Innsbruck

Innsbruck
Innsbruck
Wappen von Innsbruck
Innsbruck (Österreich)
Innsbruck
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Tirol
Politischer Bezirk: Statutarstadt
Kfz-Kennzeichen:
Fläche: Expression-Fehler: Unerwarteter Operator > km²
Koordinaten: 47° 16′ N, 11° 24′ O47.26722222222211.392777777778574Koordinaten: 47° 16′ 2″ N, 11° 23′ 34″ O
Höhe: 574 m ü. A.
Einwohner: 120.147 (1. Jän. 2011)
Bevölkerungsdichte: Expression-Fehler: Unerwarteter Operator > Einw. pro km²
Postleitzahlen: 6010–6080
Vorwahl: 0512
Gemeindekennziffer: 7 01 01
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Maria-Theresien-Straße 18
6020 Innsbruck
Website: www.innsbruck.at
Politik
Bürgermeisterin: Christine Oppitz-Plörer (Für Innsbruck)
Gemeinderat:
(40 Mitglieder)
11 Für Innsbruck,
08 SPÖ,
08 Grüne,
06 ÖVP,
02 Liberales Innsbruck,
02 Rudi Federspiel,
02 FPÖ,
01 Tiroler Seniorenbund
Lage der Statutarstadt Innsbruck
Bezirk Imst Innsbruck Bezirk Innsbruck Land Bezirk Kitzbühel Bezirk Kufstein Bezirk Landeck Bezirk Lienz Bezirk Reutte Bezirk SchwazLage des Bezirks Innsbruck im Bundesland Tirol (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
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(Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria)

Innsbruck ist die Landeshauptstadt des Bundeslandes Tirol in Österreich. Sie liegt im Inntal an der Alpen-Transit-Strecke Brenner (Auto- und Eisenbahn) nach Südtirol (Italien). Der Name leitet sich von Inn und Brücke ab (Brücke über den Inn). Innsbruck ist mit 120.147 (Stand 1. Jänner 2011) Einwohnern nach Wien, Graz, Linz und Salzburg die fünftgrößte Stadt Österreichs, im Ballungsraum Innsbruck leben etwa 190.000 Menschen, dazu kommen etwa 30.000 Studenten und andere Nebenwohnsitzinhaber und täglich rund 3.000 Nächtigungen von Städtetouristen.

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Geografische Lage

Innsbruck von Nordwesten

Die Stadt ist eingegrenzt von der Nordkette des Karwendelgebirges im Norden und von den Vorbergen der alpinen Zentralkette (Patscherkofel) im Süden. Westlich von Innsbruck (Kematen) wird das Inntal von der vorgelagerten Martinswand in ein westliches (Ober-) und ein östliches (Unterinntal) Tal getrennt.

Ausdehnung des Stadtgebiets

Der Inn, Häuser und die Berge nördlich der Altstadt (Stadtteil Mariahilf)

Zum Stadtgebiet gehören neben dem bebauten Talboden noch der Teil der Nordkette vom Kleinen Solstein (2.637 m) bis zur Rumer Spitze (2.454 m) und dahinterliegend das vom Gleirschbach (der in die Isar mündet) durchflossene Samertal mit der Möslalm und einem Teil der Gleirsch-Halltal-Kette (die 2.641 m hohe Westliche Praxmarerkarspitze bildet dabei den höchsten Punkt des Stadtgebiets). Dieses Gebiet ist auf Fahrwegen nur von Scharnitz her erreichbar, wobei eine Rechtmäßigkeit der Aneignung dieser über der Wasserscheide liegenden Gemeindegebiete durch die Stadt Innsbruck (Gemeindegebiet von Scharnitz) bisher unklar ist[1]. Die Ausdehnung der Stadt Innsbruck von West nach Ost erstreckt sich über einen großen Teil des Inntals.

Im Süden dehnt sich das Stadtgebiet über einen Teil des südöstlichen "Mittelgebirges" bis zum Abhang des Patscherkofels (2.246 m) aus, der jedoch nicht mehr dazugehört.

Hydrogeografie

In dieser Liste sind alle Gewässer angegeben, die auf dem Stadtgebiet von Innsbruck liegen:

Zuflüsse zum Inn

Im Karwendel

Sonstige Gewässer

Nachbargemeinden

Das Stadtgebiet von Innsbruck grenzt direkt an folgende Gemeinden, die alle im Bezirk Innsbruck Land liegen:

Zirl Scharnitz, Seefeld Absam, Thaur, Rum, Hall in Tirol
Völs Nachbargemeinden Ampass, Aldrans
Götzens, Natters, Mutters Schönberg im Stubaital, Patsch Lans, Sistrans

Einwohnerentwicklung

Bevölkerungsentwicklung in Innsbruck
Einwohnerentwicklung
Jahr Bevölkerung
2009 119.584
2003 114.888
2001 113.392
1991 118.112
1981 117.287
1971 116.010
1961 100.695
1951 95.055
1939 81.710
Jahr Bevölkerung
1934 78.797
1923 70.240
1910 65.221
1900 49.727
1890 38.463
1880 32.157
1869 26.573
1500 ca. 5.000

Hinweis: Früher wurden Haupt- und Nebenwohnsitze gezählt. Für die Volkszählung 2001 durften nur mehr Hauptwohnsitze erfasst werden. Zum Beispiel mussten Studenten aus Vorarlberg sich deklarieren, wo ihr Hauptwohnsitz ist. Wählten diese ihre Vorarlberger Gemeinde, so wurden diese Studenten nicht mehr als Innsbrucker Einwohner erfasst, obwohl sie hier lebten. So ergibt sich dieser „Knick“ in der Bevölkerungsentwicklung zwischen 1991 und 2001. Haupt- und Nebenwohnsitze ergeben heute 141.405 Einwohner (Dez. 2009)

Stadtgliederung

Innsbruck gliedert sich in neun Katastralgemeinden, die aus ehemals selbständigen Gemeinden oder Gemeindeteilen gebildet wurden. Sie haben jedoch keine eigenständige Verwaltung. Das Stadtrecht der Landeshauptstadt Innsbruck 1975 erlaubt die Einteilung des Gemeindegebiets in Stadtbezirke, davon wurde aber bisher kein Gebrauch gemacht. Für den dörflichen und räumlich eigenständigen Stadtteil Igls wurde ein Stadtteilausschuss gegründet. Ebenso hat der 1940 eingemeindete Stadtteil Arzl Ende 2007 einen eigenständigen Stadtteilausschuss eingerichtet.

