Ist das Leben nicht schön?


Ist das Leben nicht schön?
Filmdaten
Deutscher Titel Ist das Leben nicht schön?
Originaltitel It’s a Wonderful Life
Produktionsland USA
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 1946
Länge 125 Minuten
Altersfreigabe FSK 12
Stab
Regie Frank Capra
Drehbuch Frances Goodrich
Albert Hackett
Frank Capra
Produktion Frank Capra
Musik Dimitri Tiomkin
Kamera Joseph F. Biroc
Joseph Walker
Schnitt William Hornbeck
Besetzung
  • James Stewart: George Bailey
  • Donna Reed: Mary Hatch Bailey
  • Lionel Barrymore: Henry F. Potter
  • Thomas Mitchell: Onkel Billy Bailey
  • Henry Travers: Clarence EZ2
  • Beulah Bondi: Ma Bailey
  • Todd Karns: Harry Bailey
  • Samuel S. Hinds: Peter Bailey
  • Charles Williams: Cousin Eustace Bailey
  • Gloria Grahame: Violet Bick
  • Frank Faylen: Ernie Bishop
  • Ward Bond: Bert, der Wachtmeister
  • H. B. Warner: Mr. Emil Gower
  • Frank Albertson: Sam Wainwright
  • William Edmunds: Mr. Martini
  • Robert J. Anderson: (Kind) George Bailey
  • Karolyn Grimes: Zuzu Bailey
  • George Nokes: (Kind) Harry Bailey
  • Jean Gale: (Kind) Mary Hatch
  • Jeanine Ann Roose: (Kind) Violet Bick
  • Sheldon Leonard: Nick, der Barkeeper
  • Charles Halton: Carter, der Bankrevisor
  • Tom Fadden: Der Brückenwärter

Ist das Leben nicht schön? (Originaltitel: It’s a Wonderful Life) ist eine US-amerikanische Tragikomödie aus dem Jahr 1946. Der Spielfilm nach einer Erzählung von Philip Van Doren Stern wurde von der US-amerikanischen Produktionsfirma RKO Pictures verliehen und von Liberty Films produziert. Die Schauspieler James Stewart und Donna Reed spielen in diesem Film die Hauptrollen. Trotz des kommerziellen Misserfolgs wird der Film von Kritikern als einer der besten Filme der Filmgeschichte angesehen.

Inhaltsverzeichnis

Handlung

Vorgeschichte

Ausgerechnet am Weihnachtsabend verliert der beliebteste Bürger von Bedford Falls seinen Lebensmut. Voller Sorge ertönen in den Häusern dieser verschlafenen Kleinstadt Gebete, Gott möge George Bailey doch beistehen. Diese Gebete werden von zwei himmlischen Kräften, symbolisiert durch zwei sich miteinander unterhaltende Galaxien, erhört, die daraufhin beraten, was zu tun sei. Ein Engel muss her, doch leider hat nur der recht tollpatschige und noch flügellose Engel Clarence – dargestellt durch einen hell leuchtenden Stern – Dienst. Dieser hat nun eine Stunde Zeit, sich der Sache anzunehmen. Doch zuvor soll er über George Baileys Leben aufgeklärt werden. Eine Nebelschwade erscheint auf der Leinwand, und die eigentliche Geschichte des Films beginnt.

Kindheit von George Bailey

Schon in seiner Kindheit leistet George Bailey Erstaunliches. So rettet er seinem jüngeren Bruder Harry Bailey, der im Eis einbrach, das Leben, verliert dabei aber das Hörvermögen seines linken Ohres.

Nebenbei arbeitet er im Gemischtwarenladen von Mr. Emil Gower. Als dieser eines Tages erfährt, dass sein Sohn an einer Lungenentzündung gestorben ist, unterläuft ihm ein schlimmer Fehler. Er verwechselt ein Medikament mit Gift, welches George ausliefern soll. Dieser hat allerdings den Missgriff des alten Mr. Gower bemerkt und verhindert die Auslieferung. Somit ist auch das Leben des kleinen Jungen gerettet, welcher das Medikament erhalten sollte.

