Johannes Heesters

Johannes Heesters
Johannes Heesters im März 2006 in Osnabrück

Johannes „Jopi(e)“ Heesters, eigentlich Johan Marius Nicolaas Heesters (* 5. Dezember 1903 in Amersfoort, Niederlande), ist ein seit 1936 in Deutschland lebender und arbeitender Schauspieler und Sänger mit niederländischer und – nach einer überwiegenden Anzahl von Quellen – auch mit österreichischer Staatsbürgerschaft.[1] Er gilt als der weltweit älteste aktive darstellende Künstler.

Inhaltsverzeichnis

Leben

Ausbildung und erste Erfolge

Johannes Heesters im Jahr 1919

Der jüngste von vier Söhnen des Kaufmanns Jacobus Heesters und seiner Ehefrau Gertruida, geborene van den Heuvel, begann nach seiner Schulzeit zunächst eine kaufmännische Lehre. An seinem 16. Geburtstag fasste Heesters den Entschluss, Schauspieler zu werden. Er absolvierte eine Gesangs- und Schauspielausbildung und erhielt eine Reihe von Engagements. 1921 hatte er seinen ersten Bühnenauftritt. 1924 spielte er eine Nebenrolle in seinem ersten Film, dem Stummfilm Cirque Hollandais, unter der Regie von Theo Frenkel. Im Dezember 1927 sang er bei Harry Frommermann vor, der die Gesangsgruppe Comedian Harmonists gründete, lehnte ein Engagement jedoch ab, als dieser ihm sagte, er würde für die nächsten Monate keine Gage bezahlen können.[2]

Heesters mit seiner ersten Ehefrau Louisa ‚Wiske‘ Ghijs, 1928

1930 heiratete Heesters die belgische Schauspielerin Louise ‚Wiske‘ Ghijs, mit der er bis zu ihrem Tod 1985 verheiratet blieb. Der Ehe entstammen zwei Töchter, Wiesje Herold-Heesters (Pianistin in Wien) und Nicole Heesters (Schauspielerin in Hamburg).

1932 übernahm er seine erste Gesangsrolle und spielte in der Folge in diversen Operetten. 1934 debütierte er mit Millöckers Bettelstudent an der Wiener Volksoper. 1935 entstand in den Wien-Filmateliers der Film Alles für die Firma, in dessen parallel gedrehter niederländischen Sprachfassung De vier Mullers Heesters in der Rolle des Otto zu sehen war. Es folgten Bühnenauftritte in Salzburg und in der Tschechoslowakei.[3] Im gleichen Jahr kündigte die Amsterdamer Majestic-Film die Produktion eines letztlich nie realisierten „großen holländischen Operettenfilm“ (Regie: Haro van Peski) mit Heesters in der Hauptrolle an.[4]

Heesters im nationalsozialistischen Deutschen Reich

Johannes Heesters auf der Bühne, 1923

1936 wechselte Heesters nach Berlin, wo er in zahlreichen Operettenverfilmungen und Musikfilmen mitwirkte. Vom Berliner Publikum erhielt er seinen Spitznamen „Jopie“.[5] 1938 sang er erstmals die Rolle des Grafen Danilo in der Lustigen Witwe, eine Rolle, die er 35 Jahre lang behielt und zu seiner Paraderolle ausbaute. Adolf Hitler besuchte mehrere dieser Aufführungen. Die vor der Besetzung des Landes durch die Wehrmacht im Jahr 1940 unabhängige Presse in den Niederlanden verfolgte die Karriere Heesters im Deutschen Reich überwiegend mit Wohlwollen. Seine deutschen Filme erhielten in den Niederlanden praktisch ausnahmslos positive Kritiken und liefen auch nach 1940 mit großem Erfolg in den dortigen Kinos.