Innsbruck: Blick über die Stadt (Richtung Westen)
Innsbruck: Blick über die Stadt (Richtung Westen)

Die Katastralgemeinden sind noch in Statistische Bezirke unterteilt, die zum Teil auch im allgemeinen Sprachgebrauch verwendet werden. Eine Ausnahme stellt der Stadtteil Hungerburg dar, welcher auf zwei Katastralgemeinden aufgeteilt ist.

Folgend sind die Katastralgemeinden mit einer Unterteilung in weitere Stadtteile angegeben:

Innsbruck: Blick über die Stadt (Richtung Norden)
Innsbruck: Blick über die Stadt (Richtung Norden)

Eingemeindungen

Klima

Die durchschnittliche Temperatur beträgt 9,7 °C[2], der jährliche Niederschlag 912,1 mm.[2] Die wärmsten Monate sind Juli und August mit durchschnittlich 18,1 bzw. 17,4 °C und die kältesten Dezember und Jänner mit −1,1 bzw. −2,8 °C im Mittel. Der meiste Niederschlag fällt im Juli mit durchschnittlich 137,2 mm, der geringste im Februar mit durchschnittlich 41,4  mm.

Innsbruck hat im Allgemeinen ein gemäßigtes Klima, jedoch mit teils alpinem Charakter. Sehr bekannt ist das Wetterphänomen des Föhns, der durch die Nord-Süd-Ausrichtung des Wipptales begünstigt wird. Dieser Fallwind kann in allen Jahreszeiten auftreten, jedoch häufiger im Herbst. Die Windgeschwindigkeiten können in Innsbruck 120 km/h erreichen und am nahe gelegenen Patscherkofel bis zu 200 km/h. Tritt der Föhn im Winter auf, dann kann die Temperatur durchaus knapp 18 °C erreichen.

Monatliche Durchschnittstemperaturen und -niederschläge für Innsbruck
Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Max. Temperatur (°C) 3,5 6,3 11,3 14,8 20,3 22,6 24,7 24,4 20,8 15,8 8,2 3,7 Ø 14,7
Min. Temperatur (°C) -5,2 -3,7 0,2 3,4 7,8 10,8 12,8 12,7 9,3 4,8 -0,5 -4,2 Ø 4
Niederschlag (mm) 43,9 41,4 55,9 57,7 87,1 110,3 137,2 111,3 78,1 57,3 63,2 53,1 Σ 896,5
Regentage (d) 7,4 7,3 8,8 9,7 10,7 13,2 13,9 12,6 9,2 7,8 9,0 8,6 Σ 118,2
T
e
m
p
e
r
a
t
u
r
3,5
-5,2
6,3
-3,7
11,3
0,2
14,8
3,4
20,3
7,8
22,6
10,8
24,7
12,8
24,4
12,7
20,8
9,3
15,8
4,8
8,2
-0,5
3,7
-4,2
Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
N
i
e
d
e
r
s
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h
l
a
g
43,9 41,4 55,9 57,7 87,1 110,3 137,2 111,3 78,1 57,3 63,2 53,1
  Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez


Quelle: World Meteorological Organisation Die klimatologischen Daten basieren auf den monatlichen Durchschnittswerten von 1971–2000

Geschichte

Historische Karte (um 1888)

Besiedlungsspuren aus dem Innsbrucker Stadtgebiet lassen sich bis in die Jungsteinzeit zurückverfolgen. Vorrömische Ortsnamen und Urnengräberfelder in Wilten, Amras, Hötting und Mühlau sowie Funde aus der Latènezeit am Adolf-Pichler-Platz in der Innenstadt zeigen, dass das Innsbrucker Becken seit mehr als 3.000 Jahren durchgehend besiedelt ist.

Im Zug der Grenzsicherung im Norden und der Eroberung der Räter und Noriker legten die Römer unter Kaiser Augustus zum Schutz der Reichsstraße VeronaBrennerAugsburg um 15 v. Chr. die Militärstation Veldidena (Wilten) an, die um 600 während der Völkerwanderung zerstört wurde. Nach dem Zerfall des römischen Reichs kam das Gebiet zunächst unter baierische Hoheit, bevor es ab 788 mit der Einverleibung des baierischen Herzogtums im fränkischen Reich Karls des Großen aufging. In den folgenden Jahrhunderten wurde das Gebiet um Innsbruck wieder ein Teil des neugegründeten Herzogtums Bayern und in späterer Folge unter der Herrschaft der Grafen von Andechs.

Hochmittelalter

Im Jahr 1133 errichteten die Grafen von Andechs am linken Innufer einen Markt (heute St. Nikolaus), der durch Graf Berchtold V.[3] von Andechs in den 1170er Jahren durch die erste Innbrücke mit dem anderen Innufer verbunden wurde. 1180 erwarben die Andechser vom Stift Wilten durch einen Tauschvertrag auch ein Grundstück am südlichen Innufer. Aus diesem befestigten Markt- und Handelsplatz entstand das erstmals 1187 urkundlich erwähnte und mit dem Marktrecht ausgestattete „Insprucke“. Der lateinische Name Innsbrucks Oeni Pons oder Oenipontum (von oenus Inn und pons Brücke) ist darauf zurückzuführen. Zwischen 1187 und 1205 erhielt der Markt schließlich das Stadtrecht, das Einfluss und Reichtum durch Zolleinnahmen brachte, da der gesamte ostalpine Handelsverkehr nach Italien über den Brenner von nun an seinen Weg durch Innsbruck und über die Innbrücke nahm. 1239 wurde das bestehende Stadtrecht bestätigt und erweitert.[4]

Spätmittelalter

Das Stadtsiegel und -wappen zeigen die Innbrücke in Vogelperspektive und wurden ab 1267 verwendet.

Durch einen weiteren Tauschvertrag mit dem Stift Wilten konnte die Stadt 1281 um die Neustadt erweitert werden (heutige Maria-Theresien-Straße ungefähr bis zur Meranerstraße).

Die Brennerstrecke (Via Raetia) war bereits um 1300 befestigt und weitgehend mit Wagen befahrbar, während die anderen Alpenübergänge, wie die Via Claudia Augusta noch längere Zeit nur mit Saumtieren begehbar blieben.

Ebenfalls um 1300 wurde das Stadtspital in der Neustadt errichtet und erhielt am angrenzenden Areal um den heutigen Adolf-Pichler-Platz das Begräbnisrecht am sogenannten Innsbrucker Spitalsfriedhof.

