John Pearse

John Pearse

John Pearse (* 12. September 1939 in Hook, Hampshire; † 31. Oktober 2008) war ein britischer Gitarrist, der in den 1960er-Jahren den ersten im Fernsehen ausgestrahlten Gitarrenunterricht gab.[1]

Inhaltsverzeichnis

Leben

Pearse spielte in seiner Jugend Banjo und Gitarre in einer Jazz-Band. Ab Mitte der 1950er-Jahre lebte er in London, wo er Gitarrenunterricht gab und abends in Clubs auftrat. In dieser Zeit baute John Bailey aus einer englischen Cister einen Vorläufer der Irischen Bouzouki für Pearse, die später von Johnny Moynihan bekannt gemacht wurde[2].

Ein Produzent der BBC entdeckte Pearse in London, und ab 1965 war er in der in Schwarzweiß ausgestrahlten Fernsehserie Hold down a chord zu sehen. Der Erfolg der Reihe war so groß, dass das Format auch in andere Länder verkauft wurde. In Deutschland wurde die Reihe in den 1970er-Jahren im Dritten Programm ausgestrahlt; Pearse moderierte die Sendung selbst in deutscher Sprache.[3] Daneben arbeitete er als Musikproduzent für Capitol Records und Warner Brothers. 1978 übersiedelte er in die USA, wo er für den Gitarrenhersteller C. F. Martin & Co., Inc. arbeitete. Später gründete er seine eigene Firma für Gitarrensaiten.[4] Anfangs der 1980er-Jahre folgte eine Neuauflage der Serie für den Sender PBS.

Im Laufe der Jahre veröffentlichte John Pearse eine Reihe von Schallplatten, Lehrheften sowie Lehrvideos in mehreren Sprachen.

1983 erlitt Pearse einen Unfall, in Folge dessen er zeitweilig gelähmt war, von dem er sich jedoch nach einem Jahr erholen konnte. Zuletzt lebte er in Besigheim, wo er am 5. November 2008 auch begraben wurde.

Diskografie

Eigene

  • John Pearse, Xtra, 1965
  • Folk 66 (ARC, 1966) – (zusammen mit Colin Wilkie & Shirley Hart)
  • Guitar Train, Metronome, 1968 (Deutsche Neuveröffentlichung von John Pearse von 1965)
  • Blues, Rags & Raga, DaCamera, 1972
  • Travelling Man, Songbird, 1975
  • Alive and Well... and Living in America, Underdog Records, 1980
  • Together, Underdog Records, 1980 – (zusammen mit Mary Faith Rhoads)
  • Live! At Kutztown, Shubb, 2002
  • The Lost 1966 Waldeck Audition, Bear Family, 2010

Auf Sammlungen mit anderen Künstlern

  • Makaber macht lustig, Xenophon, 1967 – („Down in the Valley“, „As I Went out one Morning“)
  • Chanson & Folk Supersession, Volume 1, Intercord Xenophon, 1975 – („Cocaine“)
  • Chanson & Folk Supersession, Volume 2, Intercord Xenophon, 1975 – („Down in the Valley“)
  • Burg Waldeck Festival 1967 – Chanson, Folklore International, Studio Wedemark, 2004 – („Cocaine“)
  • Die Burg Waldeck Festivals 1964-1969, Bear Family, 2008 – („The Shoemaker's Kiss“ mit Shirley Hart, „The Bonnie Lass O'Fyvie“ mit Colin Wilkie, „It's of a Little Taylor“, „As I Went out one Morning“, „Cocaine“, „McGee's Jig“, „Oh Baby, It Ain't no Lie“)
  • Contemporary Folk Guitar, CAMBRA records, 1982 – („McGee's Rag“, „Guitar Train“)

Publikationen

  • The John Pearse Album of Ragtime guitar Solos, B.Feldman&Co.Ltd.
  • Akkord & Rhythmus - für Anfänger (1974), Verlagsgesellschaft Schulfernsehen, Köln
  • Akkord & Rhythmus - für Fortgeschrittene (1974), Verlagsgesellschaft Schulfernsehen, Köln
  • Gitarren-Blues (1976)

Einzelnachweise

  1. John Pearse Biografie (englisch)
  2. Usenet-Beitrag von John Pearse (englisch) vom 16. Jan 2000
  3. www.musiker-board.de
  4. jpstrings.com

Weblinks


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