John Akii-Bua


John Akii-Bua

John Akii-Bua (* 3. Dezember 1949 in Lira; † 20. Juni 1997 in Kampala) war ein Leichtathlet aus Uganda.

Inhaltsverzeichnis

Karriere

Akii-Bua lief bei den Olympischen Spielen 1972 in München die 400 Meter Hürden der Herren in der Weltrekord-Zeit von 47,82 Sekunden und gewann als erster Ugander eine Goldmedaille bei Olympischen Spielen.

Schon 1970 war Akii-Bua in 51,14 Sekunden Vierter bei den British Commonwealth Games in Edinburgh geworden. 1973 wurde er Afrikameister.

Das Regime von Diktator Idi Amin zollte dem Ausnahmeathleten jedoch keinen Respekt, sondern versuchte die Erfolge des populären Athleten zu verschweigen; Akii-Bua erhielt sogar Hausarrest. Hintergrund war dabei, dass der muslimische Staatspräsident Christen ermorden liess und Akii-Bua Christ war[1].Bei den Olympischen Spielen 1976 in Montréal konnte er nicht starten, da sämtliche afrikanischen Länder die Spiele boykottierten. In der Folgezeit wurde Akii-Bua inhaftiert. Nach seiner Flucht aus dem Gefängnis konnte er das Land verlassen und kam nach Deutschland, der Stätte seines größten Erfolges, und lebte hier bis zum Ende der Diktatur Amins im Jahre 1983. Trotzdem startete er bei den Olympischen Spielen 1980 in Moskau für Uganda. Über die Hürdenstrecke schied er in 51,10 Sekunden im Zwischenlauf aus. Auch mit der ugandischen 4x400-Meter-Staffel erreichte er nicht das Finale.

Als Akii-Bua 1997 starb, wurde ihm in seiner Heimat ein Staatsbegräbnis bereitet.

Bestleistungen

  • 400 Meter: 45,82 Sekunden (1976)
  • 400 Meter Hürden: 47,82 Sekunden (1972)
  • Zehnkampf: 6933 Punkte (1971)

Weblinks

Literatur

Einzelnachweise

  1. Völlig verändert im Spiegel 22/1979

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