Herzog Friedrich IV. (Friedrich mit der leeren Tasche) machte Innsbruck 1420 zur Residenzstadt und ließ die Lauben und den Hofgarten anlegen. Der Stadtturm (1442-50 an das 1358 erbaute Alte Rathaus angebaut), die Hofburg (1456), das Goldene Dachl (1497/98-1500) und die Ottoburg (1495) wurden gebaut.

1485 fanden auf Betreiben des Inquisitors und späteren Verfassers des Hexenhammers, Heinrich Institoris, Hexenprozesse statt, die wegen schwerer Verfahrensmängel im selben Jahr eingestellt wurden.

Frühe Neuzeit

Während der Regierung Maximilians I., der mit seinem Hof oft in der Stadt weilte, stieg Innsbruck zu einem politischen und künstlerischen Zentrum des Reiches auf. Davon zeugen neben dem um etwa 1500 erbauten Zeughaus, das zur damaligen Zeit eines der bedeutendsten Waffenlager Europas darstellte, auch das Goldene Dachl sowie die heute noch erhaltenen, gotischen Grundmauern der Hofburg. Von Maximilians Enkel Ferdinand I. wurde zwischen 1553 und 1563 die Hofkirche mit dem leeren Grabmal Maximilians (Kenotaph) errichtet, in welcher die zwischen 1509 und 1550 gegossenen ’’Schwarzen Mander’’ aufgestellt wurden. Des weiteren wurden im Zuge der Gegenreformation auf Betreiben Ferdinands von den Jesuiten unter Petrus Canisius 1562 ein Jesuitenkolleg und eine Lateinschule gegründet, das heutige Akademische Gymnasium, welches damit das älteste Gymnasium Westösterreichs ist.

Durch die Innauen wurde 1585 eine Straße von Mühlau nach Hall angelegt, die von noch heute erhaltenen Wegsäulen gesäumt ist.

Als erstes festes Opern- und Theaterhaus im deutschen Sprachraum wurde 1629-30 von Leopold V. die Dogana errichtet, an deren Stelle heute das Kongresshaus Innsbruck steht.

Mit Erzherzog Sigmund Franz starb 1665 die Tiroler Linie der Habsburger aus. Das bedeutete zwar das Ende Innsbrucks als Residenzstadt, dadurch blieb aber das gotische Stadtbild der Altstadt erhalten.

Kaiser Leopold I. gründete am 15. Oktober 1669 die Universität Innsbruck mit vier Fakultäten. Nachdem sie zweimal aufgelöst und wieder eröffnet wurde, werden die Philosophische und die Juridische Fakultät 1826 durch Kaiser Franz I. endgültig wiedererrichtet.

Moderne

Obgleich sich schon seit 1420 die Residenz des Landesfürsten in Innsbruck befand, trat die Stadt am Inn erst 1849 offiziell die Nachfolge von Meran als Landeshauptstadt Tirols an. Ab 1858 führte die Eisenbahn über Kufstein und Rosenheim nach München, 1867 über den Brenner nach Bozen (Brennerbahn) und 1884 über den Arlberg (Arlbergbahn). In der Folge entwickelte sich rasch der Fremdenverkehr.

20. Jahrhundert

Personen mit Hakenkreuzfahnen in Innsbruck beim Einzug der deutschen Truppen am 13. März 1938

1904 wurde Innsbruck mit Fulpmes durch die Stubaitalbahn verbunden, 1912 mit Garmisch-Partenkirchen durch die Mittenwaldbahn. Beide Bahnen wurden von Josef Riehl geplant. Durch die Bahnstrecke München – Garmisch-Partenkirchen, sie setzt sich zusammen aus der Mittenwaldbahn und der Bahnstrecke München–Garmisch-Partenkirchen, erhielt Innsbruck die zweite Bahnverbindung nach München.

Nach dem Ende des Ersten Weltkrieges wurde Innsbruck von italienischen Truppen besetzt, welche erst 1924 wieder abzogen. Die Stadt erlitt durch die Truppen keinerlei Schäden.

Während des Zweiten Weltkrieges wurde Innsbruck 22 Mal von den Alliierten bombardiert, am 16. Dezember 1944 wurde dabei auch der 1717–1724 auf romanischen und gotischen Vorgängerbauten errichtete Innsbrucker Dom schwer beschädigt. Bei Kriegsende war Innsbruck eine der wenigen Städte Österreichs, die kampflos durch Widerstandsgruppen den US-Truppen übergeben wurde. Die Besetzung erfolgte am 3. Mai 1945.

Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs 1945 gehörte Innsbruck zur französischen Besatzungszone im besetzten Nachkriegsösterreich. Von der Militärverwaltung wurde auf dem Gebiet eines ehemaligen Militärlagers ein DP-Lager für sogenannte Displaced Persons eingerichtet.

Am 15. Jänner 1948 wurde der Innsbrucker Flughafen nach der Verlegung von der Reichenau auf die Ulfiswiese in der Höttinger Au neu eröffnet. Nach dem ersten Linienverkehr noch im Zweiten Weltkrieg nach München wurden 1950 die ersten Linienflüge von KLM angeboten. Am 1. Juli 1983 wurde in Innsbruck der erste österreichische Notarzthubschrauber Christophorus 1 in Dienst gestellt. Der Flughafen spielt besonders im Winter eine große Rolle im Incoming-Tourismus mittels Charterflug. Im Sommer dagegen gibt es viele Charterflüge für die einheimische Bevölkerung, insbesondere nach Spanien und Griechenland.

Maskottchen der Olympischen Winterspiele 1976

Innsbruck war zweimal Austragungsort der Olympischen Winterspiele (Olympische Winterspiele 1964 und Olympische Winterspiele 1976) sowie der Winter-Paralympics (1984 und 1988). Innsbruck war damit die einzige Stadt, in der innerhalb von zwölf Jahren zweimal Olympische Spiele ausgetragen wurden. Mitte der 1990er Jahre gab es Initiativen, die Olympischen Winterspiele ein drittes Mal nach Innsbruck zu bringen, 2006 wurden die Initiativen nach einer Volksbefragung aber fallen gelassen. Alle Tiroler Bezirke hatten sich dafür ausgesprochen, die Bewohner von Innsbruck allerdings dagegen.

1974 wurde die elektrische Überlandstraßenbahn nach Hall eingestellt. Innsbrucks Altbürgermeister Alois Lugger bereute diesen Schritt später als den größten Fehler in seiner Amtszeit.

Nach dem Anschluss Südtirols an Italien war Innsbruck in den 1960er und 1970er Jahren Aktionsbasis für viele Südtirol-Aktivisten, die versuchten, Südtirol von Italien loszutrennen und wieder an Österreich anzuschließen.

