Julie Hanusch


Julie Hanusch

Julie Hanusch (* 21. April 1878 in Haniowitz/ Mähren als Julie Winter; † 31. Oktober 1949 in Freital) war eine Textilkünstlerin und Ehefrau von Karl Hanusch.

Inhaltsverzeichnis

Leben

Als Tochter wohlhabender Eltern (Brauereibesitzer) wird sie zunächst von Privatlehrern erzogen. Nach dem Tode ihrer Mutter (1891) kommt sie auf eine höhere Töchterschule in Dresden. Danach wohnt sie bei ihrem Vater in Wien und begleitet ihn in die Heilbäder Europas. Auf Empfehlung von Carl Bantzer nimmt sie vorübergehend Privatunterricht im Malen bei Karl Hanusch in Dresden, später bei Reinhold Klaus in Wien. Die umfangreiche Farbpalette von Garnen und deren geringes Gewicht auf Reisen bringt sie zur "Malerei mit der Nadel". Nach dem Tode ihres Vaters heiratet sie 1923 den Maler und Graphiker Karl Hanusch, der von 1922 bis 1933 Direktor der Kunstschule für Textilindustrie in Plauen/ Vogtl. war.

Aufgrund der zunehmenden Hetze gegen Nichtarier übernimmt sie ab 1938 die Pflege ihrer Schwester in Brünn/Mähren. Von dort wird sie unerwartet im April 1942 nach Theresienstadt deportiert. Sie überlebt das Ghetto und kann im August 1945 zu ihrem Ehemann nach Freital zurückkehren.

Werke

  • Slowakische Eva, Fadenmalerei, 95 cm x 95 cm, um 1941, Privatbesitz
  • Frau Minne, Fadenmalerei, 21 cm x 12 cm, Privatbesitz
  • Ritter und Tod, Fadenmalerei

Literatur

  • Winter, Julie; Kindheitserinnerungen, Dresden um 1905
  • Grabrede Richard Birnstengel, Freital, 1949
  • Frauengeschichtswerkstatt Weißeritzkreis, Freital, 2001
  • Hanusch, Julie; "Erinnerungen" in Schneider, Karl Hanusch -ernst und heiter, Leun 2006
  • Katalog zur Ausstellung in Dresden vom 7. April – 4. Mai 1968

Weblinks


Wikimedia Foundation.

Schlagen Sie auch in anderen Wörterbüchern nach:

  • Hanusch — ist der Familienname folgender Personen: Ferdinand Hanusch (1866–1923), österreichischer Politiker (SDAP) Ignác Jan Hanuš (auch Ignaz Johann Hanusch; 1812–1869), tschechischer Slawist und Philosoph Julie Hanusch (geb. Julie Winter; 1878–1949),… …   Deutsch Wikipedia

  • Karl Hanusch — (* 9. Mai 1881 in Niederhäslich (heute Freital); † 19. November 1969 in Dresden) war ein wirklichkeitsnaher deutscher Maler und Graphiker. Inhaltsverzeichnis 1 Leben 2 Werke 3 …   Deutsch Wikipedia

  • Liste der Biografien/Han–Hap — Biografien: A B C D E F G H I J K L M N O P Q …   Deutsch Wikipedia

  • Alfred Haensch — (* 16. September 1879 in Dresden; † unbekannt) war ein deutscher Porträt und Landschaftsmaler. Leben Alfred Haensch studierte an der Dresdner Kunstakademie von 1900 bis 1906 und von 1915 bis 1919, und zwar ab 1903 im Malsaal von Oskar Zwintscher …   Deutsch Wikipedia

  • Haňovice — Haňovice …   Deutsch Wikipedia

  • Liste der Abgeordneten der Konstituierenden Nationalversammlung — Dies ist eine Liste der Abgeordneten zur Konstituierenden Nationalversammlung für Deutschösterreich, die am 16. Februar 1919 als erstes in freier und gleicher Wahl berufene Parlament Österreichs gewählt worden war. Name Fraktion Anmerkungen Abram …   Deutsch Wikipedia

  • Liste der Abgeordneten zum Österreichischen Nationalrat (I. Gesetzgebungsperiode) — Dies ist eine Liste der Abgeordneten zum Österreichischen Nationalrat (I. Gesetzgebungsperiode). Die I. Gesetzgebungsperiode begann am 10. November 1920 und endete am 20. November 1923. Nach der Nationalratswahl am 17. Oktober 1920 entfielen von… …   Deutsch Wikipedia


We are using cookies for the best presentation of our site. Continuing to use this site, you agree with this.