Johann Nikolaus Götz


Johann Nikolaus Götz
J. N. Götz als Pfarrer um 1750

Johann Nikolaus Götz (* 9. Juli 1721 in Worms; † 4. November 1781 in Winterburg bei Bad Kreuznach) war ein deutscher Geistlicher, Schriftsteller und Übersetzer. Er gilt als Vertreter der deutschen Anakreontik („Winterburger Nachtigall“; J.G. Herder).

Inhaltsverzeichnis

Leben

Herkunft, Bildungsgang

Götz stammte aus einem evangelischen Pfarrhaus in Worms, wo er ab 1731 das dortige Gymnasium besuchte. Nach dem Abitur studierte er 1739-1742 in der preußischen Universitätsstadt Halle (Saale) Philosophie (A.G. Baumgarten, Meier, Wolff), Griechisch und Hebräisch (Michaelis sen. und jun.) und Theologie (S.J. Baumgarten, Weber, Stiebritz und Knapp), wo er mit seinen Studienfreunden Johann Wilhelm Ludwig Gleim und Johann Peter Uz den sog. zweiten Halleschen Dichterkreis bildete und anderthalb Jahre lang als Präzeptor am Francke'schen Waisenhaus tätig war; die literarische und menschliche Verbindung zu Gleim und Uz blieb lebenslang erhalten, auch über große Entfernungen.

Hauslehrer, Auslandsaufenthalte

Nach dem Studium erhielt G. im Jahre 1742 auf Empfehlung seines akademischen Lehrers Baumgarten eine Stelle als Hauslehrer im kurz zuvor preußisch gewordenen Emden in der Familie des Obersten von Kalckreuth und war dort unter anderen für die Erziehung des jungen Grafen Wilhelm Heinrich Adolf von Kalckreuth zuständig. Nach der gesundheitsbedingten Rückkehr nach Worms wurde er 1744 im lothringischen Forbach Schlossprediger und Hofmeister bei der Witwe des Generalgouverneurs des Herzogtums Zweibrücken, Henning von Stralenheim, deren Enkel er erzog und die er 1746 auf die Ritterakademie (Adelsschule) in Lunéville begleitete. Dort kam er mit der geistigen Atmosphäre am Hof des lothringischen Herzogs Stanislaus I. Leszczyński in Berührung, unter anderem mit Voltaire, und entwickelte seine Vorliebe für die französische Sprache und Literatur, gerade auch in ihren Kleinformen.

J. N. Götz als junger Theologe, um 1750

Feldprediger, Pfarrstelle, Heirat

1747 wurde G. Feldprediger beim Régiment Royal Allemand in Nancy, mit dem er den Feldzug nach Flandern und Brabant unternahm; seine freie Zeit verbrachte er mit Reisen ins nahe Holland und mit Studien. Nach dem Frieden von Aachen (1748) kehrte er nach Deutschland zurück, wo er 1751 die lutherische Pfarrstelle im zweibrückischen Hornbach erhielt und im gleichen Jahr die Witwe seines Amtsvorgängers Hautt heiratete; die Wanderjahre waren damit abgeschlossen. 1754 wurde er Oberpfarrer und Inspektor in Meisenheim, dann 1759 (1761?) Oberkonsistorialrat im zunächst zweibrückischen, seit 1776 baden-durlachischen Amtsort Winterburg am Soonwald bei Bad Kreuznach und im gleichen Jahr Superintendent ebenda. Beförderungen und Versetzungen schlug Götz aus, um sich der Familie, seiner Gemeinde und seiner Dichtung zu widmen. Von der großen Literatur und ihren Bewegungen abgeschnitten, förderte Götz dennoch von Winterburg aus den „Bauerndichter“ Isaak Maus und den Kreuznacher Maler und Dichter Maler Müller.

J. N. Götz, um 1760

Spätere Jahre, Tod

Der empfindsame und galante Lyriker Götz starb 1781 im Alter von 61 Jahren, trotz glücklicher Ehe- und Familienverhältnisse voller Todesahnungen und mit Sorgen um die Zukunft der Familie und die große, pietistisch orientierte und karge Gemeinde, an einem Schlaganfall. Ramlers Bekanntem und Schüler Knebel, der Götz in Winterburg aufsuchte, verdanken wir einen anschaulichen Bericht über die Lebensumstände des Autors in seinem idyllischen, aber weltabgeschiedenen Refugium.