1988 feierte Papst Johannes Paul II. in Innsbruck eine Freiluftmesse im Bergiselstadion.

1999 kam es beim größten Snowboard-Spektakel der Welt, dem Air & Style Contest im Bergiselstadion, zu einer Massendrängerei, in deren Folge sechs Jugendliche getötet wurden. Daraufhin wurden das Stadion und auch die Schanze (siehe unten) neu gebaut. Im gleichen Jahr wurde auch das Innsbrucker Krematorium als Erstes im Land Tirol im Stadtteil Amras in Betrieb genommen[5].

21. Jahrhundert

Die Medizinische Fakultät der Leopold-Franzens-Universität, eine der vier ursprünglichen Fakultäten, wurde Anfang 2004 zur zweiten eigenständigen Innsbrucker Universität, der Medizinischen Universität Innsbruck.

2005 fand in Innsbruck zum zweiten Mal die Universiade statt. Außerdem war Innsbruck in diesem Jahr, neben Wien, Austragungsort der Eishockey A-WM.

2008 war Innsbruck ein Austragungsort der Fußball-Europameisterschaft 2008, welche von Österreich und der Schweiz gemeinsam ausgerichtet wurde und alleiniger Gastgeber der Eishockey-WM (Division I).

2010 fand in Innsbruck die Handball Europameisterschaft statt.

2012 werden in der Tiroler Landeshauptstadt, der Olympiastadt 1964 und 1976, die ersten Olympischen Jugend-Winterspiele stattfinden.[6]

Architektur und Stadtentwicklung

Im Zuge des Wiederaufbaus ab 1948 und im Vorfeld der Austragung der Olympischen Spiele 1964 und 1976 entstanden neue Stadtteile wie die Reichenau und das Olympische Dorf.

1973 wurde das Kongress- und Konzerthaus, ein Veranstaltungs- und Messezentrum mit internationalen Dimensionen angrenzend an die historische Altstadt, eingeweiht. Auftraggeber war die Kongresshaus-Bau-GesmbH, Planer die Architekten Marschalek, Ladstätter, Gantar, Prachensky und Heiss.

Die Bergiselschanze wurde 2001 nach einem Entwurf der irakischen Architektin Zaha Hadid neu gebaut.

Der französische Architekt Dominique Perrault plante die Innsbrucker Rathaus-Galerien.

2006 wurde die 1928 eröffnete Nordkettenbahn, von den jetzigen Betreibern zwischenzeitlich Nordpark benannt, nach nicht einmal zwei Jahren Bauzeit neu eröffnet. Die 1906 eröffnete Hungerburgbahn, die den Stadtteil Saggen mit der Hungerburg verband, wurde ebenfalls durch einen Neubau ersetzt, der am 1. Dezember 2007 eröffnet wurde. Die Talstation liegt nun am Kongresshaus. Die vier Stationen sowie die Brücke über den Inn wurden nach Entwürfen der Architektin Zaha Hadid errichtet. Von David Chipperfield geplant, wurde 2010 das Kaufhaus Tyrol in der Maria-Theresien-Straße eröffnet.

Religionen

Katholische Kirche

Innsbruck ist Sitz einer römisch-katholischen Diözese, die den westlichen und mittleren Teil von Tirol bis zum Fluss Ziller sowie Osttirol umfasst. Das Bistum wurde am 6. September 1964 als Diözese Innsbruck-Feldkirch durch Papst Paul VI. errichtet. Bereits am 8. Dezember 1968 erfolgte die Teilung in ein Bistum Innsbruck und ein Bistum Feldkirch. Zuvor war Innsbruck Teil der Diözese Brixen. Rund 70 % der Innsbrucker Bevölkerung gehören der römisch-katholischen Kirche an. Innsbruck ist der Sitz einer bekannten römisch-katholischen Theologischen Universität, an der Persönlichkeiten wie die Jesuitenpatres Petrus Canisius oder Karl Rahner lehrten.

Evangelische Kirche

Innsbruck übernahm 2005 von Salzburg die Rolle als Sitz der seit 1966 bestehenden Diözese Salzburg und Tirol. Amtierende Superintendentin ist zurzeit Luise Müller. Die Evangelischen Pfarrkirchen in der Tiroler Landeshauptstadt sind Innsbruck Christuskirche und Innsbruck Auferstehungskirche, wobei die Christuskirche mehr Mitglieder zählt. Grenze der Gemeinden ist der Fluss Sill, wobei alle nördlich wohnhaften Gemeindemitglieder der Christuskirche angehören und alle südlich wohnhaften der Auferstehungskirche zugewiesen werden.

Orthodoxe Kirche

Auf Innsbrucker Stadtgebiet leben über 4.000 orthodoxe Christen. Seit 1992 gibt es eine serbisch-orthodoxe Gemeinde für Tirol mit Sitz in Innsbruck. Diese ging aus der 1974 gegründeten Kirchengemeinde für Salzburg, Tirol und Vorarlberg hervor. Die Gottesdienste der serbisch-orthodoxen Gemeinde werden in der Kapelle der Siebererschule im Stadtteil Saggen gefeiert.[7]

Jüdische Religion

Innsbruck ist Sitz der Israelitischen Kultusgemeinde für Tirol und Vorarlberg mit Standort der Synagoge in der Sillgasse.

Muslimische Religion

Moslems stehen sechs Kulturzentren in einzelnen Stadtteilen zur Verfügung.

Darüber hinaus finden sich im Stadtgebiet Andachtsstätten anderer Religionsgemeinschaften Mormonen (in Amras).

Politik

In Innsbruck wurde der Bürgermeister lange Zeit nicht direkt von der Bevölkerung, sondern indirekt über den Gemeinderat gewählt. Mit einer Novelle des Stadtrechts im April 2011 wurde dies geändert und kommt bei den Innsbrucker Gemeinderatswahlen 2012 zum ersten Mal zur Anwendung, so der Tiroler Landtag das Stadtrecht von 1975 entsprechend ändert und dem Vorschlag der Stadt entspricht.

