Jettingen-Scheppach


Jettingen-Scheppach
Wappen Deutschlandkarte
Wappen des Marktes Jettingen-Scheppach
Jettingen-Scheppach
Deutschlandkarte, Position des Marktes Jettingen-Scheppach hervorgehoben
48.38333333333310.433333333333470
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Schwaben
Landkreis: Günzburg
Höhe: 470 m ü. NN
Fläche: 54,07 km²
Einwohner:

6.712 (31. Dez. 2010)[1]

Bevölkerungsdichte: 124 Einwohner je km²
Postleitzahl: 89343
Vorwahl: 08225
Kfz-Kennzeichen: GZ
Gemeindeschlüssel: 09 7 74 144
Marktgliederung: 6 Ortsteile
Adresse der
Marktverwaltung:
Hauptstraße 55
89343 Jettingen-Scheppach
Webpräsenz: www.jettingen-scheppach.de
Bürgermeister: Hans Reichhart (CSU)
Lage des Marktes Jettingen-Scheppach im Landkreis Günzburg
Baden-Württemberg Landkreis Augsburg Landkreis Dillingen an der Donau Landkreis Neu-Ulm Landkreis Unterallgäu Winzerwald Ebershauser-Nattenhauser Wald Aichen Aletshausen Balzhausen Bibertal Breitenthal (Schwaben) Bubesheim Burgau Burtenbach Deisenhausen Dürrlauingen Ebershausen Ebershausen Ellzee Günzburg Gundremmingen Haldenwang (Schwaben) Ichenhausen Jettingen-Scheppach Kammeltal Kötz Krumbach (Schwaben) Landensberg Leipheim Münsterhausen Neuburg an der Kammel Offingen Rettenbach (Landkreis Günzburg) Röfingen Thannhausen (Schwaben) Ursberg Waldstetten (Günz) Waltenhausen Wiesenbach (Schwaben) Winterbach (Schwaben) ZiemetshausenKarte
Über dieses Bild

Jettingen-Scheppach ist ein Markt im schwäbischen Landkreis Günzburg und liegt zwischen Ulm und Augsburg.

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Jettingen-Scheppach liegt in der Region Donau-Iller. Durch das Gemeindegebiet fließt die Mindel.

Es existieren folgende Gemarkungen: Freihalden, Jettingen, Ried b. Jettingen, Scheppach, Schönenberg und Eberstall.

Geschichte

Schloss Jettingen, Stammsitz der Familie Stauffenberg

Jettingen erhielt 1363 die Marktrechte. Der Ort im heutigen Bezirk Schwaben war Sitz einer Herrschaft und gehörte seit 1460 den Herren, später Freiherren vom Stain, seit 1747 den Grafen Schenk von Stauffenberg. Mit der Rheinbundakte 1806 kam der Ort zu Bayern. Scheppach war ein Teil der vorderösterreichischen Markgrafschaft Burgau und fiel im Frieden von Preßburg (1805) an Bayern.

Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern entstanden mit dem Gemeindeedikt von 1818 die heutigen politischen Gemeinden. Die Gemeinde Jettingen-Scheppach entstand durch den freiwilligen Zusammenschluss des Marktes Jettingen und der Gemeinde Scheppach am 1. Januar 1970. Im Zuge der Gebietsreform in Bayern wurden 1972 die Gemeinde Schönenberg, 1976 die Gemeinde Ried b.Jettingen und 1978 die Gemeinde Freihalden sowie der Ortsteil Eberstall der Gemeinde Oberwaldbach eingemeindet.

Nach einem schweren Verkehrsunfall am 9. März 2006, bei dem der Fahrer eines Kleintransporters am Steuer einen tödlichen Herzinfarkt erlitten hatte, sein ungebremstes Auto in einen Trauerzug raste und zwei Frauen starben, erhielt Jettingen-Scheppach überregionale Medienaufmerksamkeit.[2]

Poststation Scheppach

In Scheppach bestand seit 1549 eine Poststation am Niederländischen Postkurs von Brüssel über Augsburg nach Innsbruck, Trient und Italien, als Nachfolgerin der aufgelösten Poststation in Roßhaupten.[3] Der Scheppacher Posthalter Joseph de Calepio, belegt seit 1568,[3] war beim Streik der Posthalter im späten 16. Jahrhundert aufgrund von Zahlungsrückständen und bei den späteren Verhandlungen mit dem Brüsseler Generalpostmeister Leonhard I. von Taxis einer der Wortführer.[4]


Einwohnerentwicklung

Auf dem Gebiet der Gemeinde wurden 1970 5.746, 1987 dann 5.744 und im Jahr 2000 6.631 Einwohner gezählt.

Politik

Gemeinderat

Der Bürgermeister von Jettingen-Scheppach ist Hans Reichhart (CSU). Er wurde im Jahr 2002 Nachfolger von Peter Ploeckl (CSU).

Der Marktgemeinderat hat (ohne Bürgermeister) 20 Sitze, die sich seit der letzten Kommunalwahl am 2. März 2008 wie folgt verteilen:


Städtepartnerschaften

Der Teilort Freihalden ist seit 1976 mit dem französischen Wallfahrtsort Ars-sur-Formans partnerschaftlich verbunden. Die Partnerschaft von Jettingen-Scheppach mit der ungarischen Gemeinde Csolnok besteht seit 1992.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Bauwerke

Wirtschaft und Infrastruktur

Verkehr

Jettingen-Scheppach liegt verkehrsgünstig direkt an der Anschlussstelle Burgau der Autobahn A 8 (Abschnitt Stuttgart - München). In den Teilorten Jettingen und Freihalden befinden sich Bahnhöfe an der Eisenbahnstrecke Ulm - Augsburg. Mit dem Fugger-Express können umsteigefrei stündlich Ulm (Fahrtdauer 34 bis 38 Minuten), Augsburg (Fahrtdauer 37 Minuten) sowie München (Fahrtdauer 86 Minuten) erreicht werden.


Persönlichkeiten

Söhne und Töchter des Marktes


Weblinks

 Commons: Jettingen-Scheppach – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung – Fortschreibung des Bevölkerungsstandes, Quartale (hier viertes Quartal, Stichtag zum Quartalsende) (Hilfe dazu)
  2. Beispielsweise Bericht im Spiegel Fataler Unfall: Toter am Steuer rast in Trauerzug.
  3. a b Martin Dallmeier: Quellen zur Geschichte des europäischen Postwesens 1501−1806, Teil II, Verlag Michael Lassleben, Kallmünz 1977, S. 22–23.
  4. Martin Dallmeier: Quellen zur Geschichte des europäischen Postwesens 1501−1806, Teil I, Kallmünz 1977, S. 62 und 66.

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