George Bailey als Erwachsener

George Bailey ist mittlerweile erwachsen geworden. Er arbeitet bei seinem Vater im Büro und verhilft dort den ärmeren Bürgern von Bedford Falls zu ihrem Traum vom eigenen Heim. Doch er will nun endlich seine Heimatstadt verlassen, um zu studieren und so seine Kindheitsträume zu verwirklichen („Ich wünsche, dass ich einmal Millionär werde“). Zuvor besucht er jedoch die Abschlussfeier seines jüngeren Bruders Harry. Dort trifft er Mary Hatch, eine alte Bekannte, wieder. Beide tanzen und flirten ausgiebig miteinander, bis sie durch einen Mechanismus, der durch einen eifersüchtigen Nebenbuhler Georges ausgelöst wurde, in das Schwimmbecken fallen. Nass begeben sie sich spät in der Nacht auf den Nachhauseweg und kommen dabei an einem alten Haus vorbei, das schon seit Jahren unbewohnt ist. In einer Mischung aus liebestoller Euphorie und gegenseitigem Imponiergehabe werfen beide jeweils einen Stein auf die Scheiben des alten Hauses, um sich danach etwas zu wünschen.

Als der Flirt seinen Höhepunkt erreicht und sich eine ernstere Beziehung entwickeln könnte, erfährt George von einem Bekannten, dass sein Vater einen Schlaganfall erlitten hat. Am nächsten Tag ist Peter Bailey, Präsident der Bausparkasse „Building And Loan“, tot. Der Vorstand beschließt (trotz heftigen Protestes des geldgierigen Antagonisten Mr. Potter), dass die Bank bestehen bleibt, und macht George zum neuen Präsidenten. George beugt sich diesem Beschluss und lässt somit all seine Kindheitsträume fahren, um die Bank davor zu bewahren, in die Hände des allein an Profit orientierten Mr. Potter fallen zu lassen. Mr. Potter ist bereits der reichste und mächtigste Bewohner von Bedford Falls. Er besitzt mehrere Banken, Bahn- und Buslinien sowie Postämter. Sollte die „Building And Loan“ nicht mehr bestehen, würde er praktisch die ganze Stadt kontrollieren können. Dank Georges Opfer kann nun sein jüngerer Bruder Harry auf das College gehen und verreisen.

George auf seinem Karrierehöhepunkt

Einige Jahre später erscheint Harry Bailey wieder in seiner Heimatstadt Bedford Falls. Seine Verwandten und Freunde begrüßen ihn am Bahnhof. Harry, der ein bekannter Baseballspieler geworden ist, stellt ihnen seine Ehefrau Ruth Dakin vor. Diese Heirat war für Harry ein gewaltiger Karrieresprung, da ihr Vater ihm eine Stelle in einer Glaswarenfabrik in Buffalo versprochen hat. Harry steht somit nicht mehr für eine Arbeit in der „Building and Loan“ zur Verfügung, George ist auf sich allein gestellt.

In den darauffolgenden Jahren heiratet George seinen alten Flirt Mary. Kaum haben beide geheiratet, da bedroht eine Wirtschaftskrise „Building and Loan“. Es kursieren Gerüchte, die „Building and Loan“ stehe vor dem Bankrott. Alle Anleger wollen ihr Geld zurück, ansonsten würden sie ihre Anlageaktien an Mr. Potter verkaufen. Damit hätte dieser endlich sein Ziel erreicht und die „Building and Loan“ geschluckt. George muss, nach einem Vorschlag Marys, seine eigenen Ersparnisse angreifen und somit auf seine Hochzeitsreise verzichten.

In der Bank erlebt George den längsten Tag seines Lebens. Endlich wird es Abend und noch 2 Dollar sind in der Kasse. Die „Building and Loan“ ist gerettet, was Mr. Potter missfällt.

