Jerf el Achmar


Jerf el Achmar

Jerf el Ahmar (Jerf el Aḫhmar / Jerf el Achmar), rote Klippen, ist ein jungsteinzeitlicher Fundort in Syrien; er liegt am linken Ufer des mittleren Euphrats, war zwischen 9.600 und 8.500 v. Chr. bewohnt und gehört damit zu den ältesten Plätzen des Neolithikums.

Jerf el Ahmar liegt auf zwei Erdhügeln, die durch ein kleines Wadi voneinander getrennt sind. In der zuerst besiedelten „Ost-Anhöhe“ liegen neun Bauschichten übereinander. Während der fünften Besiedlung der „Ost-Anhöhe“ wurden in der „West-Anhöhe“ fünf Bauschichten ausgegraben. Fünf Jahrhunderte lang wurde Jerf el Ahmar durch die Mureybet-Kultur geprägt (PPNA). Die letzte Besiedlung beider Hügel lässt einen Übergang zur PPNB-Kultur erkennen.

Jerf el Ahmar zeigt typische Merkmale der Mureybet-Kultur: Architektur, Werkzeuge, Waffen aus Feuerstein sowie einige Gegenstände aus Felsgestein. Nach Zerstörung der Dörfer wurden diese immer wieder neu errichtet. Jede Ausgrabungsschicht zeigt eine eigenständige Entwicklung, die jedoch ab dem 8. Jahrtausend v. Chr. einer einheitlichen Struktur weicht. Erste Übergänge zur Landwirtschaft sind erkennbar.

Literatur

  • J. Cauvin: The birth of the Gods and the origins of agriculture, Cambridge 2000.
  • Daniel Stordeur: Organisation de l’espace construit et organisation sociale dans le Néolithique de Jerf el Ahmar (Syrie, Xe-IXe millénaire avant J.-C.) in: Frank Braemer: Habitat et société - actes des rencontres 22/23/24 octobre 1998 - (XIXe Rencontres Internationales d'Archéologie et d'Histoire d'Antibes), APDCA, Antibes 1999, ISBN 2-904110-28-3

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