J. N. Götz (Detail)

Das literarische Werk

Götz' Werke bestehen aus zahlreichen lyrischen Werken und Übersetzungen, von denen die des Anakreon aus dem Griechischen, des Gresset und Montesquieu aus dem Französischen die bedeutendsten sind. Seine anmutig-graziösen, zierlichen, leichten und melodiösen Verse ohne tieferen persönlichen Gehalt, zum Teil auch heikel oder ans Frivole grenzend, entsprachen dem galanten Zeitgeschmack. Als Übersetzer französischer und griechischer Autoren ist er kaum zu überschätzen und verlieh nach der Gedankenschwere des Barock dem Lebensgefühl des Rokoko und der Aufklärung wortgewandt Ausdruck.

J. N. Götz als Pfarrer, um 1760

Götz übersetzte zusammen mit Uz als erster sämtliche Oden des Anakreon ins Deutsche (1746); er zählt damit zu den bedeutendsten anakreontischen Dichtern. Als Übersetzer französischer Autoren machte er die Gattungen des Madrigals, des Triolet und des Rondeau durch ebenso galante wie gekonnte Übertragungen und Nachempfindungen auch in Deutschland literaturfähig, wofür ihn Preußenkönig Friedrich II. in seiner Littérature allemande (1781) lobte. Als Schriftsteller hoch geschätzt, rühmten Wieland, Herder, Voss, Lessing, Goethe, Herder, Merck, später noch Mörike seine Formgewandtheit, seine Bildhaftigkeit und sein poetisches Gefühl. Die Melodik seiner Verse inspirierte 37 Komponisten zu Vertonungen, darunter Johann Friedrich Reichardt und Joseph Haydn.

  • „Geschmack, Grazie und anmutige Behandlung der Sprache wie der Form zeichnen ihn besonders aus, da sie mit ächtem Gefühl Hand in Hand gehen. Es war zwar nur ein beschränkter Kreis, in welchem er sich, seine Fähigkeiten und Kräfte genau kennend, bewegte, aber innerhalb desselben leistete er Vortreffliches, das mit Recht darauf Anspruch machen kann, vor gänzlicher Vergessenheit bewahrt zu werden.“ (ADB 10, 1879, S.252)

Probleme der Textüberlieferung

Götz hatte von Anfang an, vor allem aber seit seiner Anstellung als Pfarrer in einer protestantischen Gemeinde auf dem flachen Land, jedes Publikwerden seiner dichterischen Tätigkeit ängstlich vermieden; auch aus Bescheidenheit und aus einer stoischen Lebenshaltung heraus (gr. lathe biosas, „Lebe im Verborgenen“) ließ er seinem Redaktor und Revisor Ramler, dem „Deutschen Horaz“, freie Hand bei der Bearbeitung seiner Schriften sowie der Art ihrer Veröffentlichung. Seine Gedichte erschienen daher nach Ramlers Textredaktion anonym oder unter Kürzeln („Y“) in Musenalmanachen und Sammlungen und erregten selbst in dieser Bearbeitung großes Aufsehen. Ramlers uns unbekannte Zusätze und Veränderungen erschweren eine kritische Würdigung: „Götz und Kuh besitzen wir infolge dessen nur in Ramler'scher Verkleidung“ (ADB 27. 1888, S.214). Von Lessing ist bekannt, dass er eine von ihm selbst zugestandene Bearbeitung seines Textes durch Ramler mit Bestürzung quittierte; Ramlers glättender, formalisierender, oft pedantischer Einfluss auf die Textgestalt ist nach der Auffindung von Götz's handschriftlichen Texten (Johannes/Wisser 1986) zwar weitgehend geklärt, eine kritische Ausgabe steht jedoch noch aus.

Götz' Nachlass wurde mit Ausnahme der Manuskripte verauktioniert; da die Ramlersche Ausgabe im Verlag seines Sohnes, des Buchhändlers Christian Götz, noch nicht verkauft war, kam eine Werkausgabe letzter Hand durch Götz' Weimarer Bewunderer nicht zustande. Seine Schriften gelangten über den Kreuznacher Schriftsteller Maler Müller und Götz' Enkel Friedrich in den Besitz der Familie des Freiherrn von Preuschen, Osterspai/Rhein.

