Junior-Wasserretter


Junior-Wasserretter

Als Rettungsschwimmabzeichen bezeichnet man ein verliehenes Abzeichen für die Befähigung zur Rettung verunglückter Schwimmer. Rettungsschwimmabzeichen werden in vielen Ländern durch die Wasserrettungsorganisationen vergeben und stellen die Grundausbildung als Rettungsschwimmer dar. Zusätzlich wird noch für verschiedene Berufe ein Rettungsschwimmabzeichen verlangt.

Siehe Hauptartikel: Rettungsschwimmen und Schwimmabzeichen

Inhaltsverzeichnis

Deutschland

Das Deutsche Rettungsschwimmabzeichen (auch Rettungsschwimmpass) ist ein durch die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG), den Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) oder durch die Wasserwacht im Deutschen Roten Kreuz (DRK) verliehenes Abzeichen für die Befähigung zur Rettung verunglückter Schwimmer. Es wird in Bronze, Silber oder Gold verliehen. Die Verleihung erfolgt durch eine Urkunde. Die Abzeichen Silber und Gold der Wasserwacht bzw. der DLRG sind dabei Abzeichen im Sinne von Ehrenzeichen (siehe BGBl. I S. 644 vom 3. August 1964). Der ASB, die DLRG und das DRK haben dieselben Ausbildungsbedingungen für das Deutsche Rettungsschwimmabzeichen. Alle Abzeichen können als Aufnäher, als Anstecker, als Großabzeichen oder als Bandschnalle (Ausnahme ASB) getragen werden. Am Dienstanzug der Bundeswehr ist jedoch das Bronze Abzeichen nicht zugelassen.

Deutsches Rettungsschwimmabzeichen Bronze

Aufnäher Rettungsschwimmabzeichen Bronze der DLRG

Voraussetzungen

  • Mindestalter 12 Jahre

Prüfungsteile

  • 200 m Schwimmen in höchstens 10 Minuten, davon 100 m in Bauchlage und 100 m in Rückenlage mit Grätschschwung ohne Armtätigkeit
  • 100 m Schwimmen in Kleidung in höchstens 4 Minuten, anschließend im Wasser entkleiden
  • 3 verschiedene Sprünge aus etwa 1 m Höhe
  • 15 m Streckentauchen
  • zweimal Tieftauchen von der Wasseroberfläche, einmal kopfwärts und einmal fußwärts innerhalb 3 Minuten mit zweimaligem Heraufholen eines 5-kg-Tauchrings oder eines gleichartigen Gegenstandes (Wassertiefe 2 bis 3 m)
  • 50 m Transportschwimmen: Schieben oder Ziehen
  • Nachweis der Kenntnisse zur Vermeidung von Umklammerungen sowie Fähigkeiten zur Befreiung aus
    • Halsumklammerung von hinten
    • Halswürgegriff von hinten
  • 50 m Schleppen mit Kopf- oder Achselschleppgriff und dem Standard-Fesselschleppgriff
  • Kombinierte Übung, die ohne Pause und in der angegebenen Reihenfolge zu erfüllen ist:
    • 20 m Anschwimmen in Bauchlage
    • abtauchen auf halber Strecke auf 2 bis 3 m Wassertiefe und Heraufholen eines 5-kg-Tauchrings oder eines gleichartigen Gegenstandes, diesen anschließend fallenlassen, Anschwimmen fortsetzen
    • 20 m Schleppen eines Partners
  • Demonstration des Anlandbringens
  • Vorführung der Herz-Lungen-Wiederbelebung
  • Nachweis folgender Kenntnisse (Theoretische Prüfung):
    • Gefahren am und im Wasser
    • Hilfe bei Bade-, Boots- und Eisunfällen (Selbst- und Fremdrettung)
    • Vermeidung von Umklammerungen
    • Atmung und Blutkreislauf
    • Hilfe bei Verletzungen und Ertrinkungsunfällen, Hitze- und Kälteschäden
    • Aufgaben der ausbildenden Wasserrettungsorganisationen

