

  • Identifikation der Hauptmechanismen für die Injektion des Plasmas in die Magnetosphäre während magnetischer Stürme und Teilstürme.
  • Untersuchung der direkten Reaktion der Magnetosphäre auf Veränderungen des Sonnenwinds.
  • Untersuchung, wie und wo die Energetisierung, der Transport und schließlich der Verlust des magnetosphärischen Plasmas während magnetischer Stürme und Teilstürme stattfindet.

Nach 5,8 Jahren erfolgreichem Betrieb reagierte der IMAGE-Satellit am 18. Dezember 2005 nicht mehr auf Funksignale. Ursache des Versagens war vermutlich ein Fehler in der Energieversorgung des Satelliten.

Aufbau

Aufbau von IMAGE

Der IMAGE Satellit hatte die Struktur eines oktagonalen Prismas, von dem zwei axiale Ausleger und vier radiale Antennen ausgingen. Solarzellen auf den Seitenflächen sicherten die Energieversorgung. IMAGE war spinstabilisiert.

Die wissenschaftliche Ausrüstung bestand aus folgenden Instrumenten:

  • Ein Satz von drei Neutral Atom Imagers (NAI, engl. für Neutrale Atome abbildende Instrumente) liefert Energie- und Zusammensetzungsaufgelöste Bilder bei Energien von 10 eV bis 200 keV. Die zeitliche Auflösung beträgt 300 Sekunden.
  • Zwei abbildende Ultraviolett-Instrumente decken den Wellenlängenbereich von der VUV-Strahlung (20-180 nm) bis zur extrem ultraviolette Strahlung (30,4 nm) ab.
  • Der Radio Plasma Imager (RPI)ist ein Radar mit niedriger Leistung, das im Radiofrequenzbereich von 3 kHz to 3 MHz arbeitet. In diesem Frequenzbereich liegen die Plasma-Resonanz-Frequenzen der irdischen Magnetosphäre. RPI besteht aus zwei zehn Meter langen axialen Auslegern und vier je 250 Meter langen radialen Antennen.

Quellen

Weblinks


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