Götz' Sohn Gottlieb Christian war Mitarbeiter und Nachfolger der Schwanschen Hofbuchhandlung in Mannheim. Er war mit Schiller befreundet und Nebenbuhler des ebenfalls an der Buchhändlertochter Margarete Schwan interessierten Dichters (ADB Bd.33, 1891, S.176 f.). Bei Schwan erschienen unter anderem Schillers Räuber und Beethovens frühe Kompositionen, hier wurde später auch das postume Gesamtwerk von J.N. Götz in der Ramlerschen Bearbeitung verlegt.

Zitate

Christine J. Hautt geb.Cäsar verh.Götz, um 1750

„Der war gewiss ein frommer Mann,
den Jupiter so liebgewann,
dass er ihm diesen Weinstock schenkte,
ihn selbst in seinen Garten senkte
und voll so schöner Trauben hängte.“ [Auszug]

„Die Welt gleicht einer Opera,
wo jeder, der sich fühlt,
nach seiner lieben Leidenschaft,
Freund, eine Rolle spielt.
Der eine steigt die Bühn' hinauf
mit einem Schäferstab;
ein andrer, mit dem Marschallstab,
sinkt, ohne Kopf, herab.
Wir armer, guter Pöbel stehn
verachtet, doch in Ruh,
vor dieser Bühne, gähnen oft
und sehn der Fratze zu.
Die Kosten freilich zahlen wir
fürs ganze Opernhaus;
doch lachen wir, missrät das Spiel,
zuletzt die Spieler aus.“

„Sage, sprach ich, holde Freude,
sage doch, was fliehst du so?
Hat man dich, so fliehst du wieder!
Niemals wird man deiner froh!“
„Danke, sprach sie, dem Verhängnis!
Alle Götter lieben mich.
Wenn ich ohne Flügel wäre,
sie behielten mich für sich.“

„Von Schreibesucht den Dichter zu entwöhnen
brauchts zu Paris in Wahrheit wenig Müh;
wohleingepackt in einen Stuhl mit Lehnen
setzt man ihn nur in die Akademie.
Gleich gähnt er, schläft und schnarchet um die Wette;
gleich hält sein Kiel mit Bücherschreiben ein.
Der sanfte Stuhl scheint, was das Ehebette
dem Amor ist, dem schönen Geist zu sein.“

„Ambrosius, der Prediger, liegt hier.
In jedes Kind von Schönheit sich verlieben
verstund der Mann so gut als sein Brevier.
Die Billet-doux, in seiner Not geschrieben,
bestellete, durch jegliches Quartier
der Parochi, sein Küster Kasimir;
an einem Tag zuweilen über sieben.
Nur Antwort drauf ist immer ausgeblieben.
GOTT geb' ihm itzt das Paradies dafür.“

„Oh möcht ich so wie ihr, geliebte Bienen, sein!
An innerem Geiste groß, obwohl von Körper klein;
möcht ich so schnell wie ihr, so glücklich im Bemühen
der Wissenschaften Feld, so weit es ist, durchziehen;
so stark durch Emsigkeit, so fähig durch Natur,
von Kunst zu Künsten gehn wie ihr von Flur auf Flur;
bemüht, den treuen Freund durch Nutzen zu ergötzen;
bereit, dem kühnen Feind den Angel anzusetzen.
Wie sehnlich wünscht mein Herz, dass stets mein Reimgebäu
an Kunst und Ordnung reich wie eure Zellen sei
und mein gelinder Vers wie euer Honig fließe,
so nahrhaft für den Geist wie für die Sinnen süße.“

„Hebt eure Häupter auf, ihr Brüder,
es kommt der junge Frühling wieder
und ist mit Rosen schön bekränzt.
Dort lässt er sich am Hügel sehen
und scheinet in das Tal zu gehen,
wo alles voller Veilchen glänzt.
Der schöne Freund der Zärtlichkeiten,
der Amor will uns selbst begleiten
und ist mit Rosen schön bekränzt.“