Gemeinderat

Der Stadtturm

Der Gemeinderat besteht aus 40 Mitgliedern und setzt sich seit der Gemeinderatswahl am 23. April 2006 aus Mandaten der folgenden Parteien zusammen:

Stadtsenat

Der Stadtsenat besteht aus 7 Mitgliedern und setzt sich aus folgenden Stadträten zusammen:

  • Christine Oppitz-Plörer – Bürgermeisterin, Für Innsbruck (Finanzen, Personal, Wirtschaft)
  • Franz Xaver Gruber – 1. Vizebürgermeister, ÖVP (Soziales, Jugendwohlfahrt, Grünanlagen, Land- und Forstwirtschaft)
  • Christoph Kaufmann – 2. Vizebürgermeister, Für Innsbruck (Kinder-, Jugendbetreuung, Schulverwaltung, Familien, Sport, Feuerwehrwesen)
  • Patrizia Moser – Stadträtin, Für Innsbruck (Kultur, Gesundheit, Markt-, Veterinärwesen, Frauenförderung, Senioren)
  • Marie-Luise Pokorny-Reitter – Stadträtin, SPÖ (Tiefbau, Wohnen)
  • Ernst Pechlaner – Stadtrat, SPÖ (Verkehr und Umwelt)
  • Sonja Pitscheider – nichtamtsführende Stadträtin Die Innsbrucker Grünen (kein Ressort)

Liste der Innsbrucker Bürgermeister seit 1789

Jahr Bürgermeister
seit 8. März 2010 Christine Oppitz-Plörer
25.10.2002 – 8.3.2010 Hilde Zach
11.5.1994 – 25.10.2002 Herwig van Staa
12.10.1983 – 25.4.1994 Romuald Niescher
11.12.1956 – 12.10.1983 Alois Lugger
9.4.1951 – 11.12.1956 Franz Greiter
8.5.1945 – 12.3.1951 Anton Melzer
1938–1945 Egon Denz
1929–34, 1935–38 Franz Fischer
1923–1929 Anton Eder
1896–1923 Wilhelm Greil
1893–1895 Friedrich Moerz
1880–1893 Heinrich Falk
1877–1880 Josef Dinter
1869–1877 Johann Tschurtschenthaler
1867–1869 Franz Rapp Freiherr von Heidenburg
1864–1867 Josef Peer von Egerthal
1861–1864 Karl Adam
1853–1861 Josef Anton Neuner
1850–1853 Anton Cleman
1838–1850 Hieronymus von Klebelsberg zu Thumburg
1829–1836 Josef Valentin Maurer
1815–1829 Felix Adam von Riccabona
1814–1815 Karl Johann Tschusi von Schmidhofen
1809–1814 Felizian Rauch
1807–1809 Kasimir Karl Anton Schumacher
1795–1807 Josef Riß
1789–1795 Franz Villod

Städtepartnerschaften

Mit Freiburg verbindet Innsbruck ein Teil seiner Geschichte, so war es von 1386 bis 1805 Teil des von Innsbruck aus regierten habsburgischen Vorderösterreich. Freiburg hat außerdem wie Innsbruck eine Seilbahn in der Stadt.
  • FrankreichFrankreich Grenoble, Frankreich, seit 1963
Mit Grenoble verbindet Innsbruck die ähnliche Lage einer Stadt im Gebirge. Grenoble hat außerdem wie Innsbruck eine Seilbahn in der Stadt.
  • Bosnien und HerzegowinaBosnien und Herzegowina Sarajevo, Bosnien und Herzegowina, seit 1980
  • DanemarkDänemark Aalborg, Dänemark, seit 1982
  • GeorgienGeorgien Tbilisi, Hauptstadt von Georgien, seit 1982
  • Vereinigte StaatenVereinigte Staaten New Orleans, USA, seit 1995
Mit New Orleans, Louisiana verbindet Innsbruck ein langjähriger Studentenaustausch der Universität Innsbruck, so findet alljährlich die Innsbruck International Summer School statt. Auch eine Brücke beim Baggersee wurde nach New Orleans benannt.
  • PolenPolen Krakau, Polen, seit 1998

Wappen

Wappen at innsbruck.png

Blasonierung: „In Rot zwei pfahlweise oben spitz zulaufenden silberne Rechtecke mit Holzstammschnittmuster, von einem an den Schenkeln überstehenden silbernen Bord umgeben, belegt mit einem durchgehenden, vierzehnmal von Silber und Silber gespaltenen Balken.“

Wappenerklärung: Das Wappen ist ein sogenanntes redendes Wappen, es zeigt ohne Brückenköpfe aus der Vogelperspektive die alte Innbrücke von ~1150. Die Spitzen bedeuten die Wellen- und Eisbrecher der Brückenpfeiler, das Muster deren Bauweise aus eingerammten Holzstämmen, der Bord die Verschalung und die Teilung des Balkens die Holzbeplankung der Brücke. Seit 1267 wird das Wappenbild für Stadtwappen und -siegel verwendet, in der heutigen Form seit 1325 mit den heutigen Farben seit 1547. Es gibt auch eine stilisierte Version ohne Muster („In Rot zwei pfahlweise oben spitz zulaufenden silberne Rechtecke, belegt mit einem durchgehenden silbernen Balken.“)

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Innsbruck

Dialekt

Der in Innsbruck gesprochene Dialekt gehört der südbairischen Dialektgruppe an (siehe Dialekte in Tirol), ist jedoch stärker als andere Tiroler Dialekte vom Hochdeutschen beeinflusst und daher für Auswärtige relativ leicht verständlich. Ein typisches Kennzeichen des Dialektes dieser Region ist das sehr hart ausgesprochene K.

Innsbruck teilt traditionell die Kultur der deutschsprachigen Alpengebiete, ist aber großstädtisch und multikulturell geprägt.

Theater

Neben diesen gibt es noch zahlreiche kleinere Theater und Kleinkunstbetriebe.

  • Theater Verband Tirol

Museen

Tiroler Kaiserjägermuseum

Insgesamt gibt es in Innsbruck rund 20 Museen.

Archäologisches Historikerprojekt

In einem sogenannten Historikerprojekt soll unterhalb der Weiherburg, von der heute nur noch der Burghügel als Naturdenkmal zu sehen ist, der ehemalige Alte Jüdische Friedhof freigelegt werden. Heute erinnert an den über 400 Jahre alten Friedhof nur noch die Flurbezeichnung Judenbühel. Das Projekt wird vom Stadtsenat, von einem Verschönerungsverein des Bischofs Reinhold Stecher und den Historikern Niko Hofinger und Michael Guggenberger betreut. Mit der Erlaubnis Erzherzogin Katharinas 1598 an Samuel May seine Angehörigen unterhalb des Bühels zu bestatten, setzt man die Gründung des Friedhofs an. 1869 wurde der Platz wieder aufgegeben und am Westfriedhof die heutige jüdische Begräbnisstätte eingerichtet. Schon 1880 wurde die Mauer des alten Friedhofs eingerissen und der Platz eingeebnet. Es ist geplant die Fundamente der alten Mauern freizulegen und mit einer Hecke einzufrieden. Ein künstlerisches Denkmal ist ebenfalls geplant. Untersuchungen an den Gräbern selbst wird es nach der jüdischen Tradition nicht geben.