Deutsches Rettungsschwimmabzeichen Silber

Aufnäher Rettungsschwimmabzeichen Silber der DLRG
DRK-Rettungsschwimmabzeichen Silber

Voraussetzungen

  • Mindestalter 15 Jahre

Prüfungsteile

  • 400 m Schwimmen in höchstens 15 Minuten, davon 50 m Kraulschwimmen, 150 m Brustschwimmen und 200 m Schwimmen in Rückenlage mit Grätschschwung ohne Armtätigkeit
  • 300 m Schwimmen in Kleidung in höchstens 12 Minuten, anschließend im Wasser entkleiden
  • Sprung aus 3 m Höhe
  • 25 m Streckentauchen
  • Dreimal Tieftauchen von der Wasseroberfläche, zweimal kopfwärts und einmal fußwärts innerhalb 3 Minuten mit dreimaligem Heraufholen eines 5-kg-Tauchrings oder eines gleichartigen Gegenstandes (Wassertiefe 3–5 m)
  • 50 m Transportschwimmen: Schieben in höchstens 1:30 Minuten
  • Nachweis der Kenntnisse zur Vermeidung von Umklammerungen sowie Fähigkeiten zur Befreiung aus
    • Halsumklammerung von hinten
    • Halswürgegriff von hinten
  • 50 m Schleppen in höchstens 4 Minuten, beide Partner in Kleidung, je ½ Strecke mit Achsel- und einem Fesselschleppgriff (Standard-Schleppgriff oder Seemannsgriff)
  • Kombinierte Übung, die ohne Pause und in der angegebenen Reihenfolge zu erfüllen ist:
    • 20 m Anschwimmen in Bauchlage
    • Abtauchen auf 3–5 m Tiefe, Heraufholen eines 5-kg-Tauchrings oder eines gleichartigen Gegenstandes, diesen anschließend fallenlassen
    • Lösen aus einer Umklammerung durch einen Befreiungsgriff
    • 25 m Schleppen
    • Anlandbringen des Geretteten
    • 3 Minuten Vorführung der Wiederbelebung
  • Nachweis folgender Kenntnisse (Theoretische Prüfung):
    • Atmung und Blutkreislauf
    • Gefahren am und im Wasser
    • Hilfe bei Bade-, Boots- und Eisunfällen (Selbst- und Fremdrettung)
    • Vermeidung von Umklammerungen
    • Rechte und Pflichten bei Hilfeleistungen
    • Rettungsgeräte
    • Aufgaben und Tätigkeiten der ausbildenden Wasserrettungsorganisationen
  • Nachweis der erfolgreichen Teilnahme an einem Erste-Hilfe-Lehrgang, nicht älter als 3 Jahre

Deutsches Rettungsschwimmabzeichen Gold

Aufnäher Rettungsschwimmabzeichen Gold der DLRG

Voraussetzungen

  • Mindestalter 16 Jahre
  • Besitz des Rettungsschwimmabzeichens Silber
  • ärztliche Bescheinigung über die Tauglichkeit (bei der DLRG: Selbsterklärung zum Gesundheitszustand)