Mary nennt ihm eine Adresse, zu der er kommen soll. Im strömenden Regen geht er zur angegebenen Adresse. Es ist das alte Haus, in dem er und Mary einst die Scheiben eingeworfen haben, um sich etwas zu wünschen. Nun weiß George, was Mary sich gewünscht hat. Sie hat den Tag genutzt, um aus der Ruine so etwas wie ein Zuhause zu machen. Mit der Hilfe von Freunden, die George vor der Tür empfangen, ist es ihr auch gelungen.

Wieder sind einige Jahre ins Land gezogen. Mary und George wohnen inzwischen zusammen mit ihren vier Kindern in dem alten Haus. George hat den Bailey Park gegründet, ein Wohngebiet für ärmere Familien, und entzieht Mr. Potter so ein gutes Stück Macht über die Stadt. Potter schlägt ihm ein Geschäft vor, um seine Machtposition zurückzuerobern und zu erweitern. In seinem Angebot schlägt er George Bailey einen Vier-Jahres-Vertrag vor, der ihm 20.000 Dollar jährlich sichert. Doch George lehnt auf schroffe, unhöfliche Weise ab, da er die Hinterhältigkeit des Potter'schen Plans durchschaut.

24. Dezember

Es vergehen einige Jahre, in denen sich viel auf der Welt und in Bedford Falls ereignet. Ma Bailey, die Mutter von George, muss während des Zweiten Weltkriegs Kleidung für das Amerikanische Rote Kreuz nähen. Harry schießt als Jagdflieger fünfzehn Gegner ab und erhält einige Jahre später die Ehrenmedaille Medal of Honor. George wird auf Grund seines tauben Ohres nicht eingezogen und bleibt in Bedford Falls.

Am Heiligabend passiert jedoch ein Missgeschick, das George an dem Sinn seines Lebens zweifeln lässt und ihn fast dazu bringt, Selbstmord zu begehen. Onkel Billy, wie immer etwas verwirrt, muss einen Geldbetrag von 8000 Dollar zur Einzahlung bringen. Diesen verliert er ausgerechnet vor den Augen des hartherzigen Potter. Potter behält das gefundene Geldbündel für sich. Somit müssen sie die Rechnung schuldig bleiben und der „Building And Loan“ droht nun der Bankrott. Ausgerechnet für diesen Tag hat sich der Bankprüfer angemeldet. George ist an einem Tiefpunkt seiner Existenz angelangt. Völlig verzweifelt geht er am Abend zu Mr. Potter und fleht ihn um Geld an. Er bietet als Sicherheit seine Lebensversicherung, auf die allerdings erst 500 Dollar eingezahlt sind. Potter weist ihn auf schroffe, unhöfliche Weise ab („Sie sind ja tot mehr wert als lebendig“). Tief deprimiert und nicht mehr ganz er selbst, fährt er weiter zur Bar Martinis und betet dort unter Tränen zu Gott. Doch statt dass sich alles wieder zum Guten wendet, wird er einen Moment später von einem Mann niedergeschlagen, dessen Frau, die Lehrerin von Georges Tochter, er kurz zuvor in seinem aufgewühlten Zustand beleidigt hat.

Nicht mehr wirklich fahrtüchtig, fährt er auf dem Heimweg gegen einen Baum. Er geht zu einer nahegelegenen Brücke und will von dieser eigentlich hinunterspringen, als im selben Moment ein älterer Mann (scheinbar aus dem Nichts) in den Fluss unter der Brücke fällt. George rettet ihn und bringt ihn in die kleine Behausung des Brückenwartes. Dort behauptet der Mann, dass er in Wirklichkeit Georges Schutzengel sei und ihn gerettet habe („Ich bin die Antwort auf dein Gebet. Deshalb wurde ich runtergeschickt“). George glaubt ihm zunächst kein Wort und bereut, dass er geboren wurde („Ich wünschte, ich wär' nicht geboren“).

