Jellachich

Jellachich

Die Familie Jelačić ist ein altes kroatisches Adelsgeschlecht. Zur Bekanntheit der Grafen-Familie trugen insbesondere die erfolgreichen Feldherren Franz Jelačić von Bužim und Joseph Jelačić von Bužim bei.

Inhaltsverzeichnis

Zum Namen Jelačić

Der Name Jelačić erscheint verschieden geschrieben, und zwar als Jellačić, Jelacić, Jellachich, Jelacsics; Ban Joseph Graf Jelačić selbst unterzeichnete sich stets als Jellačić. — Bornschein (Adolph). Österreichischer Cornelius Nepos (Wien 1812. kl. 8°.) S. 114. — Hirtenfeld (J. Dr.), Der Militär-Maria Theresien-Orden und seine Mitglieder (Wien 1837, Staatsdruckerei, 4°.) S. 530. — Österreichisches Militär-Konversations-Lexikon, herausgegeben von J. Hirtenfeld (Wien 1850, gr. 8°.) Bd. III, S. 311. — Biographie nouvelle des Contemporains (Paris 1821 et s., librairie historique des hommes marquans de la fin du dix-huitième siècle etc. (Londres 1800, 8°.) Tome II, p. 227.

Genealogie der Grafen von Jelačić und Familienstand

Die Jelačić waren kleine kroatische Edelleute, welche seit Jahrhunderten im österreichischen Heer, besonders in den Grenzregimentern dienten und in dem ewigen Räuberkrieg an der Grenze von Bosnien und Serbien stets eine hervorragende Rolle spielten. Mehrere Glieder dieser Familie bekleideten hohe Militärposten.

So war der oben genannte Franz Feldmarschall-Lieutenant und Inhaber des Infanterie-Regiments Nr. 62; ein zweiter, Johann, gleichfalls Feldmarschall-Lieutenant und Inhaber des Infanterie Regiments Nr. 53, und der berühmte Ban Joseph, k. k. Feldzeugmeister und Inhaber des Infanterie-Regiments Nr. 46; und des Banus Joseph Brüder Anton und Georg [siehe weiter unten] sind beide Feldmarschall-Lieutenants. Die heute lebenden Grafen Jelačić sind sämtlich Nachkommen des Feldmarschall-Lieutenants und Maria Theresien-Ordensritters Franz von Jelačić, welcher in Folge des Theresien-Ordens in den Freiherrenstand erhoben wurde.

Der Grafenstand wurde dem Feldzeugmeister und Banus von Kroatien Joseph mit Diplom vom 12. Juli 1855 verliehen und mit Allerhöchstem Handschreiben vom 26. Mai 1859 und Bestätigungsurkunde vom 15. Januar 1860 auf seine beiden Brüder Anton und Georg übertragen. Der Freiherr Franz von Jelačić war (seit 1799) mit Anna Freiin Portner von Höflein (* 10. Mai 1775; † 28. November 1837) vermählt, und stammen aus dieser Ehe drei Söhne: Joseph, Anton und Georg. Joseph war (seit dem 23. Juli 1850) mit Sophie Gräfin von Stockau (* 31. Jänner 1834) vermählt. Sie ist seit dem 20. Mai 1859 Witwe und es sind aus dieser Ehe keine Nachkommen mehr vorhanden.

Der aktuelle Zweig der Familie, Luise Gräfin Jelacic und ihre unverheiratete Tochter Marie-Louise, lebt in den USA (Stand: Dezember 2006).

Persönlichkeiten

Wappen

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Gevierteter (von schwarzem Fadenkreuze viergeteilter) blauer Schild mit Herzschild. Herzschild: Auf grünem Boden ein pfahlweise aufwärts gestelltes goldenes Schwert, worauf ein vorwärtsgewandter Türkenkopf mit weißem Turban und blauem Fez gesteckt ist, welches zwei gegeneinander aufgerichtete, doppelschwänzige, gekrönte und rot bezungte Löwen stützen, deren jeder mit seiner rechten Hinterpranke auf einen der zwei dem Schwertknaufe angeschobenen Türkenköpfe, welche dem aufgesteckten gleichen, tritt. (Es ist dies das alte Hauswappen der Jelačić.)