"Voorts bevat het programma nog twee Johan Heesters-films, waarmee onze landgenoot ongetwijfeld opnieuw groote successen zal oogsten. „Zal mijn vrouw zwijgen?“ is een vermakelijke huwelijkscomedie, […] zijn tweede film is een pompeuze operettefilm; onder regie van George [sic] Jacoby zal men Millöckers „Gasperone“ [sic] verfilmen.[6]"

„Außerdem enthält das Programm noch zwei Johan-Heesters-Filme, mit denen unser Landsmann zweifellos erneut großen Erfolg ernten wird. „Zal mijn vrouw zwijgen?“ [Originaltitel: Wenn Frauen schweigen] ist eine unterhaltsame Ehekomödie, sein zweiter Film ist hingegen eine aufwendige Operettenverfilmung; unter der Regie von Georg Jacoby wird man Millöckers Gasperone verfilmen.“

Het Vaderland, 3. Juni 1937

"In Luxor kan men deze week „Immer nur...... du“, met Johan Heesters nog gaan zien. De groote belangstelling er voor noopte Luxor’s directie deze operette-film te prolongeeren.[7]"

„Im Luxor ist diese Woche noch Immer nur … Du! mit Johan Heesters zu sehen. Das große Publikumsinteresse zwang die Luxor-Direktion die Spielzeit dieses Operettenfilms zu verlängern.“

Dordrechtsche Courant, 30. Januar 1943

Heesters fiel bei niederländischen Widerstandsgruppen zunehmend in Ungnade. Heute ist Heesters in seinem Heimatland kein Publikumsliebling, sondern wird teilweise als Kollaborateur bzw. als Mitläufer aus Karrieregründen gesehen, der in deutschen Diensten gestanden habe, als sein Heimatland von der Wehrmacht besetzt war.[8]

Heesters wurde mehrmals vorgeworfen, dass er in der Zeit des Nationalsozialismus in Deutschland aufgetreten war. In den 1990er Jahren wurde bekannt, dass Heesters – wie Hans Albers – von Joseph Goebbels 1944 auf die sogenannte Gottbegnadeten-Liste der unverzichtbaren Schauspieler gesetzt worden war. Heesters bekam den Zusatz „Ausländer“.[9][10]

Sympathiebekundungen von ihm für das Regime sind nicht bekannt. Er nahm weder die deutsche Staatsangehörigkeit an, noch war er NSDAP-Mitglied. Noch 1938 gastierte er in den Niederlanden mit einer aus Deutschland geflüchteten jüdischen Theatergruppe. Andererseits distanzierte er sich nicht explizit vom Nationalsozialismus und der deutschen Politik. Heesters gab später an, er sei an Politik nicht interessiert gewesen und habe versucht, seine Familie herauszuhalten und zu schützen.

Heesters in der Nachkriegszeit

Heesters’ Filme wurden – im Gegensatz zu einigen Filmen mit Heinz Rühmann wie Quax, der Bruchpilot – nach dem Krieg vom Alliierten Kontrollrat nicht als Nazipropaganda eingestuft, sie hätten dem NS-Regime nur zur Ablenkung und Ruhigstellung der Bevölkerung gedient. Die 1944 von der Terra Film produzierte Operettenverfilmung Die Fledermaus wurde nach dem Zweiten Weltkrieg von der Cutterin Alice Ludwig fertiggestellt. Am 16. August 1946 wurde der Film in Ost-Berlin als erste deutschsprachige Produktion in der Sowjetischen Besatzungszone uraufgeführt. Die Terra-Film blieb im Presseheft zum Film ungenannt. Der unpolitische Film erwies sich als großer Erfolg und spielte in der Folgezeit 20 Millionen Mark ein. Die sowjetische Firma Artkino zeigte den Film mit beachtlichem Erfolg in New York und anderen Städten der USA. 1949 war der Film auch in Kinos der Französischen Besatzungszone zu sehen.[11]

Heesters konnte seine Karriere nach dem Krieg fortsetzen und sang in Wien, München und Berlin. Das Auftrittslied des Grafen Danilo Da geh’ ich ins Maxim aus der Operette Die lustige Witwe von Franz Lehár wurde durch Heesters zum Evergreen. In dieser Rolle stand Heesters 1600 Mal auf der Bühne.

