Idaho


Idaho
Idaho
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(Details) (Details)
Karte der USA, Idaho hervorgehoben
Liste der Bundesstaaten
Hauptstadt: Boise
Staatsmotto: Esto perpetua
Fläche: 216.446 [1] km²
Einwohner: 1.567.582 (Zensus 2010) (7,2 E./km²)
Mitglied seit: 3. Juli 1890
Zeitzone: Nord-Idaho:
Pacific: UTC-8/-7
Süd-Idaho:
Mountain: UTC-7/-6
Höchster Punkt: 3.859 m (Borah Peak)
Durchsch. Höhe: 1.524 m
Tiefster Punkt: 216 m Snake River
Gouverneur: Butch Otter (R)
Post / Amt / ISO ID / ID / US-ID
Karte von Idaho
Karte von Idaho

Idaho (engl. Aussprache Zum Anhören bitte klicken! [ˈaɪdəhoʊ]) ist ein Bundesstaat im Nordwesten der Vereinigten Staaten von Amerika. Die Hauptstadt ist Boise. Der Staat wird auch als Gem State (Edelstein-Staat) bezeichnet. Der Name des Staates Idaho rührt vom indianischen Wort „Ee-dah-how“ der Shoshone her, was sinngemäß etwa „Licht auf den Bergen“ bedeutet. Anderen Behauptungen zufolge soll diese Übersetzung eine freie Erfindung des exzentrischen Minenlobbyisten George M. Willing sein.[2]

Inhaltsverzeichnis

Geographie

Geographische Lage

Die Landschaft ist in Idaho bergig mit unberührten Gegenden. Der Süden des Staates wird durch den Bogen der Snake River Plain geprägt, die sich über rund 600 km von Ost nach West durch den gesamten Staat zieht. Ihr unmittelbares Umfeld ist noch durch die Basin and Range-Struktur des Großen Beckens beeinflusst. Der gesamte Rest des Staates gehört zu den Rocky Mountains. Bodenschätze sind in großen Mengen vorhanden. Das Wasser des Snake River rauscht durch den Hells Canyon, der tiefer als der Grand Canyon ist. Die Shoshone Falls stürzen von rauen Felsen aus einer größeren Höhe in die Tiefe als die Niagarafälle. Der höchste Punkt in Idaho ist Borah Peak (3.859 m) im Custer County. Von der 216.446 km² großen Staatsfläche (14. Rang unter den Bundesstaaten), sind 2.133 km² Wasserfläche (1 %). Rund 47 % des Landes ist bewaldet.

Die größeren Flüsse Idahos sind Snake River, der Clearwater River und der Salmon River.

Seen in Idaho
  • Coeur d'Alene Lake
  • Payette Lake (McCall)
  • Pend O'Reille
  • Priest Lake
  • Redfish Lake (Sawtooth National Recreational Area)
  • Alturas Lake (Sawtooth National Recreational Area)
  • Petit Lake (Sawtooth National Recreational Area)
  • Sawtooth Lake (Sawtooth National Recreational Area)

Ausdehnung des Staatsgebiets

Idaho hat eine Breite von 491 km zwischen 110°W bis 117°W und eine Länge von 771 km zwischen 42°N bis 49°N.

Nachbarstaaten

Idaho wird von seinen Nachbarstaaten Washington, Oregon, Nevada, Utah, Wyoming und Montana sowie Kanada umrahmt.

Gliederung

Ein historisches County von Idaho war das Alturas County.

Bevölkerung

Historische Einwohnerzahlen
Census Einwohner ± in %
1870 14.999
1880 32.610 100 %
1890 88.548 200 %
1900 161.772 80 %
1910 325.594 100 %
1920 431.866 30 %
1930 445.032 3 %
1940 524.873 20 %
1950 588.637 10 %
1960 667.191 10 %
1970 712.567 7 %
1980 943.935 30 %
1990 1.006.749 7 %
2000 1.293.953 30 %
2010 1.567.582 20 %
Vor 1900[3]

1900–1990[4] 2000[5]

Idaho hat 1.466.465 Einwohner (Stand: Schätzung 2006), davon 92,5 % Weiße, 1,1 % Indianer, 1,1 % Asiatische Amerikaner, 0,5 % Afroamerikaner. 9,5 % der Einwohner bezeichneten sich als Hispanics bzw. Latinos. Über drei Viertel der Bevölkerung Idahos stammt von Vorfahren aus Europa ab. Dabei bilden die Deutschstämmigen mit 21,8 % die größte Gruppe.[6]

Religionen

Die mitgliederstärksten Religionsgemeinschaften im Jahre 2000 waren die Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage mit 311.425, die Katholische Kirche mit 130.847, die Assemblies of God mit 18.745 und die United Methodist Church mit 17.683 Anhängern.[7]

Größte Städte

Geschichte

Grenzpfahl Idaho - Washington, hier mit deutscher Aufschrift

Am 4. März 1863 unterzeichnete US-Präsident Abraham Lincoln ein Gesetz, mit dem das Idaho-Territorium geschaffen wurde. Idaho wurde bereits 1805 durch Lewis und Clark erforscht. Zu dieser Zeit lebten etwa 8.000 Indianer in der Gegend.

