JUH

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Die Johanniter-Unfall-Hilfe e.V. (JUH) ist als Ordenswerk des Johanniterordens eine evangelische Hilfsorganisation. Die JUH wurde im Januar 1952 unter Federführung von Rudolf-Christoph Freiherr von Gersdorff in Hannover gegründet. Der wichtigste Anlass dafür waren die vielen Verletzten und Toten aufgrund der steigenden Anzahl von Kraftfahrzeug-Unfällen. Heute ist die JUH eher unter dem Namen „Die Johanniter“ bekannt. Das Signet der JUH zeigt das weiße achtspitzige Johanniterkreuz auf rotem, kreisförmigen Grund mit der Umschrift "Johanniter-Unfall-Hilfe". Die JUH ist im Zusammenschluss mit den Ordenswerken anderer Länder im Johanniter International (JOIN). Die katholische Schwesterorganisation ist der Malteser Hilfsdienst.

Notarztwagen der Johanniter-Unfall-Hilfe, Wien
Logo der Johanniter-Unfall-Hilfe e.V.

Inhaltsverzeichnis

Die Johanniter-Unfall-Hilfe heute

Die Johanniter-Unfall-Hilfe e.V. in Deutschland gliedert sich in neun Landesverbände, die über 200 Orts-, Kreis- und Regionalverbände umfassen.

Heute helfen rund 38.000 Ehrenamtliche und 11.700 Hauptamtliche (Vollzeit-, Teilzeit- und geringfügig Beschäftigte) Mitglieder aktiv. Fast 1,5 Millionen Menschen unterstützen die JUH als Fördermitglieder finanziell und ideell. Die Johanniter sind Träger des DZI-Spendensiegels. Zivildienstleistende tragen zum wirtschaftlichen Erfolg der Johanniter-Unfall-Hilfe bei. In der Jugendorganisation der Johanniter-Unfall-Hilfe e.V. Johanniter-Jugend beteiligen sich über 10.000 Kinder und Jugendliche. Die Johanniter-Jugend ist Mitglied der Arbeitsgemeinschaft der Evangelischen Jugend als auch im Netzwerk Europäische Bewegung.

Präsident der Johanniter-Unfall-Hilfe ist seit 2002 der General a.D. Hans-Peter von Kirchbach. Bundesarzt ist Prof. Dr. Horst Wilms.

Die Johanniter-Unfall-Hilfe in Österreich

In Österreich ist die Johanniter-Unfall-Hilfe vergleichsweise jung. Sie wurde erst am 21. Juni 1974 gegründet, wo sie mit dem ersten Fahrzeug gemeinsam mit dem Österreichischen Roten Kreuz in Wien Krankentransporte durchführte. Heute ist die Johanniter-Unfall-Hilfe Österreich ein Partner des „Vier für Wien“-Rettungsverbandes: Die vier größten Rettungsorganisationen Wiens (ÖRK, ASBÖ, JUH, MHDA) arbeiten seit wenigen Jahren verstärkt im Rettungsbereich zusammen. Die JUH Österreich verfügt über Landesverbände in Wien, Orth an der Donau, Tirol und Kärnten. Die einzelnen Landesverbände haben allerdings unterschiedliche Aufgaben. In Wien sind die Johanniter Teil des Wiener Rettungsverbundes Vier für Wien und nehmen Aufgaben der Notfallrettung wahr, während die Johanniter Tirol nicht als medizinischer Einsatzdienst tätig sind. Den Akutpflegedienst A.I.D. gibt es ausschließlich in Wien.

Johanniter-Unfall-Hilfe, Wien

Aufgaben der Johanniter-Unfall-Hilfe e.V.

Die Johanniter-Unfall-Hilfe e.V. (JUH) hat sich der christlichen Nächstenliebe verpflichtet. Als ein Werk des Johanniterordens sieht sie sich durch die Nöte und Gefahren der Menschen in unserer Zeit herausgefordert. Die Hilfe von Mensch zu Mensch bildet das zentrale Motiv der Johanniter.

Zu den satzungsgemäßen Aufgaben der Johanniter-Unfall-Hilfe gehört:

  • Zivil- und Katastrophenschutz (kurz: KatS): Der KatS hat die Aufgabe, die Folgen von Großschadensereignissen zu bewältigen. Dafür besetzt die JUH vom Bund und von den Ländern gestellte Sanitäts- und Betreuungseinheiten. Die Aufgaben im Katastrophenschutz werden vor allem durch ehrenamtliche Mitarbeiter betrieben. Zum Beispiel werden alle Rettungshundestaffeln ehrenamtlich betrieben.
  • Soziale Dienste: Die Johanniter betreuen Kinder, Jugendliche, im Schulsanitätsdienst, Behinderte und Senioren. Sie betreiben beziehungsweise betrieben Sozialstationen, Kindergärten und stationäre Senioreneinrichtungen, Hausnotruf und liefern Essen auf Rädern („Menüservice“) aus. 2005 haben sie ihr erstes stationäres Hospiz eröffnet und engagieren sich in weiteren ambulanten Hospizdiensten. Darüber hinaus engagieren sie sich in der Betreuung von Demenzkranken und bieten (Selbst-)Hilfegruppen für Angehörige.
  • Auslandshilfe: Die Johanniter arbeiten in 30 Staaten dieser Erde. Sie bauen diese Hilfe auf ihrer medizinischen Kernkompetenz der Johanniter-Unfall-Hilfe im Inland auf. Daraus ergeben sich die zentralen Aufgaben der Johanniter-Auslandshilfe: medizinische Nothilfe nach Katastrophen, Unterstützung bei der Wiederherstellung des zivilen Alltagslebens in Krisengebieten, Aufbau von Gesundheitsdiensten, medizinische Aus- und Fortbildung, die Bekämpfung von Infektionskrankheiten und Seuchen und orthopädische Hilfe für Behinderte und Kriegsverletzte. Der inhaltliche Schwerpunkt liegt auf der medizinischen Grundversorgung der Menschen in Katastrophengebieten und besonders benachteiligten Regionen der Welt.

Die Johanniter-Unfall-Hilfe e.V. ist ein als gemeinnützig anerkannter eingetragener Verein des privaten Rechts im Sinne des Bürgerlichen Gesetzbuches. Die JUH ist ein Fachverband des Diakonischen Werkes der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) und als freiwillige Hilfsgesellschaft im Sinne des 1. Genfer Abkommens (Art. 26) vom 12. August 1949 anerkannt.

Aktion Deutschland Hilft

Die Johanniter-Unfall-Hilfe ist Mitglied der Aktion Deutschland Hilft (ADH), einem Zusammenschluss deutscher Hilfsorganisationen, die im Falle großer Katastrophen und Notsituationen im Ausland gemeinsam schnelle und effektive Hilfe leisten wollen. In Ausnahmefällen ist Aktion Deutschland Hilft auch im Inland tätig.

In der akuten Phase großer Katastrophen im Ausland wendet sich Aktion Deutschland Hilft mit einem gemeinsamen Spendenaufruf an die Öffentlichkeit.

St John Ambulance

St John Ambulance ist ein freiwilliger Rettungsdienst in England und eine Schwesterorganisation der Johanniter. Die St John Ambulance ist zuständig für den Sanitätsdienst in den britischen Kasernen in Deutschland. Außerhalb des Kasernengeländes kommt sie nur wenig zum Einsatz. So wurde zum Beispiel der Sanitätsdienst während der Fußballweltmeisterschaft im Jahre 2006 oder beim Libori-Fest in Paderborn in Zusammenarbeit mit den Johannitern durchgeführt.

Siehe auch

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