IMO-Nummer


IMO-Nummer
Containerschiff Heckansicht, Tiefgangsmarke (Ahming), IMO-Nr. (Schiffsnummer) Mooringdeck mit Winden und Tauklüsen

Eine Schiffsnummer dient zur einwandfreien Identifizierung eines Schiffes.

Inhaltsverzeichnis

IMO-Nummer

Die IMO-Nummer wird von der Internationalen Seeschifffahrts-Organisation nur einmal vergeben und kommt nicht wieder zum Einsatz. Diese IMO-Nummer begleitet das Schiff von der Kiellegung bis zur Abwrackung/Untergang, unabhängig von Eigner- oder Flaggenwechsel, vergleichbar der Fahrgestellnummer eines Kraftfahrzeugs.

Sie besteht aus „IMO“ und einer siebenstelligen numerischen Folge, z. B. „IMO2245438“. Die siebenstellige Nummer ist dabei die Lloyds's Register-Nummer, s.u. Diese Schiffsnummer wird in der Regel bei Baubeginn des Schiffes zugeteilt. Auch physisch muss diese Nummer dauerhaft am Schiffsrumpf angemarkt werden. Für die Vergabe und Verwaltung der IMO-Nummer ist Lloyd's Register im Auftrag der IMO zuständig. Dieses betreibt auch einen Server[1], auf dem sich nach kostenloser Anmeldung IMO-Nummern nachschlagen lassen.

Kriegsschiffe, Fischereifahrzeuge und diverse andere Spezialschiffe, z.B. Feuerschiffe, sind von der Pflicht zur Führung einer IMO-Nummer ausgenommen.

Lloyds Register

Die Versicherungsbörse Lloyds vergab für ihre Zwecke eine eindeutige Nummer, die jetzt in der IMO-Nummer aufgegangen ist.

MMSI

Die Maritime Mobile Service Identity ist die Rufnummer einer Seefunkstelle im GMDSS. Wenn ein Schiff mehrere GMDSS-fähige Funkgeräte an Bord hat, so haben diese auch unterschiedliche Nummern. Dies gilt auch für Notfunkbaken.

Militärische Kennungen

Zerstörer Mölders mit dem Optischen Kennzeichen „D 186“ und U.S. DRAF als Signalflaggen am Schornstein

Kriegsschiffe führen neben ihrem Namen, der häufig nur recht klein oder auch auf separaten Schildern angebracht wird, eine Kennung. Diese besteht häufig aus einem Buchstaben zur Klassifikation des Schiffes (Schnellboot, Minenleger, Zerstörer etc.) und einer Kennnummer, siehe Schiffskennung.

Unterscheidungssignal

Das Unterscheidungssignal wird mit dem Registervermerk (siehe Schiffsregister) dem Schiff zugeteilt. Es ist gleichzeitig sein Rufzeichen (engl. callsign) im Seefunk und besteht aus einer Folge von Buchstaben und Zahlen. Diese ist meist schneller und eindeutiger im Funkverkehr zu übertragen als lange Schiffsnamen, wie z. B. "FS Mecklenburg-Vorpommern", da jeder einzelne Buchstabe im NATO-Alphabet übergeben werden muss. So muss nur die Buchstabenfolge DQLV als „Delta-Quebec-Lima-Victor“ übermittelt werden. Bei Abwrackung des Schiffes und Löschung ruht das Unterscheidungsignal zehn Jahre und wird frühestens dann wieder vergeben.

Bei Flaggenwechsel des Schiffes wird ein neues Unterscheidungssignal durch den neuen Flaggenstaat vergeben.

Schiffe, die unter deutscher Flagge fahren, haben als ersten Buchstaben das „D“ (oder „Y2AA“ - „Y9ZZ“ , die früher der DDR zugeteilt waren). Beispiele für andere Staaten: „E“ für Liberia, „V2“ für Antigua und Barbuda oder „C4“ für Zypern.

Registernummer

Eine Seeschiffsregisternummer (SSR). In das deutsche Schiffsregister werden Seeschiffe eingetragen, die berechtigt oder verpflichtet sind, die deutsche Bundesflagge zu führen. Dabei wird eine Schiffregisternummer zugeteilt.

Fischereikennzeichen

Fischereikennzeichen

Fischereikennzeichen sind vorgeschriebene Kennzeichen und Nummern der Fischereifahrzeuge, die den Heimathafen mit Buchstaben und das Fahrzeug mit einer Registriernummer bezeichnen. Die steigende Zahl der Fischereifahrzeuge in der Nord- und Ostsee führte 1882 zu einer Konvention der Anrainerstaaten über eine „Polizeiliche Regelung der Hochseefischerei in der Nordsee“, die nach der Verkündung im Reichsgesetzblatt 1884 in Deutschland eingeführt wurde. Beispiel: Fischereifahrzeug Nauke HF 17 - Demnach stammt die Nauke aus Hamburg-Finkenwerder und ist das 17. dort registrierte Fischereifahrzeug.

Siehe auch

Weblinks


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