Werke, Ausgaben, Literatur

Werke

  • Versuch eines Wormsers in Gedichten. 32 S. Ohne Verlags- und Ortsangabe 1745. [ND 1790 und 1792 unter dem Titel Gedichte eines Wormsers.]
  • Die Oden Anakreons in reimlosen Versen. Nebst einigen anderen Gedichten. (Übersetzt und herausgegeben von Johann Nikolaus Götz und Johann Peter Uz). 4 Bl., 128 S. Frankfurt. Leipzig : ohne Verlag 1746. – Johann Peter Uz (1720-1796) war anakreontischer Schriftsteller, dessen gesellig-graziöse Lyrik den heiteren Lebensgenuss preist.
  • Über den Tod seines Bruders Cornelius Georg Götzens. 6 Bl. Ohne Verlags- und Ortsangabe 1747.
  • J.(ean) B.(aptiste) L.(ouis) Gresset: Paperle. In vier Gesängen. (Übersetzt von Johann Nikolaus Götz). Frankfurt. Leipzig : ohne Verlagsangabe 1750. – Gresset (1709-1777), frz. Jesuit, Poet und Dramatiker aus Amiens, war für seine witzige, leichte Gelegenheitsdichtung mit stark satirischem, frivolem Einschlag bekannt. Aufgrund seiner Schriften aus dem Orden ausgestoßen, lebte er danach von einer offiziellen Pension als Theaterschriftsteller; seine geschliffenen Dialoge machten ihn berühmt. 1759 kam es zu einer Sinnesänderung und zum Bekenntnis zur Religiosität. – Johann Peter Uz (1720-1796) galt als „deutscher Gresset“ (Gleim in einem Brief an Jacobi; A. Anger, Dichtung des Rokoko, Tübingen 1969, S.139).
  • J.(ean) B.(aptiste) L.(ouis) Gresset: Ver-Vert. Übs. von J.N.Götz. In Folio. Karlsruhe 1752. - Diese Ausgabe konnte nicht verifiziert werden.
  • Montesquieu: Der Tempel zu Gnidus. Aus dem Französischen des Gresset. Karlsruhe 1759. – Montesquieu (1689-1755), frz. Jurist, Parlamentsrat und Akademiemitglied, war durch seine satirischen „Persischen Briefe“ (1721), das geschichtsphilosophische Werk „Größe und Verfall der Römer“ (1734) und vor allem das staatsrechtliche bedeutsame Werk „Geist der Gesetze“ (1748) europaweit bekannt. – Der philosophisch-satirische Roman „Der Tempel von Gnidus“ gehört zu Montesquieus „reizvollsten erzählerischen Schriften“ (Brockhaus in Text und Bild Edition 2002).
  • Die Gedichte Anakreons und der Sappho Oden. Aus dem Griechischen übersetzt und mit Anmerkungen begleitet. 228 S. Karlsruhe : Macklot 1760. – Faksimiledruck nach der Ausgabe von 1760 mit einem Nachwort von Herbert Zeman. (Deutsche Neudrucke. Reihe Texte des 18. Jahrhunderts). Stuttgart : Metzler 1970. Die von Uz und Götz gemeinsam übersetzte Ausgabe erschien zuerst 1746. Bei der vorliegenden Ausgabe von 1760 handelt es sich um die zweite, erweiterte Ausgabe aus Götzens Feder.
  • Die Mädchen-Insel. Eine Elegie. 15 S. Ohne Orts- und Verlagsangabe 1773.
  • Johann Nikolaus Götz: Vermischte Gedichte. Hgb. Von Karl Wilhelm Ramler. 3 Bde. Mannheim : Schwanische Hofbuchhandlung 1785.

Postum

  • Vermischte Gedichte. 2 Teile. Wien. Prag : Haas 1805.
  • Vermischte Gedichte. Neueste Auflage. 2 Tle. in 1. Wien : Bauer 1817.
  • Friedrich Götz: Geliebte Schatten. 1858. (Enthält faksimilierte Gedichte in ihrer ursprünglichen Form).
  • Gedichte von Johann Nikolaus Götz aus den Jahren 1745-1765 in ursprünglicher Gestalt. Hgb. von Carl Schüddekopf. (Die deutsche Litteratur des 18. und 19. Jahrhunderts. Bd. 42). Stuttgart : Göschen 1893. ND Nendeln/Liechtenstein : Kraus 1968. - Enthält 99 Gedichte in ursprünglicher Gestalt.
  • Briefe von und an Johann Nikolaus Götz. Wolfenbüttel : Zwissler 1893.