1953 engagierte ihn Otto Preminger für den Film Die Jungfrau auf dem Dach nach Hollywood. In den 1960er und 1970er Jahren war er in zahlreichen Fernsehfilmen, Theateraufzeichnungen und Fernseh-Shows zu sehen. 1975 wurde sein soziales Engagement offenkundig, als er bei der ersten ZDF-Gala zu Gunsten der von der Ärztin Mildred Scheel gegründeten Deutschen Krebshilfe mit dem Titel Treffpunkt Herz mitwirkte. Als ihn der Entertainer Peter Alexander auf Wunsch der damaligen Frau des deutschen Bundespräsidenten Walter Scheel zu dieser Benefizgala nach Köln einlud, erklärte der seinerzeit 72-jährige Heesters spontan: „Selbstverständlich bin ich beim Startschuss für die Deutsche Krebshilfe dabei. Das Leid Krebs kann doch jeden von uns treffen.“

1978 erschienen seine Memoiren: Es kommt auf die Sekunde an.

1992 heiratete Heesters die Schauspielerin Simone Rethel. Von 1996 bis zum Sommer 2001 spielte er neben seiner Frau in dem von Curth Flatow für ihn geschriebenen Stück Ein gesegnetes Alter. Dies trug ihm 1997 sogar einen Vermerk im Guinness-Buch der Rekorde ein – als weltweit ältester Schauspieler, der über 250 Mal en suite in der Hauptrolle eines Drei-Stunden-Stücks auf der Bühne stand. Im Jahr 2005 ging Heesters mit dem Deutschen Filmorchester Babelsberg auf Tournee und gastierte in sieben deutschen Großstädten. Zudem war er unmittelbar vor seinem 102. Geburtstag Stargast bei einer Feierveranstaltung zum 140-jährigen Bestehen des Staatstheaters am Gärtnerplatz in München.

Im Dezember 2006 gastierte Heesters als Solist gemeinsam mit Katja Riemann im Konzertprogramm Stars go swing der Big-Band The Capital Dance Orchestra in mehreren Vorstellungen im Admiralspalast Berlin.

Heesters erhielt insgesamt neun Mal den Bambi. 2001 wurde er mit der Platin Romy für sein Lebenswerk geehrt. 2004 trat er in Köln vier Mal in der Rolle des Herrn im Jedermann von Hofmannsthal auf. Bei der Gala der Elblandfestspiele Wittenberge wurde ihm der Titel Kammersänger verliehen. Von August bis Oktober 2006 fand die erste Ausstellung über Heesters in der Berliner Akademie der Künste statt, die er persönlich mit einem Liederabend eröffnete.[12]

Mitte Februar 2008 trat Heesters, nach mehr als 40 Jahren wieder in seinem Heimatland, in seiner Geburtsstadt Amersfoort, auf. In den 1960er Jahren war er in Amsterdam von der Bühne gebuht worden.[13] Im selben Jahr übernahm Heesters eine Nebenrolle in der Komödie 1 1/2 Ritter – Auf der Suche nach der hinreißenden Herzelinde von Til Schweiger. Dies war sein erster Auftritt in einem Kinofilm seit Otto – Der Film aus dem Jahr 1985.

Im Dezember 2008 sorgte Heesters mit einer Äußerung für Aufsehen. In einem Interview für die niederländische Satire-Fernseh-Show Die Schakale wurde dem 104-Jährigen vor laufender Kamera die Frage gestellt „Was Hitler een aardige man?“ (deutsch: „War Hitler ein netter (guter) Kerl?“). Heesters hatte geantwortet „[…] ich kannte ihn wenig, aber ein Kerl, das war er.“ Auf die Nachfrage des Interviewers „Was? Ein...?“ sagte Heesters „Ein guter Kerl“. Nach Protesten seiner Frau schränkte er ein „Naja, das [ein guter Kerl] war er nicht, aber für mich war er nett […] “.[14] Heesters Ehefrau hatte sofort protestiert, und später kritisiert, dass die Antwort ihrem Mann „in den Mund gelegt“ worden sei. Er blieb zunächst bei seiner Äußerung und entschuldigte sich wenige Tage später in der Fernsehsendung Wetten, dass..?. Deutsche Medien wiesen darauf hin, dass der hochbetagte Heesters das provozierende Satirespiel kaum durchschaute.[15]