Hauptschild.

1: In Blau ein silberner Querbalken, worüber ein goldenes Schwert pfahlweise gestellt ist (Erinnerung an den Drau-Übergang im Jahre 1848);

2: in Blau ein Schweizergebirge auf grünem Boden, der Teilung angeschoben, im Hintergrunde eine rote Kirche mit zwei Türmen, zu welcher sich ein Weg schrägwärts zieht (Erinnerung an den Schauplatz, wo der, Vater des Grafen Joseph den Maria Theresien-Orden erkämpfte: Feldkirch);

3: auch in Blau erheben sich aus dem Fußrande zwei Felsenwände, zwischen denen auf grünem Boden ein rotes Gebäude, zu dem schräglinks ein Weg führt und im Hintergrunde ein Alpengebirge zu sehen ist (Erinnerung an Luziensteig, wo des Grafen Joseph Vater gleichfalls sich hervorgetan hat);

4: gleich den übrigen in Blau ein von Rot und Silber in fünf Querreihen geschachter Querballen, oben von einem silbernen Sterne, unten von einem aufwärts gerichteten silbernen Halbmonde begleitet (das kroatische, von den beim kroatischen Adel häufig vorkommenden Emblemen des Sternes und Halbmondes begleitete Wappen). Auf dem Schilde ruht die Grafenkrone mit drei darauf gestellten goldgekrönten Turnierhelmen. Aus der Krone des mittleren wächst ein doppelschwänziger gekrönter, rot bezungter goldener Löwe, in der Öffnung eines rechts rot und golden, links abgewechselt quer geteilten Adlerfluges rechtwärts hervor, in der rechten Vorderpranke schwingt er einen roten Säbel über sich empor, in der linken trägt er vor sich einen blauen golden gefassten Reichsapfel (der ursprüngliche Helmschmuck des Jelačić'schen Wappens).

Aus den Kronen des rechten und linken Helmes wachsen je ein vorwärts gekehrter Mann in schwarz angelaufener Rüstung, der Mann auf dem rechten Helme mit geschlossenem Visier, der Helm mit einer goldenen Straußenfeder zwischen zwei blauen besteckt, mit goldener Schärpe über die rechte Achsel, mit einem gleichen Schwertgriffe und Gurt, in der Rechten eine Lanze mit blauer Quaste haltend, die Linke in die Hüfte gestemmt. Der Mann auf dem linken Helme hat das Visier offen, trägt auf dem Helme eine silberne Straußenfeder zwischen zwei blauen, Schärpe und Schwertgurt sind silbern, die Rechte hält er zum Schwur erhoben, in der Linken eine Lanze mit blauer Quaste. Helmdecken. Die des mittleren Helmes rot mit Gold unterlegt, die der beiden anderen blau, am rechten Helme mit Gold, am linken mit Silber unterlegt. Devise. Unter dem Schilde ein flatterndes rotes Band, worauf der bei dem Übergang über die Drau von dem Banus angenommene Wahlspruch: Što bog dade i sreća junačka (d.i. Was Gott gibt und Soldatenglück) in goldener Lapidarschrift angebracht ist.

Dieser Artikel basiert auf einem gemeinfreien Text („public domain“) aus Meyers Konversations-Lexikon, 4. Auflage von 1888–1890. Bitte entferne diesen Hinweis nur, wenn Du den Artikel so weit überarbeitet oder neu geschrieben hast, dass der Text den aktuellen Wissensstand zu diesem Thema widerspiegelt und dies mit Quellen belegt ist, wenn der Artikel heutigen sprachlichen Anforderungen genügt und wenn er keine Wertungen enthält, die den Wikipedia-Grundsatz des neutralen Standpunkts verletzen.

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