Allgemeines

  • J. Franck: Götz, Johann Nicolaus. In: Allgemeine Deutsche Biographie (ADB). Band 10, Duncker & Humblot, Leipzig 1879, S. 252 f.
  • Gero von Wilpert. Adolf Gühring: Erstausgaben deutscher Dichtung. Eine Bibliographie zur deutschen Literatur 1600-1960. Stuttgart : Kröner 1967. S.422-423 s.v. Götz.
  • Richard Newald: Vom Späthumanismus zur Empfindsamkeit 1570-1750. (Geschichte der deutschen Literatur. Bd.5). Hg. von Helmut de Boor und Richard *Kurt Böttcher: Aufklärung. Erläuterungen zur deutschen Literatur. Berlin: Volk und Wissen 1971.Newald. 6. Aufl. München : Beck 1967. S.467-477.
  • Newell E. Warde: Johann Peter Uz and German Anacreonticism. The Emanzipation of the Aesthetic. Frankfurt am Main: Lang 1978.
  • Peter Pütz: Erforschung der deutschen Aufklärung. Königstein : Hain 1980.
  • Gisbert Lepper. Jörg Steitz u.a.: Einführung in die deutsche Literatur des 18. Jahrhunderts. Opladen : Westdeutscher Verlag 1983.
  • Ernst Rohmer. Theodor Verweyen: Dichter und Bürger in der Provinz. Tübingen: Niemeyer 1998.