Kulturhäuser

Musik

Film

Bereits 1913 stellte ein französischer Filmproduzent in Tirol die erste Speckbacher-Verfilmung her. 1920 verfilmte die Wiener „Astoria-Film“ in Tirol zwei Filme nach Werken von Karl Schönherr mit Schauspielern der Innsbrucker Exl-Bühne: „Erde“ und „Glaube und Heimat“, wo der später äußerst erfolgreiche Eduard Hoesch noch die Handkurbel der Kamera bediente. 1921 nahm die „Tiroler Heimatfilm“ mit „Um Haus und Hof“ ihre erste Produktion in Angriff. Dies war eine Verfilmung eines Dramas von Franz Kranewitter mit Schauspielern der Exl-Bühne und unter Regie von Eduard Köck, der später vor allem als Schauspieler in Erscheinung trat.

Bauwerke

Das Goldene Dachl an der Herzog-Friedrich-Straße
Die Innsbrucker Hofburg
Der 1766 abgerissene Wappenturm war um 1497 mit allen Wappen der habsburgischen Herrschaftshäuser bis hinunter zu den kleinsten in Flandern (Aalst) und Graubünden (Rhäzüns) bemalt.[9]

Kirchengebäude

Parks

Naturdenkmäler

Sport

Seit 1952 ist Innsbruck ein Austragungsort der Vierschanzentournee.

1964 und 1976 war Innsbruck Austragungsort der Olympischen Winterspiele, den einzigen, die in Österreich bisher stattgefunden haben.

Im Jahr 2012 werden in Innsbruck die ersten Olympischen Jugend-Winterspiele stattfinden. Rund 1000 Jugendliche im Alter von 14 bis 18 Jahren werden daran teilnehmen.

Vom 12. bis 22. Jänner 2005 fand in Innsbruck und Umgebung die Winter-Universiade statt, die internationalen Winterspiele der Studierenden.

Innsbruck war zusammen mit Wien Austragungsort der Eishockey-Weltmeisterschaft der Herren 2005. Im Tivoli-Stadion wurde zusammen mit anderen Austragungsorten die Fußball-Europameisterschaft 2008 abgehalten. Im Jahr 2011 ist Innsbruck gemeinsam mit Wien, Prag und Liberec Austragungsort der Volleyball-Europameisterschaft.[10] 2011 ist Innsbruck neben Wien und Graz einer der Austragungsorte der American-Football-Weltmeisterschaft.[11]

Regelmäßige Veranstaltungen

Wirtschaft, Bildung und Infrastruktur

Innsbruck ist Verwaltungs- und Wirtschaftszentrum, sowie kultureller Mittelpunkt Westösterreichs, ganzjähriges Fremdenverkehrszentrum (über 1 Mio. Übernachtungen) und Kongress- und Universitätsstadt. Die Transportinfrastruktur umfasst Straßen-, Bahn- und Flugverbindungen, die vor allem im Rahmen der Olympischen Winterspiele 1964 und 1976 erweitert wurden.

Eine überregional bedeutende Messeveranstaltung ist die Gastronomiemesse fafga.

Wirtschaft

Ein traditioneller Industriezweig in der Stadt und der Region ist die Lodenherstellung. Dieser wetterfeste Stoff wurde vor allem in der Verarbeitung für Kleidung und Mäntel verwendet. Bedeutender Vertreter dieser Industrie Ende des 19. Jahrhunderts war Franz Baur’s Söhne, k.u.k. Hof- und Armee-Lieferant, dessen Sitz in Innsbruck war.

2001 gab es in Innsbruck 7.964 Arbeitsstätten, davon 41 Unternehmen mit mehr als je 200 Beschäftigten. Insgesamt waren per Stichtag 15. Mai 2001 78.186 Beschäftigte gemeldet.

Rund 34.500 Menschen pendeln täglich in die Stadt ein, davon 75 % aus dem Bezirk Innsbruck Land. Die Arbeitslosenrate betrug im Jahresdurchschnitt 2004 5 %.

In der Stadt leistet der Sektor der Vermögensverwaltung (32 %) vor dem öffentlichen Dienst (14 %) und dem Sektor Verkehr und Nachrichtenübermittlung (13 %) den stärksten Beitrag zur lokalen Bruttowertschöpfung.

Landwirtschaft wird vor allem in den Stadtteilen Arzl, Amras, Hötting, Vill und Igls betrieben. Im Bereich der Nordkette, die zugleich eine Funktion als Naherholungsgebiet hat, findet sich auch Almwirtschaft.

Medien

Zeitungen und Zeitschriften
Fernsehen
  • ORF-Landesstudio Tirol
  • Tirol TV
  • Telesystem Tirol
Internet-Fernsehen
  • zzapp.tv - Tirols erstes Internet-TV
Radioempfang in Innsbruck (UKW)
  • Ö1 87,6 MHz, 90,2 MHz, 91,4 MHz, 92,5 MHz
  • Ö3 88,5 MHz, 89,8 MHz, 98,2 MHz, 99,5 MHz
  • Radio Dolomiti 88,9 MHz
  • Radio Maria 91,1 MHz (Österreich), 98,5 MHz (Italien), 104,8 MHz (Südtirol)
  • Antenne Tirol 91,7 MHz, 97,6 MHz, 105,1 MHz
  • Welle 1 Innsbruck music radio 92,9 MHz
  • Radio Tirol (ÖR) 94,0 MHz, 94,6 MHz, 96,4 MHz
  • Radio U1 Unterland 94,2 MHz, 97,0 MHz, 100,5 MHz
  • Klassik Radio 95,5 MHz
  • 97 Neun FM 97,9 MHz
  • Energy 99,9 MHz
  • Antenne Südtirol 100,8 MHz
  • FM4 101,4 MHz, 102,5 MHz
  • Life Radio 101,8 MHz, 103,4 MHz, 107,4 MHz
  • ERF Südtirol 102,2 MHz
  • Welle 1 Oberland 104,3 MHz
  • Südtirol 1 105,4 MHz
  • Bayern 5 Aktuell 105,7 MHz
  • Freirad 105,9 MHz
  • KroneHit 106,5 MHz

Fachspezifische und österreichweit erhältliche Printmedien mit vergleichsweise geringer Auflage sind die Service- und Branchenmagazine Das Österreichische Industriemagazin, Factory, Solid und 4c – Magazin für Druck & Design, die in dem in Innsbruck ansässigen Industriemagazin Verlag erscheinen.