Der Schutzengel Clarence erfüllt ihm diesen Wunsch und zeigt ihm, wie das Leben ohne ihn ausgesehen hätte. Seine Ehefrau Mary wäre eine alte Jungfer und seine vier Kinder würden nicht existieren. Mr. Gower, der ehemalige Chef von George, wäre für zwanzig Jahre ins Gefängnis gekommen, da er einem Jungen durch ein Versehen Gift in die Tabletten getan hat. Sein Bruder hätte als Kriegsheld nicht vielen Soldaten das Leben retten können, weil er im Eis ertrunken wäre. Violet, ein Mädchen, dem er einmal mit Geld ausgeholfen hat, arbeitet nun in einem billigen Striplokal und scheint mit dem Gesetz in Konflikt geraten zu sein. Aus der beschaulichen Kleinstadt Bedford Falls wäre eine von Spielhöllen und Striplokalen dominierte Lasterhöhle namens Potterville geworden, die viele Menschen in der Stadt kaltherzig und brutal gemacht hätte, wie man bei einem Besuch bei Martinis sieht. Das Wohngebiet Bailey Park würde nicht existieren und die Stadt vollkommen in der Hand Potters sein.

Als er dies alles sieht, bereut er den Wunsch und will wieder leben. Clarence, der somit seine Aufgabe erfüllt hat, stellt den ursprünglichen Zustand wieder her. George kehrt, erfreut über seine zurückgewonnene Existenz und dass alles wieder beim Alten ist, zu seiner besorgten Familie zurück. Auf dem Weg nach Hause wünscht er allen fröhliche Weihnachten („Bert, du weißt ja nicht, wie schön das Leben sein kann! Frohe Weihnachten!, Hurra! Hallo, Bedford Falls!“). Als er zu Hause angekommen ist, wartet schon die nächste Überraschung auf ihn. Alle Freunde und Verwandten haben sich versammelt, um Bailey Geld zu spenden. Sam Wainwright, ein alter Schulfreund, dem er einst Mary ausgespannt hat, spendet sogar 25.000 Dollar. Im selben Moment erscheint sein Bruder Harry mit seiner Ehefrau Ruth („Einen Toast auf meinen großen Bruder George, den reichsten Mann der Stadt“). Ein Glöckchen klingelt („Und jedes Mal, wenn ein Glöckchen klingelt, bekommt ein Engel seine Flügel“), erinnert Georges Tochter Zuzu, was bedeutet, dass Clarence, der nach getaner Arbeit verschwunden ist, seine Flügel erhalten hat.

Der Film endet mit einem Happy-End und das von allen Anwesenden gesungene Lied Auld Lang Syne lässt den Film ausklingen.

Dreharbeiten

Drehbuch

In den 1940er Jahren galt für Spielfilme ein strenger Production-Code, der durch die Motion Picture Association of America festgelegt wurde. Wörter oder Dialogsätze wie z. b. "Nüsse für Sie", "verdammt", "impotent", "Idiot" oder "lausig" mussten aus Capras Skript gestrichen werden. Ein weiterer Teil des Production Code legte fest, dass kriminelles Handeln in Filmen bestraft werden musste. Capra umging diesen Teil des Codes, sodass Mr. Potter für den Diebstahl der 8.000 Dollar niemals bestraft wurde.

Drehorte

Gedreht wurde der Klassiker im San Fernando Valley, Los Angeles, im Stadtteil Encino. Dort war die Encino Movie-Ranch der RKO Pictures in den 1920er Jahren für Hollywoodfilmproduktionen errichtet worden.[1] Die Dreharbeiten begannen am 15. April, der letzte Drehtag war am 27. Juli 1946.[2] Für die Filmstadt wurde eine 275 Meter lange Hauptstraße (Genesee Street) gebaut.[3] Die Filmstadt bestand aus drei Häuserblocks mit 75 Geschäften, einer Villensiedlung, einem Industriegebiet und einem Armenviertel auf einer Gesamtfläche von gut 16.000 m². Die Bauzeit betrug zwei Monate. Dieses Set war eine der längsten Filmstädte, die jemals in Hollywood für einen Film gebaut wurde.[4]

Die Turnhalle, deren Boden sich nach beiden Seiten öffnet und unter dem sich ein Schwimmbecken befindet, existiert auch heute noch und gehört zur Beverly Hills High School in Los Angeles.