Sekundärliteratur

  • Johann Heinrich Voß: Über Götz und Ramler. Kritische Briefe. – Mannheim : Schwan und Götz 1809.
  • Friedrich Götz: Geliebte Schatten: Bildnisse und Autographen von Klopstock, Wieland, Herder, Lessing, Schiller, Göthe [!]. Mannheim : Götz 1885.
  • Heinrich Hahn: Johann Nikolaus Götz, die Winterburger Nachtigall. Ein Beitrag zur deutschen Literaturgeschichte. 1. Teil. In: Programm des Großherzoglichen Gymnasiums mit Realabteilung zu Birkenfeld. Ostern 1889. S. 3-32. (Programm Nr. 627). Birkenfeld : Rittsteiner 1889. – Biographie, ohne Teil 2 (Textanalyse).
  • F.K. Schneider: Johann Nikolaus Götz weiland Pfarrer und Superintendent zu Winterburg. Z.A. aus Unterhaltungsblatt zum „Öffentlichen Anzeiger“ 1903, 33-35.
  • Wilhelm Flegler: Rheinhessen in der Zopfzeit. Bilder aus dem staatlichen und dem geistigen Leben des nördlichen Pfälzerlands in der Mitte des 18. Jahrhunderts. Darmstadt : Roether 1912, vor allem das Kapitel Anakreon überm Rhein.
  • Georg Ramge: Johann Nikolaus Götz, ein Wormser Dichter des 18. Jahrhunderts. In: Heimat am Rhein. Blätter zur Pflege der Wormser Geschichte und Heimatkunde. Beilage zur Wormser Zeitung, Samstag, 7. April 1928, Nr. 2, S. 10-11. – Mit Kurzbiographie, darin Hinweis auf Flegler.
  • Willy Mathern: Männer der Heimat. Schicksale und Schilderungen ihres Lebens: Chronologisch-biographische Berichte aus einer fast tausendjährigen Entwicklung im engeren Gebiete des Nahe- und Hunsrückraumes. Trier : Lintz o.J. (nach 1936).
  • Die Welt gleicht einer Opera. Mainz : Drei-Brücken-Verlag 1948.
  • Karl Heinz Armknecht: Die Ahnen berühmter Wormsgauer. 2. Johann Nikolaus Götz, in: Der Wormsgau 3, 1951/58, S. 150-151.
  • Willy Mathern: Bedeutende Männer und Frauen des Hunsrücks und des Nahelandes. – Unter dem Titel: Männer des Hunsrücks und Nahelandes: Kurzgefasste Berichte über deren Leben und Lebenswerk 2. Aufl. Trier : Lintz 1952.
  • Walter Plümacher: Schmertz und Götz im Garten vor dem Binger Tor. Aus der Zeit der Anakreontik und der Aufklärung in Kreuznach. In: Bad Kreuznacher Heimatblätter 5 (1954).
  • Walter Plümacher: Gerhard Heinrich Schmertz. In: Bad Kreuznacher Heimatblätter 3/1955. - Der Kreuznacher Kaufmann und Politiker Schmertz war Freund des preußischen Ministers Carmer und versammelte in seinem berühmten Gartenhaus an der Stadtmauer Prominenz aus Politik und Literatur, so auch Sophie Laroche, den Bauerndichter Isaac Maus und eben Götz, dessen Sohn er seinem Verleger- und Buchhändlerfreund Schwan in Mannheim empfahl.
  • Ludwig Bäte: Ich aber gebe dir das Herz. Johann Nikolaus Götz. Worms : Nornberg 1954. – Knapper, aber souveräner und kenntnisreicher Artikel des Vielschreibers und Polyhistors Ludwig Bäte.
  • Walter Plümacher: Johann Nikolaus Götz – Ein Dichter der Anakreontik. In: Bad Kreuznacher Heimatblätter 1 und 2 (1955).
  • Willy Mathern: Johann Nikolaus Götz im Urteil deutscher Dichter und Komponisten. In: Nahelandkalender 1956.
  • Günter Heinemann: Die Winterburger Nachtigall. In: Nahelandkalender 1956.
  • Werner Schlotthaus: Das Spielphänomen und seine Erscheinungsweise in der Dichtung der Anakreontik. Diss. Göttingen 1957 (maschinenschriftlich).
  • Karl Heinz Armknecht: Eine Wormser Stadtansicht von 1779. Worms : o.V. 1962.
  • Kurzbiographien vom Mittelrhein und Moselland. Hgb.v.d. Arbeitsgemeinschaft für Landesgeschichte und Volkskunde im Regierungsbezirk Koblenz u.a. Sonderheft der Landeskundlichen Virteljahresblätter 1967 ff.
  • Willy Mathern: Nikolaus-Götz-Poesie in Heiligenstadt. In: Bad Kreuznacher Heimatblätter 7 (1968).
  • Willy Mathern: Weimarer Besuch in Winterburg. In: Nahelandkalender 1971.
  • Paul Burghardt: Die Welt gleicht einer Opera. In: Westricher Heimatblätter 1971.
  • Willy Mathern: Johann Nikolaus Götz. Die Winterburger Nachtigall. Lebensbild eines deutschen Dichters. Bad Kreuznach : Voigtländer 1972. – Nicht schlecht recherchiert, auf Forschungen aufbauend. Mit dem Artikel aus „Adrastea“ mit der Schilderung vom Besuch Knebels. Zusätze zu Maus, Schiller, Söhne Götz, Horn, Simrock etc., auch Winterburg u.a.
  • Herbert Zeman: Die deutsche anakreontische Dichtung. Stuttgart 1972.