Prüfungsteile

  • 300 m Flossenschwimmen in höchstens 6 Min., davon 250 m in Bauch- oder Seitenlage und 50 m Schleppen, Partner in Kleidung (Achselschleppgriff)
  • 300 m Schwimmen in Kleidung in höchstens 9 Min., anschließend im Wasser entkleiden
  • 100 m Schwimmen in höchstens 1:40 Min.
  • 30 m Streckentauchen, dabei Heraufholen von 10 kleinen Ringen oder Tellern, die auf einer Strecke von 20 m in einer höchstens 2 m breiten Gasse verteilt sind; mindestens 8 Stück aufsammeln
  • Dreimal Tieftauchen in Kleidung innerhalb von 3 Min.; das erste Mal mit Kopfsprung, anschließend je einmal kopf- und fußwärts von der Wasseroberfläche mit gleichzeitigem Heraufholen von jeweils zwei 5-kg-Tauchringen oder gleichartigen Gegenständen (Wassertiefe 3 bis 5 m)
  • 50 m Transportschwimmen, beide Partner in Kleidung: Schieben oder Ziehen in höchstens 1:30 Min.
  • Nachweis der Kenntnisse zur Vermeidung von Umklammerungen sowie Fähigkeiten zur Befreiung aus
    • Halsumklammerung von hinten
    • Halswürgegriff von hinten
  • Kombinierte Übung, die ohne Pause und in der angegebenen Reihenfolge zu erfüllen ist:
    • 25 m Anschwimmen in höchstens 30 Sekunden
    • Abtauchen 3 bis 5 m tief, Heraufholen eines 5-kg-Tauchrings oder eines gleichartigen Gegenstandes, diesen anschließend fallenlassen
    • Lösen aus einer Umklammerung durch einen Befreiungsgriff
    • 25 m Schleppen in höchstens 60 Sekunden mit Fesselschleppgriff
    • Anlandbringen des Geretteten
    • 3 Minuten Vorführung der Wiederbelebung
  • Handhabung folgender Rettungsgeräte:
    • Retten mit Rettungsball und Leine:
      • 12 m Weitwerfen in einen Zielsektor mit einer 3-m-Öffnung, 6 Würfe innerhalb von 5 Minuten, davon 4 Treffer
    • Retten mit Rettungsgurt und Rettungsleine (als Schwimmer und Leinenführer)
    • Handhabung gebräuchlicher Wiederbelebungsgeräte
  • Nachweis folgender Kenntnisse (Theoretische Prüfung):
    • Vermeidung von Umklammerungen
    • Erste-Hilfe
    • Die Wasserrettungsorganisationen: Organisation, Aufgaben unter besonderer Berücksichtigung des Wasserrettungsdienstes
  • Nachweis der erfolgreichen Teilnahme an einem Erste-Hilfe-Lehrgang nicht älter als 3 Jahre

Junior-Retter und Juniorwasserretter

Der Junior-Retter ist eine Qualifikation der DLRG, der Juniorwasserretter wird von der Wasserwacht angeboten. Beide Abzeichen stellen keine vollwertigen Rettungsschwimmabzeichen dar, arbeiten jedoch inhaltlich in diese Richtung und sollen für Jugendliche der Übergang von den Schwimm- zu den Rettungsschwimabzeichen sein.

Junior-Retter

Aufnäher Junior-Retter

Der Junior-Retter wird nur von der DLRG angeboten. Voraussetzung ist das Deutsche Jugendschwimmabzeichen in Gold. Er zählt zu den Schwimmprüfungen und nicht zu den Rettungsschwimmprüfungen.

Voraussetzungen:

  • Mindestalter 10 Jahre
  • Leistungsstufe Deutsches Jugendschwimmabzeichen Gold

Anforderungen:

  • 100 Meter Schwimmen ohne Unterbrechung (je 25 m Kraul-, Rückenkraul-, Brust- und Rückenschwimmen mit Grätschschwung)
  • 25 Meter Schleppen (Achselgriff),
  • Selbstrettungsübung (kombinierte Übung in leichter Freizeitbekleidung, die ohne Pause in der angegebenen Reihenfolge zu erfüllen ist): Fußwärts ins Wasser springen, danach Schwebelage einnehmen, 4 Minuten Schweben an der Wasseroberfläche in Rückenlage mit Paddelbewegungen, 6 Minuten langsames Schwimmen, jedoch mindestens viermal die Körperlage wechseln (Bauch-, Rücken-, Seitlage); die Kleidungsstücke im tiefen Wasser ausziehen
  • Fremdrettungsübung (kombinierte Übung, die ohne Pause in der angegebenen Reihenfolge zu erfüllen ist): 15 Meter zu einem Partner in Bauchlage schwimmen, nach halber Strecke auf ca. 2 Meter Tiefe abtauchen und zwei kleine Tauchringe heraufholen; diese anschließend fallen lassen und das Anschwimmen fortsetzen; Rückweg: 15 m Schleppen eines Partners mit Achselgriff, danach Sichern des Geretteten durch Festhalten am Ufer
  • Kenntnisse über Maßnahmen der Selbstrettung und Fremdrettung und Grundverhalten für die Fremdrettung sowie elementare Erste Hilfe