Im Juni 2009 spielte er 105-jährig am Alten Schauspielhaus Stuttgart im Jedermann die Rolle von Gott. Ab Juli 2010 spielte Heesters für einige Vorstellungen den König in Rolf Hochhuths Inselkomödie im Berliner Ensemble.

Gerichtsstreit um Auftritt im KZ

Vorwurf im Jahr 1976

1976 hatte ein niederländischer Journalist Heesters beschuldigt, er habe das KZ Dachau im Jahr 1941 besichtigt und zudem einen vergnügten Auftritt vor der SS gehabt. „Heesters singt für SS“ titelten Zeitungen. Abgebildet war ein Foto, auf dem das Dachauer Häftlingsorchester musizierte und Heesters gegenüberstand und zuhörte. KZ-Kommandant Piorkowski hatte ihn eingeladen. Heesters hat den Besuch nicht abgestritten, jedoch den Vorwurf, er sei selbst aufgetreten, stets zurückgewiesen. Er betonte, dass er den Besuch im KZ bereut habe und als Mitglied des Ensembles des Münchner Gärtnerplatztheaters für NS-Propagandazwecke benutzt worden war. Im Jahr 1978 äußerte er sich dazu in seiner Autobiografie: „Das Lager wirkte auf uns wie ein typisches Soldatenlager, es sah so aus wie ein Arbeitsdienst- oder Hitlerjungenlager, die man aus den Illustrierten kannte. Wir trafen ein, heuchelten Interesse, ein Soldat knipste uns mit seiner Privatbox, und wir fuhren wieder nach Hause. Am Abend, so glaube ich, hatte ich bereits wieder Vorstellung.“[16]

Klage auf Unterlassung und Widerruf

Seine Frau Simone Rethel-Heesters recherchierte und stieß 2006 auf ein Fotoalbum mit 27 bis dato unbekannten Fotos. Das Fotoalbum zeigt keine einzige Abbildung, auf der er für die Lager-SS singt.[16] Da es vollständig erhalten geblieben war, war erkennbar, dass kein Foto entfernt wurde. Frau Heesters argumentierte, eins der 27 Fotos müsse auf jeden Fall den Auftritt des damals bereits berühmten Stars zeigen, hätte es einen Auftritt gegeben. Im August 2006 dementierte Heesters in einer TV-Talkshow erneut den Unterhaltungsauftritt mit den Worten „Ich schwöre es bei meiner Familie – es ist nicht wahr!“[17] Das Fotoalbum war auf Anweisung von KZ-Kommandant Piorkowski angefertigt und nach dem Besuch übermittelt worden. Albert Knoll, Archivar der KZ-Gedenkstätte Dachau, erklärte, dass es nach propagandistischen Führungen durchs Lager durchaus üblich war, prominenten Personen Alben mit Fotos zu schenken.[18]

Auch der Publizist Volker Kühn hatte ihm vorgeworfen, dort aufgetreten zu sein. Heesters reichte gegen Kühn Klage auf Unterlassung und Widerruf beim Landgericht Berlin ein. Kühn berief sich auf den ehemaligen Häftling Viktor Matejka,[19][20] der geäußert hatte, er habe bei dem Unterhaltungsauftritt für die SS-Angehörigen „den Vorhang [für Heesters] gezogen“.[21] Jürgen Trimborn äußerte Bedenken zur Aussage Matejkas, weil das Interview fast 50 Jahre später erfolgte.[22] Heesters Anwalt Gunter Fette versuchte die propagandistischen Führungen durch das KZ zu beschreiben, und sagte vor Gericht: „Man muss sich das wie eine Art 'Tag der offenen Tür' vorstellen.“[19]