Zunächst war Idaho ein Teil der Territorien von Oregon und Washington, der Pelzhandel und die missionarische Tätigkeit ließen die ersten Siedler in die Region aufbrechen. Tausende durchzogen Idaho während des kalifornischen Goldrausches, nur wenige ließen sich in Idaho nieder. Als es 1863 in ein Territorium umgewandelt wurde, lag die Gesamtbevölkerung unter 17.000.

1865 wurde Boise an Stelle von Lewiston Hauptstadt. Als 1866 Gold in Idaho entdeckt wurde und die transkontinentale Eisenbahn 1869 vollendet wurde, kamen zahlreiche Menschen nach Idaho, insbesondere chinesische Einwanderer zur Arbeit in den Minen. 1877 kam es im Rahmen des Feldzuges gegen die Nez Percé in Idaho zu mehreren Gefechten zwischen dem amerikanischen Heer und Nez Percé-Indianer. Die Indianer waren dabei sehr erfolgreich, flohen allerdings schließlich, von den Amerikanern verfolgt, nach Wyoming und Montana.

Präsident Benjamin Harrison unterzeichnete ein Gesetz, mit dem Idaho als 43. US-Bundesstaat am 3. Juli 1890 den Vereinigten Staaten beitrat. Die damalige Bevölkerung betrug 88.548. Die damalige Verfassung von 1889 ist noch immer in Kraft.

Nach der Etablierung als Bundesstaat wurden der Bergbau und andere Industrien ein bedeutender Faktor in der Wirtschaft. In den 1890er Jahren exportierte Idaho mehr Blei als jeder andere Staat. Obwohl die Abhängigkeit Idahos vom Bergbau abgenommen hat, ist der Staat weiterhin einer der bedeutendsten Produzenten von Silber und Blei.

Politik

State Capitol in der Hauptstadt Boise

Idaho hat ein Zweikammerparlament, bestehend aus dem Repräsentantenhaus von Idaho und dem Senat von Idaho. Beide Kammern gelten als Teilzeitparlamente. Sie werden jeweils alle zwei Jahre gewählt.

Idaho ist einer der konservativsten Staaten der USA, die Republikaner haben hier seit Lyndon B. Johnsons Sieg im Jahre 1964 bei keiner Präsidentschaftswahl verloren. Beide gegenwärtigen US-Senatoren, Jim Risch und Mike Crapo, gehören den Republikanern an; auch im Repräsentantenhaus des 112. Kongresses nehmen diese durch Raúl Labrador und Mike Simpson die beiden Sitze des Staates ein.

Kongress

Gouverneure

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Naturdenkmäler und Gedenkstätten

  • City of Rocks
  • Massacre Rocks
  • Farragut State Park
  • Balanced Rock

Wirtschaft und Infrastruktur

Das reale Bruttoinlandsprodukt pro Kopf (engl. per capita real GDP) lag im Jahre 2006 bei USD 30.896 (nationaler Durchschnitt der 50 US-Bundesstaaten: USD 37.714; nationaler Rangplatz: 41).[8]

Landwirtschaftliche Erzeugnisse sind Rindfleisch, Kartoffeln (Idaho Potatoes), Zuckerrüben, Molkereiprodukte, Weizen und Gerste. Auch Wein wird angebaut. Die industriellen Produkte sind Holzwaren, Maschinen, Computer-Hardware, chemische Erzeugnisse, Papierprodukte, Silber und andere Bodenschätze. Ein wichtiger Wirtschaftszweig ist der Tourismus.

Bildung

Zu den staatlichen Hochschulen gehören die Boise State University, die Idaho State University, das Lewis-Clark State College und die University of Idaho. Weitere Hochschulen sind in der Liste der Universitäten in Idaho verzeichnet.

Einzelnachweise

  1. http://www.census.gov/population/www/censusdata/density.html
  2. http://www.museumofhoaxes.com/hoax/weblog/permalink/did_idaho_get_its_name_as_a_result_of_a_hoax/]
  3. U.S. Census Bureau _ Census of Population and Housing. Abgerufen am 28. Februar 2011
  4. Auszug aus Census.gov. Abgerufen am 28. Februar 2011
  5. Auszug aus factfinder.census.gov Abgerufen am 28. Februar 2011
  6. factfinder.census.gov
  7. http://www.thearda.com/mapsReports/reports/state/16_2000.asp
  8. U.S. Bureau of Economic Analysis: Regional Economic Accounts

Weblinks

 Commons: Idaho – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Wiktionary Wiktionary: Idaho – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

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  • Idaho L.J. — Idaho Law Journal …   Black's law dictionary