Die Bailey-Park-Szenen wurden in La Crescenta-Montrose, Californien aufgenommen. Die Siedlung und das neue Haus der Martinis existiert auch heute noch so gut wie unverändert.

Bedford Falls

Der Name der fiktiven Stadt "Bedford Falls" ergibt sich aus den realen Städten Seneca Falls und Bedford Hills im Bundesstaat New York. Seneca Falls wirbt mit dem Slogan des "wahren Bedford Falls" [5] für sich. Regisseur Frank Capra erschuf diesen fiktiven Ort für sein Drehbuch, nachdem er sich die Orte persönlich angeschaut hatte. Capra selbst äußerte sich nie, welche Stadt ihm als Vorbild diente.

Im Film wird die Stadt Rochester von Sam Wainwright erwähnt. Sie ist nur 70 km von Seneca Falls entfernt. Der Bankrevisor bemerkt, dass er Weihnachten gern mit seiner Familie „zuhause in Elmira“ feiern möchte. Elmira liegt ebenfalls in der Nähe (90 km) von Seneca Falls. Auch Straßenzüge und eine Brücke in Seneca Falls ähneln den Kulissen im Film sehr.[6]

Um Schnee zu simulieren, wurden zur damaligen Zeit Cornflakes weiß eingefärbt, doch das Knirschen störte die Aufzeichnung des Dialogs so sehr, dass eine Nachsynchronisation notwendig geworden wäre. Capra bestand jedoch auf den Originalton. Somit ließ Capra für den Set einen neuen Kunstschnee entwickeln, wofür ein Löschschaum-Seifen-Wasser-Gemisch zur Anwendung kam. Knapp 23.000 Liter wurden davon während der Dreharbeiten verwendet. Hinzu kamen 300 Tonnen Gips, 300 Tonnen Putz sowie 3000 Tonnen zerstoßenes Eis, um den Eindruck einer verschneiten Stadt zu vermitteln.[7] Die Effekte-Abteilung der RKO erhielt für die Entwicklung des neuen Filmschnees von der Motion Picture Academy einen Technik-Preis.

Hintergrund

  • Ist das Leben nicht schön? erschien am 20. Dezember 1946 in den USA. Der Film war in den US-amerikanischen Kinos ein „Flop“ und konnte sich kommerziell nicht durchsetzen. Auch bei der Oscar-Verleihung im Jahr 1947 gewann der Film, trotz fünf Nominierungen, keinen Oscar.
  • Die Encino Movie-Ranch der RKO Filmproduktionsgesellschaft gehörte von den 1920er Jahren an zum Ortsbild. Die Straßen Burbank Boulevard, Louise Avenue, Oxnard Street und der Balboa Boulevard umrahmten das Außen-Studiogelände. Auf dem 36 Hektar großen Grundstück wurden einige Hollywoodfilme wie z. B. der als erster Western mit einem Oscar prämierte Film Pioniere des wilden Westens von 1931, Der Glöckner von Notre Dame (1939) und etliche "B-Western" gedreht. Doch 1954 verkaufte die RKO ihr Studiogelände in Encino. Die Kulissen wurden abgerissen und wichen bald neuen Wohnsiedlungen. Viele der Bäume, welche für "Bedford Falls" gepflanzt wurden, existieren heute immer noch und zieren den Lake Balboa Park nebenan.[8]
  • Im Jahr 1974 verfiel das Urheberrecht, da sich keiner um die Rechte kümmerte. Seit diesem Zeitpunkt strahlten unterschiedliche Fernsehsender kostenlos den Film aus. Der Film avancierte in den 1980er-Jahren zum Filmklassiker und zum typischen Weihnachtsfilm. Im Jahr 1993 klagte Republic Pictures vor Gericht das Urheberrecht ein und besitzt seitdem die Exklusivrechte.