Die Klage wurde am 16. Dezember 2008 abgewiesen. Die Widmung im Fotoalbum „Den lieben Künstlern, die uns am 21.5.1941 durch einen frohen und heiteren Nachmittag im K.L. Dachau erfreuten, gewidmet.“ wurde als Anhaltspunkt für einen möglichen Auftritt gewertet. Volker Kühn durfte weiter behaupten, Heesters hätte einen Auftritt vor der SS-Wachmannschaft im KZ Dachau getätigt.[23] Heesters ging in Berufung. Im April 2010 endete der Rechtsstreit mit einem Vergleich.[24] Das Berliner Kammergericht teilte mit, Kühn habe sich bereit erklärt, Heesters nicht mehr als Lügner zu bezeichnen, wenn er den Vorwurf eines Auftritts von sich weist.[25]

Heute

Heesters lebt heute im oberbayerischen Landkreis Starnberg. Aufgrund einer Makuladegeneration und eines 2007 aufgetretenen Glaukoms verlor Heesters zunehmend an Sehkraft und 2009 erblindete er vollständig.

Die Stadt Wien hat Heesters zu seinem 106. Geburtstag mit einer Feierstunde geehrt, zu der Veranstaltung im Steinernen Saal des Rathauses waren zahlreiche Prominente gekommen.[26] Am 8. Dezember 2009 trug er in einem Konzert des Wiener Robert-Stolz-Clubs aus Millöckers Operette „Der Bettelstudent“ das Lied „Ich knüpfte manche zarte Bande“[27] sowie den Operettenschlager „Da geh ich ins Maxim“ vor.[28] Vom 28. Juli 2010 (Voraufführung) resp. 30. Juli 2010 (Premiere) an stand Heesters in Rolf Hochhuths Inselkomödie für einige Vorstellungen auf der Bühne des Berliner Theaters am Schiffbauerdamm.[29] In dem Musical singt Heesters nicht, stattdessen spricht er zwei kurze Monologe. Heesters habe in dem Stück unbedingt „eine kleine Vorbeigehrolle“ spielen wollen, sagte der Komponist des Werkes, Florian Fries.[30] Außerdem wirkte er 2011 in dem Kurzfilm „Ten“ als Petrus mit.[31]

Heesters gilt momentan als der zweitälteste in Deutschland lebende Mann. [32]

Filmografie

  • 1924: Cirque hollandais
  • 1934: Bleeke Bet
  • 1935: De vier Mullers
  • 1936: Die Leuchter des Kaisers
  • 1936: Der Bettelstudent
  • 1936: Das Hofkonzert
  • 1937: Wenn Frauen schweigen
  • 1937: Gasparone
  • 1938: Nanon
  • 1938: Immer wenn ich glücklich bin..!
  • 1939: Hallo Janine!
  • 1939: Das Abenteuer geht weiter
  • 1939: Meine Tante – Deine Tante
  • 1940: Liebesschule
  • 1940: Die lustigen Vagabunden
  • 1940: Rosen in Tirol
  • 1941: Immer nur … Du!
  • 1941: Jenny und der Herr im Frack
  • 1941: Illusion
  • 1942: Karneval der Liebe
  • 1944: Es lebe die Liebe
  • 1944: Glück bei Frauen
  • 1944: Es fing so harmlos an
  • 1944: Frech und verliebt (Uraufführung 1948)
  • 1946: Die Fledermaus
  • 1946: Renée / Renée XIV. Der König streikt
  • 1947: Wiener Melodien
  • 1949: Liebe Freundin
  • 1950: Wenn eine Frau liebt
  • 1950: Hochzeitsnacht im Paradies
  • 1951: Professor Nachtfalter
  • 1951: Tanz ins Glück
  • 1951: Die Csardasfürstin
  • 1952: Im weißen Rößl
  • 1953: Die geschiedene Frau
  • 1953: Die Jungfrau auf dem Dach