  • Lucie Ferger: Der Amtmann Carl Ludwig Jacobi, ein Zeitgenosse der „Winterburger Nachtigall“. In: Bad Kreuznacher Heimatblätter 10 (1973/74).
  • Willy Mathern: Einem Wormser Dichter zu Gedenken. In: Heimatjahrbuch des Landkreises Alzey 14 (1974).
  • Willi Mathern: Ein Winterburger bei Goethe und Schiller. Die tragische Geschichte von Schillers Mannheimer Jugendliebe und von seinem Rivalen aus Winterburg. In: Bad Kreuznach Heimatblätter (BKHbll) 3/1978.
  • Klaus Monath: Isaak Maus (1748-1833). Leben und Wirken eines deutschen Bauerndichters. Bad Kreuznach : Fiedler 1979. – Viele Bezüge zu Götz, erwähnt auch Maus' politisches Engagement.
  • Willy Mathern: Johann Nikolaus Götz – die „Winterburger Nachtigall“. Zum 200. Todestag des Dichters. In: Rhein-Hunsrück-Kalender 37 (1981).
  • Johann Nikolaus Götz, Pfarrer zu Hornbach von 1751-1754. 27 S. Pirmasens : Kreisverwaltung 1981
  • Karl-Heinz Drescher: Aus dem Leben und Wirken des Rokokodichters und Pfarrers Johann Nikolaus Götz (1721-1781) zu seinem 200. Todestag. In: Meisenheimer Hefte 13 (1981).
  • Detlev Johannes. Alfred Pointer. Richard Wisser: Johann Nikolaus Götz 1721-1781und das bürgerliche Rokoko. Eine gemeinsame Ausstellung der Stadtbibliothek Worms und des Kunsthauses Heilshof zum 200. Todestag des Wormser Anakreontikers. Worms 1981. – Sehr gute aktuelle Zusammenfassung, mit alten Porträts.
  • Wolfgang Neuber: Johann Nikolaus Götz zum 200. Todestag. Versuch einer Kenntlichmachung eines Paradigmas. In: Blätter der Carl-Zuckmayer-Gesellschaft 7 (1981), S. 63-132. – Umfassendste aktuelle wissenschaftliche Würdigung.
  • Helmut Hauß: „So nahrhaft für den Geist wie für die Sinnen süße“. Die poetische Welt des Johann Nikolaus Götz (geb. 1721 Worms, gest. 1781 in Winterburg im Soonwald). In: Landeskdle. Vjbll. 1982, S. 117-131. – Mit Akzent auf der Interpretation.
  • Richard Wisser. Detlev Johannes. Helmut Hauß: Eine Stadt erinnert sich. Ein Taschenbuch für Worms- und Goethefreunde. Worms : Wormser Verlagsdruckerei Westbrack 1982. Darin: Richard Wisser: Der „Wormser Götz“ und der junge Goethe. S. 7-56. – Mit Zeichnungen von Worms von Goetz, Abbildung Goetz.
  • Helmut Hauß: Die poetische Welt des Johann Nikolaus Götz. In: Bad Kreuznach Heimatblätter (BKHbll) 10+11/1983.
  • Detlev Johannes. Richard Wisser: Johann Nikolaus Götz und sein Worms. Ausstellung 23. Mai bis 23. Juni im Haus zur Münze. Mit Zeichnungen von Gerhard Pallasch. Worms : Stadt Worms o.J. (ca. 1986). – Mit Archivfunden im Archiv von Preuschen, Burg Lahneck; Söhne, Bilder, Haydn 3 Gedichte: „Daphnens einziger Fehler“, „An die Frauen“, „Harmonie in der Ehe“ (von Haydn vertont!). Handschriftenwiedergabe, Scherenschnitt, Frau, Bruder etc.
  • Klaus Schwarz: Johann Nikolaus Götz, öffentlich Pfarrer - heimlich Poet. In: 1250 Jahre Kloster Hornbach - Hrsg. Stadt Hornbach. - 2. Teil (1993), S. 72-79.
  • Heinz-Walter Roth: Über die „Süßigkeit der Liebe“. In: 1250 Jahre Kloster Hornbach - Hrsg. Stadt Hornbach. - 2. Teil (1993), S. 79-81.
  • Uwe Anhäuser: Sagenhafter Hunsrück. Ein Buch der Geschichte, Geschichten und Geheimnisse zwischen Mosel, Nahe, Saar und Rhein. Briedel : Rhein-Mosel-Verlag 1994.
  • Brita Rosenberg: Schon Goethe verehrte den dichtenden Pfarrer : die Verdienste der „Winterburger Nachtigall“ Nikolaus Götz sind auch nach 200 Jahren noch in aller Munde. - Ill. In: Rhein-Zeitung, Ausg. M. - 130 (1994), 156 vom 8.7., S. 20.
  • Lexikon der Pfälzer Persönlichkeiten. Edenkoben : Hennig 1995. S.204.
  • Richard Wisser: Heimkehr nach Hause: Johann Nikolaus Götz (1721-1781). Ein Denkmal für einen Wormser Dichter. In: Der Wormsgau 18 (1999).

Vertonungen

  • Joseph Haydn: „Die Harmonie in der Ehe (Goetz)“. In: Die drei- und vierstimmigen Gesänge. Hgb. Von Bernhard Paumgartner. BA 901. Kassel. Basel : Bärenreiter 1967. – „O wunderbare Harmonie – was er will, will auch sie. Er zechet gern, er sprechet gern, er zahlt Dukaten gern und macht den großen Herrn … auch das ist ihr Gebrauch“, eine vertonte Satire auf ein Ehepaar, das dieselben Schwächen hat.
  • Karl Sieber: „Die Harmonie in der Ehe“: Joseph Haydn vertont ein Gedicht des Hornbacher Pfarrers Johann Nikolaus Götz. In: Heimatkalender für das Pirmasenser und Zweibrücker Land 2001.

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