Vorkommen in anderen Produktionen

  • Im Film Menace to Society von 1993 schaut sich der Hauptdarsteller Caine 'Kaydee' Lawson, nachdem er angeschossen und wieder aus dem Krankenhaus entlassen wurde, zusammen mit seinen Großeltern, bei denen er lebt, den Film Ist das Leben nicht schön? an.
  • Im Januar 2010 starteten einige US-amerikanische Prominente eine Kampagne mit dem Ziel, die US-Bürger dazu zu bewegen, ihr Geld von den großen Investmentbanken abzuziehen und bei kleinen lokalen Banken anzulegen. Die Kampagne unter dem Titel „Move your Money“ wurde durch ein Video unterstützt, das mit Ausschnitten aus Ist das Leben nicht schön?" den Konflikt zwischen Bailey und Potter als Sinnbild für die „bösen großen“ und die „guten kleinen“ Banken nutzt.[10]
  • In einer Szene des Films Bruce Allmächtig aus dem Jahr 2003 fängt der Hauptdarsteller Bruce Nolan mittels seiner göttlichen Kräfte den Mond mit einem Lasso, um ihn näher heranzuziehen. Eine Anspielung auf die Zeichnung von Mary Hatch in Ist das Leben nicht schön?, die die Aufschrift „George Lassos The Moon“ trägt. Des Weiteren ist die Flirtszene auch in diesem Film zu sehen.
  • In der Folge Stille Nacht der US-amerikanischen Serie Navy CIS führt Senior Special Agent Tony DiNozzo den Film seinen Teamkollegen zu Weihnachten vor.
  • Von Ist das Leben nicht schön? gibt es eine Schrecklich-nette-Familie-Parodie, in der der Engel Al Bundy zeigen will, dass es ohne ihn nicht geht. Dummerweise ist die Welt der Kinder und seiner Frau viel besser als ihr Leben jetzt.
  • In einer Folge Hannah Montana wünscht sich Miley für immer Hannah Montana zu sein und ein Engel zeigt ihr, wie das Leben wäre und dass sie so ihre Freunde Lilly und Oliver nie getroffen hätte.
  • Im Weihnachtsklassiker Schöne Bescherung von 1989 mit Chevy Chase als Clark Criswold sieht sich sein Sohn Rusty den Film im Fernsehen an.
  • In dem Film Gremlins – Kleine Monster sieht sich die Mutter des Hauptdarstellers bei der Küchenarbeit Ist das Leben nicht schön? im Fernsehen an, da dieser ein beliebter Weihnachtsfilm ist.
  • Im Film Elmo rettet Weihnachten kommen zahlreiche Ausschnitte aus dem Film vor. Beispielsweise gab es eine Szene, in der Ernie und Bert an einem Fernseher vorbeigehen, in dem der Film läuft, und man sieht die Szene, in der George fragt „Bert, Ernie, was ist mit euch los?“.
  • In der Folge Ein besonders missglücktes Weihnachten (A Very Special Family Guy Freakin' Christmas) der US-amerikanischen Serie Family Guy wird ein Ausschnitt des Films gezeigt.
  • Im Film Mensch, Dave! schauen sich der Kapitän des Raumschiffes und seine Assistentin Nr. 3 den Film zum Verständnis der menschlichen Rasse an und – offenbar vom romantischen Ende des Films tief bewegt – küssen sich beinahe.
  • In der TV-Serie Alle hassen Chris, 1. Staffel, 8. Folge mit dem Titel Chris hasst Weihnachten schaut Chris mit seinen Geschwistern den Film im elterlichen Wohnzimmer.
  • in der TV-Serie "Moonlighting" ("Das Model und der Schnüffler"), 3. Staffel, Folge 8 ("It's A Wonderful Job") wünscht sich Maddie, sie hätte ihre Detektei "City of Angels", später umbenannt in "Blue Moon", geschlossen. Ihr erscheint in einer Bar, wo sie ihren Frust ertränken will, ein Engel, der ihr mitteilt, er habe ihren Wunsch erfüllt und ihr zeigt, was aus ihren Freunden, Kollegen und ihr selbst geworden wäre. Daraufhin ändert sie ihre Meinung und will ihr Leben so behalten, wie es ist.
  • In Folge 13 mit dem Titel "Die Fressaffäre", aus Staffel 4 der TV-Serie King of Queens, leiht Arthur sich "Ist das Leben nicht schön?" mit dem Kommentar aus, vielleicht eine Perle entdeckt zu haben. Nach dem Anschauen kommt er jedoch zu dem Schluss, dass der Film "ziemlicher Mist" sei.
  • Im Film Kevin - Allein zu Haus sieht sich Kevin kurz den Film an, bevor er bemerkt, dass seine Familie nicht mehr da ist.
  • Im Film Kevin - Allein in New York läuft der Film im Fernsehen, als sich Kevins Familienangehörige zu Weihnachten in Miami aufhalten. In der Szene sieht man den Hauptdarsteller James Stewart.