Diskografie

  • 1936: Eine Frau, so wie Du / Heimatlied
  • 1937: Ich werde jede Nacht von Ihnen träumen / Einmal von Herzen verliebt sein
  • 1937: Du hast mich noch nie so geküßt / Nimm mein Herz in Deine Hände
  • 1938: So verliebt wie heut' war ich nie / Mein Herz liegt Dir zu Füßen
  • 1939: Jede Frau hat ein süßes Geheimnis / Meine Welt, die bist Du
  • 1940: Lippen schweigen, 's flüstern Geigen / Da geh' ich ins Maxim
  • 1941: Bist du's, lachendes Glück? / Eine nach der anderen
  • 1941: Man müßte Klavier spielen können / Liebling, was wird nun aus uns beiden?
  • 1941: Mein Ahnherr war der Luxemburg / Wann sagst du ja?
  • 1942: Durch Dich wird diese Welt erst schön / Karussell
  • 1949: Ich spiel mit Dir (Und Du mit mir) / Ein Glück, daß man sich so verlieben kann
  • 1949: Tausendmal möcht' ich Dich küssen / Das kommt mir Spanisch vor
  • 1950: Es kommt auf die Sekunde an / Alle Wege führen mich zu Dir
  • 19??: Sehnsucht nach Dir / Das ist die Nacht uns'rer Liebe
  • 19??: Ich knüpfte manche zarte Bande / Nimm mein Herz in Deine Hände
  • 19??: Freuderl, mir geht es heut' so gut / Ich lade Sie ein, Fräulein / Mein Mädel ist nur eine Verkäuferin
  • 1966: O, mooie molen / Wir sind zwei gute Kameraden
  • 1998: Ich werde 100 Jahre alt
  • 2006: Bunte Tulpen (mit Hein Simons)
  • 2006: Ich danke Gott für all die schönen Jahre
  • 2007: Generationen (mit Claus Eisenmann)

Auszeichnungen

Johannes-Heesters-Archiv

Im Juni 2004 übergab Heesters sein umfangreiches Privatarchiv als Vorlass an die Sammlungen der Berliner Akademie der Künste. Neben einigen tausend Fotos gehören dazu etwa 100.000 private Schriftstücke und amtliche Dokumente, die seither schrittweise für die elektronische Recherche katalogisiert werden.[33]

Literatur

  • Johannes Heesters (aufgezeichnet von Willibald Eser): Es kommt auf die Sekunde an. Blanvalet-Verlag, München, 1978, ISBN 3-442-03879-0
  • Johannes Heesters (aufgezeichnet von Willibald Eser): Ich bin gottseidank nicht mehr jung. Edition Ferency bei Bruckmann, München 1993, ISBN 3-7654-2705-5
  • Johannes Heesters, Beatrix Ross: Johannes Heesters. Auch hundert Jahre sind zu kurz. Langen/Müller, 2003, ISBN 3-7844-2934-3
  • Ursula Meyer: Johannes Heesters. Verlag Ursula Meyer, 2003, ISBN 3-00-010684-7
  • Ingo Schiweck: Johannes Heesters – Ich bin Holländer!. in: Ingo Schiweck: Lass dich überraschen … Niederländische Unterhaltungskünstler in Deutschland. Agenda-Verlag, 2005, S. 15–49, ISBN 3-89688-255-4
  • Jürgen Trimborn: Der Herr im Frack – Johannes Heesters. Aufbau-Taschenbuchverlag, 2005, ISBN 3-7466-2153-4
  • Wolfgang Bittner/Mark vom Hofe: Der älteste Schauspieler der Welt. Johannes Heesters. In: Ich bin ein öffentlicher Mensch geworden. Persönlichkeiten aus Film und Fernsehen. Bad Honnef 2009, ISBN 978-3-89502-277-7

Weblinks

 Commons: Johannes Heesters – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Wikinews Wikinews: Johannes Heesters – in den Nachrichten