Juniorwasserretter

Der Juniorwasserretter ist ein Jugendausbildungsprogramm in der Wasserwacht, das für Jugendliche ab acht Jahren gemacht worden ist. Die ursprüngliche Idee zum Juniorwasserretter kommt aus der Wasserwacht Ortsgruppe Regensburg und war zunächst gedacht um Kinder und Jugendliche für die Aufgaben der Wasserwacht und die regelmäßige Teilnahme am Training zu motivieren.

Die Jugendlichen werden in drei Altersstufen mit unterschiedlich Anforderungen unterteilt.

Ausbildungsinhalte der Stufe 1 (8–10 Jahre):

  • Juniorhelfer-Kurs Teil 1 und Teil 2
  • Deutsches Jugendschwimmabzeichen (DJSA) Gold – ab 9 Jahre
  • Erwerb von Kenntnissen und Fertigkeiten an und mit folgenden Rettungsmitteln: Rettungsball, Rettungsring, Rettungswurfsack, Rettungsboje, Rettungsgurt, Rettungsbrett
  • Bedienung eines Funkgeräts (Kennenlernen und Funktion der Elemente)
  • Die Wachstation (der Wachraum) der Wasserwacht (vorhandene Gerätschaften, örtliche Gegebenheiten, Sauberkeit usw.)
  • Knotenkunde: Achtknoten und Kreuzknoten (auch, wann sie verwendet werden)
  • Naturschutz: Tiere und Pflanzen im heimischen Raum
  • Schnorchelausbildung Stufe I (Zustimmung der Eltern erforderlich)
  • Praktische Grundlagen des Rettungsschwimmens (Rettungsschwimm-Wettbewerbe der Wasserwacht z. B. Stufe I)
  • Organisation eines Spiels für die Gruppe

Ausbildungsinhalte der Stufe 2 (11–14 Jahre):

  • Juniorhelfer-Kurs Teil 3 und Erste-Hilfe-Ausbildung
  • Deutsches Rettungsschwimmabzeichen (DRSA) Bronze – ab 12 Jahre
  • Handhabung folgender Rettungsmittel: Rettungsball, Rettungsring, Rettungswurfsack, Rettungsboje, Rettungsgurt, Rettungsbrett
  • Kenntnis der Regeln des Dienstfunks des BRK
  • Richtiges Verhalten von Wasserwachtlern während des Wachdienstes
  • Knotenkunde: Wiederholung Achtknoten und Kreuzknoten; neu Webeleinenstek (Mastwurf) und Palstek (auch, wann sie verwendet werden)
  • Naturschutz: Biotope in der Umgebung und deren Schutz bzw. Pflege
  • Schnorchelausbildung Stufe II (Zustimmung der Eltern erforderlich)
  • Praktische Grundlagen des Rettungsschwimmens (Rettungsschwimm-Wettbewerbe der BRK-Wasserwacht z. B. Stufe II)
  • RK-Einführungsseminar (möglichst mit Beiträgen von den Teilnehmern bzw. in Gruppenarbeit o. Ä.)