Öffentliche Einrichtungen

Innsbruck ist Sitz eines Bezirksgerichtes, des Landesgerichtes (für Tirol) und des Oberlandesgerichtes (zuständig für Tirol und Vorarlberg). Weiters befinden sich in der Landeshauptstadt eine Bundespolizeidirektion und eine Justizanstalt.

Die Krankenversorgung wird vom Landeskrankenhaus Innsbruck, sowie Hall, Hochzirl und Natters sichergestellt.

Weitere Einrichtungen der Landes- und Stadtverwaltung, Universitätsklinik, Gebietskörperschaften des Bundes, Interessensvertretungen, Schulen und zwei Universitäten haben hier ihren Sitz (siehe unten).

Des Weiteren befindet sich im Gebäude des Goldenen Dachls das Ständige Sekretariat der Alpenkonvention.

Kasernen des Bundesheeres

  • Kommandogebäude Fenner-Dankl: Militärkommando Tirol
  • Eugen-Kaserne: Stabskompanie des Militärkommando Tirol
  • Amtsgebäude FM Conrad: Militärspital 2, Ergänzungsabteilung-Stellungskommission
  • Standschützen-Kaserne: 6. Jägerbrigade, Stabsbataillon 6

Bildung

Hochschulen und Universitäten

Mittelschulen

Allgemeinbildende Höhere Schulen:

Berufsbildende Höhere Schulen:

Studentenwohnheime

Tourismus

Der Tourismus stellt für die Stadt eine wichtige Einnahmequelle dar. Dank zahlreicher Bauten aus der Zeit Kaiser Maximilians I., dank der einzigartigen Lage inmitten der Tiroler Bergwelt und nicht zuletzt auf Grund des umfangreichen Sportangebots ist Innsbruck bei Touristen aus aller Welt ein beliebtes Ziel.

In der Altstadt befinden sich das weltbekannte Goldene Dachl, der Dom zu St. Jakob, das Helblinghaus und die Hofburg mit der Hofkirche – wegen der überlebensgroßen Bronzestatuen, die das Grabmal von Kaiser Maximilian I. umgeben, auch „Schwarzmanderkirche“ genannt.

Viele Touristen kommen auch wegen etablierter Veranstaltungen wie dem Tanzsommer, den Festwochen der Alten Musik und den Ambraser Schlosskonzerten. Sehr beliebt, speziell bei Gästen aus Italien, sind Christkindlmarkt und Bergsilvester.

Verkehr

Durch die Lage am Fuße eines der wichtigsten Alpenpässe, war Innsbruck bereits im Mittelalter ein wichtiger Verkehrsknoten für den Handel zwischen Italien und den deutschen Fürstentümern, und viele Reisende machten hier Station – u.a. Goethe im Hotel Goldener Adler.

Eisenbahn

Mit der Eröffnung der Unterinntalbahn via Kufstein nach München bzw. Salzburg fand die Stadt 1858 Anschluss an das sich rasch entwickelnde Eisenbahnnetz. Diese Entwicklung wurde durch den Bau der Giselabahn (ab Wörgl Richtung Graz und Belgrad) und die Errichtung der Brennerbahn 1867 weiter gefördert, wodurch Innsbruck an einer der wichtigsten Eisenbahnstrecken der Habsburgermonarchie. Durch die 1884 fertig gestellte Arlbergbahn Richtung Feldkirch und in weiterer Folge Bregenz bzw. Schaan/Zürich/Basel wurde die Stadt nun endgültig zu einem wichtigen Verkehrsknoten auf der Nord-Süd- und Ost-West-Achse. Diese Entwicklung wurde durch die 1912 eröffnete Mittenwaldbahn nach Garmisch-Partenkirchen gefestigt. Alle diese Linien laufen am Hauptbahnhof Innsbruck zusammen.

Im Zuge der Ausbauarbeiten der TEN-Achse Berlin-Palermo wird die Unterinntalbahn als eine der meistbefahrenen Eisenbahnstrecken in Österreich (bis zu 430 Züge am Tag) derzeit vierspurig ausgebaut. Südlich der Stadt soll ab 2016 mit den Bauarbeiten am Hauptstollen des Brennerbasistunnels begonnen werden, welcher zusammen mit den entsprechenden Zuläuferstrecken eine Kapazitätssteigerung des alpenquerenden Schienenverkehrs zur Folge haben sollen.

Straßenverkehr

Entlang dieser Eisenbahnstrecken entstand in den 60er Jahren des 20. Jahrhunderts zunächst in östlicher Richtung die Inntalautobahn A12, welche Innabwärts bei Rosenheim mit der A8 nach München, sowie Salzburg/Wien verbunden ist. Nach Westen geht die A12 im Oberinntal in die Arlbergschnellstraße über, welche das Arlbergmassiv im mautpflichtigen Arlbergstraßentunnel unterquert und die einzige gänzlich winterfest Straßenverbindung nach Vorarlberg darstellt.

In südliche Richtung zweigt am Autobahndreieck Innsbruck schließlich die Brennerautobahn nach Bozen und Verona ab, die südlich der Landeshauptstadt mit der beinahe 200m hohen Europabrücke das Wipptal überspannt.

In Richtung Norden besteht keine Autobahn, sondern nur eine Anbindung via B177 über den Zirler Berg nach Seefeld in Tirol und weiter via Mittenwald nach Garmisch-Partenkirchen.

Da die Saline in Hall mittels eines Rechens die auf dem Inn geflößten Baumstämme auffing, war jener nicht bis Innsbruck schiffbar und die Waren mussten bereits weiter Innabwärts gestapelt und umgeladen werden und die Schifffahrt spielte nie eine sonderlich große Rolle in der Stadtgeschichte.

Flugverkehr

Innsbruck verfügt über einen internationalen Flughafen im Westen der Stadt (Kranebitten). Dieser ist der Heimatflughafen der als Austrian Arrows operierenden Tyrolean Airways und der Welcome Air. Diese und andere verbinden Innsbruck mittels ganzjährigen Linienflügen u.a. mit Wien, Frankfurt, London, Berlin und Graz.

Öffentlicher Nahverkehr

Hauptartikel: S-Bahn Tirol, Innsbrucker Verkehrsbetriebe und Straßenbahn Innsbruck

Straßenbahn- und O-Bus-Netz 1996 (nicht mehr aktuell)
Straßenbahn der IVB an der Endhaltestelle Bergisel der Linie 1

Innsbruck verfügt über ein attraktives Verkehrsinfrastrukturnetz. Im Stadtgebiet und in den Vororten werden von den Innsbrucker Verkehrsbetrieben (IVB), der Firma Innbus und der ÖBB Postbus Straßenbahnlinien und Buslinien betrieben sowie nach Betriebsschluss der regulären Linien ein Nachtbusnetz, dessen wichtigste Linien an allen Wochentagen die ganze Nacht lang verkehren.

