Igelschwang


Igelschwang
Wappen Karte
Wappen von Wallsee-Sindelburg
Wallsee-Sindelburg (Österreich)
DEC
Wallsee-Sindelburg
Basisdaten
(Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria)
Bundesland Niederösterreich
Politischer Bezirk Amstetten (AM)
Fläche 25,93 km²
Koordinaten 48° 10′ N, 14° 43′ O48.16666666666714.716666666667275Koordinaten: 48° 10′ 0″ N, 14° 43′ 0″ O
Höhe 275 m ü. A.
Einwohner 2.154 (31. Dez. 2008)
Bevölkerungsdichte 83 Einwohner je km²
Postleitzahlen 3313, 3312
Vorwahl 07433
Gemeindekennziffer 3 05 38
AT121
Adresse der
Gemeindeverwaltung
Marktplatz 2
3313 Wallsee
Offizielle Website
Politik
Bürgermeister Johann Bachinger
Gemeinderat (2005)
(21 Mitglieder)
13 ÖVP, 7 SPÖ, 1 FPÖ
Lage der Marktgemeinde Wallsee-Sindelburg

Wallsee-Sindelburg ist eine Marktgemeinde im Bezirk Amstetten in Niederösterreich.


Inhaltsverzeichnis

Geographie

Wallsee-Sindelburg liegt im nordwestlichen Teil des Mostviertels in Niederösterreich, im Süden von der Westautobahn und im Norden von der Donau begrenzt. 26,09 Prozent der Fläche der Marktgemeinde sind bewaldet.

Katastralgemeinden sind: Igelschwang, Ried, Schweinberg, Wallsee.

Die östlichen Nachbargemeinden sind Ardagger und Zeillern, im Süden Oed-Öhling, Aschbach und Wolfsbach, im Westen Strengberg und im Norden - jenseits der Donau - Mitterkirchen im oberösterreichischen Mühlviertel.

Geschichte

Im Altertum war das Gebiet Teil der Provinz Noricum. Wallsee ist ein alter Ort am Südufer der niederösterreichischen Donau, etwa 30 km flussabwärts von Linz. Im österreichischen Kernland Niederösterreich liegend teilten die Orte die wechselvolle Geschichte Österreichs. Die heutige Gemeinde wurde 1971 aus den Gemeinden Wallsee und Sindelburg gebildet.

Wallsee und Schloss von Norden

Schloss Wallsee und frühe Geschichte

Wallsee besitzt ein altes Schloss, mit dem die Wirtschaft des Ortes seit dem Mittelalter und bis etwa 1920 eng verbunden war. Ab 1895 wurde das Schloss von Erzherzogin Marie Valerie, einer Tochter von Kaiser Franz Joseph und Elisabeth, mit ihrem Gemahl, Erzherzog Franz Salvator bewohnt. Das Schloss ist auch heute noch in Familienbesitz. An den früheren Salzhandel erinnert das "Salzhaus" im Ort. Besiedelt wurden Wallsee und Sindelburg aber schon in der Steinzeit, wie Werkzeugfunde beweisen.

Die Geschichtsschreibung von Wallsee beginnt in der Römerzeit, wo am heutigen Marktplatz ein riesiges Kastell von 200 x 160 m nachweisbar ist. Vermutlich ist es das öfters in der Antike erwähnte Adiuvense, wie Legionsspuren und eine Untersuchung des Habsburger Erzherzogs Theodor Salvator zeigen dürften. 1295/96 erhob sich der österreichische Adel, angeführt u. a. von Konrad von Sommerau, der auf der benachbarten Burg Sommerau saß und die Region beherrschte, gegen Herzog Albrecht I. Nach der Niederschlagung des Aufstandes verloren die Sommerauer alle Lehen und Heinrich I. von Waldsee/Wallsee wurde mit Sommerau und Sindelburg belehnt. Die Wallseer erbauten 1368-88 das jetzige Schloss und hatten die Herrschaft bis zu ihrem Erlöschen 1483/1506 inne.

Im 14. Jahrhundert erhielt Wallsee das Marktrecht. Seit etwa 1620 ist die Verwendung eines Marktsiegels überliefert. Jenes aus 1631 zeigt einen Mühlstein und oberhalb stilisierter Donauwellen ein Ungeheuer. Von ca. 1500 bis 1895 stand unter dem Sandsteinfelsen des Schlosses eine Mühlstein-Fabrik, die nach Ungarn und bis zum Schwarzen Meer lieferte. Auf diese Zunft geht die St. Anna-Kapelle zurück.

Nach 1945 prägte der Donaustrom die wirtschaftliche Entwicklung - unter anderem durch das Schifffahrtsunternehmen Brandner und den Bau eines großen Donaukraftwerkes.

Kraftwerk Wallsee-Mitterkirchen

Zwischen Wallsee und dem am Nordufer liegenden Mitterkirchen wurde in den Jahren 1965 bis 1968 ein Donaukraftwerk errichtet. Mit 210 Megawatt stellt es genau den Mittelwert der stromerzeugenden Leistung der 10 österreichischen Wasserkraftwerken an der Donau dar. Gleichzeitig entstand ein Flussübergang zwischen den Brücken von Mauthausen und Grein, die je etwa 15 km entfernt sind.

Der Bau der Kraftwerkskette begann 1952 beim Kraftwerk Jochenstein (Grenzkraftwerk zwischen Passau und Linz) und endete 1998 mit der Fertigstellung von Kraftwerk Freudenau bei Wien.

Das Elektrizitätswerk "Wallsee-Mitterkirchen" hat ein Regelarbeitsvermögen von jährlich 1318,8 GWh und deckt damit rund 2 Prozent des Strombedarfs von Österreich (siehe auch Elektrizitätswerke an der Donau).

Donautal und Nebenflüsse

Das Donautal bei Wallsee wird Strudengau genannt, weil es vor Aussprengung einer breiteren Fahrrinne hier mehrere gefährliche Wasserwirbel gab. Einige Kilometer oberhalb von Wallsee mündet die Erla in die Donau. Sie kommt aus dem Hügelland des Mostviertels. Wesentlich mehr Wasser fließt jedoch von der Enns zu (15 km stromaufwärts), sowie den nördlichen Nebenflüssen Aist (ca. 12 km stromauf) und Naarn (10 km stromabwärts).


Einwohnerentwicklung

Nach dem Ergebnis der Volkszählung 2001 gab es 2.049 Einwohner. 1991 hatte die Marktgemeinde 2.109 Einwohner, 1981 2.051 und im Jahr 1971 1.927 Einwohner.

Politik

Bürgermeister der Marktgemeinde ist Johann Bachinger, Amtsleiter Johann Obereder. Im Gemeinderat gibt es nach der Gemeinderatswahl 2005 bei insgesamt 21 Sitzen folgende Mandatsverteilung: ÖVP 13, SPÖ 7, FPÖ 1, andere keine Sitze.

Wirtschaft und Infrastruktur

Nichtlandwirtschaftliche Arbeitsstätten gab es im Jahr 2001 66, land- und forstwirtschaftliche Betriebe nach der Erhebung 1999 98. Die Zahl der Erwerbstätigen am Wohnort betrug nach der Volkszählung 2001 891. Die Erwerbsquote lag 2001 bei 44,55 Prozent. Arbeitslose gab es am Ort im Jahresdurchschnitt 2003 215. Außerdem tragen innovative Ideen, wie zum Beispiel das neue Biograftwerk dazu bei, den Strompreis zu senken und dadurch Geld zu sparen.


Siehe auch: Liste der Donaubrücken

Weblinks



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