Ausbildungsinhalte der Stufe 3 (ab 14 Jahre):

  • Deutsches Rettungsschwimmabzeichen (DRSA) Silber – ab 15 Jahre
  • Sicheres Beherrschen des Umgangs mit folgenden Rettungsmitteln: Rettungsball, Rettungsring, Rettungswurfsack, Rettungsboje, Rettungsgurt, Rettungsbrett, Rettungsstange
  • Annehmen und Absetzen von Funksprüchen (mit entsprechender Belehrung)
  • Der Junior-Wasserretter der BRK-Wasserwacht: Rechte, Pflichten, Versicherung (Vorbereitung des Einsatzes als Rettungsschwimmer der Wasserwacht)
  • Knotenkunde: Wiederholung Achtknoten und Kreuzknoten, Webeleinenstek (Mastwurf) und Palstek; neu Schotstek einfach und doppelt (auch, wann sie verwendet werden)
  • Schnorchelausbildung Stufe III (Zustimmung der Eltern erforderlich)
  • Praktische Grundlagen des Rettungsschwimmens (Rettungsschwimm-Wettbewerbe der BRK-Wasserwacht Stufe III)
  • Gestaltung einer Gruppenstunde

Zusätzliche Ausbildungen ab 16 Jahren möglich:

  • Sanitätsausbildung Teil A und B
  • Ausbildung zum Wasserretter
  • Streifenführerausbildung
  • Ausbildung zum Rudergänger auf Rettungsbooten

Geschichte

Der erste Rettungsschwimmkurs der DLRG wurde im August 1913 in Stuttgart durchgeführt.[1] Die auf etwas ältere Wurzeln zurückblickende Wasserwacht des Deutschem Roten Kreuzes kann die Ausbildung im Bereich Rettungsschwimmen bereits für das Jahr 1887 (in Kiel) belegen. Innerhalb des DRK hatten sich schon in den 1870er Jahren erste Wasserrettungstrupps gebildet, die zunächst aus normalen Sanitätern bestanden.[2]

Österreich

Die Rettungsschwimmausbildung der ARGE Österreichisches Wasserrettungswesen (Arbeitsgemeinschaft der österreichischen Wasserrettung – Mitglieder: ASBÖ, Bundesheer, Bundespolizei, ÖJRK, ÖWR) ist unterteilt in:

Helferschein

  • Mindestalter: vollendetes 13. Lebensjahr
  • 15 min Dauerschwimmen, davon 5 min in Rückenlage ohne Armtätigkeit
  • 100 m Schwimmen in Überkleidern
  • 15 m Streckentauchen
  • 2 mal 2–3 m Tieftauchen aus der Schwimmlage mit Heraufholen eines ca. 2,5 kg schweren Gegenstandes innerhalb 5 Minuten
  • Heraufholen von 3 Tellern oder Ringen bei einem Tauchversuch (Fläche ca. 10 m², bei einer Wassertiefe von mindestens 2 m)
  • Paketsprung aus 2–3 m Höhe
  • je 25 m Retten einer etwa gleichschweren Person mit Kopf-, Achselgriff und Fesselgriff
  • praktische Ausübung der Befreiungsgriffe: Halsumklammerung von vorne und hinten, Würgegriff von vorne und hinten, jeweils an Land und im Wasser
  • praktische Ausübung der Bergegriffe „Bergen über den Beckenrand“ und „Rautekgriff“
  • Kenntnis der Rettungsgeräte
  • Kenntnis der Selbstrettung
  • kurze Prüfung über Erste Hilfe-Leistung bei Wasserunfällen und praktische Ausführung der Wiederbelebung
  • Kenntnisse über Zweck und Organisation des Österreichischen Wasserrettungswesens