Einzelnachweise

  1. wien.at: Goldene Wien-Plakette für Johannes Heesters
  2. Vgl. Peter Czada/Günter Große: Comedian Harmonists. Ein Vokalensemble erobert die Welt. Edition Hentrich, Berlin 1993, ISBN 978-3-89468-082-4, hier S.  15
  3. Het Vaderland: De Nederlandsche film te Wenen – Johan Heesters’ succes. 18. Februar 1935. Stand: 16. Mai 2011
  4. Het Vaderland: Johan Heesters bij de Majestic. 29. Juli 1935. Stand: 16. Mai 2011
  5. Johannes-Heesters-Biografie, Who's Who Online-Lexikon
  6. Het Vaderland: De nieuwe UFA-productie. 3. Juni 1937. Stand: 16. Mai 2011
  7. Dordrechtsche Courant: Stadsnieuws. 30. Januar 1943. Stand: 17. Mai 2011
  8. Jürgen Trimborn: Johannes Heesters: Der Herr im Frack, Aufbau-Taschenbuchverlag, Berlin 2005
  9. Ernst Klee: Das Kulturlexikon zum Dritten Reich. Wer war was vor und nach 1945. S. Fischer, Frankfurt am Main 2007, S. 227.
  10. Oliver Rathkolb: Führertreu und gottbegnadet. Künstlereliten im Dritten Reich. Wien 1991, S. 177.
  11. Begleitheft der DVD Die Fledermaus, Black Hill Pictures GmbH (Bestell-Nr. 82876578559), 2003
  12. AKD: AUSSTELLUNG: JOHANNES HEESTERS, Auf den Spuren eines Phänomens, 24. August 2006
  13. BBC: Nazi-era singer returns to stage, 17. Februar 2008 (engl.)
  14. Originalinterview unter dewerelddraaitdoor.vara.nl: Johan Heesters - Jakhals Erik
  15. Johannes Heesters: „Hitler war ein guter Kerl“ – Heesters fiel auf Satire rein, stern online vom 4. Dezember 2008 -
    spiegel.de vom 16. Dezember 2008 mit Original-Wortlaut
  16. a b KZ-Besuch ohne Gesang? spiegel.de vom 22. August 2006
  17. Johannes Heesters in der Talkshow Beckmann, ARD am 21. August 2006
  18. [1]
  19. a b süddeutsche.de vom 27. November 2008
  20. [2]
  21. Volker Kühn bei der Verleihung des Deutschen Hörbuchpreises 2007 für sein Hörbuch Hitler und die Künstler – Mit den Wölfen geheult, Live-Übertragung im WDR-Hörfunk, 18. März 2007; siehe dazu auch die Rezension des Hörbuchs Stephan Göritz: Vergessen und verdrängt, Deutschlandfunk, 4. Dezember 2006
  22. [3]
  23. Historiker darf weiter von Heesters' SS-Auftritt sprechen
  24. Aktenzeichen: Kammergericht Berlin 10 U 6/09
  25. Klage endet mit Vergleich spiegel.de vom 22. April 2010
  26. Goldene Plakette für Johannes Heesters‎ – ORF.at (Zugriff am 4. Dezember 2009)
  27. http://www.youtube.com/watch?v=uzw3AlL9eD4
  28. Videoaufzeichnung des Auftritts: Auftritt von Johannes Heesters am 8. Dezember 2009, Zugriff am 23. Januar 2010
  29. Wolfgang Behrens: Ästhetisches Inferno für den Weltfrieden – Kritik und Presseschau auf nachtkritik.de
  30. Mit 106 wieder auf der Bühne – Meldung auf news.de
  31. [4]
  32. http://de.wikipedia.org/wiki/%C3%84ltester_Mensch#.C3.84lteste_lebende_deutsche_M.C3.A4nner
  33. Vgl. Johannes-Heesters-Archiv an der Berliner Akademie der Künste (Zugriff am 21. Juli 2010)



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