Das Straßenbahnnetz besteht aus den Linien 1, 3, 6 (Igler) und STB (Stubaitalbahn). Seit 2003 wird im Rahmen eines mehrjährigen Ausbauprogramms das Straßenbahnnetz modernisiert und erweitert: die Stubaitalbahn wird zur Nord-Süd-Stadtbahnlinie ausgebaut, die Buslinie O zur Straßenbahn umgebaut, die Straßenbahnlinie 3 an beiden Enden verlängert und eine Stadtbahnlinie unter Mitbenützung von Straßenbahn-Trassen in die östlichen und westlichen Vororte errichtet. Von 1944 bis 1976 und von 1988 bis 2007 existierte außerdem der Oberleitungsbus Innsbruck.

S-Bahn Tirol Logo

Viele Umlandgemeinden werden außerdem mittels S-Bahn erschlossen.

Weiters gibt es eine moderne, teilweise unterirdisch verlaufende Standseilbahn zwischen den Stadtteilen Innere Stadt und Hungerburg, die Hungerburgbahn. Es ist möglich, mit der Nordkettenbahn, einer Seilschwebebahn, auf die Hafelekarspitze auf 2.269 m zu fahren. Von diesem Punkt hat man die Aussicht auf die ehemalige Olympiastadt sowie auf die Dörfer und Gebirge ringsum. Außerdem verläuft auf dem Gemeindegebiet von Innsbruck eine zweite Seilbahn - die Patscherkofelbahn, die ein weiträumiges Wandergebiet (und ein kleines Schigebiet) in den Tuxer Voralpen südöstlich der Stadt erschließt.

Siehe auch: Liste der Straßen in Innsbruck

Söhne und Töchter der Stadt

Siehe: Liste der Söhne und Töchter der Stadt Innsbruck

Sonstiges

Der internationale Dachverband der Hilfsorganisation SOS-Kinderdorf, der Verein SOS-Kinderdorf International, hat seinen Sitz in Innsbruck. Außerdem ist in Innsbruck auch der nationale Hauptverein, SOS-Kinderdorf in Österreich, ansässig.

Literatur

  • Otto Stolz: Geschichte der Stadt Innsbruck, Innsbruck 1959.
  • Stadt Innsbruck – Stadtplanung (Hrsg.): innsbruck. stadtgeschichten. stadtplanung, baukultur, lebensqualität. Studienverlag, Innsbruck 2008, ISBN 978-3-7065-4033-9.
  • Franz-Heinz Hye: Geschichte der Stadt Innsbruck. Gesammelte Aufsätze und Beiträge, Innsbruck Link Interactive Systems 2001, ISBN 3-85482-002-X, CD-ROM.
  • Franz-Heinz Hye: Innsbruck und seine Stadtteile in historischen Bildquellen: alte Vedouten, Photographien und Ansichtskarten als Quellen der Stadtgeschichte mit Abbildung und Beschreibung aller Stadtteilwappen. Heimat-Verlag, Budapest 1996.
  • Martin Reiter: Innsbruck, eine kurze Geschichte der Stadt: Ereignisse, Persönlichkeiten, Jahreszahlen. Ueberreuter, Wien 2004, ISBN 3-8000-7045-6
  • Tanja Chraust: Innsbrucker Luftfahrt. Sutton, Erfurt 2007, ISBN 978-3-86680-190-5
  • Innsbruck sehen: Stadtbilder einst und jetzt. StudienVerlag, Innsbruck/Wien/Bozen 2008, ISBN 978-3-7065-4613-3
  • Karin Schneider: Kleine Innsbrucker Stadtgeschichte, Innsbruck 2008, ISBN 978-3-7022-2975-7
  • Michael Forcher: Die Geschichte der Stadt Innsbruck. Haymonverlag, Innsbruck 2008, ISBN 978-3-85218-553-8
  • Barbara Danzl, Ulla Fürlinger, Katja Laske: Mit Kindern durch Innsbruck. Löwenzahnverlag, 2008, ISBN 978-3-7066-2403-9
  • Ingrid Bubestinger, Gertraud Zeindl: Zur Stadtgeschichte Innsbrucks. Innsbruck 2008, ISBN 978-3-901886-39-3
  • Helma Türk: Filmland Tirol! - Eine Reise durch Tirols Filmgeschichte. 140 Seiten, 117 Abb. Selbstverlag, Innsbruck/Bad Reichenhall 2007

Weblinks

 Commons: Innsbruck – Album mit Bildern und/oder Videos und Audiodateien
Wikinews Wikinews: Innsbruck – in den Nachrichten

Einzelnachweise

  1. Innsbruck an der Isar. Gis2.tirol.gv.at. Abgerufen am 5. Juni 2010.
  2. a b Innsbruck in Tirol, Wetter Innsbruck, Webcam Innsbruck: feratel media technologies AG. Feratel.com. Abgerufen am 5. Juni 2010.
  3. Karl-Heinz Schreiber: Berthold V. von Andechs, Begründer Innsbrucks. Genealogie-mittelalter.de. Abgerufen am 5. Juni 2010.
  4. Ernst Theodor Gaupp: Deutsche Stadtrechte des Mittelalters, mit rechtsgeschichtlichen Erläuterungen. Zweiter Band, Breslau 1852, S. 251-256, GoogleBooks
  5. Krematorium Innsbruck. IKB AG. Abgerufen am 5. Juni 2010.
  6. Jugend-Olympia 2012: Premiere der Winterspiele in Innsbruck. Spiegel.de (12. Dezember 2008). Abgerufen am 5. Juni 2010.
  7. Liborius Olaf Lumma: Orthodoxes Leben in Innsbruck; abgerufen am 17. November 2011.
  8. Galerie im Taxispalais: Galerie des Landes Tirol. Galerieimtaxispalais.at. Abgerufen am 5. Juni 2010.
  9. Ottfried Neubecker: Wappen – ihr Ursprung, Sinn und Wert, ISBN 3-8105-1306-7
  10. bluegate communications, sportlive.at (24. Februar 2010): Volleyball | Nationalteams. sportlive.at. Abgerufen am 5. Juni 2010.
  11. http://www.americanfootball2011.com/
  12. Innsbrucker Festwochen der Alten Musik. Altemusik.at. Abgerufen am 5. Juni 2010.

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