Retter

  • Mindestalter: vollendetes 16. Lebensjahr
  • 30 Minuten Dauerschwimmen, davon 10 Minuten Rückenschwimmen ohne Armtätigkeit
  • 300 m Schwimmen in Überkleidern
  • 25 m Streckentauchen
  • dreimaliges Tieftauchen (ca. 3 bis 4 m), jeweils mit Heraufholen eines ca. 5 kg schweren Gegenstandes, innerhalb von 6 Minuten
  • Heraufholen von 6 Tellern oder 6 Ringen bei einem Tauchversuch (Fläche ca. 20 m², bei einer Wassertiefe von ca. 2 m)
  • Paket- und Kopfsprung aus ca. 2–3 m Höhe ins Wasser
  • je 50 m Retten einer etwa gleich schweren Person, beide bekleidet mit Kopf-, Achsel-, Fessel- und Seemannsgriff
  • 50 m Transportieren (Ziehen) einer gleich schweren Person
  • praktische Ausübung der Befreiungsgriffe: Halsumklammerung von vorne und hinten, Würgegriff von vorne und hinten, Brustumklammerung von hinten ohne Einschluss der Arme, jeweils an Land und im Wasser
  • praktische Anwendung von mindestens 3 Bergegriffen (z. B. Bergen über die Leiter, Rautekgriff, Bergen über den Beckenrand, Schultertragegriff, Bergen in ein Boot)
  • kurze Prüfung über Erste Hilfe-Leistung bei Wasserunfällen und praktische Ausführung der Wiederbelebung
  • Kenntnis der Selbstrettung
  • besondere Rettungshilfen bei Bade-, Boots-, Auto- und Eisunfällen
  • Anwendung von mindestens zwei Rettungsgeräten
  • kombinierte Rettungsübung
  • Keine vorherigen Schwimmabzeichen erforderlich

Lifesaver

  • Mindestalter: vollendetes 17. Lebensjahr
  • 100 m Schwimmen (Brust oder Kraul) in 1:40 Minuten
  • 300 m Schwimmen mit Flossen in 4:30 Minuten
  • 300 m Schwimmen in beliebigem Stil (ohne Flossen) in 9:00 Minuten
  • Ausführung von Rettungstechniken in folgender Abfolge:
    • 75 m Anschwimmen eines „Opfers“
    • Ausführung von drei Befreiungsgriffen
    • je 25 m Retten mittels Kopf-, Achsel- und Fesselgriff
  • Kombinierte Rettungsübung
    • Ausführung der kombinierten Rettungsübung innerhalb von 2 Minuten, der Retter trägt dabei Shorts und T-Shirt:
    • Rettungssprung (Schrittsprung) ins Wasser
    • 25 m Anschwimmen (Freestyle)
    • Abtauchen und Heraufholen eines „Opfers“ (Rettungspuppe oder Partner) aus mindestens 1,5 m Tiefe
    • 25 m Retten des „Opfers“
    • Notfallcheck und Reanimation (mindestens 3 Minuten) unmittelbar nach Durchführung von Punkt a. dieser Rettungsübung
  • 25 m Streckentauchen
  • Anwendung und Erklärung von mindestens zwei Rettungsgeräten (z. B. Rettungsbrett, Wurfsack, Rettungsmatratze, Gurtretter, Rettungsboje oder anderen von der ARGE-ÖWRW anerkannten Rettungsgeräten):
  • Durchführung der folgenden Basismaßnahmen:
    • Gefahren erkennen
    • Gefahrenstelle absichern, retten, bergen
    • Notfallcheck
    • stabile Seitenlage
    • Umdrehen einer Person aus der Bauchlage in die Rückenlage
    • Notruf
  • Durchführung der Herz-Lungen-Wiederbelebung:
    • Herz-Lungen-Wiederbelebung (Erwachsene)
    • Herz-Lungen-Wiederbelebung (Kinder)
    • Herz-Lungen-Wiederbelebung (Säuglinge).
  • Erste Hilfe-Maßnahmen:
    • Umgang mit Patienten
    • Erste Hilfe-Maßnahmen (z. B. bei Schock, Blutungen, Verletzungen der Halswirbelsäule, Brüchen, Unterkühlung)

Schweiz

Die Rettungsschwimmausbildung der Schweizerischen Lebensrettungs-Gesellschaft (SLRG) ist unterteilt in:

Wassersicherheitskurs

  • Dauerschwimmen 300 m, davon 50 m in Rückenlage, Richtzeit 10 Minuten
  • Kleiderschwimmen 25 m
  • Tauchen: 4 Teller, Tiefe ca. 1.80 m, verteilt auf 2 m mal 4 m, kopfwärts abtauchen
  • Springen: 1 m Fusssprung
  • Kenntnisse von: Gefahrengrenzen und Verhaltensregeln in freien Gewässern, Einsatz von (improvisierten) Rettungsmitteln, Patientenbeurteilung, Bewusstlosenlagerung, Beatmung, Notfallmeldung, Überwachung eines Patienten, Bade-, Fluss- und Eisregeln (je 6)

Jugend-Brevet

  • Mindestalter: vollendetes 11. Lebensjahr
  • Dauerschwimmen 300 m, davon 250 m Freistil und 50 m in Rückenlage, in höchstens 10 Minuten
  • Startsprung vom Bassinrand oder Startblock
  • Sicherer Fusssprung aus mindestens 1 m Höhe
  • 12 m Streckentauchen mit Start im Wasser
  • Heraufholen von 4 Gegenständen in einem Tauchgang aus einer Tiefe von 1,8 m, verteilt auf einer Fläche von 2 m mal 4 m
  • 10 m Rettungsschwimmen mit Nacken – Stirn – Griff
  • 10 m Rettungsschwimmen mit Nacken – Griff
  • 25 m Transportschwimmen
  • 25 m Kleiderschwimmen
  • 2 Minuten Beatmen am Beatmungsphantom
  • Heraufholen eines Figuranten aus einer Tiefe von mindestens 1,8 m mit anschliessendem Rücktransport in einem Rettungsgriff über eine Distanz von 10 m
  • Absolvieren des folgenden Rettungsparcours ohne Zeitlimite:
    • Sprung ins Wasser kopfwärts vom Bassinrand oder Startblock
    • 45 m Schwimmen in Brustlage
    • Abtauchen korrektes Abtauchen kopfwärts
    • 5 m Streckentauchen Auftauchen beim Figuranten
    • 25 m Rettungsschwimmen Griffwechsel gestattet
  • Rettungsballwurf zu einem 8–10 m entfernten Figuranten mit anschliessendem Rücktransport des Figuranten zum Bassinrand
  • Vorzeigen und erklären der Patientenbeurteilung und der Bewusstlosenlagerung
    • Theorieprüfung, mindestens 7 richtige Antworten auf 10 Prüfungsfragen

Brevet I

  • Mindestalter: vollendetes 15. Lebensjahr
  • Streckenschwimmen 400 m mit Zeitlimit
  • Streckentauchen 20 m
  • Bergen eines Figuranten, Tiefe 2,5–4 m, Anschwimmen (10 m)
  • Bergen eines Figuranten, Tiefe 2,5–4 m, Antauchen (10 m)
  • Fünf Gegenstände, verteilt auf 2 m mal 5 m, aus mindestens 1,8 m Wassertiefe heraufholen, Start im Wasser
  • Transportschwimmen 100 m
  • Rettungsschwimmen 100 m
  • Fusssprung aus mindestens 3 m Höhe
  • Zielwurf mit Rettungswürfel oder Wurfsack zum Figuranten, Distanz 10 m
  • 6 Minuten Einhelfer-Methode (CPR)
  • Kombinierte Übung
    • mit Zeitmessung:
      • Freistil 90 m
      • Antauchen eines Figuranten 10 m
      • Abschleppen des Figuranten 50 m
      • Sichern am Bassinrand
    • anschliessend ohne Zeitnahme:
      • Bergen des Patienten
      • Beurteilung des Patienten
      • 2 Minuten Einhelfer-Methode (CPR)
  • Theoretische Prüfung
  • Nothilfeübung
  • Befreiungsgriffe:
    • Umfassen von vorne und hinten
    • Umklammern von vorne und hinten

Brevet II bzw. Kursleiter / Experte

  • ab 19 Jahre

Siehe auch

Weblinks

Quellen

  1. http://dlrg.de/ueber-uns/geschichte/die-dresdner-zeit.html
  2. wasserwacht-online.de

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