Deutsche Fassung

Die deutsche Synchronbearbeitung entstand 1961 im Auftrag der ARD. Die Erstausstrahlung im deutschen Fernsehen erfolgte am 16. Dezember 1961 von der ARD. [11] [12]

Rolle Darsteller Synchronsprecher
George Bailey James Stewart Günther Dockerill
Mary Hatch Bailey Donna Reed Marion Degler
Mr. Potter Lionel Barrymore Heinz Klevenow
Onkel Billy Thomas Mitchell Martin Hirthe
Clarence Henry Travers Manfred Steffen
Violet Bick Gloria Grahame Eva Maria Bauer
Harry Bailey Todd Karns Charles Brauer
Mr. Gower H.B. Warner Joseph Offenbach
Peter Bailey (Vater) Samuel S. Hinds Heinz Engelmann

Auszeichnungen

Oscar 1947

Die Tragikomödie wurde in den folgenden Kategorien erfolglos für den Oscar nominiert:

Der Film erhielt die folgenden Auszeichnungen/Preise:

Ehrungen des renommierten American Film Institutes:

  • 2002: Auf Platz 8 der 100 besten Liebesfilme aller Zeiten wurde "Ist das Leben nicht schön?" gewählt
  • 2003: Die von James Stewart verkörperte Rolle des George Bailey schaffte es auf Rang 9 der Top 50 Helden aller Zeiten. Gleichzeitig schaffte es die von Lionel Barrymore gespielte Rolle des Mr. Potter auf Platz 6 der Top 50 Schurken aller Zeiten
  • 2006: Den Spitzenplatz 1 erreichte der Film in der Liste der 100 inspirierendsten Filme aller Zeiten
  • 2007: Platz 20 der 100 besten Filme aller Zeiten (1998: Platz 11)
  • 2008: In der Top 10 der besten Fantasyfilme aller Zeiten erreichte der Film Rang 3

Andere Auszeichnungen

  • Im Jahr 2004 hat das BBC-Fernsehmagazin „Radio Times“ den Weihnachtsfilm auf den zweiten Platz der besten Filme gewählt, die nie einen Oscar erhielten (Best Film Never to Have Won an Oscar). Das Filmdrama Die Verurteilten aus dem Jahr 1993 wurde auf den ersten Platz gewählt.

