John Swainson


John Swainson

John Burley Swainson (* 31. Juli 1925 in Windsor, Ontario; † 13. Mai 1994 in Manchester, Michigan) war ein US-amerikanischer Politiker und von 1961 bis 1963 der 42. Gouverneur von Michigan.

Inhaltsverzeichnis

Frühe Jahre

Im Alter von zwei Jahren kam John Burley mit seinen Eltern aus Kanada nach Port Huron in Michigan. Dort besuchte er die örtlichen Schulen. Während des Zweiten Weltkriegs war er Soldat der US-Armee. Bei einer Minenexplosion in der Nähe von Metz in Frankreich verlor er am 15. November 1944 beide Beine. Nach Monate langer Rehabilitation lernte er mit künstlichen Beinen selbständig zu laufen. Nach dem Krieg setzte er seine Ausbildung am Olivet College fort. Dort machte er im Jahr 1947 seinen Abschluss. Schließlich studierte Swainson noch bis 1951 an der University of North Carolina Jura.

Politischer Aufstieg

John Swainson war Mitglied der Demokratischen Partei. Zwischen 1954 und 1958 war er Mitglied des Landessenats von Michigan. Im Jahr 1958 wurde er als Kandidat seiner Partei zum Vizegouverneur gewählt. In dieser Eigenschaft war er von 1959 bis 1961 der Vertreter von Gouverneur G. Mennen Williams in dessen sechster und letzter Amtszeit. Am 8. November 1960 wurde er zum neuen Gouverneurs seines Landes gewählt. Mit 35 Jahren war er der jüngste Gouverneur von Michigan des 20. Jahrhunderts. Den Rekord hält Gouverneur Stevens Mason, der bei seinem Amtsantritt im Jahr 1835 erst 24 Jahre alt war.

Gouverneur von Michigan

John Swainson trat seine zweijährige Amtszeit am 2. Januar 1961 an. In dieser Zeit wurden Steuern für die Benutzung von Telefonen und Telegraphen eingeführt. Die Gerichtsverfahren wurden vereinfacht. Auf Alkohol und Zigaretten wurden zusätzliche Steuern zur Finanzierung der Schulen erhoben. Für ältere Menschen wurde ein eigenes Krankenversicherungsmodell vorgeschlagen. Auf der anderen Seite wurden Rentenbezüge für Parlamentarier in Michigan von der Steuer befreit. Im Jahr 1962 scheitere Swainsons Kandidatur für seine Wiederwahl. Er unterlag dem Republikaner George Romney und musste am 1. Januar 1963 sein Amt aufgeben.

Weiterer Lebensweg

Im Jahr 1963 unterstützte Swainson Martin Luther King und die Bürgerrechtsbewegung in dem er an dem so genannten „Walk of Freedom" in Detroit teilnahm. In diesem Jahr war er auch Mitglied im Bundesvorstand der Demokratischen Partei. Zwischen 1965 und 1971 war Swainson Richter an einem Bezirksgericht. Zwischen 1971 und 1975 war er in der gleichen Funktion am Obersten Gerichtshof seines Landes. Dort musste er sich im Jahr 1975 mit einer Anklage wegen Bestechung auseinandersetzen. Von diesem Vorwurf wurde er freigesprochen. Aber er wurde wegen Meineids schuldig gesprochen und zu 60 Tagen Gefängnis verurteilt. Das kostete ihn sein Richteramt. Zwischenzeitlich verlor er sogar seine Zulassung als Rechtsanwalt. Später wurde er Antiquitätenhändler und Vorsitzender der Michigan Historical Commission. John Swainson starb im Mai 1994. Er war mit der im Jahr 2004 verstorbenen Alice Nielsen verheiratet, mit der er zwei Kinder hatte.

Literatur

  • Robert Sobel und John Raimo (Hrsg.): Biographical Directory of the Governors of the United States, 1789–1978. Band 2, Meckler Books, Westport, 1978. 4 Bände.

Weblinks


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