Kritiken

„Meisterliche Capra-Komödie mit viel Phantasie, liebenswürdiger Naivität und einem kräftigen Schuß sentimentaler Wehmut: Eine Hymne auf Nachbarschaftsgeist und Kleinstadtvertraulichkeit, die nicht zuletzt auch einen Gegenentwurf versucht zur gesellschaftlich-politischen Katerstimmung im Amerika der ersten Nachkriegsjahre.“

(Lexikon des Internationalen Films)[13]

„Ein typischer Capra-Film. Typisch in seinem optimistischen Glauben an das Gute im Menschen und die Kraft der Solidarität; typisch auch in der einfallsreichen Machart, die realistische und Märchenhafte Motive mit Geschick und Geschmack verbindet. Dabei hat Capra seine Geschichte wieder auf dem schmalen Grat zwischen Humor und Gefühl angesiedelt, wobei er reine Sentimentalität geschickt vermeidet, indem er gefühlvolle Szenen fast immer mit einem ironischen Gag gleichsam augenzwinkernd beendet.“

Dieter Krusche und Jürgen Labenski (Reclams Filmführer)[14]

„Regisseur Frank Capra stellte mit diesem Film einmal mehr seine Meisterschaft bei schwungvollen Komödien mit sozialkritischen Untertönen unter Beweis. Der gebürtige Sizilianer begann in Hollywood als Regieassistent und Drehbuchautor und überzeugte seit Beginn der Dreißigerjahre mit überdurchschnittlichen Komödien, darunter Highlights wie "Es geschah in einer Nacht" (1933) oder "Arsen und Spitzenhäubchen" (1944). Mit der sentimental-intelligenten Geschichte "Ist das Leben nicht schön?" knüpfte Capra noch einmal als Propagandist der unter Roosevelt als "New Deal" bekanntgewordenen Politik an, indem er Ausbeutung und Machtstreben anprangerte. Seine Attacken verpackte der Regisseur geschickt in unterhaltsame Filmgeschichten, in denen sich sentimentale Passagen mit bissiger Ironie genial mischen. Unverständlicherweise fiel der Film in den USA anfangs durch. Capra, der gerade eine eigene Produktionsgesellschaft gegründet hatte, verlor mehr als eine halbe Million Dollar. Erst Anfang/Mitte der Siebzigerjahre erkannte man den Wert dieses Film als ideale Weihnachtsgeschichte, die von da an regelmäßig gezeigt wurde und wird. Hauptdarsteller James Stewart brachte die überzeugende Rolle immerhin eine Nominierung für den Oscar als bester Hauptdarsteller ein.“

prisma-online

Soundtrack

  • Dimitri Tiomkin: It's a Wonderful Life. Reconstructed Motion Picture Score, auf: Sundance Film Music Series, Vol. 1: It's a Wonderful Life · A Christmas Carol · Miracle on 34th Street. Telarc, Cleveland 1988, Tonträger-Nr. CD-88801 – digitale Neueinspielung der Filmmusik durch das Royal Philharmonic Orchestra unter der Leitung von David Newman

Literatur

Weblinks

Einzelnachweise

  1. http://employees.oxy.edu/jerry/rkoranch.htm
  2. http://christmas.lovetoknow.com/It's_A_Wonderful_Life
  3. http://www.retroweb.com/rko_encino_modern_street.html
  4. http://www.imdb.com/title/tt0038650/trivia
  5. http://www.therealbedfordfalls.com/
  6. http://www.syracuse.com/today/index.ssf/2007/12/the_real_bedford_falls.html
  7. http://christmas.lovetoknow.com/It's_A_Wonderful_Life
  8. http://vannuysboomers.blogspot.com/2007/11/balboa-park-rko-movie-ranch.html.
  9. http://usliberals.about.com/b/2006/12/26/fbi-in-1947-its-a-wonderful-life-is-communist-propaganda.htm
  10. http://www.welt.de/politik/ausland/article5786946/Kampagne-ruft-zum-Boykott-grosser-US-Banken-auf.html
  11. deutsche- synchronsprecher.de Ist das Leben nicht schön?
  12. tv-programme.net: Programm vom Samstag, den 16. Dezember 1961
  13. Ist das Leben nicht schön? im Lexikon des Internationalen Films
  14. Dieter Krusche, Jürgen Labenski: Reclams Filmführer, 10. Auflage, Reclam, Stuttgart 1996, S. 311

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